Wie stark sind die Menschen in Deutschland von Hitze betroffen? Das wollte die Deutsche Umwelthilfe wissen und hat bei ihrem zweiten bundesweiten Hitze-Check 190 Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern untersucht.
Das Ergebnis: Menschen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sind besonders von Hitze belastet. "Die Temperaturen im Süden sind höher, somit auch die Herausforderungen größer. Aber wir sehen auch, dass die Versiegelung extrem hoch ist", sagt Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe.
Mannheim ist Schlusslicht bei Hitze-Check
Als Negativbeispiel nennt sie Mannheim. Hier seien laut Untersuchung 88 Prozent der Bevölkerung von extremer Hitze betroffen. Neben zu dichter Bebauung und einem hohen Anteil an versiegelter Flächen sei auch das Grünvolumen – also der Baumbestand – in der Stadt gering. Das habe die Stadt erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet.
Forderung nach gesetzlichen Vorschriften
Bei ständig steigenden Temperaturen und extremer Hitze, hält die Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe wenig davon, auf Freiwilligkeit der Städte zu setzen.
"Es ist erkannt worden, dass es ein Problem ist. Aber die Maßnahmen, die gefolgt sind, reichen nicht aus. Wir brauchen eine gesetzlich verbindliche Verankerung."
Wozu konkret Städte gesetzlich, ihrer Meinung nach, verpflichtet werden sollten, erklärt Barbara Metz im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Florian Rudolph.