Die Ukraine ist in der Nacht erneut mit russischen Drohnen und Raketen angegriffen worden. Russland lässt trotz laufender Verhandlungen keinen Zweifel daran, dass die militärischen Ziele weiter verfolgt werden.
Unterdessen gibt es immer mehr Hinweise darauf, dass der russische Präsident Putin es nicht nur auf die Ukraine abgesehen hat, sondern auch auf die NATO. Der Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND), Bruno Kahl, warnt davor, Russlands Expansionsdrang zu unterschätzen. Der BND sei sich sehr sicher und habe dafür auch nachrichtendienstliche Belege, dass die Ukraine für Russland nur ein Schritt auf dem Weg nach Westen sei, sagte Kahl in einem Podcast des Medienportals Table.Briefings.
Zustimmung aus dem Europäischen Parlament
Dem stimmt die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Europäischen Parlaments, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), zu. Sie glaubt, dass jedes Zögern und Zaudern der Europäischen Union von Putin als Schwäche ausgelegt wird. Die größte Gefahr sei, dass er uns nicht mehr ernst nehme und weiterhin testet, wie weit er gehen könne, sagte Sie im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer und erklärt, warum vor allem wir Europäer uns nicht weiter auf die USA verlassen sollten.