SWR Aktuell Im Gespräch

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SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • Warum Campen in Deutschland immer beliebter wird
    Camping ist total angesagt - spätestens seit Corona. Dennoch überraschend: Im vergangenen Jahr waren auf deutschen Campingplätzen so viele Menschen wie noch nie. Fast 43 Millionen Übernachtungen hat das Statistische Bundesamt gezählt.
    Zu den Gründen sagt der Tourismus-Statistiker Dominik Asef: "Das kann an den Campingplätzen selbst liegen, es kann auch mit dem Klimawandel zu tun haben - in vielen südlichen Ländern sind die Sommer ja oft unerträglich heiß, während es bei uns noch eher milde ist und sich die Saison auch verlängert". Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Gerald Pinkenburg verrät der Experte die derzeit beliebtesten Camping-Regionen in Deutschland. Hören Sie außerdem ein Interview mit Juliane Klüßendorf vom Campingplatz am Clausensee im Pfälzer Wald. Sie weiß, was Profi-Camper, Familien und Naturliebhaber von einem guten Campingplatz erwarten.
    "Seit Corona hat sich das stark verändert. Viele Menschen möchten freier sein, und auch mobiler. Das gilt vor allem für Familien mit mehreren Kindern".

    Quelle: Juliane Klüßendorf

    Zu den beliebtesten Camping-Fahrzeugen in Deutschland gehört das Wohnmobil. Zwischen 2023 und 2024 ist die Zahl der Wohnmobile um 70.000 gestiegen - auf mehr als 900.000. Damit hat sich der deutsche Wohnmobil-Bestand seit 2017 verdoppelt. Sollte dieser Trend anhalten, dürfte die Millionenmarke spätestens 2026 geknackt werden.
    Wohnmobile gibt es in mehreren Formen: Camper Vans, Kastenwagen, teil- oder vollintegrierte Wohnmobile oder solche mit Schlafplätzen über dem Fahrerbereich, so genannte Alkoven-Wohnmobile.
    7 min
  • Trump und Selenskyj mit Annäherung: Hoffnung für die Ukraine?
    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump haben mal wieder miteinander gesprochen, am Rande der Beisetzung von Papst Franziskus am Samstag im Vatikan. Es war das erste Mal, seit ihrem öffentlich ausgetragenen Streit Ende Februar im Weißen Haus. Selenskyj äußerte sich danach sehr optimistisch.
    Es war ein sehr symbolträchtiges Treffen, das das Potenzial hat, ein historisches zu werden, wenn wir gemeinsame Ergebnisse erzielen.

    Quelle: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram.

    Ob eine baldige Waffenruhe oder sogar ein Frieden im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine jetzt vorstellbar ist, hat SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem mit Susanne Schattenberg besprochen, sie ist Direktorin der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen.
    5 min
  • Stromausfall auf der Iberischen Halbinsel: "Viele Menschen haben Angst"
    In Spanien, Portugal und im Südwesten Frankreichs steht wegen eines flächendeckenden Stromausfalls das öffentliche Leben still. Was macht das mit den Menschen dort? "Viele Menschen haben Angst. Man muss sich vorstellen, U-Bahnen haben in Schächten angehalten. Wir sehen Bilder von Menschen, die mit dem Licht von ihren Handys versuchen, von dort zur nächsten Station zu gelangen" - so schildert ARD-Korrespondent Sebastian Kisters die Lage im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Florian Zelt.
    Hören Sie im Audio, welche aktuellen Informationen Kisters zur möglichen Ursache des Stromausfalls hat, nachdem es zunächst Spekulationen über einen Cyber-Angriff gab.
    4 min
  • Humanitäre Katastrophe: Den Menschen im Gazastreifen fehlt es an allem
    Die Vereinten Nationen warnen, dass im Gazastreifen die Lebensmittel- und Arzneimittelbestände zur Neige gehen. Israel blockiert seit Wochen Lieferungen in das Gebiet.
    Sauberes Trinkwasser, Ernährung, medizinische Versorgung, Nahrungsmittelergänzung für schwangere Frauen und Kleinkinder: Es fehlt an allem

    Quelle: Martin Frick, Direktor des UN-Welternährungsprogramms Deutschland

    Auf ägyptischer Seite warten mehr als 100.000 Tonnen Lebensmittel und Hilfsgüter. Nach Angaben des Welternährungsprogramms ist das genug, um eine Million Menschen für vier Monate zu versorgen. Aber Israel bleibt bei seiner harten Linie. Wie alarmierend die Lage ist, erklärt Martin Frick, Direktor des UN-Welternährungsprogramms Deutschland, im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Christian Rönspies
    4 min
  • Gesunde Ernährung: Kochen ist nicht schwer
    Die meisten von uns haben zumindest eine Ahnung, wie gesunde Ernährung funktioniert: Möglichst kein Fastfood, stattdessen am besten frisch, regional, saisonal das Essen selbst zubereiten. Oft muss es aber schnell gehen und Kochen bedeutet für viele eine nahezu unüberwindbare Herausforderung. Marcus Schneider aus Reutlingen ist Koch und betreibt die Kochschule "Cooking Concept". Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler gibt er Tipps für Einsteiger und erklärt, wie bewusster Umgang mit Lebensmitteln funktioniert.
    5 min
  • Kolumne: Verdächtige Stille im politischen Berlin
    Die Spitzen von CDU, CSU und SPD sind sich einig über eine neue, gemeinsame Koalition, am 6. Mai soll Friedrich Merz zum Kanzler gewählt werden, aber jetzt? Passiert gerade gar nichts. Das ist die Zeit, in der Karrieren gemacht werden - oder eben nicht, sagt unser Kolumnist Jan Seidel.
    3 min
  • Frühstücks-Quarch: Wäre ein "Grunderbe" zum 18. Geburtstag sozial gerecht?
    20.000 Euro Startkapital vom Staat zum 18. Geburtstag. Pünktlich zum Tag der Deutschen Einheit hat der Ostbeauftragte der Bundesregierung Carsten Schneider Aufsehen ausgelöst. Er sagt, ein solches "Grunderbe" könne dazu beitragen, die soziale Ungleichheit in Deutschland zu verringern und jungen Menschen den Start ins Erwerbsleben erleichtern. Nach Meinung des Ostbeauftragten soll das finanziert werden, indem die Erbschaftssteuer erhöht wird - und zwar im Bereich der oberen zehn Prozent der vererbten Vermögen.
    Damit folgt Carsten Schneider einem Vorschlag des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Die Wissenschaftler versprechen sich von einem solchen "Grunderbe" eine bessere Einkommensverteilung.
    Ob Geldgeschenke wirklich ein erfolgversprechender Weg hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit sind, darüber hat SWR-Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch mit dem Philosophen Christoph Quarch gesprochen.
    5 min
  • Indien-Pakistan-Konflikt: "Regelmäßige Entladungen"
    Nach dem Terroranschlag im indischen Teil von Kaschmir wächst die Angst vor einer Eskalation zwischen Indien und Pakistan. Bei dem Anschlag am Dienstag wurden 26 Menschen getötet. Das Attentat löste eine diplomatische Krise zwischen beiden Ländern aus. Die indische Regierung hat alle pakistanischen Staatsbürger aufgefordert, das Land zu verlassen. Im Gegenzug hat Pakistan die Visa indischer Staatsbürger für ungültig erklärt. Auf beiden Seiten gab es heftige Proteste. An der Grenze soll es laut Berichten in der vergangenen Nacht zu Schusswechseln gekommen sein. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Leon Vucemilovioc berichtet ARD-Indien-Korrespondent Peter Hornung über die Lage in beiden Ländern und erklärt, warum er die aktuelle Krise einerseits als Teil "regelmäßiger Entladungen" im andauernden Konflikt zwischen Indien und Pakistan sieht, andererseits aber eine weitere Eskalation nicht auszuschließen ist.
    6 min
  • „Kein Papst-Kandidat kann Erwartungen gerecht werden“, sagt Papstkenner und Psychiater Lütz
    SWR Aktuell: Die Trauer um Franziskus ist groß bei Gläubigen in aller Welt. Aber auch viele Nichtkatholiken sind fasziniert von den Jahrhunderte alten Ritualen und Gebräuchen, die da jetzt befolgt werden. Darüber spefche mit sprechen mit jemandem, der gerne Papst-Berater genannt wird, mit dem Bestsellerautor, Psychiater, Theologen und zumindest Papstkenner Manfred Lütz, Guten Morgen!
    Manfred Lütz: Schönen guten Morgen. Papst-Berater bin ich aber nicht....
    SWR Aktuell: Sie haben es in der Tat etwas relativiert. Aber ist dann nicht doch ein bisschen Wahrheit auch dran?
    Lütz: Nein, ich war im päpstlichen Laienrat. Und dann hat man immer gesagt, „Papstberater“ - oder „Vatikan-Berater“, stand dann bei Wikipedia. So wurde ich dann jedes Mal vorgestellt. Das fand ich ein bisschen irritierend. Ich habe den Papst einmal im Jahr getroffen bei unserer Generalversammlung. Dann habe ich kurz mit ihm sprechen können. Ich habe ihn auch einmal eine halbe Stunde lang unter vier Augen länger gesprochen. Also: Ich habe ihn kennengelernt, aber ich kann nicht sagen, dass ich ihn jetzt wirklich sehr gut kannte oder mit ihm befreundet gewesen bin oder irgendwas. Es gibt so viele selbsternannte Experten, das bin ich sicher nicht.
    Er war unglaublich authentisch, so habe ich ihn auch erlebt.

    Quelle: Manfred Lütz, Psychiater und Theologe

    SWR Aktuell: Sie haben, wie Sie gerade geschildert haben, den verstorbenen Papst Franziskus durchaus erlebt. Warum berührt es denn Ihrer Meinung nach so viele Menschen so sehr, dass er nun -immerhin als hochbetagter Mann- gestorben ist?
    Lütz: Ich glaube, es sind zwei Dinge: Das eine ist, das er unglaublich authentisch war, so habe ich ihn auch erlebt. Und das andere ist natürlich, dass, wenn in einer so alten Institution, in so einer riesigen Institution der Papst stirbt, in einer Welt, die in der Krise ist, wo es überall Kriege gibt, wo es Unsicherheit gibt - da ist so jemand schon ein Symbol von Trost. Jemand, der über Frieden redet, über Menschen in Not, denen man helfen soll. Er ist ein bisschen das Symbol für das Gute in der Welt, und danach sehnen sich viele Menschen.
    SWR Aktuell: Bei der Trauerfeier morgen wird auch ein gewisser Donald Trump dabei sein - während der Papst ja zu Lebzeiten speziell auf Seiten der Migranten und Geflüchteten stand und ihn mit Trump und seiner Politik wenig verband. Das wirft ja auch so eine Art Schlaglicht auf das Verhältnis des Guten in der Welt und der Welt insgesamt. Was meinen Sie, wieviel ist Franziskus Vermächtnis angesichts dessen tatsächlich wert?
    Lütz: Ich glaube, das Vermächtnis bei den Menschen ist davon unberührt. Und es ist halt so, dass das Papsttum, vor allem, glaube ich, seit Papst Johannes Paul dem Zweiten, tatsächlich international eine unglaublich große Bedeutung hat. Und bei großen Konflikten, zum Beispiel damals beim Irak-Krieg, waren alle Beteiligten wirklich sehr darauf erpicht, die Stimme des Papstes dazu zu hören. Und selbst ein Donald Trump, der sicherlich auch sehr gut selbst weiß, dass er inhaltlich mit diesem Papst überhaupt nicht übereinstimmte, konnte auch in gewisser Weise gar nicht anders, als diese Gelegenheit wahrzunehmen -zumal er eigentlich ganz gerne auch im Scheinwerferlicht steht. Und das ist natürlich ziemlich grell bei der Beerdigung.
    SWR Aktuell: Das Papsttum geht weiter, auch wenn ein Papst jetzt gestorben ist. Inzwischen sind wohl auch alle zur Papstwahl berechtigten Kardinäle im Vatikan eingetroffen. Wie intensiv werden die jetzt schon über mögliche Nachfolger reden?
    Die Kardinäle wählen nicht irgendjemanden, den sie besonders nett finden oder mit dem sie mal gefrühstückt haben.

    Quelle: Manfred Lütz

    Lütz: Das ist ja interessant: Es gibt ja diesen eigentlich ganz schönen Film Konklave, der aber mit der Realität nicht so besonders viel zu tun hat. In der Sixtinischen Kapelle finden überhaupt keine Debatten statt, das ist ein Gottesdienst. Da tritt jeder Kardinal vor das „Jüngste Gericht“ von Michelangelo -wer das mal gesehen hat: das ist schon ziemlich unheimlich- und sagt nicht, „ich wähle jetzt den oder jenen“, sondern sagt, „das ist jetzt derjenige, von dem ich glaube, angesichts Gottes, der mich eines Tages richten wird, dass Gott den zum Papst haben will.“ Und das ist für diese Menschen, das sind ja gläubige Menschen, die Kardinäle, schon etwas sehr ernsthaftes, dass ihnen klar ist, ich wähle jetzt nicht irgendjemanden, den ich besonders nett finde oder mit dem ich mal gefrühstückt habe oder irgendsowas - oder bei dem ich besonderen Einfluss nehmen kann. Sondern: Wer ist jetzt eigentlich der würdigste, und derjenige, der in der jetzigen Situation am besten Papst werden kann. Also in der Sixtinischen Kapelle wird nicht debattiert. Aber jetzt, während wir hier reden, jetzt wird debattiert. Jetzt gibt es die sogenannten Generalkongregationen. Jeden Tag treffen sich alle in Rom anwesenden Kardinäle, übrigens sind auch die Nicht-Wahlberechtigten dabei, zu Debatten: Was brauchen wir für einen Papst? Welche Eigenschaften muss er haben? Was wäre für uns derjenige, der uns auch aus Krisen heraushilft? Wer kann in der jetzigen politischen Weltsituation tatsächlich etwas bewirken? Wer kann geistlich diesem Abend auch einigermaßen gerecht werden? Und man muss ja sagen der Kardinal von Wien, Schönborn, hat gesagt, es gibt niemanden, der geeignet ist für dieses Amt - weil es natürlich alle möglichen Erwartungen gibt an einen neuen Papst, denen keiner wirklich völlig gerecht werden kann. Aber jetzt, ab neun oder zehn, treffen sich die Kardinäle, und da finden die großen Debatten statt.
    6 min

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