Der MSCI World umfasst Aktien von über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Er gilt als sichere Vorsorgeanlage. Doch ein Blick auf die aktuelle Zusammensetzung zeigt: Die zehn größten Unternehmen machen mittlerweile über 26 Prozent des Index aus.
Tech-Unternehmen, wie Apple, Microsoft, Nvidia & Co. dominieren das Geschehen. Und die sind in den letzten Wochen teils dramatisch abgestürzt. Grund ist auch die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump. In Folge begann auch der MSCI World, an Wert zu verlieren.
MSCI World: Rendite-Erwartung etwas zurücknehmen
"Kein Grund zur Panik", meint Saidi Sulilatu, Chefredakteur des Geldratgebers 'Finanztip'. "Klar, sind wir aus den letzten Jahren etwas verwöhnt. Sicherlich waren die Jahre seit der großen Finanzkrise 2007/2008 sehr gute Börsenjahre, aber das muss man für die Zukunft nicht unbedingt erwarten."
Der Finanzexperte rät, die eigenen Erwartungen etwas zurückzunehmen. Man könne nicht erwarten, dass es immer so gute Rendite gebe, wie in den vergangenen Jahren. Trotz der aktuellen Entwicklung seien die Risiken überschaubar. Sulilatu rät Anlegern, die Ruhe zu bewahren. Breitgestreute ETFs wie der MSCI World seien nach wie vor sinnvoll und könnten langfristig auch in Zukunft eine gute Rendite erzielen.
Gold für den Krisenfall - Tagesgeld als Notgroschen
Alternative Geldanlagen wie Gold und ein Tagesgeldkonto schreibt der Finanzexperte einen anderen Sinn zu als das Investieren in ETFs. So sei Gold die Absicherung für einen großen Krisenfall wie eine massive Wirtschaftskrise oder eine Währungsreform. Ein Tagesgeldkonto sei eine gute Lösung für den sogenannten Notgroschen.
Welche ETFs Saidi Sulilatu von 'Finanztip' Anlegern empfiehlt, um ihr ETF-Portfolio sinnvoll zu ergänzen, erklärt er im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Gerald Pinkenburg.