Im Karlsruher Zoo sind im November zwei Eisbär-Babys geboren worden, eins davon hat überlebt. Innerhalb seines kurzen Lebens ist der kleine Eisbär schon weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt geworden. Nun ist auch der Name raus: Das Eisbärenbaby soll Mika heißen.
Anziehungsfaktor Tier-Baby
Jungtiere von sogenannten "Flagschiff-Arten" ermöglichen Zoos, auch andere Tiere zu schützen, sagt der Geschäftsführer des Verbands der Zoologischen Gärten e.V., Volker Homes - denn Stumpfkrokodil oder Kropfgazelle seien ebenso bedroht, wie die Eisbären, aber für die Eisbären kämen tatsächlich mehr Menschen in den Zoo.
Publicity mit Eisbär-Baby "Mika"
Mehr als 30.000 Menschen haben sich an der Namenssuche für das inzwischen vier Monate alte Jungtier beteiligt. Nach seiner Geburt wurden er und seine Mutter Nuka allerdings zunächst einmal von der Öffentlichkeit ferngehalten.
Besuchszeiten streng geregelt
Seit dieser Woche dürfen die Zoobesucher den längst zum Instagram-Star avancierten Mika nun auch persönlich kennenlernen. Der Karlsruher Zoo rechnet mit großem Andrang. Es gibt allerdings strenge Regeln, um die Eisbären so wenig wie möglich zu stören: täglich zwischen 9:30 Uhr und 15:30 Uhr dürfen immer 50 Personen den Bereich betreten und für fünf Minuten vor der Anlage bleiben.
Jungtiere auch bei Nilpferden oder Pandas ziehen Besucher an
Der kleine Eisbär Mika ist nicht der einzige tierische Promi in deutschen Zoos, auch das Nilpferd-Baby Toni oder die Panda-Zwillinge Leni und Lotti im Berliner Zoo locken Besuchermassen an. Was der Hype um Tierbabys für die Zoos bedeutet, das ordnet Volker Homes, Geschäftsführer des Verbands der Zoologischen Gärten e.V., im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler ein.