SWR Aktuell Im Gespräch

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SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • Mega-Investitionen in KI - Bremst Trump Europa aus?
    Nahezu alle großen Tech-Firmen in den USA suchen gerade demonstrativ die Nähe zu Trump. Und der belohnt sie, indem er per Dekret staatliche Regulierungen bei der Entwicklung Künstlicher Intelligenz abschafft - und über das Mega-Projekt Stargate, in das 500 Milliarden Dollar in KI investiert werden.
    "Investitionen in dieser Größenordnung können wir in Deutschland und Europa in keiner Weise verzeichnen", sagt die Ökonomin Vera Demary in SWR Aktuell. "Wir haben in Deutschland und Europa zwar eine hochklassige Forschung zu KI. Wir haben auch viele Unternehmen, die schon fortschrittlich Dinge umsetzen oder entwickeln und mit der Forschung kooperieren […] was uns ein bisschen fehlt, ist der große Push."
    Unternehmen in Europa noch zurückhalten bei KI
    Viele Unternehmen seien etwas zurückhaltend - da könnte man sicherlich mehr herausholen, sagt Demary, die das Cluster Digitalisierung und Klimawandel am Institut der deutschen Wirtschaft in Köln leitet.

    Es ist natürlich ein Risiko in eine neue Technologie zu investieren. Man muss sich klar werden: Was will ich damit überhaupt? Welches Problem will ich lösen? Wo kann ich KI einsetzen? Es kostet sehr viel Geld. Die Unternehmen haben im Moment teils ganz andere Probleme, beispielsweise was die Energiekosten oder die grüne Transformation angeht. Da ist das Thema Digitalisierung und Künstliche Intelligenz nur eines von vielen.

    Quelle: Vera Demary, Leiterin Cluster Digitalisierung und Klimawandel am Institut der deutschen Wirtschaft in Köln

    Was tun, um nicht abgehängt zu werden?
    Europäische Firmen könnten sich zusammenschließen, aber auch Partnerschaften mit Unternehmen in den USA oder China sind nach Ansicht von Demary ratsam: Vor allem müsse man schauen, "welche Vorteile wir aus KI für unsere Wirtschaft ziehen können." Ob man dann kooperiert oder sich zwischen europäischen Unternehmen zusammenschließe, müsse jedes Unternehmen für sich entscheiden. - Warum sie das europäische KI-Gesetz gegen den Missbrauch von Künstlicher Intelligenz nicht generell für einen Nachteil hält, darüber hat SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer mit Vera Demary gesprochen.
    5 min
  • Gemeinde-Fusionen in RLP: "Das spart nicht per se Geld ein"
    Die Kommunen in Rheinland-Pfalz kritisieren den FDP-Vorstoß, mehr Kreise und Gemeinden zusammenzulegen. Der Geschäftsführer des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz, Moritz Petry, sagte im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer, Fusionen sparten nicht per se Geld ein. Die Menge der Bürger bleibe gleich, genauso wie die Zahl der Schulen, Kindergärten und Schwimmbäder. Von daher sei der große Wurf mit Fusionen nicht zu erreichen. Welche Lösungsansätze in seinen Augen viel wichtiger wären, hören Sie im Interview.
    5 min
  • Info-Date am Morgen: Politische Reaktionen auf Attentat in Aschaffenburg ++ Uniklinik Freiburg sucht Long-Covid-Patienten für Studie
    Nach dem Attentat in Aschaffenburg ist das Entsetzen bundesweit groß - auch in der Politik. Bei dem Angriff wurden ein Kleinkind und ein Mann getötet.
    Zwei Tote, drei Verletzte
    Dabei handele es sich um einen zweijährigen Jungen marokkanischer Herkunft und einen 41 Jahre alten Passanten, sagte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann während einer Pressekonferenz. Drei Menschen wurden verletzt - sie befinden sich nach Angaben der bayerischen Gesundheitsministerin Judith Gerlach außer Lebensgefahr. Bei den Verletzten handle es sich um ein weiteres Kind, einen 61-jährigen Mann sowie eine Erzieherin, die mit den Kindern unterwegs gewesen sei.
    Bundeskanzler Olaf Scholz versicherte den Opfern und Angehörigen das Mitgefühl der Bundesregierung. Die Behörden müssten nun "mit Hochdruck aufklären", warum der Täter noch in Deutschland war. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sprach von einem "entsetzlichen Tag für ganz Bayern". Von einem "fürchterlichen Mordanschlag" sprach Bundeswirtschaftsminister und Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck.
    Uniklinik Freiburg sucht Long-Covid-Patienten für Studie
    Forscher und Forscherinnen der Uniklinik Freiburg suchen Freiwillige mit Post- oder Long-Covid-Diagnose für ein besonderes Trainingsprogramm. Interessierte können sich ab sofort am Institut für Bewegungs- und Arbeitsmedizin der Uniklinik Freiburg melden. Dabei soll es um einen Trainingsplan per App gehen, der möglicherweise die körperliche und seelische Gesundheit der Patientinnen und Patienten verbessern kann.
    17 min
  • Verpackungssteuer bleibt: Darum sieht der Gaststättenverband das Urteil kritisch
    Wer sich in Tübingen einen Kaffee im Einwegbecher holt, oder einen Salat in der Wegwerf-Schale, der muss auch künftig 50 Cent Verpackungssteuer dafür zahlen. Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden: Die seit gut drei Jahren geltende Steuer ist verfassungsgemäß. Auch in Freiburg soll die Verpackungssteuer kommen.
    Alexander Hangleiter vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Baden-Württemberg in Freiburg schaut "mit gemischten Gefühlen" auf das Urteil aus Karlsruhe. In SWR Aktuell sagte er, trotz des Beschlusses müsse man sich politisch fragen, "ob die Verpackungssteuer in diesen Tagen, zu dieser Zeit und unter diesen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen tatsächlich angemessen ist".
    Gaststätten werden sich gegenüber Gästen rechtfertigen müssen
    Niemand habe etwas gegen saubere Innenstädte und auch die Gastronomen seien gegen eine Vermüllung des Stadtbildes. "Allerdings müssen sich die Betriebe erneut einer Bürokratie hingeben." Zudem sieht der Geschäftsführer des Branchenverbands einen Rechtfertigungsdruck gegenüber den Gästen. Die Verpackungssteuer werde auch zu einer Verteuerung der Produkte führen, die im Einweg ausgegeben werden: "Denn nicht jeder Gast wird die Kunststoffflasche, das Kunststofftablett oder ähnliches dabeihaben oder mitnehmen wollen, weil er vielleicht gleich in den Zug steigt und ins Umland fährt."
    Kleinen Gastro-Betrieben könnte Umstieg auf Mehrweg schwer fallen
    In Freiburg gebe es bereits zahlreiche Betriebe, die überhaupt kein Einweg anbieten. Das sei sicherlich auch ein „Freiburger Weg“. Allerdings gebe es auch Betriebe, denen es schwerfallen könnte, den Umstieg auf Mehrweg umzusetzen.
    Je kleiner die Betriebe sind, desto schwieriger wird es sein, Platz zu schaffen, um Mehrwegverpackung entsprechend zu sammeln, damit man sie überhaupt zur Verfügung hat - aber auch für das schmutzige zurückkommende wird man entsprechende Spül-Wasch-Einrichtungen schaffen müssen.

    Quelle: Alexander Hangleiter, Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Baden-Württemberg, Geschäftsstelle Freiburg

    Wie er den Balance-Akt zwischen wirtschaftlichen Interessen und ökologischer Verantwortung hinbekommen will, darüber hat SWR Aktuell-Moderator Florian Zelt mit Alexander Hangleiter gesprochen.
    5 min
  • Die Biber sind wieder da: Warum sie sich in Rastatt so wohl fühlen
    Am Flüsschen Murg in Rastatt gibt es wieder Biber. Das Nagetier galt vor mehr als 150 Jahren im Südwesten als ausgerottet. "Entlang der Murg stellt man angenagte Baumstämme fest", sagt die Ökologin Jana Niedermayer in SWR Aktuell. Wenn man ganz viel Glück habe, treffe man beim Spazieren auf einen Biberbau:
    Das sieht aus wie ein Äste-Haufen, der etwas mit Schlamm bedeckt ist. Wenn man das sieht, hat man die Heimat des Bibers gefunden.

    Quelle: Jana Niedermayer, Ökologin und ehrenamtliche Biber-Beraterin des Landkreises Rastatt

    "Die ersten Biber kamen wohl von Frankreich zu uns"
    Die ersten Biber im Landkreis Rastatt seien vermutlich von Frankreich durch den Rhein geschwommen: "Inzwischen leben die meisten Biber in den Rheinauen, von Lichtenau bis Neuburgweier", sagt die ehrenamtliche Biber-Beraterin des Landkreises Rastatt. Dort würden die Tierchen mit dem platten schuppigen Schwanz einen optimalen Lebensraum vorfinden. Jetzt würde es die Biber weiter ins Landesinnere ziehen.
    Rückkehr ein Zeichen der Anerkennung für naturnahe Gestaltung der Murg
    Niedermayer wertet die Wiederansiedlung des Bibers auch als eine Anerkennung für die Renaturierung der Murg: "An einem völlig begradigten Flussabschnitt würde er sich nicht wohl fühlen. Die Lebensgrundlage würde fehlen." - Über die Chancen, aber auch über mögliche Gefahren durch die Rückkehr des Bibers - etwa für den Baumbestand - hat SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler mit Jana Niedermayer gesprochen.
    6 min
  • Kosten fürs Pflegeheim: So teuer wirds in BW und RLP
    Etwa 5,7 Millionen Menschen in Deutschland sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes pflegebedürftig. Fast alle werden zu Hause versorgt, etwa 800.000 leben in Pflegeheimen. Die Kosten vor allem für Pflegepersonal, aber auch für Unterkunft und Verpflegung sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen, sodass sich die Eigenbeteiligung der Pflegebedürftigen deutlich erhöht hat.
    Gerade erst erneute Preissteigerung in der Pflege
    Auch Anfang des Jahres ging es preislich nach oben, was für viele Menschen ein Problem ist, sagt Peggy Elfmann. Sie ist Journalistin und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den Themen Pflege, Gesellschaft und Gesundheit. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich analysiert sie, warum der Eigenanteil an den Pflegekosten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz über dem Durchschnitt liegt.
    5 min
  • Außenpolitiker Hardt (CDU): Handelspolitik unter Trump "echte Herausforderung"
    Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Jürgen Hardt sieht in der von US-Präsident Donald Trump geplanten neuen Behörde zum Einzug von Zöllen eine "echte Herausforderung". In SWR Aktuell sagte Hardt, allerdings werde die Trump-Administration - wenn sie diesen Weg gehe - sehr schnell merken, dass am Ende des Tages diese Zölle indirekt die US-Bürger und Unternehmen zahlen müssten, da sie diese Güter verwendeten.
    Daher setzt der CDU-Außenpolitiker auf einen Dialog, auch mit den Senatoren im Kongress und den Abgeordneten, "die vielleicht doch einen klareren Blick darauf haben, dass die amerikanische Wirtschaft eben auch von dieser Offenheit lebt."
    Trumps Antrittsrede bezeichnete Hardt, der dieser in den USA beigewohnt hatte, als vorhersehbar:

    Die große Legende, die Donald Trump dem amerikanischen Volk erzählt ist, dass alles Negative, was in Amerika nicht in Ordnung ist, von außen nach Amerika hineingetragen wird. Es sind nicht die Amerikaner selbst schuld, dass einige Dinge im Argen liegen - beispielsweise in der Wirtschaft, in der Bildung - sondern es sind die Einflüsse von außen: Die kriminellen Gangs, die über die Grenze von Mexiko in die USA hereinkommen, die Chinesen, die den Weltmarkt mit ihren unfairen Handelspraktiken vergiften - und auch die Deutschen und Europäer, die sich zum Beispiel in der Sicherheitspolitik auf Kosten des amerikanischen Steuerzahlers einen schlanken Fuß machen.

    Quelle: Jürgen Hardt, außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

    Dies sei die Legende, die Trump erzähle. Diese habe ihn vor acht Jahren und auch jetzt wieder ins Amt gebracht. Dagegen zu halten, gehe nur, wenn man als Deutschland und Europa geschlossen eine klare Position beziehe, aber auch bereit sei, zu zuhören und gegebenenfalls den Amerikanern Deals anzubieten, von denen beide gewinnen könnten. Dies sei gerade in der Handelspolitik möglich. "Das wird viel Arbeit sein, die amerikanische Administration zu überzeugen", so Jürgen Hardt im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Florian Zelt.
    6 min
  • Schmelzende Wasserspeicher: Diese Folgen hat das Gletscher-Sterben für uns
    Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2025 zum "Internationalen Jahr der Erhaltung der Gletscher" erklärt. Der Grund: Die Gletscher weltweit sind in Gefahr. Seit Jahren setzt ihnen die Klimaerwärmung zu - mit Folgen für Mensch und Natur. "Gletscher sind wichtige Wasserspeicher", sagt Isabelle Gärtner-Roer, Glaziologin beim World Glacier Monitoring Service an der Universität Zürich in SWR Aktuell.
    Es ist wichtig, dass Niederschlag als Schnee fällt, sich dann in Eis umwandelt - und dass dieses Eis über lange Zeiträume erhalten werden kann und uns durch die Schmelze schließlich das Wasser wieder zur Verfügung stellt. Das Wasser wird im Sommer, wenn es trockener ist, für die Landwirtschaft gebraucht. Aber auch das ganze Jahr über für Wasserkraftwerke. Bei uns klingt das vielleicht nicht so brisant, aber in anderen Gebirgsregionen, wie beispielsweise in den Anden, ist die Abhängigkeit vom Gletscherabfluss deutlich höher.

    Quelle: Isabelle Gärtner-Roer, Glaziologin, World Glacier Monitoring Service an der Uni Zürich

    Die Konsequenz: Wenn die Gletscher weltweit schrumpfen, gehe dieser Wasserspeicher verloren: "Es könnte zunächst durch die Schmelze zu Fluten kommen" - langfristig drohe allerdings ein Wasserdefizit.
    80 Prozent weniger Alpen-Gletscher bis Ende des Jahrhunderts

    Nach Gärtner-Roers Ansicht sind eisfreie Berge auch in Europa kein fernes Zukunftsszenario mehr: "Wir sehen das jetzt schon. Wer regelmäßig in die Alpen fährt, erkennt schon die Veränderung. Deshalb ist der Gletscher ein so guter Indikator, der uns verstehen lässt, was sich verändert", sagt die Glaziologin und blickt in die nahe Zukunft.
    Es gibt Modelle, wonach wir in den Alpen bis Ende dieses Jahrhunderts 80 Prozent der Gletscher verlieren werden. Es werden viele kleine sein, aber auch die großen, wie der Aletschgletscher, werden drastisch zurückgehen. Dann bleiben nur noch kleine Reste […] das sieht dann deutlich trauriger aus als wir es jetzt noch haben.

    Quelle: Isabelle Gärtner-Roer, Glaziologin, World Glacier Monitoring Service an der Uni Zürich

    Welche Maßnahmen Isabelle Gärtner-Roer für dringend nötig hält und über den Support der Vereinten Nationen hat SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler mit ihr gesprochen.
    7 min
  • Haltung in der EU: "Wir müssen Trump- und Putin-Kuschler isolieren"
    Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Michael Roth (SPD), warnt vor einfachen Antworten im Umgang mit dem neuen US-Präsidenten. Die einen wollten Trump den Ring küssen, die anderen Härte zeigen - beides sei falsch, sagt Roth im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Pascal Fournier. Vielmehr müsse die EU massiv in die eigene Sicherheit und Verteidigung investieren. Politisch müsse man "die Trump- und Putin-Kuschler in der EU isolieren", denn Stärke zeigen könne man nur durch Taten, nicht indem man sich über den US-Präsidenten echauffiere.
    9 min
  • Trump 2.0 und die Ratlosigkeit der deutschen Politik
    Der Umgang mit dem neuen US-Präsidenten ist nicht einfach. Viele Spitzenpolitiker lehnen die Einstellungen von Donald Trump als menschenverachtend und rechts-konservativ ab. Gleichzeitig muss die deutsche Politik einen Weg finden, wie die Zusammenarbeit beider Länder weitergehen kann. Darum geht es im Gespräch zwischen zwischen dem Sicherheits- und Außenpolitiker Roderich Kiesewetter (CDU) und SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich. Auch Kiesewetter hat kein Patentrezept für den Umgang mit Trump. Ganz klar ist dagegen seine Kritik an der Bundesregierung und der EU, nicht genug für die eigene Stabilität getan zu haben.
    7 min

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