SWR Aktuell Im Gespräch

SWR Aktuell Im Gespräch

By SWR AktuellNews
Download on the App Store

SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • Erkältungen in Endlosschleife: Muss das sein?
    Rhinoviren, Grippeviren, Coronaviren, es ist einiges los in den Atemwegen und Arztpraxen. Denn neben den vielen Viren sind die Immunsysteme auch noch mit der Abwehr diverser Bakterien beschäftigt, zum Beispiel Mykoplasmen, Pneumo- oder Streptokokken. Dass Atemwegs-Infekte im Winter häufiger vorkommen, kennen wir ja. Doch zumindest gefühlt werden die Erreger immer hartnäckiger. Egal wo, bei der Arbeit, in Kita und Schule, oder im Freundeskreis – überall klagen Menschen über Dauererkältungen in gefühlter Endlosschleife. Wie kommt das und was lässt sich dagegen tun? Dazu Erklärungen und Tipps von Lothar Zimmermann, Arzt und Journalist, im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer.
    5 min
  • Explodierende Pflege-Kosten: So kann ich gegen Preiserhöhungen vorgehen
    Der Eigenanteil für Pflegeheime ist zum Jahresbeginn erneut gestiegen. Die Kosten, die Bewohner von Heimen und ihre Familien monatlich bezahlen müssen, liegen nach Angaben des Verbands der Ersatzkassen durchschnittlich bei mehr als 2.800 Euro - gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von über 250 Euro. Wie kommt es dazu und ist das überhaupt rechtens?
    "Der Grund sind die gestiegenen Kosten für das Pflegepersonal aber auch die höheren Lebensmittelkosten", sagt Saidi Sulilatu vom Geldratgeber Finanztip in SWR Aktuell. Ganz konkret gehe es um die Lohnkosten: "Da inzwischen auch die Pflegekräfte, die bisher nicht in einem Tarifvertrag waren, nach Tarif bezahlt werden, sind die Gehälter gestiegen und das wirkt sich auf die Preise der Pflegeheime aus."
    Pflegeheim muss bei Preiserhöhung Formalitäten erfüllen
    Wichtig für die Betroffenen sei im Fall einer Preiserhöhung, dass die Pflegeheime bestimmte Formalitäten erfüllen: Zum Beispiel müsse die Erhöhungsmitteilung mindestens vier Wochen vor Inkrafttreten der Preiserhöhung im Briefkasten landen.

    Es lohnt sich das Schreiben genau anzusehen. Nach Erfahrungen der Verbraucherzentrale Berlin und des Pflegeschutzbundes erfüllen etwa dreiviertel der Erhöhungsschreiben die formellen Voraussetzungen nicht. Allerdings muss man nach einer Beschwerde damit rechnen, später eine korrigierte Rechnung zu bekommen.

    Quelle: Saidi Sulilatu, Geldratgeber Finanztip

    Verbraucherzentralen helfen, die Erhöhung hinauszuzögern
    Anlaufstellen, wie die Verbraucherzentralen können nach Meinung des Finanzexperten zwar helfen, bei den Preiserhöhungsschreiben von Pflegeheimen einen Durchblick zu bekommen. Letztendlich werde sich jedoch eine Erhöhung nur hinauszögern - aber nicht vollständig verhindern lassen.
    Was tun, wenn man tausende Euro nicht bezahlen kann?
    Wer stationär gepflegt wird, muss oft tausende Euro im Monat zahlen - Rente und Ersparnisse reichen manchmal nicht aus. "Wenn einem die Pflegekosten über den Kopf wachsen, muss man vorhandenes Vermögen ankratzen: Das Schonvermögen liegt bei 10.000 Euro pro Person", so Sulilatu. Ansonsten könne man beim Sozialamt Hilfe zur Pflege beantragen. "Allerdings hängt es von der Höhe des Einkommens, insbesondere der Rente und möglichem vorhandenem Vermögen ab, ob das Sozialamt zahlt", so Saidi Sulilatu im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Petra Waldvogel.
    Eine Alternative sei, Wohngeld oder Pflegewohngeld zu beantragen. Letzteres werde oft vom Pflegeheim selbst genutzt. Angehörige könnten jedoch mithelfen, dass alle Möglichkeiten für die zu pflegende Person ausgeschöpft würden.
    5 min
  • Frühstücks-Quarch: Kommt man mit Gelassenheit besser durch die Trump-Jahre?
    Rückzug aus dem Pariser Klimaschutzabkommen, Begnadigung von gewaltbereiten Kapitolstürmern, Entlassungen von unliebsamen Regierungsangestellten: Schon die ersten Entscheidungen, die US-Präsident Trump direkt nach Amtsantritt gefällt hat, lassen viele mit Schrecken auf die kommenden vier Jahre blicken. Auch wenn unwahrscheinlich ist, dass seine per Dekret veranlassten Umbrüche alle so umgesetzt werden - Trump hat gezeigt, dass er es ernst meint mit seinem radikalen Kurs.
    Da fällt es schwer, einfach gelassen der Dinge zu harren, die da kommen. Aber nur noch vergrämt und sorgenvoll über den Atlantik schauen, das klingt auch nicht gesund. Vielleicht kann eine Portion Philosophie weiterhelfen? SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem hat darüber mit dem Autor und Philosophen Christoph Quarch gesprochen.
    5 min
  • Mosel-Schleusen-Tor in Müden eingebaut: Schiffe sollen ab 1. Februar durchfahren können
    Es ging dann doch ungewöhnlich schnell: Anfang Dezember wurde das Schleusentor in Müden nach einem Schiffsunfall schwer beschädigt - Handwerker des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) in Trier schweißten mit Hochdruck ein neues Tor zusammen. Das ist nun fertig und inzwischen auch eingebaut worden.
    Unsere Reporterin Alexandra Daub verfolgt die Arbeiten seit heute Morgen. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Petra Waldvogel beschreibt sie, wie es die beiden Torflügel in die Schleusenkammer geschafft haben.
    6 min
  • Lehrerverband alarmiert: Gewalttätige Angriffe erleben wir jeden Tag
    Die Gewalt gegen Lehrkräfte hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen - und zwar körperliche Gewalt ebenso wie psychische Gewalt und Online-Mobbing. Das zeigt eine Umfrage des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) unter 1.300 Schulleitungen.
    "Zwei Drittel der befragten Schulleitungen sagen, die Gewaltvorfälle haben in den vergangenen fünf Jahren zugenommen und befinden sich auf einem extrem hohen Niveau", sagt Gerhard Brand, Bundes- und Landesvorsitzender des VBE in Baden-Württemberg in SWR Aktuell.
    In Baden-Württemberg haben wir in den letzten fünf Jahren an allen Schulen mindestens einmal pro Tag einen Lehrer oder eine Lehrerin, die tätlich angegriffen wurde.

    Quelle: Gerhard Brand, Bundes- und Landesvorsitzender BW des Verbandes Bildung und Erziehung

    Schüler, aber auch Eltern mobben Lehrer über Soziale Medien
    Dabei reiche die Spanne der Gewalt von Diffamierungen, Beleidigungen und Mobbing bis hin zu Schlägen und Stößen. Im Bereich Cybermobbing gebe es die größte Dunkelziffer, da man es schlecht verfolgen könne. "Da geschieht es auch, dass Schüler oder auch Eltern, Lehrerinnen und Lehrer über die Sozialen Medien mobben, diffamieren oder verunglimpfen."
    Bei körperlicher Gewalt sind überwiegend Schüler die Täter
    Im Bereich der psychischen Gewalt und des Cybermobbings geht die Gewalt laut der Umfrage fast gleichermaßen stark von Eltern und Schülern aus - körperliche Gewalt werde dagegen überwiegend von Schülern ausgeübt, sagt der VBE-Vorsitzende Brand. "Uns sind aber auch Fälle bekannt, wo Eltern aktiv wurden und Täter waren." - Wie er sich den Gewaltzuwachs an Schulen erklärt, darüber hat SWR Aktuell-Moderator Pascal Fournier mit Gerhard Brand gesprochen.
    8 min
  • Waffenruhe in Gaza: "Viele fühlen sich wie neugeboren"
    Die Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas hält, seit einer Woche bislang. Sie schützt nicht nur Menschenleben auf allen Seiten, sie ermöglicht auch, dass endlich mehr Lebensmittel und Medikamente den Gaza-Streifen erreichen. Das ist eine gute Nachricht für diejenigen, die dringend darauf warten, aber auch für diejenigen, die mithelfen, diese wichtigen Hilfsgüter zu den Notleidenden zu bringen. Ihr Einsatz war vor der Feuerpause lebensgefährlich.
    Eine von ihnen ist Parnian Parvanta, Vorstandsvorsitzende der Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“. Mittlerweile erreichten deutlich mehr Nahrungsmittel ihr Ziel, erzählt sie. Schlechter sehe es weiterhin mit der Wasserversorgung und der medizinischen Ausrüstung aus. Woran das liegt und inwiefern die radikal-islamische Hamas die Hilfskräfte gewähren lässt – oder nicht – schildert sie im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem.
    5 min
  • Trumps Rückkehr zu Öl und Gas: "Die Weltmärkte setzen trotzdem auf Erneuerbare"
    "Drill, Baby, Drill!" Zurück in die Hochzeiten von Öl und Gas, das ist Donald Trumps energiepolitischer Plan für Amerika. Von Klimaschutz hält er wenig, noch am ersten Tag seiner zweiten Amtszeit unterschrieb der US-Präsident ein Dekret, das die komplette Abkehr der bisherigen Klimapolitik besiegelt. Dazu gehört auch, dass die USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen austreten.
    Klima-Austritt der USA "absolute Vollkatastrophe"
    "Eine absolute Vollkatastrophe" sei das, sagt Claudia Kemfert, Energie- und Klimaexpertin beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. "Ein Desaster", wenn man bedenke, dass die USA zu den weltweit größten Verursachern klimaschädlicher Treibhausgase gehören. Trumps Leitmotiv "America First" und die damit verbundene Rückkehr zu fossilen Brennstoffen sei genau das Gegenteil von dem, "wo wir hinmüssen".
    Trump ignoriert den Boom der Erneuerbaren
    Der Trump-Fokus habe das Weltwirtschaftsforum in Davos insgesamt viel zu stark vereinnahmt. Umso wichtiger sei jetzt, dass die anderen Länder in ihren Klima-Anstrengungen "so weitermachen wie bisher". Warum sie in Trumps energiepolitischer Rolle rückwärts auch eine Chance für die "grünen Märkte" sieht und welche "Zwangsjacke" Europa dringend ablegen sollte, erklärt Claudia Kemfert im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem.
    7 min
  • Nach Aschaffenburg: "Ruf nach strikterem Kurs in Migrationspolitik in Einklang mit den Menschen"
    Nach dem tödlichen Messerangriff in Aschaffenburg wird in Berlin verschärft über Migrationspolitik diskutiert. Dass der Tatverdächtige ein ausreisepflichtiger Afghane ist, rückten Politiker ins Zentrum der
    Debatte. "Man sieht, dass die Bundespolitik diese Attacke in eine Reihe mit anderen Ereignissen stellt - und wir haben in jüngster Vergangenheit einige Angriffe gesehen", sagt der Politikwissenschaftler Uwe Jun in SWR Aktuell.
    "Viele Politiker fordern nun, dass das Asylrecht verschärft werden muss. Das ist im Wahlkampf etwas, womit man versucht, die Menschen zu beruhigen. Denn man erkennt durchaus eine gewisse Verunsicherung bei den Wählerinnen und Wählern, aufgrund der Häufigkeit, mit der solche Attacken in jüngster Zeit aufgetreten sind."

    Quelle: Uwe Jun, Politikwissenschaftler an der Universität Trier

    "Viele Parteien schlagen eine restriktivere Linie ein"
    Dies ist nach Ansicht Juns nicht völlig neu: "Wir erleben schon seit einiger Zeit, dass viele Parteien in der Migrationspolitik eher eine restriktivere Linie einschlagen möchten. Das hat mit Solingen begonnen und sich mit den jüngsten Ereignissen verschärft. Kaum eine Partei hält noch an sehr liberalen Positionen fest, abgesehen von der Linken."
    "Politik befindet sich im Einklang mit der Bevölkerung"
    Damit befinde sich die Politik allerdings in Einklang mit der Bevölkerung: Selbst Anhänger der Grünen favorisierten eine striktere Migrationspolitik. "Die Politik versucht zumindest verbal zu reagieren, um den Menschen das Gefühl der Sicherheit zu geben. Das dient auch dazu, die Handlungsfähigkeit der Politik unter Beweis stellen zu können." - Wie wichtig das Thema innere Sicherheit im Bundestagswahlkampf jetzt ist, darüber hat SWR Aktuell-Moderator Florian Zelt mit Jun gesprochen.
    5 min
  • "Hohe Hürden": Werden deutsche Wähler im Ausland von der Bundestagswahl abgehalten?
    Einen Monat vor der Bundestagswahl haben sich nur 3,5 Prozent der dreieinhalb Millionen im Ausland lebenden Deutschen in ein Wählerregister eintragen lassen. Das ist nötig, damit Auslandsdeutsche wählen können. Die Zahlen hat die Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland veröffentlicht.
    "Wir hatten bei der letzten Bundestagswahl eine Wahlbeteiligung von insgesamt etwa 75 Prozent - und eine Wahlbeteiligung der Auslandsdeutschen von lediglich drei Prozent", sagt der Vorsitzende des Stiftungsvorstands, Oliver Junk, in SWR Aktuell. Seiner Ansicht nach muss das Wahlrecht für im Ausland lebende Deutsche "dringend reformiert werden".
    Auslandsdeutschen wird es unmöglich gemacht, an Wahlen teilzunehmen
    Der Grund für die geringe Wahlbeteiligung liegt nach Untersuchungen der Stiftung Verbundenheit nicht an Desinteresse: "Den Auslandsdeutschen wird es an vielen Stellen unmöglich gemacht, überhaupt an den Wahlen teilzunehmen", so Junk.
    Anders als Wähler in Deutschland würden die Auslandsdeutschen nicht automatisch in ein Wählerverzeichnis aufgenommen:

    Auslandsdeutsche müssen zunächst aktiv werden, um in ein Wählerverzeichnis aufgenommen zu werden. Dafür gibt es kein zentrales Wählerverzeichnis. Sie müssen an ihre letzte Heimatgemeinde in Deutschland andocken. Dort müssen sie ins Wählerverzeichnis aufgenommen werden – und erst dann bekommen sie Wahlunterlagen zugeschickt.

    Quelle: Oliver Junk, Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland

    Wer schon mal einen Brief ins Ausland verschickt habe und der wieder zurückkam, merke, dass das nicht funktioniere.
    "Hürden stellen einen verfassungswidrigen Zustand dar"
    Nach seiner Meinung sind das "viel zu große Hürden" für Auslandsdeutsche. Mehr noch: Junk sieht darin einen "verfassungswidrigen Zustand. Menschen, die eine Wahlberechtigung haben, werden von der Wahrnehmung des Wahlrechts ausgeschlossen." - Wie die Situation seiner Ansicht nach verbessert werden kann, darüber hat SWR Aktuell-Moderator Pascal Fournier mit Oliver Junk gesprochen.
    9 min

About SWR Aktuell Im Gespräch

From the publisher's feed

Topthemen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport: Wir ordnen ein, wir klären auf, wir bohren nach. "SWR Aktuell Im Gespräch" - das sind Interviews mit Menschen, die etwas zu sagen haben.