SWR Aktuell Im Gespräch

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SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • Fußball-Bundesliga: Mehr Transparenz in Schiedsrichter-Entscheidungen
    Die Fußball-Bundesliga startet wieder morgen Abend mit dem Kracher: Dortmund gegen Meister Leverkusen. Doch viele Fans in den deutschen Stadien sind zurzeit genervt von Unterbrechungen durch den Video-Schiedsrichter. Wird sich daran absehbar etwas ändern? Grundsätzlich erstmal nicht, sagt Carsten Schröter-Lorenz vom Fußballmagazin Kicker, aber: „Die Eingreifschwelle bleibt hoch“.
    Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Julia Kretschmer verrät der Fußball-Experte, welche Überlegungen es hinter den Kulissen gibt, Entscheidungen transparenter zu machen und die Zuschauer besser einzubeziehen. Im Audio hören Sie außerdem, wie das technisch funktionieren soll.
    4 min
  • Bundestagswahl: Neues Spiel – endlich Glück?
    Die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP hat viele Fehler gemacht - bei politischen Inhalten und auch im Umgang miteinander. Was wird die Neuwahl am 23. Februar bringen? Kann man für danach auf ein besseres politisches Klima hoffen? Darüber hat SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch mit der Politikwissenschaftlerin Claudia Ritzi von der Uni Trier gesprochen.
    "Ja, es gibt die Hoffnung, dass es in der Politik künftig etwas ziviler zugehen wird. Allein schon, weil absehbar ist, dass es keine Neuauflage der Ampelkoalition mit ihren weit auseinanderstehenden Partnern geben wird". Ganz wichtig ist laut Ritzi die künftige Kommunikation: "Damit muss man sorgfältig umgehen. Das war ein großes Problem der Ampel, dass jeder dem anderen öffentlich in den Rücken gefallen ist".
    Hören Sie im Audio auch, warum wir angesichts der politischen Krise auf unsere deutsche Verfassung schon ein bisschen stolz sein können.
    7 min
  • Alexander Dobrindt: politische Polarisierung stoppen
    Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Dobrindt, übt im ARD Interview der Woche scharfe Kritik an der AfD-Spitze. Er findet es "maximal befremdlich", was AfD-Chefin Alice Weidel am Donnerstagabend auf der Online-Plattform X mit US-Milliardär Elon Musk diskutiert hat. "Was da von Frau Weidel an geschichtlichem Unsinn erzählt wird, das ist sowas von hanebüchen, dass man sich fragen muss: Hat die das nicht verstanden, kann die das nicht einordnen, kann die mit der Historie nicht umgehen oder versucht sie eine plumpe Masse zu bedienen, ganz rechts außen eine Stimmung zu bedienen?", kritisiert Dobrindt.
    "Böse Strategie oder Unvermögen" – Dobrindt kritisiert AfD-Chefin
    Weidel überraschte in dem Gespräch mit Musk mit einer Aussage, die in Widerspruch zu den Erkenntnissen der historischen Forschung steht: Sie behauptete, Adolf Hitler sei ein "kommunistischer, sozialistischer Typ" gewesen und damit ganz anders als ihre Partei. Ein in rechtsextremen Kreisen bekanntes Narrativ und der Versuch, Hitler in einem anderen politischen Lager zu verorten.
    Dobrindt ist sich noch nicht sicher, ob es "eine böse Strategie oder Unvermögen ist, was bei ihr zutage kam". Man müsse sich das nicht anhören, sagt der CSU-Politiker.
    Debatten an den politischen Rändern in die Mitte der Politik holen
    Mit Blick auf das Thema Zuwanderung betont Dobrindt die Wichtigkeit, Debatten, die in der Gesellschaft stattfinden, in die Mitte der Politik zu holen und Probleme zu lösen. Sonst führe das zu einem weiteren Anstieg der Ränder. "Politik, die nicht Lösungsansätze für Probleme bietet, die die Mehrheit der Menschen interessieren, wird dann eben auch ausgetauscht", mahnt er.
    Sein Fazit: "Der Politikwechsel muss stattfinden. Wenn der nicht stattfindet, findet ein Parteienaustausch statt. Das haben wir in Teilen Deutschlands. Das kann man im Osten schon sehen." Auch in Österreich könne man derzeit sehen: "Wenn man objektive Probleme nicht in der Lage oder bereit ist, zu lösen, dann stärkt man radikale Parteien."
    Dobrindt: Polarisierung in der Gesellschaft stoppen
    Dobrindt spricht von einer "hochpolarisierten Gesellschaft", die in wenigen Wochen zur Wahl gehe. Das hängt seiner Ansicht nach damit zusammen, "dass Themen nicht gelöst worden sind, in der Vergangenheit. Oder in Teilen verschärft worden sind". Und dass man sich um Themen wie die Cannabis-Legalisierung gekümmert habe, die für die Menschen "nicht prioritär" gewesen seien. "Aber das, was eine Gesellschaft beschäftigt, wo sie Ängste hat, wo sie Sorgen hat, das wurde ignoriert oder in Abrede gestellt", kritisiert Dobrindt.
    Das habe zu einer Polarisierung und Emotionalisierung der Gesellschaft geführt und so trete diese Gesellschaft nun an die Wahlurnen. "Das sorgt natürlich dafür, dass Ränder mehr Zustimmung bekommen, als man das üblicherweise erwarten könnte." Und das sei der Auftrag, der daraus entstehe, so Dobrindt: "Wir müssen die Polarisierung zurückdrängen. Nur wer die Polarisierung zurückdrängen kann, der schafft es auch, dass die Ränder wieder kleiner werden, sprich die AfD auch wieder abnimmt."
    Wirtschafts- und Migrationspolitik in den Mittelpunkt rücken
    Die Union setze auf das Thema Wirtschaft, um den Menschen ihre Sorgen zu nehmen. "Erst mal muss man die wirtschaftliche Grundlage wieder herstellen, dass Menschen positive Zukunftsaussichten haben", so Dobrindt. Und dann müsse man bereit sein, das Migrations- und Sicherheitsthema zu lösen. Darum gehe es jetzt auch im Wahlkampf.
    Auf die Frage, welche Rolle er selbst in einer möglicherweise unionsgeführten Bundesregierung spielen könnte, sagt Dobrindt im ARD Interview der Woche: "Es gibt keine Besprechungen darüber, wie eine zukünftige Bundesregierung ausschauen kann." Und weiter: "Es ist jeder klug beraten, sich darüber auch gar keine Gedanken zu machen, sondern erst mal die ganze Leidenschaft in diesen Wahlkampf reinzustecken, den überzeugend zu bestehen und dann auch überzeugend zu gewinnen."
    Wie geschlossen ist die Union wirklich?
    Auf die Sorge mancher Unionsanhänger, dass der CSU-Parteivorsitzende Markus Söder, den Wahlkampf der Union mit Sticheleien gegen Kanzlerkandidat Friedrich Merz stören könnte, antwortet Dobrindt: "Das ist totaler Unsinn. Es gibt so viel Einigkeit zwischen CDU und CSU wie schon lange nicht mehr."
    Doch wer diese Woche auf den Schlagabtausch von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther von der CDU und CSU-Chef Markus Söder schaut, spürt wenig von der unionsinternen Geschlossenheit. Und Dobrindt legt noch etwas nach. Der Kollege aus dem Norden werde "immer mal gerne bei uns als ‚Genosse Günther‘ tituliert", sagt er.
    Artikel von Tim Aßmann und Jan Zimmermann
    25 min
  • Musk und Weidel: Falschaussagen und Propaganda?
    AfD-Chefin Alice Weidel und Tech-Milliardär Elon Musk haben sich gestern Abend auf seiner Online-Plattform X unterhalten. 75 Minuten lang. Dabei stellten beide jede Menge falsche Behauptungen auf. So bezeichnete Alice Weidel Adolf Hitler als "Kommunisten" und "Sozialisten" und behauptete, Hitler sei nicht rechts gewesen. Auch zu Themen wie Migration und Wirtschaft wurden viele falsche Informationen verbreitet. SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch hat das Gespräch Musk-Weidel gemeinsam mit Anna Biselli eingeordnet, sie ist Co-Chefredakteurin von netzpolitik.org.
    6 min
  • Brände in Los Angeles: So dramatisch ist die Lage
    Es ist eine der schlimmsten Naturkatastrophen in der Geschichte von Los Angeles. Mit diesen Worten bezeichnet die Feuerwehr das, was sich gerade in und um die Millionenmetropole im US-Bundesstaat Kalifornien abspielt. Allein im Stadtteil Pacific Palisades brennt es auf rund 8.000 Hektar. Das ist mehr als die Fläche der kompletten Stadt Konstanz am Bodensee.
    Mindestens 10 Menschen sind bisher ums Leben gekommen, mehr als 300.000 Menschen mussten sich in Sicherheit bringen. Über die dramatische Lage in Los Angeles hat SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch mit unserem Korrespondenten Reinhard Spiegelhauer gesprochen.
    6 min
  • Birkenstock wehrt sich gegen Nachahmer: Sind diese Sandalen Kunst?
    Birkenstock-Sandalen: Die einen lieben sie wegen ihrer Bequemlichkeit, für andere sind sie ungraziöse Öko-Latschen. Unstrittig ist aber der Erfolg des Traditionsherstellers Birkenstock aus dem Norden von Rheinland-Pfalz. Das ruft natürlich Nachahmer auf den Plan. Gegen drei von ihnen klagt Birkenstock jetzt vor dem Bundesgerichtshof - mit dem Argument, die eigenen Modelle seien Kunst und deshalb urheberrechtlich geschützt.
    "Vor Gericht geht es jetzt darum, ob die Schwelle zur Kunst erreicht ist", sagt Egzona Hyseni aus der SWR Rechtsredaktion in Karlsruhe. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Florian Rudolph ordnet sie die Argumente von Klägerin und Beklagten ein. Hören Sie im Audio, aus welchen Gründen Birkenstock seine Sandalen für Kunstwerke hält - und warum die anderen Hersteller das gar nicht so sehen.
    3 min
  • Britische Studie: Schädigt Fluglärm das Herz?
    Fluglärm kann krank machen - wie genau, das zeigt eine neue Studie aus Großbritannien. Untersucht wurden dafür tausende Anwohner der größten britischen Flughäfen. Ulrike Till aus der SWR-Redaktion Wissen: "Bei drei Prozent der Anwohner war die linke Herzkammer deutlich vergrößert und die Kammerwände waren verdickt". Das erhöhe das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sagte Till im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Florian Rudolph. Besonders betroffen waren Anwohner, die den Fluglärm auch nachts ertragen mussten.
    Hören Sie im Audio außerdem, was bei Dauerlärm in unserem Körper genau passiert - und was deutsche Mediziner von der britischen Studie halten.
    5 min
  • Warum Trump gut für die NATO sein könnte
    Am 20. Januar wird Donald Trump erneut als Präsident der USA vereidigt. Seine aktuellen Aussagen sorgen, wie gewöhnlich, für Unruhe: Er wolle Grönland und Kanada annektieren - sie sollten zu den USA gehören.
    Außerdem hat Trump gesagt, was er von den westlichen Nato-Partnern erwartet: Sie sollen fünf Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Verteidigung ausgeben. Bislang gilt in der Nato das Zwei-Prozent-Ziel.
    Man kann in dieser Herausforderung auch etwas Positives sehen, meint Benedikt Franke, stellvertretender Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz. Trump zwinge die Europäer sicherheitspolitisch selbst zu handeln und sich nicht auf die USA zu verlassen. Im Interview mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch erklärt Benedikt Franke, wie man Donald Trumps Aussagen einordnen kann und wie sich Deutschland militärisch vor Russland schützen kann.
    6 min
  • Fastfood-Branche: Arbeiten für den Hungerlohn
    Sie versorgen uns mit Hamburgern, Fischbrötchen, Nudeln und Kaffee: die bundesweit 120.000 Beschäftigten bei Fastfood-Ketten wie McDonalds, Burger King, Nordsee, Vapiano und Starbucks. Für ihre Arbeit verdienen die meisten von ihnen um die 13 Euro pro Stunde.
    Seit Ende Juli vergangenen Jahres laufen in der Branche schon die Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaft „Nahrung Genuss Gaststätten“, NGG, fordert einen Einstiegslohn von 15 Euro pro Stunde und 500 Euro mehr im Monat für alle. Dazu soll es eine Einmalzahlung von ebenfalls 500 Euro für NGG-Mitglieder geben.
    Tarifverhandlungen unterbrochen
    Doch der Bundesverband der Systemgastronomie hat abgeblockt. Deshalb sind die Gespräche unterbrochen und heute veranstaltet die NGG in Hamburg einen Aktionstag gegen diese niedrigen Löhne.
    Mark Baumeister ist der bundesweite NGG-Verhandlungsführer. SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch hat ihn im Interview gefragt, wie festgefahren die Gespräche mit den Arbeitgebern sind.
    7 min
  • Plattform X nicht den Hetzern und Trollen überlassen
    Die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, hat die Bundesregierung aufgefordert, die Social-Media-Plattform X zu verlassen. X-Eigentümer Elon Musk hatte sich in den vergangenen Wochen wiederholt abfällig über deutsche Spitzenpolitiker geäußert. Noch immer verspricht ein X-Account große Reichweite. Bundeskanzler Olaf Scholz folgen bei X fast eine Million Nutzerinnen und Nutzer. Der Social Media-Experte und Buchautor Felix Beilharz sagt im Gespräch mit SWR Aktuell, dass bei X derzeit "eine ganze Menge" schief laufe: "Da ist es verständlich, dass man sich zurückziehen möchte. Gleichzeitig überlässt man dann den Trollen und Hetzern das Feld." Deshalb sei es keine Lösung, sich von X zurückzuziehen. Wie man sich stattdessen als X-Nutzer jetzt verhalten soll, erklärt Felix Beilharz im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex.
    7 min

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