SWR Aktuell Im Gespräch

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SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • Politischer Absturz: Warum bei der FDP keine Köpfe rollen
    Die FDP wurde bei den Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg marginalisiert. Sie spielt politisch in den drei Bundesländern keine Rolle mehr. Dennoch sieht die stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Gyde Jensen, keine Notwendigkeit für personelle Konsequenzen.
    Ampel-Koalition muss sich "zusammenraufen"
    Es komme jetzt auf politische Inhalte an, sagt sie im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem und fügt mit Blick auf die Ampel-Koalition hinzu: Es sei wichtig, "dass wir uns zusammenraufen - sowohl beim Haushalt als auch bei der Migration, bei den Entlastungen, die die Menschen und die Wirtschaft in diesem Land dringend brauchen, und auch bei der Rente".
    Grünen-Rücktritte als Weckruf für die Ampel?
    Gyde Jensen zollte ihren beiden Politikerkollegen von den Grünen, Ricarda Lang und Omid Nouripour, Respekt für die Entscheidung, die Ämter an der Parteispitze abzugeben. "Man nahm ihnen ab, dass sie sich das nicht leicht gemacht haben. Das sollte man anerkennen." Jetzt hofft die FDP-Fraktionsvize auf neuen Schwung für die Bundesregierung. Die Ampel-Koalition habe nicht "den Ruf gehabt, den man sich bei der Qualität der beschlossenen Gesetze gewünscht hätte".
    6 min
  • Ukraine-Krieg: "Es sieht schlecht aus" für Selenskyj
    Mit diesem Besuch verbindet die Ukraine große Hoffnungen: US-Präsident Joe Biden empfängt in Washington den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Es geht um den "Siegesplan".
    Unterstützung im Westen für Ukraine bröckelt
    Die Umsetzung dieses Plans hänge komplett von den westlichen Staaten ab, sagt die Sicherheitsexpertin der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Claudia Major, im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem. Selenskyj brauche eine stärkere militärische Unterstützung durch den Westen. Nicht nur die USA müssten sich beteiligen, sondern auch die Staaten in Europa und weltweit, wie Südkorea, Neuseeland, Australien oder Japan: "Und wenn wir ehrlich sind, sieht das gerade schlecht aus."
    Selenskyj bittet um stärkere Unterstützung, bevor es zu spät ist.

    Quelle: Claudia Major, SWP-Sicherheitsexpertin

    In der deutschen Innenpolitik habe der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine an Bedeutung verloren. Es gebe zunehmend Diskussionen wegen der Finanzhilfen. Mit Blick auf die USA ergänzt die Sicherheitsexpertin, "dass es keine großen Unterstützungspakete mehr geben kann" - egal wer die Wahl gewinne. Sollte Donald Trump nächster US-Präsident werden, könnte die Ukraine "über Nacht an einen Verhandlungstisch gezogen werden, wo sie die russischen Bedingungen akzeptieren muss". Der "Siegesplan" sei deshalb Ausdruck von sehr großer Sorge seitens der Ukraine.
    Angriffe mit westlichen Waffen "völkerrechtlich legitim"
    Die Ukraine dringt weiterhin darauf, dass sie mit westlichen Waffen militärische Ziele im russischen Hinterland angreifen darf. "Das ist völkerrechtlich legitim", sagt Claudia Major. Denn solche Attacken würden nicht russischen Städten gelten. "Es geht darum, Flugplätze, Treibstofflager und Munitionsdepots anzugreifen, um damit die Angriffe auf die Ukraine zu unterbinden."
    Wenn ich mit meinen mittel- und osteuropäischen Kollegen spreche, dann sagen die: Wollen wir Russland in der Ukraine aufhalten oder eher im Baltikum.

    Quelle: Claudia Major, SWP-Sicherheitsexpertin

    Westen unterschätzt Folgen einer "ukrainischen Niederlage"
    Die SWP-Sicherheitsexpertin ist der Ansicht, dass viele im Westen die Folgen einer ukrainischen Niederlage noch nicht realisiert haben. Russland würde daraus die Schlussfolgerung ziehen, dass es mit Kriegen seine Ziele erreichen könne. Hohe Verteidigungsausgaben zum militärischen Schutz in den NATO-Staaten wären die Folge.
    7 min
  • Gesundheitsrisiko Hautkrebs: Warum Sonnencreme allein nicht schützt
    Die Hautkrebserkrankungen in Deutschland nehmen zu. 2023 waren nach Auskunft der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) 28 Prozent mehr Menschen wegen schwarzem Hautkrebs in Behandlung als 2022.
    Hautkrebsgefahr wird unterschätzt
    Jessica Hassel, Leiterin der Sektion für Dermatoonkologie der Hautklinik im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen der Uni Heidelberg wundert das nicht. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Sebastian Felser sagt sie, das Bewusstsein in der Bevölkerung für die Gefahr von Hautkrebs sei zwar vorhanden, aber das Verhalten habe sich nicht wirklich verändert.
    Nach wie vor ist es schick, braun zu sein.

    Quelle: Jessica Hassel, Uni Heidelberg

    Im Urlaub würden sich viele Menschen weiterhin in der Mittagszeit an den Strand legen - mit der Idee: Dann werde man schneller braun. Ein gesundes Aussehen werde weiterhin mit einem gebräunten Körper in Verbindung gebracht. "Deshalb sagen wir inzwischen, dass Sonnencreme nicht vor Hautkrebs schützt", ergänzt die Dermatologin. Das lasse sich einfach begründen: Die Menschen würden sich eincremen und dann in die Sonne legen. "Und so ist es eben nicht gedacht." Zur Mittagszeit mit hoher UV-Intensität sollte man die Sonne meiden, weil das Hautkrebs-Risiko besonders hoch ist.
    Hautkrebsuntersuchung alle zwei Jahre
    Zum rechtzeitigen Diagnostizieren von Hautkrebs empfiehlt Jessica Hassel eine Früherkennungsuntersuchung. Die Kosten für ein solches Hautscreening werden ab dem Alter von 35 Jahren von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die Untersuchung kann alle zwei Jahre wiederholt werden.
    Hautkrebs wird nicht ernst genommen - dass man daran sterben kann.

    Quelle: Jessica Hassel, Uni Heidelberg

    Menschen mit hellerer Haut hätten ein höheres Risiko, an schwarzem Hautkrebs zu erkranken. Das gleiche gelte für Personen mit vielen Pigmentflecken, besonders wenn diese irregulär sind. Deshalb empfiehlt die Dermatologin die Untersuchung regelmäßig wahrzunehmen. Denn die Chance, Hautkrebs rechtzeitig zu erkennen, sei relativ hoch.
    9 min
  • Nur die Partei der "Klimakrise"?: Wie die Grünen den politischen Neuanfang schaffen wollen
    Umweltschutz- und Klimapolitik sind Teil der Grünen-DNA. "Wir erleben, dass die Klimakrise ungebremst voranschreitet", sagt Paul Bunjes im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Sebastian Felser. Allerdings scheinen sich viele Menschen dafür zurzeit nicht besonders zu interessieren. Wirtschafts-, Sicherheits- und Flüchtlingspolitik stehen im Vordergrund. Der rheinland-pfälzische Co-Grünen-Chef gibt zu, dass seine Partei diese Themen stärker nach vorne stellen müsse.
    Es ist immer notwendig, wenn man bei Wahlen an Zustimmung verliert, sich über seine inhaltliche Positionierung Gedanken zu machen.

    Quelle: Paul Bunjes, RLP-Co-Vorsitzender der Grünen

    Debatte über innere Sicherheit versachlichen
    In der Debatte über innere Sicherheit und den Zuzug von Geflüchteten wehrt sich Bunjes gegen die Vermischung der beiden Themen. Es sei wichtig über das Waffenrecht zu reden. Grenzschließungen seien aber "aktionistische Ad-hoc-Maßnahmen". Bunjes wünscht sich eine Versachlichung der Diskussion. Es seien zu viel Emotionen im Spiel. "Wo Angst im Spiel ist, kann man Leuten schlecht mit rationalen Argumenten kommen."
    Mainzer Ampel-Modell für Berlin?
    Im Gegensatz zum Bund arbeitet die Ampel-Koalition in Rheinland-Pfalz weitgehend geräuschlos. Für den Co-Landeschef der Grünen hat das viel damit zu tun, dass in Mainz Konflikte intern und nicht in der Öffentlichkeit ausgetragen würden. Dadurch ergebe sich ein Bild der Geschlossenheit. "Das fehlt mir gerade in Berlin und das läuft in Mainz auf jeden Fall besser," ergänzt Bunjes.
    7 min
  • Grünen-Krise: "Wenn neu aufstellen, dann jetzt"
    Die Grünen setzen nach den schlechten Wahlergebnissen der vergangenen Monate auf einen Neustart. Der Parteivorstand werde zurücktreten, gaben die beiden Co-Vorsitzenden Ricarda Lang und Omid Nouripour in Berlin bekannt. Auf dem Bundesparteitag Mitte November in Wiesbaden soll ein neuer Vorstand gewählt werden.
    Mit Blick auf die krachende Wahlniederlage in Brandenburg kommt dieser Schritt nicht allzu überraschend.

    Quelle: Oliver Neuroth, Korrespondent im ARD-Hauptstadtstudio in Berlin

    "Wenn neu aufstellen, dann jetzt", sagt Oliver Neuroth im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Albrecht Ziegler. Mit der Landtagswahl in Brandenburg hätten die Grünen die vierte Wahl in Folge verloren. Auch bei den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen Anfang September sowie bei der Europawahl Anfang Juni hatte die Partei herbe Stimmenverluste hinnehmen müssen. "Dazu steht im nächsten Jahr die Bundestagswahl an." Der Zeitpunkt sei aus Sicht der Grünen richtig gewählt. Das Spitzenpersonal könne auf dem nächsten Bundesparteitag Mitte November neu bestimmt werden.
    Spekulationen über neue Parteivorsitzende
    Die Grünen haben traditionell eine Doppelspitze. Zwei Namen würden gehandelt, sagt der Berlin-Korrespondent: "Zum einen Franziska Brantner, Grünen-Politikerin aus Baden-Württemberg. Sie ist aktuell Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium." Bislang sei sie als Wahlkampfmanagerin für die Bundestagswahl im Gespräch gewesen. Ebenfalls für den Parteivorsitz gehandelt werde der Bundestagsabgeordnete Felix Banaszak aus Nordrhein-Westfalen, der sich auch mit Wirtschaftsthemen befasse. "Man könnte also sagen: Wenn es die beiden werden, dann setzen die Grünen verstärkt auf Wirtschaftskompetenz."
    5 min
  • Hisbollah vs. Israel: Wie leben die Menschen im Libanon mit der Terrormiliz?
    Das israelische Militär und die islamistische Hisbollah im Libanon bekämpfen sich jetzt schon wochenlang gegenseitig, seit Montag hat Israel die Angriffe nochmal verstärkt. Das libanesische Gesundheitsministerium in der Hauptstadt Beirut meldet über 550 Tote durch israelische Angriffe. Gleichzeitig schießt die Terrormiliz Raketen auf Israel. US-Präsident Biden hat in New York vor einem "umfassenden" Krieg gewarnt. Leidtragend seien die Menschen im Libanon.
    "Die Menschen haben Angst", sagt Dr. Uwe Gräbe, er ist Nahostreferent der Evangelischen Mission in Solidarität und Geschäftsführer des evangelischen Vereins für die Schneller-Schulen. Die Johann-Ludwig-Schneller-Schule im Libanon liegt etwa 40 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Beirut. Die Kinder spürten den Konflikt, dennoch übten sie täglich das friedliche Miteinander, so Gräbe. Es seien ganz unterschiedliche Gruppen an Kindern an der Schule vertreten.
    Der Libanon ist politisch bunt, er hat viele Parteien. Es wird miteinander gerungen und man denkt auch sehr unterschiedlich über die Hisbollah.

    Quelle: Dr. Uwe Gräbe, Nahostreferent der Evangelischen Mission in Solidarität

    Zwar würde die Terrormiliz Hisbollah von den meisten nicht gemocht, da sie zum Großteil für das Desaster im Libanon verantwortlich sei. Dennoch sei die Beziehung der Menschen im Libanon mit der Miliz ambivalent.
    Die Hisbollah ist eigentlich nicht legitimiert, aber sie ist stark. Sie wird vom Iran unterstützt und ist auch eine soziale Bewegung, die vielen Menschen, die aufgrund dieser Dauerkrise im Libanon in bitterer Armut sind, hilft.

    Quelle: Dr. Uwe Gräbe, Nahostreferent der Evangelischen Mission in Solidarität

    Feindbild Israel
    Das Bild, das über Israel im Libanon aufgebaut würde, sei das Bild des Feindes. Dies decke sich für viele Menschen mit dem unmittelbar Erlebten, so Gräbe und verweist auf den Beschuss durch Israel. Warum er dennoch Hoffnung hat, dass die Lage im Nahen Osten sich beruhigt, erzählt Dr. Uwe Gräbe im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem.
    6 min
  • Extremwetterkongress in Hamburg: "Wir müssen uns anpassen"
    Stürme, Hochwasser, Hitzewellen und Dürren: Extremwetterereignisse nehmen im Zuge des Klimawandels zu. Doch wie geht man damit um? Beim Extremwetterkongress in Hamburg tauschen sich ab heute Meteorologen, Meeresphysiker, Psychologen, Finanzexperten, Mediziner und Politiker dazu aus. Dabei geht es auch um die Frage, ob sich Wetterextreme noch verhindern lassen oder ob sich die Menschen daran gewöhnen müssen.
    Fest steht: Der Klimawandel schreitet voran. Das zeigen zahlreiche Studien. Auch in diesem Jahr wurden neue Höchstwerte gemessen. "So deutliche Temperaturabweichungen wie im Februar und März dieses Jahres, hat es noch nie gegeben", sagt Tobias Fuchs, er ist Vorstand für Klima und Umwelt beim Deutschen Wetterdienst. Auch er nimmt am Extremwetterkongress teil.
    Wir müssen uns an stärker und häufiger werdende Extremwetterereignisse anpassen.

    Quelle: Tobias Fuchs, Vorstand für Klima und Umwelt beim Deutschen Wetterdienst

    Zwar habe die Politik den Klimawandel und seine Folgen grundsätzlich verstanden, sagt Wetterexperte Fuchs, viele Weichen seien aber in der Zukunft gestellt. Für ihn gehe es aktuell in Sachen Klimaschutz zu langsam voran. Welche Maßnahmen es jetzt brauche, beschreibt Tobias Fuchs im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem.
    5 min
  • Deutscher Verbrauchertag: "Politik soll sich mit Alltagsproblemen beschäftigen"
    Der Bundesverband der Verbraucherzentralen lädt heute zum Deutschen Verbrauchertag. Mit dabei sind Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) und CDU-Chef und Kanzlerkandidat der Union Friedrich Merz. Es geht um eine Fülle von Themen, darunter Energie, Reisen und die Unterschiede zwischen Stadt und Land.
    Auch Onlineshopping und wie es um die Rechte der Verbraucher auf diversen Internetportalen steht, werden beim Deutschen Verbrauchertag diskutiert. "Einzelne Verbraucher sind mit Blick auf die Möglichkeiten gegen Onlinehändler schwächer. Deshalb muss die Politik durch gute Rahmenbedingungen die Verbraucherinnen und Verbraucher schützen", sagt Lina Ehring vom Verbraucherzentrale Bundesverband. Es könne nicht sein, dass Preise deshalb günstig sind, weil europäische Produktstandards umgangen wurden.
    Wir fordern, dass die Plattformen wie Temu, Amazon und Shein, bei Problemen dafür geradestehen. Dass sie für die Händler, die ihre Produkte auf ihren Plattformen anbieten, haften.

    Quelle: Lina Ehring, Leiterin Team Digitales und Medien beim Verbraucherzentrale Bundesverband

    Guter Verbraucherschutz stärkt Vertrauen in die Politik
    Wichtig sei es für die Verbraucherschützer, dass die Politik sich mit den alltäglichen Problemen der Verbraucherinnen und Verbraucher befasse, so Ehring. Guter Verbraucherschutz wirke sich dann auch auf den Zusammenhalt innerhalb der Gesellschaft aus, sagt Lina Ehring vom Verbraucherzentrale-Bundesverband im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem.
    6 min
  • UN-Vollversammlung: Mehr als ein Diskussionsforum?
    Vor dem Hintergrund vieler weltpolitischer Krisen hat in New York die 79. Generaldebatte der UN-Vollversammlung begonnen. Zu dem einwöchigen Spitzentreffen reisen rund 130 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt an. Für Deutschland redet am Donnerstag Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne).
    "Die Generalversammlung ist das Gremium, in dem alle 193 UN-Mitgliedsstaaten vertreten sind und deshalb können – wenn Einigkeit besteht – politisch bedeutsame Signale ausgehen", sagt Ekkehard Griep, er ist Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Gezeigt habe sich das bereits im Ukraine-Krieg, als nach dem russischen Angriff eine Zweidrittel-Mehrheit Russland mehrfach aufgefordert habe, sich an das Völkerrecht zu halten und sich zurückzuziehen.
    Auch wenn die Generalversammlung keine exekutiven Durchsetzungsbefugnisse hat und ihre Beschlüsse nicht bindend seien, so Griep, sei sie dennoch von Bedeutung. "Die Generalversammlung hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass sie durchaus etwas beschließen kann. Sie hat zum Beispiel einen Mechanismus hervorgebracht, um Kriegsverbrechen in Syrien aufzuklären."
    Globales Forum für alle Nationen
    Die Generalversammlung biete vor allem vermeintlich kleinen Staaten ein Forum, so Griep. Hier hätten sie die Möglichkeit, ihre Interessen zum Ausdruck zu bringen. So finden beispielsweise die pazifischen Inseln dort Gehör, wenn sie ihre Sorgen und Existenzängste aufgrund der steigenden Meeresspiegel kundtun.
    Wir brauchen für globale Themen wie Klimawandel, Pandemiefragen und Terrorismus ein globales Forum und das bieten die Vereinten Nationen.

    Quelle: Ekkehard Griep, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen

    Wie es seiner Meinung nach um die Vereinten Nationen steht und ob sie in dieser Form heute nochmal gegründet werden könnten, diese Einschätzung teilt der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Alfred Schmit.
    7 min
  • Europas Städte gegen Rassismus: "Multi-Kulti ist unsere Realität"
    Es sind hasserfüllte Sprüche gegen Migranten, Beleidigungen wegen der Hautfarbe eines Menschen bis hin zu gewalttätigen Angriffen. Ausländerfeindliche Vorfälle passieren täglich. Der Kampf gegen Rassismus scheint ein endloser zu sein - doch er wird unermüdlich gekämpft.
    So trifft sich aktuell die “Europäische Städtekoalition gegen Rassismus” in Heidelberg zu seiner dreitätigen Generalkonferenz. Vor 20 Jahren hat sich die Unesco Initiative gegründet. Das diesjährige Motto lautet: "Don’t let Europe go backwards", und richtet sich gegen gesellschaftliche Rückschritte. "Menschenrechte sind zunehmend in Gefahr. Das wollen wir nicht zulassen", sagt Evein Obulor, sie ist Geschäftsführerin der "Europäischen Städtekoaltion gegen Rassismus".
    150 europäische Kommunen wollen voneinander lernen
    Vertreter aus über 150 Kommunen aus Europa kommen in Heidelberg zusammen, um sich über ihren Kampf gegen Rassismus auszutauschen. Obulor nennt diesen Austauch berreichernd. Man könne viel davon lernen, wie es in anderen Kommunen läuft.
    Multi-Kulti ist unsere Realität. Eine, die wir brauchen und die unser Land und ganz Europa geprägt hat. Wir sind vielfältig.

    Quelle: Evein Obulor, Geschäftsführerin der "Europäischen Städtekoaliton gegen Rassismus"

    Vielfalt zeige sich überall in Kommunen. Deshalb ist es auch ihre Aufgabe, diese zu schützen. Wie das konkret aussehen kann, erklärt Evein Obulor im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Sebastian Felser.
    8 min

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