SWR Aktuell Im Gespräch

SWR Aktuell Im Gespräch

By SWR AktuellNews
Download on the App Store

SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • Frühstücks-Quarch: Warum leidet Deutschland an Innovations-Schwäche?
    Einer jüngst veröffentlichten Studie zufolge ist Deutschland bei der Innovationskraft im weltweiten Vergleich um zwei Ränge zurückgefallen und belegt nun Platz 12. Ist Deutschland zu ängstlich? Sind wir zu konservativ? Wie es sich der Philosoph Christoph Quarch erklärt, hier.
    "Es gibt in unserem Land schon eine Mentalität des Bedenkentragens, des ewigen Rückversicherns und Kontrollierens - das ist natürlich völlig innovationsfeindlich", sagt der Philosoph und Autor Christoph Quarch im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Herrler.
    5 min
  • Wirtschaftsexperte Schularick: Strukturwandel in Autobranche nicht aufhalten
    Im Vorfeld des Autogipfels am kommenden Montag hat der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, Moritz Schularick, die Politik davor gewarnt, den Strukturwandel in der Automobilindustrie aufzuhalten. Mit Blick auf die Probleme bei VW sagte Schularick im ARD Interview der Woche, die Gefahr sei groß, dass mit Subventionen lediglich Platzhirsche unterstützt würden, die auf dem absteigenden Ast seien.
    Die Probleme der Autobranche in Deutschland seien zu einem großen Teil hausgemacht. Die Branche habe den Wandel zur E-Mobilität verschlafen und diesen Markt Konkurrenten aus anderen Ländern, insbesondere China, überlassen. Dies werde Arbeitsplatzverluste zur Folge haben, so Schularick: "Wir werden keine Zulieferer mehr brauchen, die Getriebetechnik oder Einspritzanlagen optimieren." Angesichts der guten Lage am Arbeitsmarkt könnten Fachkräfte aus der Autobranche jedoch in anderen Industrien neue Beschäftigungsmöglichkeiten finden. Im konkreten Fall von VW rät der Kieler Ökonom dazu, den Einstieg ausländischer Investoren zu prüfen. Die Produktion von Autos in Deutschland sei wichtiger als die Eigentümerstruktur.
    Schularick begrüßt EU-Zölle gegen China
    Staatliche Fördergelder sieht Schularick kritisch: "Der Staat ist nicht gut darin, die Gewinner von morgen zu finden, aber die Verlierer von gestern sind sehr gut darin, den Staat zu finden." Sinnvoll könne die Förderung innovativer Technologien sein, zum Beispiel die Förderung von Batterieherstellern. Nichts-Tun würde bedeuten, der hochsubventionierten chinesischen Industrie Märkte zu überlassen. Vor diesem Hintergrund begrüßt Schularick die von der EU angekündigten Zölle gegenüber China: er wünsche sich hier mehr Unterstützung aus Berlin für Brüssel.
    Auch die Unterstützung der Chipproduktion in Europa könne grundsätzlich ein sinnvolles Ansinnen sein. Allerdings bestehe hier die Gefahr eines Subventionswettlaufs: Unternehmen würden sich nur noch dort ansiedeln, wo es die höchste Förderung gibt. Die aktuelle Absage von Intel zum Bau der geplanten Chipfabriken in Magdeburg zeige die Schwierigkeiten und Risiken, die staatliche Förderung von solchen großen Investitionen mit sich bringe.
    Problematischer seien aber die strukturellen Probleme der deutschen Wirtschaft. Deutschland müsse sich ernsthaft mit der Frage vom "kranken Mann Europas" beschäftigen. Allein die Alterung der Gesellschaft werde die jährliche Wirtschaftsleistung um 0,5 Prozentpunkte nach unten drücken. Dies müsse, um überhaupt Wachstum erzielen zu können, über Produktivitätsfortschritte und Zuwanderung ausgeglichen werden.
    Die Schuldenbremse muss reformiert werden
    Nachholbedarf sieht Schularick auch bei staatlichen Investitionen. Zur Finanzierung sollte die Schuldenbremse reformiert werden. Allerdings müsse darauf geachtet werden, dass zusätzliche Verschuldungsmöglichkeiten nicht dazu führen, dass reguläre Staatsausgaben in Sondertöpfe verschoben werden, um die Renten erhöhen zu können: "Und die Gefahr sehe ich durchaus."
    Den dringendsten Finanzierungsbedarf sieht Schularick bei den Militärausgaben. Die im Februar 2022 ausgerufene Zeitenwende sei bislang mehr eine Worthülse als durch konkrete Taten unterlegt. Eine Untersuchung seines Kieler Instituts für Weltwirtschaft habe ergeben, dass Deutschland in der Verteidigungsfähigkeit in den vergangenen zweieinhalb Jahren weiter gegenüber Russland verloren habe. Russland habe inzwischen die Fähigkeit, innerhalb von nur sechs Monaten die gesamten Bestände der Bundeswehr zu produzieren. Für Investitionen in die Verteidigung sollte es daher künftig Ausnahmen von der Schuldenbremse des Grundgesetzes geben beginnend mit einem weiteren Sondervermögen von bis zu 300 Milliarden Euro, fordert Schularick: "Wir können uns mit der Schuldenbremse nicht gegen Russland verteidigen." Die Schuldenbremse sei auch kein Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck: "Und Zweck ist, in Frieden und Freiheit und Wohlstand in Europa zu leben."
    25 min
  • Schicksalswahl in Brandenburg: Steht oder fällt die SPD?
    Brandenburg tanzt seit der Wende aus der Reihe. Es ist das einzige der fünf neuen Bundesländer, in dem die SPD seit 1990 den Regierungschef stellt. Manfred Stolpe war der erste, Dietmar Woidke heißt der amtierende SPD-Ministerpräsident in Potsdam.
    Ob die SPD stärkste Kraft bleibt, ist fraglich. Aktuelle Umfragen sehen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und AfD. Möglicherweise wird die Alternative für Deutschland, wie zuletzt in Thüringen, stärkste Kraft.
    In der SPD kriselt es. Die Partei begründet das schlechte Abschneiden bei den Wahlen in Thüringen und Sachsen mit zu viel Streit innerhalb der Ampel-Koalition. "Die derzeitige Misere der SPD nur auf Kommunikationsprobleme zu schieben, greift zu kurz" sagt Prof. Uwe Jun, er ist Politikwissenschaftler an der Universität Trier.
    Die Bürgerinnen und Bürger sehen laut Jun ein Defizit bei Bundeskanzler Olaf Scholz und damit beim führenden Repräsentanten der SPD. "Sollte die Wahl in Brandenburg für die SPD nicht positiv ausgehen, wird man sicherlich etwas lauter über die Rolle des Bundeskanzlers diskutieren. Und auch über die Frage, ob er der geeignete Kandidat für die nächste Bundestagswahl ist", so Jun.
    Warum Scholz bei einem positiven Wahlausgang nur einen geringen Anteil am Erfolg hätte, erklärt Prof. Uwe Jun im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Pascal Lechler.
    5 min
  • Elterntaxis adieu: Wie Kinder trotzdem sicher zur Schule kommen
    Wenn morgens die Schule beginnt, wird es oft hektisch auf den Straßen – oder der Verkehr kommt ganz zum Erliegen. Auslöser des Verkehrschaos sind oft Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen. Immer wieder werden Forderungen laut, sogenannte "Elterntaxis" aus den Straßen der Schulen zu verbannen. Dafür setzt sich auch das Aktionsbündnis "Kidical Mass" ein, das sich seit 2017 unter anderem für kinderfreundliche Städte und Gemeinden stark macht.
    "Die Schulstraße ist das wichtige Nadelöhr, durch das alle Kinder durchmüssen", sagt Simone Kraus, Sprecherin von "Kidical Mass". Das Aktionsbündnis möchte erreichen, dass Straßen, in denen sich eine Schule befindet, autofrei werden. Nach Möglichkeit dauerhaft. In Köln gab es bereits vier Pilotprojekte. Dabei konnte beobachtet werden, dass wesentlich mehr Kinder zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kamen, so Kraus.
    Kinder haben das Recht auf einen sicheren und selbstständigen Schulweg.

    Quelle: Simone Kraus, Sprecherin des "Kidical Mass" Aktionsbündnisses

    Für Kraus steht fest, dass es mit einer verkehrsberuhigten Schulstraße nicht getan ist. Gedanklich müsse weitergesponnen werden. Es brauche ein gesamtheitliches Mobilitätskonzept, das Kinder und Schulen in den Fokus setzt, so Kraus. Was sie damit meint, erklärt die Sprecherin von „Kidical Mass“ im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler.
    8 min
  • Fridays for Future: Wir haben nicht an Bedeutung verloren
    Rund 1,4 Millionen Menschen haben heute vor fünf Jahren für mehr Klimaschutz demonstriert, kurz nachdem die Schwedin Greta Thunberg die Bewegung Fridays for Future gegründet hat. Was ist von der Massenbewegung übrig geblieben? "Dass die Bewegung in Wellen verläuft, ist etwas ganz Normales", sagt Theresa Ringelmann, Sprecherin von Fridays for Future in Tübingen, in SWR Aktuell.
    Wir gehen seit mehr als fünf Jahren regelmäßig mit zehntausenden Menschen auf die Straße - und das in ganz Deutschland. Das ist in der Form einmalig und zeigt deutlich, dass die Politik dringend umsteuern und sozialgerechten Klimaschutz priorisieren sollte.

    Quelle: Theresa Ringelmann, Sprecherin von Fridays for Future in Tübingen

    Dass andere Themen, wie Inflation, teurer Wohnraum oder soziale Spaltung, den Klimawandel in den Hintergrund rücken lassen, glaubt Ringelmann nicht: Die Menschen fühlten sich von den vielen Krisen zwar überfordert - und das Klima habe nicht mehr automatisch die Priorität. Klar sei aber auch, "dass die Klimakrise all diese Probleme, die wir jetzt schon haben, weiter verschlimmern wird. Deshalb brauchen wir klare Antworten auf die Klimakrise, die auch die anderen Probleme anspricht und echte sozialgerechte Maßnahmen vorschlägt."
    Wie es ihrer Ansicht nach um die Akzeptanz von Fridays for Future in der Gesellschaft bestellt ist, darüber hat SWR Aktuell-Moderator Andreas Herrler mit Ringelmann gesprochen.
    5 min
  • Kollaps im Gesundheitswesen? Wie wir den Pflegenotstand meistern
    "Noch funktionieren Gesundheitswesen und Pflege so, dass die Menschen versorgt werden", sagt Christine Vogler im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Vanja Weingart. Aber die Herausforderungen seien gewaltig. Große Sorgen bereite ihr die "demografische Krise", von der die Pflegebranche doppelt betroffen sei. Denn nicht nur der Anteil der pflegebedürftigen Menschen nehme zu, sondern auch das Pflegepersonal werde älter und scheide aus dem Berufsleben aus. "Der Fachkräftemangel ist eine Riesenproblematik. Wir werden das nicht aufgefüllt bekommen."
    Drei "Handlungsfelder" zum Abwenden des Pflegenotstands
    Das "Bündnis Gesundheit", ein Zusammenschluss von vierzig großen Verbänden, die vier Millionen Beschäftigte in den Gesundheitsberufen vertreten, will gegensteuern. Zu den drei "Handlungsfeldern" gehörten erstens gute Arbeitsbedingungen und eine Reduzierung der Arbeitsbelastung. "Dafür brauchen wir eine anständige Digitalisierung", ergänzt Vogler. Zweitens müssten die Beschäftigten stärker in die Entscheidungen im Gesundheitswesen einbezogen werden. Als dritte Maßnahme sieht sie die Prävention. Die Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung müsse gestärkt werden, beispielsweise durch Aufklärungsarbeit in den Schulen.
    Neue Gesetze im Gesundheitswesen erforderlich
    Zur Abwendung der Krise wünscht sich die Präsidentin des Deutschen Pflegerats einen "mutigen Gesetzgeber und mutige Politik", denn neue Gesetze seien notwendig. Das System müsse in Frage gestellt werden, so wie es Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) gerade tue, weil viele Akteure auf dem Status Quo beharren würden. In diesem Zusammenhang kritisiert Vogler die Bundesländer. Sie hätten über Jahrzehnte die notwendigen Investitionen weder in die Kliniken noch in die Ausbildungsstrukturen getätigt. Deshalb seien die Länder trotz aller Klagen für die aktuelle Misere mitverantwortlich.
    7 min
  • Mehr Badetote: Was das mit dem Klimawandel zu tun hat
    In dieser Badesaison sind in deutschen Gewässern so viele Menschen verunglückt wie seit fünf Jahren nicht. DLRG-Sprecher Martin Holzhause sagt im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Florian Rudolph, es sei zwar nicht belegbar, aber der Anstieg könne durchaus eine Folge des Klimawandels sein. "Wir haben in diesem Jahr den wärmsten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen gehabt. Je wärmer es ist, desto größer ist die Herausforderung für den Körper, wenn er in kühles Wasser kommt." Das sei bei einem Badesee mit einer Temperatur von 22 oder 23 Grad gegeben. "Das ist ein Riesenunterschied zur Körpertemperatur."
    Die meisten Menschen ertrinken in Seen und Flüssen.

    Quelle: Martin Holzhause, DLRG

    Tödliche Badeunfälle durch Selbstüberschätzung
    Die typische Ursache für tödliche Badeunfälle ist nach Einschätzung des DLRG-Sprechers, dass viele Menschen ihre Fähigkeiten falsch einschätzten. Sie würden "in der Regel nicht sehr oft schwimmen, im Sommer einfach ins Wasser gehen sich dann dort übernehmen." Besonders gefährdet seien Menschen über 50, die fast zwei Drittel der Opfer ausmachten.
    Schwimmtraining zur Vorbeugung von Badeunfällen
    Martin Holzhause empfiehlt regelmäßiges Schwimmen: "Das wäre hilfreich, um viele Unfälle zu verhindern." Denn die meisten Menschen seien keine guten Freiwasserschwimmer und deshalb nicht mit den Gegebenheiten in Seen und Flüssen vertraut. "Übung ist wichtig." Doch häufig verhinderten geschlossene Hallenbäder ein Schwimmtraining im Herbst und Winter.
    7 min
  • Antisemitismus in Deutschland: Warum mit der Verharmlosung Schluss sein muss
    "Der 7. Oktober 2023 bedeutet eine Zäsur für die jüdische Community in Deutschland", ergänzt Veronika Nahm im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Ralf Hecht. Die Bedrohungslage habe sich verändert. "Jüdische Menschen wurden ganz gezielt angegriffen." Die Angst sei groß, ob die Sicherheitslage in Deutschland ein offen jüdisches Leben noch zulasse.
    Antisemitismus ist immer ein Angriff auf Jüdinnen und Juden.

    Quelle: Veronika Nahm, Direktorin des Anne Frank Zentrums

    Allerdings hätten gesellschaftliche Herausforderungen und politische Krisen in den vergangenen Jahren immer wieder zu einem Aufflammen von Gewalt gegen Juden geführt. Dazu gehörten der rechtsterroristische Anschlag in Halle im Oktober 2019, die Corona-Pandemie ab März 2020 und der russische Angriffskrieg ab Februar 2022 auf die Ukraine. Das alles mache sich auch in den antisemitischen Übergriffen bemerkbar.
    Antisemitismus wurde zu lange verharmlost
    Die Direktorin des Anne Frank Zentrums kritisiert, dass "aktueller Antisemitismus" verdrängt worden sei. Man habe Gewalt gegenüber Juden über viele Jahrzehnte ausschließlich als historisches Phänomen gesehen und mit dem Holocaust in Zusammenhang gebracht. "Dadurch gab es eine Sprachlosigkeit und so konnte sich ein Schimpfwort wie 'Du Jude' in Schulen erst entwickeln." Diese Form von Judenfeindlichkeit sei nicht aufgegriffen und thematisiert worden.
    Staat muss Antisemitismus bekämpfen
    Als Konsequenz fordert Veronika Nahm ein Umdenken in allen Bereichen der Gesellschaft. "Es braucht eine Verankerung antisemitismuskritischer Bildung in der Lehrkräfteausbildung, aber auch in der Ausbildung von Verwaltungsangestellten, im Strafvollzug oder auch in der Justiz." Denn der Staat habe die Verpflichtung, der Judenfeindlichkeit entgegenzutreten.
    6 min
  • Kate Winslet spielt "Die Fotografin" mit "unglaublicher Präsenz"
    Ab heute läuft der britische Spielfilm "Die Fotografin" mit Kate Winslet in der Hauptrolle in den deutschen Kinos. Der Film handelt von Lee Miller, einer der bedeutendsten Kriegsfotografinnen des 20. Jahrhunderts.
    Miller wehrt sich dagegen, ein ehemaliges Vogue-Model zu sein und kämpft sich schließlich als Kriegsfotografin an die Front. "Es ist keine Filmbiografie über Lee Miller und auch keine klassische Heldenreise. Es steht nicht die Dramatik ihres Lebens im Vordergrund, sondern viel mehr ihr Inneres", sagt Filmkritikerin Anna Wollner über den Film von Regisseurin Ellen Kuras.
    Schauspielerin Kate Winslet überzeugt
    Über acht Jahre lang habe Schauspielerin Kate Winslet, die den Film auch mit produziert hat, gemeinsam mit Lee Millers Sohn recherchiert. Winslet spiele die Rolle mit einer unglaublichen Präsenz, lobt die Filmkritikerin.
    'Die Fotografin' ist ein Film über eine Frau, der endlich die Ehre und Aufmerksamkeit zu Teil werden, die sie eigentlich schon zu Lebzeiten verdient hätte.

    Quelle: Anna Wollner, Filmkritikerin

    Welchen Herausforderungen sich Lee Miller als Kriegsfotografin stellen musste, erzählt Filmexpertin Anna Wollner im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Katja Burck.
    4 min
  • Kongress in Tübingen: Was tun gegen die "Psychokrise der Jugend"?
    In Tübingen kommen heute Medizinerinnen und Mediziner zum Weltkongress für Psychosomatik zusammen. Dabei geht es um Herausforderungen in Diagnose und Behandlung psychosomatischer Erkrankungen, also wenn das seelische Befinden das körperliche beeinflusst.
    "Ziel ist eine bessere globale Versorgung im Bereich der mentalen Gesundheit. Es geht auch um die Frage, wie wir mit der Psychokrise unserer Jugend umgehen", sagt Prof. Stephan Zipfel, er ist Gastgeber und Präsident des Kongresses sowie Direktor der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie am Uniklinikum Tübingen.
    400 Fachleute aus 30 Ländern
    Bereits zum 27. Mal findet der Fachkongress statt. 400 Expertinnen und Experten aus rund 30 Länder tauschen sich bis Samstag in Tübingen aus.
    "Die psychosomatische Medizin hat eine lange Tradition in Deutschland und seit 1970 spielt die psychosomatische Medizin auch an den Fakultäten eine Rolle", sagt Zipfel. So könne man mittlerweile Facharzt in diesem Gebiet werden. Tübingen hat seinen Schwerpunkt auf Essstörungen und bietet mit seinem Kompetenzzentrum ein breites Angebot an Betroffene. Wie das aussieht, beschreibt Prof. Stephan Zipfel im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Herrler.
    5 min

About SWR Aktuell Im Gespräch

From the publisher's feed

Topthemen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport: Wir ordnen ein, wir klären auf, wir bohren nach. "SWR Aktuell Im Gespräch" - das sind Interviews mit Menschen, die etwas zu sagen haben.