SWR Aktuell Im Gespräch

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SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • Sommer im Dauerregen: Was heißt das für Tourismus im Schwarzwald?
    Nicht erst seit der Pandemie ist der Südwesten und vor allem der Schwarzwald ein beliebtes Touristenziel. Wandern mit toller Aussicht, schöne Städte zum Bummeln und natürlich der Bodensee. Aber dieser Sommer fällt zum größten Teil ins Wasser – was heißt das für den Tourismus? Jutta Ulrich, Sprecherin der Schwarzwald-Tourismus GmbH, gibt im SWR Entwarnung: "Bei den Buchungen hatten wir von Januar bis Mai sogar Zuwächse von 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gehabt. Auch die Buchungen für den Sommer sind gut." Der Schwarzwald liege momentan einfach im Trend. "Das freut uns natürlich. Und das ist übrigens nicht nur im Sommer der Fall, sondern auch im Frühling und im Herbst", so Ulrich. Warum den Touristen das schlechte Sommerwetter im Schwarzwald anscheinend nichts ausmacht, bespricht Ulrich mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Herrler.
    4 min
  • Kolumne: Olympia 2024: Bienvenue?!
    Die Olympischen Spiele von Paris beginnen. Keine Sorge – die französische Hauptstadt hat schon ganz anderes überstanden, meint Pascal Fournier in unserer Kolumne "Zwei Minuten".
    3 min
  • Frühstücks-Quarch: Wie viel Politik verträgt Olympia?
    Bestseller-Autor und Philosoph Christoph Quarch gibt jeden Freitagmorgen seinen "Frühstücks-Quarch" im Radioprogramm SWR Aktuell ab. Er sucht sich also jede Woche ein Thema aus, über das er nachdenkt und sich manchmal auch aufregt. Diese Woche: Was ist der Ursprung der Olympischen Spiele und wie viel Politik vertragen sie? Das klärt er im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Herrler.
    5 min
  • Deutschlands Murmel-Elite misst sich in der Vorderpfalz
    Die Porzellankugeln sind genormt und haben einen Durchmesser von 16 Millimetern. Gespielt wird auf einem drei Mal sechs Meter großen Feld. Ziel ist, die Kugel in das Loch zu schnippen. Helmut Müller ist erster Vorsitzender des ASV Weisenheim am Sand und selbst aktiver Spieler. Er sagt im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex: "Wir haben 25 Mannschaften aus ganz Deutschland mit jeweils vier Mann. Insgesamt sind es zehn Vereine die an der deutschen Meisterschaft im Kuhle-Murmeln teilnehmen." Einige haben dafür lange Anfahrten in Kauf genommen. Ein Team aus Oldenburg ist ebenso am Start, wie ein Murmelverein aus Chemnitz.
    Es gelten strenge Regeln
    Gespielt wird in Vierer-Teams, die gegeneinander antreten. Gespielt wird jeweils 25 bis 30 Minuten. Natürlich unter den strengen Augen eines Schiedsrichters. Das ist eine Aufgabe, die Helmut Müller selbst übernimmt. Er muss darauf achten, dass "die Murmel richtig geschoben wird und nicht gedrückt und dass sie nicht am Boden entlangschleift."
    Starkes Teilnehmerfeld
    Titelverteidiger ist die Mannschaft aus Kirchen in Hessen. Sie bestreitet das Eröffnungsspiel gegen den ASV Weisenheim. Große Chancen rechnet sich Helmut Müller allerdings nicht aus. "Wir versuchen unser Bestes. Ziel ist, dass wenigstens eine unserer Mannschaft unter die ersten Vier kommt. Das wäre schon ein großer Erfolg gegen so viele gute Murmel-Spieler aus ganz Deutschland." Weil gute Vorbereitung das A und O ist, hat der Verein von Helmut Müller hart trainiert.
    Für den Sieger gibt es die Meisterschale als Wanderpokal. Außerdem erhalten die ersten drei Mannschaften einen Pokal des ASV Weisenheim. Der Verein unterhält eine wettkampftaugliche Anlage mit drei Plätzen.  "Vor fünf Jahren war der Run auf Tennis vorbei. Da haben wir unsere zwei Tennisplätze zu Murmelbahnen umgestaltet." Die Idee dazu hatte ein Vereinskollege aus Norddeutschland mitgebracht. Sollte Murmeln olympisch werden? Helmut Müller lacht: "Da müssten sich dann doch ein paar mehr Menschen dafür begeistern!"
    5 min
  • Künast: "Muss in der Politik Hornhaut auf der Seele haben"
    Die Grünen-Politikerin Renate Künast sieht das Klima in Politik und Gesellschaft härter und verletzender geworden. Viele hätten "es zur Mode gemacht, Demokratie zu zerstören, indem sie Menschen massiv angreifen". Als Politikerin müsse man widerstandsfähig sein. "Man muss heutzutage in der Politik wirklich Hornhaut auf der Seele haben", sagt Künast im ARD Interview der Woche.
    Hartes Klima in der Politik
    Die Entwicklung sieht Künast mit Sorge, da teils auch radikale Kräfte, vor allem der organisierte Rechtsextremismus, versuchten demokratische Strukturen zu zerstören, indem man schlecht über Politiker und engagierte Menschen spreche. Künast selbst wurde im Netz schon oft angegangen und beleidigt. Sie ging bis vors Bundesverfassungsgericht. Das verpflichtete Facebook 2022 dazu, Daten von Onlinehetzern an Künast zu geben.
    Künast tritt 2025 nicht mehr für den Bundestag an
    Vor kurzem hat die Grünen-Politikerin angekündigt, 2025 nicht mehr für den Bundestag zu kandidieren. Im Interview begründet sie den Schritt mit ihrem Alter. Sie ist 68 Jahre alt. "Wenn man hier diese regelmäßigen 80 Stunden-Wochen hat, selbst im Urlaub aufs Handy gucken muss, ob es was dringendes gibt", dann komme doch irgendwann die Überlegung, auch mal mehr Freizeit haben zu möchten. Nach zwei Sitzungswochen von oft 8 Uhr morgens bis abends um 22 Uhr sei sie platt.
    Als großer politische Erfolg bleibt Künast die Wendezeit in Erinnerung. Sie war damals im Abgeordnetenhaus des Landes Berlin. In kleinen Gruppen in Ost und West habe man daran gearbeitet, die beiden Teile in Berlin zusammenzubringen, sagt Künast. Als Bundeslandwirtschaftsministerin hat sie Anfang der 2000er unter anderem ein neues Biosiegel eingeführt und ein Bundesprogramm für den Ökolandbau aufgelegt.
    Gefragt nach ihrer größten Niederlage antwortet Künast: "Die kommt noch." Den Kampf um das Amt des Regierenden Bürgermeisters in Berlin 2013 gegen Klaus Wowereit von der SPD verloren zu haben, will Künast nicht als Niederlage werten. Das sei eben Demokratie.
    Künast kritisiert Klima-Blockaden an Flughäfen
    Dass Klimaaktivisten diese Woche mehrere Flughäfen blockiert und dort den Flugverkehr zeitweise lahmgelegt haben, kritisiert Künast. "Wenn irgendjemand mich fragen würde, hab mal ne Idee für eine Aktion, die garantiert nach hinten losgeht, würde ich sagen, besetze in der Ferienzeit ein Flughafenrollfeld". Härtere Strafen hält Künast nicht für nötig. Es gebe bereits strafrechtliche Vorschriften. Die Klimaaktivisten würden bestraft werden.
    Künast zum Zustand der Ampel: "ein Hardcore-Geschäft"
    Derzeit ist Künast Sprecherin der Grünen im Bundestag für Landwirtschaft und Ernährung. Dort hat sie auch das Maßnahmenpaket für die Landwirtschaft verhandelt, das die Ampel nach den Bauernprotesten versprochen hatte. Die Verhandlungen beschreibt sie als "extrem mühevolles Geschäft". Über den Zustand der Ampelkoalition insgesamt sagt Künast: "Das ist schon ein Hardcore-Geschäft." Aber es nütze ja nichts. SPD, Grüne und FDP hätten nun mal diesen Job. "Es ist nicht an uns zu sagen, wir verlieren jetzt die Nerven und werfen hin.“
    25 min
  • Droht Kliniksterben? Kassen geben immer weniger Geld für Krankenhäuser aus
    Laut einer Untersuchung der Unternehmensberatung Roland Berger schreiben mehr als zwei Drittel der deutschen Kliniken Verluste. Das sind rund 20% mehr als 2022. Matthias Einwag ist Hauptgeschäftsführer der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft. Er sagt in SWR Aktuell: "Die Krankenhäuser wollen verhindern, dass die Defizite auf die Patientenversorgung durchschlagen. Das führt dazu, dass die kommunalen Krankenhäuser immer mehr Geld von den Städten und Landkreisen bekommen müssen. Die übrigen zehren von ihren Rücklagen." Zwar gilt das deutsche Gesundheitssystem als eines der Teuersten der Welt. Einwag weist aber darauf hin, dass die Ausgaben für die Krankenhäuser in Deutschland im internationalen Vergleich nicht in der Spitzengruppe seien. Allerdings würden die Krankenkassen immer weniger für die Klinken ausgeben. "Von 100 Euro Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung wurden vor einigen Jahren noch 34 Euro für die Krankenhäuser ausgegeben – jetzt sind es 32 Euro." Gleichzeitig gebe es in Deutschland das Versprechen, dass jeder und jede jederzeit Zugang zur Gesundheitsversorgung hat. Das gebe es in vielen anderen Ländern nicht, betont Matthias Einwag im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Pascal Lechler.
    7 min
  • Stiftung Warentest: Viele Fahrrad-Anhänger sind mangelhaft
    Bevor morgens die Kita startet, sind sie unterwegs: Eltern auf dem Rad und der Nachwuchs sitzt im Anhänger. Für viele Familien eine praktische Lösung, um längere Strecken schnell zurückzulegen. Doch was sich im Alltag bei vielen bewährt, ist für die Stiftung Warentest ein Totalausfall. 10 Kinder-Fahrradanhänger haben die Experten getestet. Nico Langenbek von der Stiftung Warentest fällt ein klares Urteil. Welches das ist, erklärt er im Gespräch SWR Aktuell-Moderator Moritz Braun.
    SWR Aktuell: Herr Langenbek, was ist denn der Hauptgrund dafür, dass Sie keinen einzigen der getesteten Fahrradanhänger überhaupt empfehlen können? 
    Nico Langenbek: Der Hauptgrund ist, dass wir in den meisten Anhängern sogenannte per- und polyfluorierte Substanzen -  besser bekannt als PFAS - gefunden haben, die seit Juli 2020 beziehungsweise Februar 2023 verboten sind. Das ist der Hauptgrund bei den meisten Anhängern und das ist entsprechend mangelhaft.  
    SWR Aktuell: Das heißt, da werden auch Grenzen überschritten, die wirklich gesundheitsgefährdend sind?  
    Langenbek: Bei den PFAS geht es in erster Linie erstmal um die Umwelt. Das ist ein Umweltschadstoff. PFAS lassen sich in der Umwelt, wenn sie denn dorthin gelangt sind, beispielsweise über Abrieb und über die Entsorgung, nicht abbauen. Über Lebensmittel können sie dann auch theoretisch wieder vom Menschen aufgenommen werden. Aber in erster Instanz sind die PFAS erstmal ein Umweltschadstoff.  
    SWR Aktuell: Neben diesen Substanzen, die enthalten sind, sind einige Fahrradanhänger aber auch noch lebensgefährlich. Was sind die gravierendsten Mängel?  
    Langenbek: Leider versagten vier Modelle auch im Sicherheitstest. Drei Anhänger ließen beispielsweise beim 180-Grad-Überschlag zu wenig oder gar keinen Platz zwischen Kopf und Boden. Und das kann beispielsweise bei einem Unfall zu schweren Kopfverletzungen führen. Bei einem Anhänger brach auch die Deichsel in einer Dauerprüfung und auch das kann natürlich zu einer Gefahr werden. 
    SWR Aktuell: Sie haben günstige Hänger für um die 350 Euro getestet und auch teurere. Das Spitzenmodell hat 1300 Euro gekostet. Keinen Fahrradanhänger können Sie empfehlen. Was soll ich tun, wenn ich jetzt schon so ein Produkt gekauft habe? Ist es gefährlich, mit dem Kind rumzufahren und soll ich es lieber zurückgeben? 
    Langenbek: Auch hier muss man unterscheiden. Ist es jetzt ein Umweltschadstoff oder eine Gefahr fürs Kind? Es ist so, dass die PFAS schon produziert sind. Das heißt, sie sind schon enthalten. Generell ist es sinnvoll, den Hautkontakt mit den belasteten Stellen zu minimieren. Beispielsweise kann man den Griff überkleben, mit Lenkerband beispielsweise. Das wäre vielleicht eine Möglichkeit. Man könnte auch bei den Händlern innerhalb der Gewährleistung um einen Umtausch bitten, weil es sich ja hier um einen Mangel handelt. Aber das ist Ermessenssache.  
    SWR Aktuell: Welche Alternativen gibt es denn zu Kinderfahrradanhänger? Wie soll man sein Kind am sichersten und am wenigsten gesundheits- und umweltgefährdend durch die Gegend fahren? 
     Langenbek: Ja, das ist das Problem, dass wir nach diesem Test keinen Anhänger empfehlen können. Eine Möglichkeit wäre, dass man einen gebrauchten Anhänger kauft. Dann sind quasi die PFAS schon einmal produziert worden und damit im Umlauf. Bei dem Gebrauchtkauf muss man aber wirklich darauf achten, dass der Anhänger sonst keine Schäden vorweist. Dass die Bremsen okay sind, die Reifen, die Deichsel. Dann kann man getrost auch zu einem Gebrauchtmodell greifen.
    4 min
  • Olympiateilnehmer Timo Boll zwischen Gefühlschaos und Vorfreude
    Die ersten olympischen Wettkämpfe haben bereits begonnen. Heute Abend werden die Olympischen Spiele in Paris offiziell eröffnet. Dann führen Basketball-Star Dennis Schröder und Judoka Anna-Maria Wagner als Fahnenträger die deutsche Mannschaft bei der Eröffnungsparade an. Einem, dem diese Ehre 2016 in Rio de Janeiro zu Teil wurde, ist der deutsche Tischtennisprofi Timo Boll. "Einer der schönsten Momente der Sportlerkarriere, sehr emotional, da denke ich gerne dran zurück", erinnert sich der 43-Jährige. Die Spiele in Paris sind seine letzten. Danach will er seine internationale Karriere beenden. Doch auch bei seiner siebten Olympia-Teilnahme zählt für Timo Boll mehr als der olympische Gedanke. "Viele Teilnehmer haben gar keine Möglichkeit, sich so weit nach vorne zu spielen und sind einfach happy dabei zu sein. Aber bei vielen geht’s einfach um die Medaillen und das ist auch in meinem Fall das Wichtigste, dass ich gut abschneide." Mit welchen Erfahrungen und mit welchem Gefühl der Tischtennisstar in Paris an den Start geht, erzählt er im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Herrler.
    4 min
  • "Letzte Generation" stört Flugverkehr: Warum sind Flughäfen nicht besser gesichert?
    Gleich zweimal sind in dieser Woche Aktivisten der sogenannten "Letzten Generation" in den Sicherheitsbereich von deutschen Flughäfen eingedrungen, haben sich auf dem Vorfeld festgeklebt und damit für einige Stunden den Flugverkehr lahmgelegt. Gestern traf es mit Frankfurt am Main den größten deutschen Flughafen. Für den Luftfahrtexperten Heinrich Großbongardt ist das ganz klar ein Zeichen für ein Sicherheitsproblem an deutschen Flughäfen. "Das ist offensichtlich, und zwar schon seit dem allerersten Mal, als die Klimaaktivisten auf das Flughafenfeld des BER vorgedrungen sind", so Großbongardt im SWR. Das war im November 2022. Warum hat sich bisher nichts getan? "Die Flughäfen müssten sehr viel Geld ausgeben. Aber ein gutes Sicherheitskonzept kann man sich eigentlich bei jedem Chemie- oder Automobilwerk angucken: da ist ein hoher Außenzaun, den man nicht einfach durchschneiden kann, der ist elektronisch und mit Kamera gesichert. Und dahinter folgt noch ein zweiter Zaun", erklärt der Luftfahrtexperte. Warum die Finanzierung solcher Sicherheitskonzepte ein Problem für Flughäfen ist, bespricht Großbongardt mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Herrler.
    6 min
  • Liebesbetrug im Internet: "Das kann jedem von uns passieren!"
    "Love-Scamming" oder "Romance-Scamming" ist die digitale Variante des Heiratsschwindels: Betrügerinnen und Betrüger erstellen auf Social Media-Plattformen oder Dating-Portalen falsche Profile von sich und gaukeln die große Liebe vor – dabei wollen sie nur an das Geld ihrer Opfer. "Die Betrüger arbeiten mit der Sehnsucht der Menschen nach Zuneigung", sagt Carina Kneip von der Präventionsstelle des Landeskriminalamts in Rheinland-Pfalz. Jeder von uns könne auf diese Art zum Opfer werden. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex erklärt Kneip, wie die Betrüger genau vorgehen - und gibt Tipps, wie sie zu erkennen sind. Hören Sie auch, was man als Betroffene/r auf jeden Fall tun sollte.
    6 min

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