SWR Aktuell Im Gespräch

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SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • Zu viel Versiegelung: Diese Städte haben Probleme beim Hitzeschutz
    Ludwigshafen und Heilbronn sind nach Berechnungen der Deutschen Umwelthilfe die am stärksten versiegelten Städte in Deutschland. Die Deutsche Umwelthilfe hat für ihre Untersuchung mithilfe von Satellitendaten die Struktur von 190 Städten analysieren lassen. Die zunehmende Versiegelung in den Städten stellt laut Deutscher Umwelthilfe ein Gesundheitsrisiko dar. Aufgrund von mangelndem Schatten, nicht gespeichertem Regenwasser und stark aufheizenden Betonböden, kann es in Zukunft schwierig werden, sich in einer Stadt noch abzukühlen. Als positives Beispiel wird Neustadt an der Weinstraße genannt, mit genügend Grünfläche und wenig Versiegelung.
    Problem lässt sich nicht so einfach lösen
    Laut Sabine Schütze aus der SWR-Umweltredaktion gibt es einige Hindernisse, um das Problem der Versiegelung zu lösen. Zum einen sei der Platz in den Städten begrenzt, zum anderen sei versiegelte Fläche schwierig in Grünfläche umzuwandeln. Das liegt zum Beispiel an bereits verlegten Rohren und Kabeln oder gebauten Tiefgaragen. Zudem hätten es Bäume schwer in der Stadt, aufgrund großer Trockenheit und wenig wertvoller Erde.
    Maßnahmen sind teuer und schwierig durchzusetzen
    Parkplätze zu Grünoasen zu machen und Autos aus der Stadt zu verbannen wäre effektiv, aber sehr teuer und kaum durchzusetzen, so Schütze. Die Begrünung von Fassaden und Dächern oder die Umwandlung von Schottergärten in grüne Gärten sei realistischer, sagt Sabine Schütze im Interview mit SWR-Aktuell Moderator Florian Rudolph.
    Alle Ergebnisse der Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe
    Die gesamte Übersicht finden sie hier.
    7 min
  • Agri-Photovoltaik: Eine Technik für die Zukunft?
    Die Gemeinde Schlier im oberschwäbischen Landkreis Ravensburg produziert mehr Strom, als sie selbst verbraucht. Einen Großteil davon aus alternativen Energiequellen. Die neueste Errungenschaft ist eine sogenannte Agri-Photovoltaik-Anlage. Der Landwirt Severin Batzil beschreibt die Technik im Gespräch mit SWR-Aktuell Moderator Florian Rudolph folgendermaßen: „Eine Photovoltaikanlage auf einer Fläche, auf der gleichzeitig landwirtschaftliche Produktion betrieben wird.“
    6 min
  • Angriffe auf Kritische Infrastruktur: Wie können wir die Folgen entschärfen?
    Nichts ging mehr, als ein fehlerhaftes Software-Update der Firma Crowdstrike die IT-Systeme an Flughäfen, bei Medienunternehmen, an Kliniken und in vielen weiteren Einrichtungen weltweit lahmlegte.
    Nur wenig später die Sabotage an Kabeln im französischen TGV-Netz - betroffen waren etwa 800.000 Reisende. Und schließlich die Anschläge auf Teile des Glasfasernetzes ebenfalls in Frankreich.
    Können wir uns überhaupt besser schützen?
    Die drei Vorfälle zeigen, wie verletzlich wir sind. Ob es überhaupt gelingen kann, sich besser zu schützen, hat SWR Aktuell-Moderatorin Petra Waldvogel mit Manuel Atug besprochen. Er ist Gründer und Sprecher der AG KRITIS, einer Gruppe von Fachleuten, die sich die Verbesserung der IT-Sicherheit und Resilienz von Kritischen Infrastrukturen zum Ziel gesetzt hat.
    6 min
  • 200 Jahre Umfragen: Welchen Wert haben die Ergebnisse?
    Im Sommer 1824 wurden zum ersten Mal Ergebnisse aus einer politischen Befragung veröffentlicht - damals in den USA. Es ging darum, wer bei den Präsidentschaftswahlen Ende des Jahres das Rennen machen könnte. Es war John Quincy Adams von den Demokraten.
    Heute wird - neben der Politik - so ziemlich alles gefragt. Aber warum? Was macht das mit uns, die wir die Ergebnisse hören? Und mit denen, um die es geht?
    Darüber hat SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem mit Prof. Christiane Eilders gesprochen. Sie ist Direktorin des Center for Advanced Internet Studies in Bochum und Sozialwissenschaftlerin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
    7 min
  • Streichung von Bürgergeld: Würde die Maßnahme etwas bewirken?
    CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hat sich dafür ausgesprochen, mehr als 100.000 Menschen das Bürgergeld komplett zu streichen. Laut ihm lege "die Statistik nahe, dass eine sechsstellige Zahl von Personen grundsätzlich nicht bereit ist, eine Arbeit anzunehmen". Der Soziologe Stefan Sell von der Uni Koblenz hält davon nichts, wie er im Interview mit SWR Aktuell-Moderator Gerhard Leitner erklärt.
    6 min
  • Ab aufs Land! Die Lösung für die Wohnungsnot?
    Trotz des großen Bedarfs an Wohnraum wurden 2023 in Deutschland weniger Wohnungen gebaut als geplant. Die Ampel-Regierung hatte 400.000 neue angekündigt, am Ende waren es nur knapp unter 300.000. Bundesbauministerin Klara Geywitz, SPD, hat aber einen Vorschlag, wie man das Problem lösen könnte.
    Homeoffice und Digitalisierung bieten aber inzwischen ganz neue Möglichkeiten für das Leben und Arbeiten im ländlichen Raum. Und diese wollen wir stärken.

    Quelle: Bundesbauministerin Klara Geywitz in der Neuen Osnabrücker Zeitung

    Idee nicht schlecht, Infrastruktur nicht gut
    Reiner Steilen ist parteiloser Ortsbürgermeister von Eisenschmitt, einer 340-Einwohner-Gemeinde im Kreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Er findet die Idee von Klara Geywitz eigentlich nicht schlecht, mangelnde Infrastruktur und beschwerliche Wege seien allerdings ein Problem. Auch gebe es nicht viele Arbeitsplätze, so Steilen im Interview bei SWR Aktuell. Er fordert erstmal einen vernünftigen Straßenausbau.
    Die Holperpisten in der Eifel laden nicht ein zum Fahren.

    Quelle: Reiner Steilen, Ortsbürgermeister von Eisenschmitt

    An was es noch mangelt und was getan werden müsste, damit mehr Menschen aufs Land ziehen können, darüber hat Reiner Steilen mit SWR Aktuell-Moderator Florian Rudolph gesprochen.
    8 min
  • Olympia 24: Ist die Seine zu schmutzig für Wettbewerbe?
    Der Fluss soll das Zentrum der Spiele sein - eigentlich sollen dort auch die Triathleten und die Freiwasserschwimmer ihre Wettbewerbe austragen. Im Großraum Paris waren vor den Spielen rund 1,4 Milliarden Euro in Kläranlagen und in das Abwassersystem investiert worden, damit die Wasserqualität der Seine gut genug zum Schwimmen ist.
    Fluss nach Dauerregen erneut stark verschmutzt
    Offenbar waren die Maßnahmen vergeblich, denn das Schwimm-Training der Triathleten gestern und heute musste abgesagt werden, weil die Seine zu schmutzig ist. SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer hat mit Sportreporter Martin Roschitz über die Lage an der Seine gesprochen.
    Am Dienstagmorgen steht das Männer-Rennen an, einen Tag später sind die Frauen unterhalb der historischen Brücke zwischen Invalidendom und Grand Palais an der Reihe. "Die Hoffnung ist groß", sagte Bundestrainer Thomas Möller der Deutschen Presse-Agentur. "Wir sind da gelassen, aber sicherlich auch ein bisschen zweckoptimistisch."
    Sorgen um die Fließgeschwindigkeit der Seine
    Gedanken machen sich die Athletinnen und Athletinnen auch um die Strömung. Die ist nämlich - ebenfalls wegen der Regenfälle - deutlich höher als erhofft und als die Sportler beim olympischen Testwettkampf im vorigen Jahr erlebt hatten. Bundestrainer Möller erklärte: "Wir haben hier aktuell Fließgeschwindigkeiten im Hauptstrom von einem Meter pro Sekunde." Freizeitschwimmer kämen dagegen nicht an. Aber auch die Topsportler müssten kämpfen.
    5 min
  • "Herr der Ringe"-Jubiläum: Vor 70 Jahren geschrieben und noch immer erfolgreich
    "Der Herr der Ringe" ist aus den Bücherregalen der Welt nicht wegzudenken. Er gilt als Klassiker der Fantasy-Literatur und verzeichnet auch nach Jahrzehnten noch Erfolge. Erzählt wird die Geschichte eines Rings, mit dessen Vernichtung eine böse Macht in Gestalt des dunklen Herrschers "Sauron" untergeht. Jetzt wird der Roman von J. R. R. Tolkien 70 Jahre alt - am 29. Juli 1954 ist er in England erschienen.
    "Ich kann ihn inhaltlich historisch lesen, als großes Epos, aber auch als große Parabel über Demut und Verantwortung", sagt Josua Straß, Buchhändler aus Baden-Baden. Ihn fasziniert vor allem, wie es Tolkien gelingt, inhaltlichen Zusammenhang herzustellen und Charaktere zu zeichnen, die keine für uns unerreichbaren Überfiguren sind. Für Straß steht auch fest: "dass sich unglaublich viele Autorinnen und Autoren Inspiration bei Tolkien geholt haben." Warum das aus seiner Sicht völlig legitim ist, erklärt er im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem.
    5 min
  • Treffen mit dem Papst: Freiburger Ministranten auf Wallfahrt nach Rom
    Dafür reisen junge Katholikinnen und Katholiken aus der ganzen Welt an - die größte deutsche Gruppe kommt aus dem Erzbistum Freiburg mit 6.000 Menschen. Einer der Ministranten aus Freibung, die an der Wallfahrt teilnehmen, ist Felix Fassbender. Mit ihm hat SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem gesprochen.
    Besonders viele Teilnehmer aus Deutschland
    Aus Deutschland werden etwa 35.000 Teilnehmer erwartet. Damit ist die Wallfahrt eines der größten jugendpastoralen Ereignisse der Kirche in Deutschland. Das Programm im Vatikan wird jedoch viele Sprachgruppen einbeziehen. Aus insgesamt 20 Ländern haben Gruppen ihr Kommen angekündigt.
    Gegen 18 Uhr wird die Ankunft von Papst Franziskus auf dem Petersplatz erwartet. Es ist die erste Wallfahrt seit 2018; Corona hatte den bis dahin üblichen Vierjahresrhythmus unterbrochen.
    5 min
  • KI-Überwachung während Olympia: "Einmal eingeführt wird es bleiben"
    Sport, Spaß und eine große Party mit vielen Ländern der Welt – so möchte Frankreich die Olympische Spiele in Paris gerne verkaufen. Damit das klappt, hat das Land viel in Sicherheit investiert. Unter anderem setzt die französische Regierung dabei auf Künstliche Intelligenz, genauer gesagt: KI-gesteuerte Kameraüberwachung. Der Journalist Ronny Blaschke hat dazu recherchiert und sagt im SWR: "Die KI soll zum Beispiel erkennen, wenn sich Menschen länger als andere im öffentlichen Raum aufhalten oder sich anders bewegen. Bürgerrechtler haben deshalb die Sorge, dass sich Menschen dadurch aus dem öffentlichen Raum zurückziehen." Für die KI-Überwachung, die man sonst in dem Maße eigentlich nur aus China kennt, gab es in Frankreich extra eine Gesetzesänderung. "Offiziell ist dieses Gesetz bis März 2025 datiert, aber Bürgerrechtler gehen davon aus: Wenn es einmal eingeführt ist, bleibt es auch", so Blaschke. Warum das Ganze sogar Vorbildfunktion für andere EU-Länder werden könnte, erklärt der Journalist im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Herrler.
    5 min

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