SWR Aktuell Im Gespräch

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SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • Proteste der "Letzten Generation": Warum sie wieder kleben
    Nach der Protestaktion von Klima-Aktivisten auf dem Frankfurter Flughafen läuft der Flugbetrieb wieder. Insgesamt wurden 140 Flüge abgesagt, weil sich Aktivisten der "Letzten Generation" an Start- und Landebahnen festgeklebt hatten. "Mit dem neuen Protest ist eine konkrete Forderung verbunden", sagt SWR-Wirtschaftsredakteurin Katha Jansen. "Ein Auftrag an die Bundesregierung, ein internationales Abkommen gegen den Einsatz fossiler Brennstoffe mit auszuarbeiten und zu unterzeichnen". Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Pascal Lechler schildert Katha Jansen, wie die Gruppe "Letzte Generation" aktuell aufgestellt ist. Hören Sie im Interview auch, warum Greta Thunberg an Bedeutung verloren hat. Und wieso Aktivisten jetzt wieder am Boden kleben, obwohl sie das nach eigener Aussage nicht mehr tun wollten.
    5 min
  • Tourismus & Klimawandel: "Urlaubsgewohnheiten ändern sich nicht von heute auf morgen"
    Deutschland ist in den Sommerferien – auch in Baden-Württemberg sind sie heute gestartet. Aber die Auswahl des Reiseziels wird immer schwieriger. Denn: Die Mittelmeerregion leidet zunehmend unter dem Klimawandel, Hitze mit weit über 40 Grad über mehrere Woche ist dort keine Seltenheit. Wie lange bleibt also der Mittelmeerraum noch eine beliebte Reiseregion? "Urlaub ist etwas, das über die Jahre wächst, da ändert man seine Gewohnheiten nicht von heute auf morgen", sagt Professor Harald Zeiss im SWR. Er forscht zu den Themen Nachhaltigkeit und Internationaler Tourismus an der Hochschule Harz. Langfristig rechnet er aber durchaus mit Veränderungen. "Wenn im Mittelmeerraum jetzt schon 40 Grad sind, wird es in 10-20 Jahren noch viel heißer sein. Das bedeutet, dass ein Urlaub im Hochsommer dort sehr unangenehm wird. Viele werden also vielleicht aufs Frühjahr umschwenken", so Zeiss. Wie sich der Tourismus seiner Meinung nach genau verändern wird, erklärt Zeiss im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Herrler.
    5 min
  • Bidens Rede an die Nation: "Der Blick ins Herz ist ausgeblieben"
    Auf diese Rede hatten alle gewartet: US-Präsident Joe Biden hat sich erstmals seit seinem Kandidaturrückzug im Fernsehen geäußert. In der Nacht hat er eine Rede an die Nation gehalten. So ergiebig, wie erhofft, war es aber am Ende nicht, sagt unsere Washington-Korrespondentin Katrin Brand: "Er hat nicht erläutert, ob der Rückzug zum Beispiel an seiner Gesundheit lag oder an schlechten Umfragewerten. Er hat eher staatstragende Gründe angegeben." Biden habe unter anderem erklärt, dass es Zeit ist, den Staffelstab weiterzugeben an eine neue Generation und es wichtig sei, neue, jüngere Stimmen zu hören. "Aber er hat die Amerikanerinnen und Amerikaner nicht mitgenommen – der Blick ins Herz ist ausgeblieben", meint Brand. Warum es sich für sie eher wie eine Abschiedrede angefühlt hat, erklärt die Washington-Korrespondentin im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Herrler.
    5 min
  • Riedbahn-Sanierung: Dampflok als Hingucker
    Hingucker bei der Riedbahn-Sanierung bei Mannheim: Dort ist auch eine über 100 Jahre alte Güterzugdampflok im Einsatz! Der Grund: Es gab nicht genug Dieselloks, um Bauzüge zu ziehen - da hat kurzerhand der Verein "Dampfnostalgie Karlsruhe" dem zuständigen Gleisbauunternehmen angeboten, mit seinem alten Schätzchen auszuhelfen. "Eigentlich mehr aus Spaß", wie Roland Brunnecker von der "Dampfnostalgie" sagt. Im Verein war man über die Zusage der Firma erstmal erstaunt: "Das ist schon eine andere Hausnummer als unsere normalen Dampfzugfahrten in den Tälern der Region". Hören Sie im Interview mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex, wie die alte Dampflok mit ihrer neuen Aufgabe zurechtkommt.
    7 min
  • Erwartungen an von der Leyen: "Müssen als EU weiter eine Rolle spielen"
    In Brüssel findet heute die erste Kommissionssitzung statt – und es ist auch die erste für Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) seit ihrer Wiederwahl. Und sie hat viel zu tun: Das Europa-Parlament ist durch die Wahlen nach rechts gerückt. EU-kritische, auch EU-feindliche Parteien sind stärker vertreten. Was kommt da auf von der Leyen zu? Darüber hat SWR Aktuell-Moderator Andreas Herrler mit Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) gesprochen. Sie war bis vor kurzem noch im Bundestag, dort Vorsitzende des Verteidigungsausschusses. Diese Funktion - Vorsitzende des Sicherheits- und Verteidigungsausschusses - hat sie seit gestern auch als Abgeordnete im Europäischen Parlament.
    SWR Aktuell: Frau Strack-Zimmermann, auf von der Leyen kommt in dieser Amtszeit viel zu – hat sie die richtigen Antworten darauf?
    Marie-Agnes Strack-Zimmermann: Das wird sich in den nächsten Monaten und Jahren zeigen. Denn in der Vergangenheit waren die Antworten sehr unterschiedlich und nicht ausreichend. Aber ich glaube, dass eine große Chance besteht, die EU krisensicher zu machen. Und wir müssen das auch. Es stellt sich nicht die Frage, ob sondern wie wir angesichts der Lage als Europäische Union weiterhin eine Rolle spielen müssen, wirtschaftlich und sicherheitspolitisch. Und das wird jetzt von der Leyen liefern müssen.
    SWR Aktuell: Nehmen wir uns vielleicht mal einige Punkte raus. Eine Herausforderung ist die Wohnungsnot, die von der Leyen mit einem Wohnungsbau-Kommissar bekämpfen will. Die FDP ist dagegen. Warum denn eigentlich, wenn man doch damit die Möglichkeit hätte, den Menschen mal zu zeigen, dass sich Europa auch tatsächlich um etwas Bürgernahes kümmert?
    Strack-Zimmermann: Es ist ein Thema, was vor Ort in der Kommune, im Land, im Bund geregelt ist. Und auch wenn es gut gemeint ist: Europa kann und wird sich nicht in alles einmischen. Insofern hat ein Kommissar für Wohnungen letztendlich gar keine Möglichkeiten, zu wirken. Die Europäische Union ist einst gegründet worden, die großen Themen zu flankieren und nicht in die Details zu gehen. Und insofern halte ich das für ein Ansinnen, das erstmal gut klingt, aber keine Wirkung hat. Das muss in Berlin, in den jeweiligen Ländern und vor Ort in den Kommunen gemacht werden.
    SWR Aktuell: Dann schauen wir auf die großen Themen. Die Autoindustrie ist sicherlich ein großes Thema. Die EU will das Aus für fossile Verbrenner ab 2035. Von der Leyen hat in ihrem Grundsatzprogramm aber eine Initiative für Ausnahmen angekündigt, es geht um synthetische Kraftstoffe, um E-Fuels. Reicht Ihnen das?
    Strack-Zimmermann: Die Diskussion läuft ja auch schon seit längerem. Und die Aufgabe ist, dass wir den CO2-Ausstoß mindern müssen. Dass es dazu eine Deadline gibt, das unterstützen wir ausdrücklich. Die Frage ist: Können wir heute im Jahr 2023 schon sagen, welche Technologie 2035 wirkt? Und insofern haben wir uns als FDP immer dafür ausgesprochen, dass wir offen gegenüber Technologie-Neuheiten sind. Und Frau von der Leyen muss jetzt einen Spagat machen zwischen denen, die den Verbrenner-Stop wollen und denen, die eine gewisse Offenheit wollen. Wir sind sehr gespannt, wie sie versucht, das umzusetzen.
    SWR Aktuell: Ursula von der Leyen strebt eine europäische Verteidigungsunion an. Was muss diese denn Ihrer Meinung nach beinhalten?
    Strack-Zimmermann: Ich bin da hundert Prozent auf der Linie von Frau von der Leyen. Das heißt, auf lange Sicht wäre eine europäische Armee die richtige Antwort auf die Herausforderungen. Das ist natürlich nicht profan, weil Sicherheit ein nationales Interesse ist und rein rechtlich gibt es auch noch keine Verteidigungsunion. Sich aber auf den Weg zu machen, ist absolut richtig. Und das hat mehrere Aspekte. Das eine ist, gemeinsam in die Beschaffung zu gehen. Also, dass nicht Länder gegeneinander ausgespielt werden, sondern man gemeinsam Material einkauft. Das zweite ist, dass Armeen deutlich mehr kooperieren. Ein sehr gutes Beispiel sind Deutschland und die Niederlande. Wir arbeiten ja so eng zusammen, dass man kaum noch den Unterschied merkt. Runtergebrochen auf die 27 EU-Länder ist das kein Spaziergang, aber in diese Richtung zu gehen, ist richtig. Und das Thema Nuklearwaffen ist für uns eigentlich kein wirkliches Thema. Wir stehen fest unter dem Schutz der Amerikaner, das kann Europa nicht einfach so abschütteln. Das kann uns auch ein europäischer Partner wie Frankreich oder ein Nicht-EU-Mitglied wie England gar nicht gewährleisten. Insofern sollten wir uns auf die konventionelle Verteidigung konzentrieren.
    6 min
  • Islamisches Zentrum verboten: Hass aus der blauen Moschee
    Die Bundesregierung hat das "Islamische Zentrum Hamburg" verboten - wegen der Verbreitung von Hass, Antisemitismus und Gewaltaufrufen im Auftrag des iranischen Mullah-Regimes. "Das war Gegenstand vieler Predigten, obwohl sich der Verein nach außen immer weltoffen präsentiert hat", sagt der ARD-Sicherheitsexperte Holger Schmidt, dem besonders der Gegensatz zwischen der Schönheit der blauen Imam-Ali-Moschee und dem, was dort gepredigt wurde, aufgefallen ist. Hören Sie im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Pascal Lechler, wie Schmidt das Vorgehen der Sicherheitsbehörden schildert - und warum er davon ausgeht, dass damit das Problem des radikalen Islam in Deutschland nicht kleiner wird.
    Anlaufstelle für schiitische Muslime aus vielen Ländern
    Der Verein "Islamisches Zentrum Hamburg" gilt als eine der wichtigsten schiitischen Organisationen in Europa. Er wurde 1953 von iranischen Auswanderern gegründet. Der Leiter, Mohammad Mofatteh, stammt aus dem Iran. Die so genannte Blaue Moschee war Anlaufstelle für schiitische Muslime verschiedener Nationen - neben Iranern vor allem für Afghanen, Araber, Libanesen, Pakistaner, Türken und auch deutsche Konvertiten. Der IZH-Verein war Gründungsmitglied des Zentralrats der Muslime in Deutschland.
    "Ein Außenposten Teherans"
    Seit 1993 stand er unter Beobachtung des Hamburger Verfassungsschutzes und wurde als islamistisch eingestuft. Auch wenn er sich nach außen hin gemäßigt gebe, ist er nach Auffassung der Behörde ein "weisungsgebundener Außenposten Teherans", also des iranischen Regimes, und soll Verbindungen zur schiitischen Terrororganisation Hisbollah pflegen. Zahlreiche Politiker und Kritiker des politischen Islams hatten sich immer wieder für ein Verbot ausgesprochen.
    7 min
  • Kinostart von "Deadpool & Wolverine" – lohnt sich der Film?
    Es gibt etwas Neues aus dem Marvel Cinematic Universe: "Deadpool and Wolverine" startet heute in den Kinos. Wie der Titel schon verrät, haben sich für diesen Film die beiden Superhelden Deadpool, gespielt von Ryan Reynolds, und Wolverine aus den X-Men-Filmen, gespielt von Hugh Jackman, zusammengetan. Nach einigen Flops aus der Marvel-Welt könnte das jetzt wieder ein Hit werden. Das sieht auch SWR Aktuell-Filmkritikerin Anna Wollner so: "Es ist ein wahrgewordener feuchter Traum von erwachsenen Superhelden-Fans. Er ist unglaublich brutal, blutig und vulgär – und das mit voller Absicht." Und deshalb ist er – im Gegensatz zu anderen Marvel-Filmen – auch erst ab 16 Jahren. "Genau damit will sich der Film auch von anderen absetzen und das Marvel Cinematic Universe auf eine neue Ebene bringen", so Wollner. Warum der Film eher was für Fans von Deadpool und Wolverine ist, erklärt die Filmexpertin im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Herrler.
    5 min
  • Schutz des Bundesverfassungsgerichts: "Keine akute Gefahr, aber kluge Vorsorge“
    Wie sicher ist der Rechtsstaat, etwa vor Angriffen aus dem rechten Spektrum? Die Ampel-Parteien und die Union sind sich einig, dass das Bundesverfassungsgericht davor besser geschützt werden muss. Eine gute Idee, finden die meisten Juristen - so auch Ulrich Karpenstein, Vizepräsident des Deutschen Anwaltvereins. "Es besteht keine akute Gefahr, aber man kann ja Vorsorge treffen und die heutigen Vorschläge zielen genau darauf ab", sagte Karpenstein im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Gerhard Leitner. Er verwies dabei auf andere Länder, in denen der Rechtsstaat starken Belastungen ausgesetzt war oder ist. Hören Sie im Interview auch, warum Karpenstein die AfD nicht als Auslöser für die aktuellen Pläne sieht.
    6 min
  • "Der Sommer ist da und dem Borkenkäfer geht es richtig gut"
    Noch vor wenigen Wochen waren die Förster zuversichtlich, dass 2024 kein Borkenkäfer-Jahr wird. Der viele Regen mache den Wald widerstandsfähiger, hieß es. Doch jetzt ist der Sommer da und "dem Borkenkäfer geht es richtig gut", sagt Markus Kautz von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg. Wärme und Trockenheit machen es dem Käfer möglich, auszuschwärmen und neue Bäume zu befallen. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex schildert Kautz, wie der Kampf gegen den Borkenkäfer funktioniert. Hören Sie im Interview auch, welche Rolle tierische Helfer wie Spürhunde und Spechte dabei spielen.
    5 min
  • Abschied von Steuerklassen III und V: Was jetzt tun?
    Die Steuerklassen III und V sollen bis Ende 2029 abgeschafft werden. Dazu hat das Bundesfinanzministerium jetzt einen Entwurf vorgelegt. Für Ehepaare und Lebenspartner bedeutet das: "Letztendlich weniger netto im Monat", sagt Saidi Sulilatu, Chefredakteur des Geld-Ratgebers "Finanztip". Hören Sie im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Moritz Braun, warum Paare trotzdem keinen Einkommensverlust fürchten müssen - und was Sie jetzt schon tun können, um sich darauf vorzubereiten.
    4 min

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