SWR Aktuell Im Gespräch

SWR Aktuell Im Gespräch

By SWR AktuellNews
Download on the App Store

SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • Wie Praxen merken, ob jemand "krankfeiern" will
    Die hartnäckige Erkältungswelle in diesem Sommer hält vielerorts an. Und wer davon erwischt wird, kann die Krankschreibung per Telefon erledigen, wenn die Beschwerden nicht zu schlimm sind. Für die Praxen macht es den Alltag einfacher. In der Corona-Pandemie wurde diese Telefonkrankschreibung eingeführt, inzwischen gilt sie dauerhaft: allerdings nur bei leichten grippalen Effekten und nur, wenn die erkrankte Person der Praxis bekannt ist.
    Wird telefonische Krankschreibung missbraucht zum "Krankfeiern"?
    Schon während der Corona-Pandemie hieß es: Das kann doch ganz leicht ausgenutzt werden, da will jemand einfach blau machen und ruft nur schnell beim Arzt an. Heute hat das Meinungsforschungsinstitut YouGov das Ergebnis einer neuen Umfrage vorgestellt und diese zeigt: Etwas mehr als ein Viertel der Befragten hat die Telefonkrankschreibung schonmal benutzt zum "Krankfeiern". Überwiegt der Missbrauch die Vorteile für Praxen und Patienten? Darüber hat SWR Aktuell-Moderatorin Jenny Beyen mit Dr. Barbara Römer gesprochen, sie ist Vorsitzende des Hausärzteverbandes Rheinland-Pfalz.
    5 min
  • "Das Fest" in Karlsruhe: Wie umgehen mit Unwetter-Gefahr?
    Der Klimawandel ist im vollen Gange, die Erde wird immer wärmer - nur fühlt es sich bei uns gerade völlig anders an. Es regnet ohne Ende, oft gibt es Starkregen und Überschwemmungen. Für Musikfestivals im Sommer sind von dieser Wetterlage besonders betroffen. Die Planung wird immer schwieriger, immerhin muss man gefühlt jeden Moment mit Starkregen, Sturm oder Hagel rechnen. Wie plant man da überhaupt noch ein Musikfestival? Mit einem ganzen Team von Meteorologen, sagt Markus Wiersch im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Jenny Beyen. Er ist Projektleiter und Sicherheitschef bei "Das Fest" in Karlsruhe. Dafür ist er aber nicht nur im Büro, sondern vor allem hörbar auf dem Festival-Gelände unterwegs.
    4 min
  • "Als Hitze und Dürre tobten, war das Klimabewusstsein nicht besser"
    Dieser Sommer ist bislang sehr wechselhaft. Mal scheint die Sonne - es regnet aber auch sehr viel. Den Grundwasserspeichern und den meisten Pflanzen tut das gut. Das Thema Klimawandel rückt bei einigen Menschen so aber in weite Ferne - scheinbar zumindest. Wie man Menschen erreichen und motivieren kann, etwas zu verändern, auch wenn es sich gerade nicht so akut anfühlt, darüber hat SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich mit Bernd Ulrich gesprochen. Er war 20 Jahre stellvertretender Chefredakteur der Zeit und er beschäftigt sich mit dem Klimawandel in seinen Büchern "Alles wird anders. Das Zeitalter der Ökologie" sowie zusammen mit Luisa Neubauer in "Noch haben wir die Wahl". Er kann dabei nicht feststellen, dass Hitze zu mehr Klima-Bewusstsein führt.
    4 min
  • US-Wahlkampf: Haben die Demokraten noch eine Chance gegen Trump?
    Der Nominierungsparteitag der Republikaner war sich sicher: Donald Trump ist der 45. und wird bald der 47. Präsident der Vereinigten Staaten sein. Nach dem Mordanschlag, den er wie durch ein Wunder überlebt hat, wirkt er stärker denn je - fast unschlagbar. Dazu trägt auch sein designierter Vizepräsident James David Vance bei. Er ist der Autor der "Hillbilly Elegy" und soll bei der weißen Unterschicht punkten. Auf der anderen Seite steht Joe Biden. Wirtschaftszahlen weisen zwar auf eine gute Bilanz seiner Amtszeit hin, aber Wählerinnen und Wähler spüren die zeitweise hohe Inflation deutlich an Kaufkraftverlusten. Dazu macht er häufig aufgrund seines Alters einen schwachen Eindruck in der Öffentlichkeit, vor allem, wenn er frei sprechen soll.
    Claudia Brühwiler, Professorin für Politiktheorie und Amerikastudien an der Universität von St. Gallen, beobachtet den US-Wahlkampf aktuell in Wisconsin und im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich analysiert sie die schwierige Lage der US-Demokraten.
    SWR Aktuell: Donald Trump überlebt ein Attentat, kurz danach spricht er wieder vor seinen Anhängern. Wie sollte ein Joe Biden dagegen ankommen, bei dem man, überspitzt formuliert, Sorge haben muss, dass er schon auf den drei Stufen zur Bühne in den Tod stürzt?
    Claudia Brühwiler: Es ist tatsächlich so, dass Donald Trump im Moment alle Karten auf seiner Seite hat. Die Republikaner zeigen sich ungemein geeint. Wer die Bilder vom Parteikonvent sieht, wer die Reden dort hört, der sieht eine Partei, der hört eine Partei, die siegessicher ist, die sich auch ein bisschen unbesiegbar wähnt. J. D. Vance hat sich der Partei präsentiert und dabei eine wirklich beeindruckende Rede gehalten. Es scheint im Moment sehr gut für die Republikaner zu laufen. Allerdings bis November ist es noch eine lange Zeit. Die Frage ist natürlich jetzt: Wird Biden der Kandidat sein im November? Wenn nein, wird es Kamala Harris sein? Wer auch immer für die Demokraten ins Rennen gehen wird, muss sich darauf konzentrieren, die Wahl nicht allein auf Donald Trump zu fokussieren. Also keine Wahl, Trump zu verhindern, sondern dass man mit Inhalten versucht, zu punkten.
    SWR Aktuell: Welche Inhalte könnten das sein? Und welche Personen außer Vizepräsidentin Harris wären dann mögliche Kandidaten, falls Biden doch zurückzieht?
    Brühwiler: Was die Inhalte angeht, so ist es recht einfach. Die Demokraten werden ständig angegriffen bezüglich der Migrationspolitik und der wirtschaftlichen Lage. Bei der wirtschaftlichen Lage wird vieles schwarzer gemalt, als es nötig ist, da die Wirtschaft eigentlich sehr gut läuft. Ein großes Problem hier ist die Inflation, die die Amerikanerinnen und Amerikaner bedrückt. Hier müssen die Demokraten erstens zeigen, was sie geleistet haben, und zweitens, wie sie die Inflation in den Griff bekommen möchten. Bei der Migration haben sie bereits gehandelt. Hier gilt es auch zu zeigen, welche weiteren Schritte sie tun werden. Das andere große Thema, das für die Demokraten spricht, ist die Abtreibungsfrage. Hier hat die republikanische Partei zwar einen gewissen Kurswechsel eingeschlagen und wesentlich moderatere Töne angestimmt anlässlich des Parteikonvents, aber dennoch: Die Glaubwürdigkeit in dieser Frage ist zumindest bei jüngeren Wählerinnen und Wählern, bei Frauen, die dieses Thema besonders beschäftigt, doch auf Seiten der Demokraten. Was die Alternativen zu Kamala Harris anbetrifft, so steht es da – muss man wirklich sagen - zum jetzigen Zeitpunkt schlecht. Für Harris spricht, dass sie bereits nationale Bekanntheit hat, dass sie regierungserfahren ist und dass die Übertragung der Kampagnen-Finanzen – und das ist eine wichtige Frage der amerikanischen Politik – wesentlich einfacher verlaufen wird, wenn sie die Kandidatin ober "auf dem Ticket" sein wird. Es wird eher interessant zu schauen, sollte sie tatsächlich in die Situation kommen und die Kandidatin für die Präsidentschaft sein, wen sie sich dann an die Seite holt für die Vizepräsidentschaft.
    SWR Aktuell: Ist Frau Harris in den Vereinigten Staaten deutlich bekannter als hier in Deutschland? Denn hier fragt man sich: Was macht die eigentlich?
    Brühwiler: Diese Frage stellen sich viele Amerikaner auch und viele werfen ihr auch vor, dass sie zu wenig aus dem Amt gemacht hat. Das liegt aber an einer Fehleinschätzung dessen, was die Vizepräsidentschaft eigentlich darstellt. Wir erinnern uns an Joe Bidens eigene Vizepräsidentschaft. Wer sich jetzt fragt: "Was hat er eigentlich damals gemacht?", fragt sich das zurecht. Er hatte zwar eigene Dossiers übernommen, aber er selbst war sich auch bewusst, als er zur Wahl antrat, dass eine Vizepräsidentschaft letztlich ein relativ bedeutungsloses Amt sein kann – außer der Präsident gibt einen sehr viel Macht. Oder man nimmt sie sich, wie das einst Dick Cheney unter George W. Bush gemacht hat. Kamala Harris musste während ihrer Zeit als Vizepräsidentin oft den Senat führen. Das ist eine der Aufgaben und sie musste diese besonders oft wahrnehmen, weil die Mehrheitsverhältnisse so knapp waren. Also sie hatte jeweils die Stich-Entscheidung im Senat. Das erlaubte ihr nicht, in anderen Dossiers mehr Fuß zu fassen oder sich eine Bühne aufzubauen. Bekannt ist sie dennoch, weil sie hat die berühmte gläserne Decke eingeschlagen. Sie wurde die erste Frau in diesem Amt und auch noch die erste schwarze Vizepräsidentin.
    8 min
  • Wann lohnt sich eine Auslandskrankenversicherung?
    Es ist Urlaubszeit, für viele heißt es endlich wieder verreisen. Die Vorfreude wächst die Vorbereitungen laufen, hat man auch an alles gedacht? Naja, vielleicht an fast alles, außer dass man im Urlaub ja auch mal krank werden könnte. Wer braucht wann eine Auslandskrankenversicherung? Darüber hat SWR Aktuell-Moderatorin Petra Waldvogel gesprochen mit Saidi Sulilatu, Chefredakteur des Geld-Ratgebers Finanztip.
    SWR Aktuell: Krank werden im Ausland - was kann da tatsächlich an Mehrkosten auf einen zukommen?
    Saidi Sulilatu: Das kann relativ klein damit losgehen, dass ich vielleicht ein paar -zig Euro ausgeben muss für ein Medikament, das ich bekomme. Aber dann schon, wenn ich zum Arzt muss, vielleicht sogar ins Krankenhaus muss, dann kann es schnell mehrere hundert bis tausende von Euro teuer werden und es gibt natürlich die ganz dicken Brocken. Zum Beispiel ein medizinischer Rücktransport nach Deutschland oder auch einen Krankenhausaufenthalt zum Beispiel in den USA. Das kann im Extremfall in die Hunderttausende gehen. Solche Fälle haben wir schon von den Krankenversicherern bekommen, und das bedeutet nichts anderes als ein riesiges Schuldenrisiko. Dagegen sollte man sich unbedingt versichern.
    SWR Aktuell: Wenn man in weiter entfernte Länder reist, leuchtet das natürlich ein, aber in der EU zum Beispiel im beliebten Urlaubsland Spanien. Da gilt doch eigentlich meine europäische Versichertenkarte.
    Saidi Sulilatu: Ja, das ist richtig, da bin ich auch versichert. Das Problem ist nur, dass die deutsche gesetzliche Krankenversicherung nur immer das zahlt, was die lokale also zum Beispiel die spanische Krankenversicherung auch zahlt. Und das mag dann mal auch nicht so viel sein. Und demzufolge haben wir uns auch von einem Fall eben gerade aus Spanien berichten lassen, wo auch dort ein Rücktransport an und der gesamte Kranken-Auslandsaufenthalt über 170.000 Euro gekostet hat. Und da sind wir wieder bei dem Punkt, also auch im innereuropäischen Ausland. Da darf man dieses Risiko auf keinen Fall eingehen, da braucht man eben eine Auslandsreisekrankenversicherung.
    SWR Aktuell: Es macht also durchaus Sinn, auch wenn man nur ins Nachbarland verreist. Wie viel kostet es denn, sich tatsächlich gegen solche Risiken abzusichern?
    Sulilatu: Im Vergleich zum Risiko ist ein Auslandsreisekrankenversicherung sehr günstig. Wir reden da von einem Beitrag für Singles von unter zehn Euro im Jahr da sind dann auch alle normalen Urlaubsreisen innerhalb eines Jahres abgesichert. Und auch meine Familie kriege ich insgesamt für unter 20 Euro in sehr guten Tarifen versichert. Das zeigt natürlich, dass der durchschnittliche Versicherungsfall nicht so hoch ist. Aber noch mal: das Risiko, dass das dann richtig teuer werden kann und einen in die Schulden treiben kann. Das darf man nicht eingehen.
    SWR Aktuell: Und das gilt im Prinzip für alle Kassen, bei denen ich abschließe, und jedem Tarif. Oder gibt es da schon gravierende Unterschiede? Also worauf muss ich achten, um einen guten Tarif und am liebsten natürlich den besten zu finden?
    Sulilatu: Man sollte schon genau hinschauen wollen. Da gibt es schon Unterschiede zwischen den Tarifen. Insbesondere muss ich schauen, ob der entsprechende Tarif für das Land gilt, in das ich fahre und da ist besonders darauf zu achten, wenn ich nach USA oder Kanada reise: Das schließen manche Versicherungen aus. Dann sollte auch der medizinische Rücktransport für den Fall bezahlt werden, wenn er sinnvoll ist. Zum Beispiel einfach deshalb, weil ich in Deutschland bessere Unterstützung durch meine Familie bekommen und nicht nur dann, wenn er medizinisch unbedingt notwendig ist. Und es sollten auch so Dinge wie zum Beispiel Bergungskosten aus dem Gebirge zum Beispiel Stichwort Skiunfall und Ähnliches oder auch Zahnersatz abgesichert sein. Da geben wir entsprechende Empfehlungen bei uns auf der Seite von Finanztip.
    SWR Aktuell: Jetzt haben die Ferien in Rheinland-Pfalz schon angefangen. In Baden-Württemberg müssen sie dann noch ein bisschen warten. Wenn die Reise jetzt schon morgen losginge, kann ich dann heute noch schnell online eine Versicherung abschließen?
    Sulilatu: Ja, das geht in der Tat bei verschiedenen Versicherern. Die machen das wirklich unproblematisch online möglich. Ich habe das auch gerade für mich selbst gemacht, weil meine alte Versicherung für die USA in diesem Fall nicht optimal gegolten hat. Das kann ich so direkt online machen. Das kann ich tatsächlich noch direkt vor der Abreise machen. Vielleicht auch am Flughafen. Aber natürlich sollte ich mich rechtzeitig drum kümmern, damit ich dann nicht in Stress gerate. Alles, was wir jetzt besprochen haben.
    SWR Aktuell: Gilt das denn nur für den Standardurlaub von zwei, drei oder auch mal vier Wochen? Wie ist das bei einem längeren Auslandsaufenthalt?
    Sulilatu: Also die Standard-Versicherer zahlen bei Auslandsreisen typischerweise so 56-70 Tage. Also so ganz grob kann man sagen vielleicht zwei bis zwei Monate ungefähr. Wenn ich tatsächlich zum Beispiel für drei Monate oder auch sechs Monate in einen Auslandsaufenthalt gehe, vielleicht auch als Student, als junger Mensch. Da brauche ich tatsächlich eine andere Krankenversicherung, die dann eben für den entsprechenden Zeitraum gilt. Die ist dann auch teurer. Das muss man ganz deutlich sagen, denn die ersetzt oder ergänzt dann über einen längeren Zeitraum meine deutsche Krankenversicherung und für so einen Tarif haben wir auch Tipps auf unserer Seite bei Finanztip. Da sollte ich mich aber dann wirklich auch rechtzeitig drum kümmern. Denn das sind Tarife, die ich in der Regel nicht am letzten Tag direkt vor der Reise noch abschließen kann.
    5 min
  • Taylor Swift verwandelt Gelsen- in "Swiftkirchen"
    Von den deutschen Fans lang ersehnt: Ab heute ist Taylor Swift endlich in Deutschland: In Gelsenkirchen gibt der Superstar das erste Deutschland-Konzert, vor Hamburg und München. Über den Start der Tournee in Deutschland spricht SWR Aktuell-Moderatorin Jenny Beyen mit Melanie Schönberger, sie ist Taylor-Swift-Kolumnistin bei der Wiener Wochenzeitung "Falter" und arbeitet für den ORF. Sie sagt: Die musikalische Vielfalt und der große Einfluss von Taylor Swift auch über soziale Medien sorgt für eine enorme Bindung zwischen den Fans und ihrem Star - und könnte im Lauf der kommenden Monate sogar Auswirkungen auf den Präsidentschaftswahlkampf in den USA haben.
    5 min
  • 75 Jahre FSK: Welche Filme heute nicht mehr "ab 16" wären
    Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft wird 75 Jahre alt. Am 18. Juli 1949 prüfte sie ihren ersten Film: "Intimitäten" von Paul Martin: FSK 16. Seither ist sehr viel geschehen in der Filmbranche und in der Gesellschaft. Wie sich die Kriterien verändert haben und wie die FSK heute arbeitet, darüber hat SWR Aktuell-Moderatorin Petra Waldvogel mit Stefan Linz gesprochen. Er ist der Geschäftsführer der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, deren Mitglieder ehrenamtlich tätig sind.
    Einschätzungen können sich ändern mit der Zeit
    Wären Filme wie etwa "Intimitäten" oder andere heute auch noch "ab 16"? Linz sagt: Gewalt ist heute wie damals ein Thema, aber etwa die Darstellung von gleichgeschlechtlicher Liebe - das sei heute kein Grund mehr, die Einstufung hochzusetzen. Wichtig sei auch, welche Perspektive ein Film einnimmt und wie er Inhalte darstellt, die heutzutage auf andere Art kontrovers diskutiert werden als vor 75 Jahren.
    5 min
  • "Twisters" im Kino: Mehr als viel Wind?
    Bei uns sind Tornados zum Glück - noch - selten. In Nordamerika gibt es sie häufiger und manche können selbst den Asphalt von Straßen reißen. Ab heute gibt es solche Stürme auch im Kino: in "Twisters".
    Den Film "Twister" gab’s schon 1996 - damals mit Bill Paxton und Helen Hunt. In der Neuauflage spielen Glen Powell und Daisy Edgar-Jones. Filmkritikerin Anna Wollner erklärt im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich, was sich außer den Spezialeffekten noch in knapp 30 Jahren verändert hat.
    5 min
  • Schulklassen gestalten Zeitkapsel für Freiburger Münster: Was teilen junge Menschen der Zukunft mit?
    Etwas machen, das für die Ewigkeit ist - oder zumindest viele Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte bleibt: Das ist das Prinzip der Zeitkapsel. Menschen packen Informationen und Dinge, die für unsere Gesellschaft, für unsere Gegenwart aussagekräftig sind, so ein, dass sie irgendwo eingemauert oder vergraben werden und für lange Zeit halten. Menschen in der Zukunft wiederum soll das zeigen, wie wir Leute 2024 so drauf waren.
    Schülerinnen und Schüler aus der Region machen bei einem Zeitkapsel-Wettbewerb mit. Denn am Freiburger Münster finden immer wieder Sanierungsarbeiten statt und weil jetzt ein Strebepfeiler neu gemacht werden muss, hat man sich gedacht: Da könnte man doch gut eine Erinnerung an die jetzige Generation reinpacken.
    Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich zeigt sich Anne-Christine Brehm, die Münsterbaumeisterin in Freiburg, nachdenklich: Sie sei geprägt von der Zeit nach der Wende - von Hoffnung und Aufbruch. Die Gedanken der jungen Menschen heute seien anders. Viele hätten auch Fragen um Krieg, Klimawandel und das Artensterben an die Zukunft gestellt: "Werden die Bienen noch existieren?" - das habe sie berührt, aber auch traurig gemacht.
    SWR Aktuell: Warum ist das mit den Zeitkapseln eigentlich so wichtig?
    Anne-Christine Brehm: Ich würde jetzt nicht sagen, dass es so wichtig ist, aber es ist hochinteressant. Wir freuen uns immer wieder, wenn wir Nachrichten aus der Vergangenheit finden am Bau. Letztens haben wir einen Stein rausgenommen und dann waren Wertmarken drunter aus den 1920er-Jahren. Das gibt einfach so einen kleinen Einblick in diese Lebenswelt, die damals war, und es ist natürlich hochspannend. Und jetzt hatten wir das Glück - oder auch das Pech - an diesem Strebepfeiler-Aufsatz, dass da eine Ton-Linse drin war, die herausmusste. Das heißt, es war ein Hohlraum vorhanden und diesen Hohlraum konnten wir dann nutzen.
    SWR Aktuell: Eine Schulklasse soll eine 2024er Zeitkapsel gestalten. Welche Ideen hatten denn die Kinder und Jugendlichen?
    Brehm: Die haben sich viele Gedanken gemacht, wie die Zukunft aussieht – und was mich sehr berührt hat, aber auch ein bisschen traurig gemacht hat: Das war teilweise sehr negativ. Die Frage war zum Beispiel: Was für Tierarten leben noch in der Zukunft? Wird es trotz Klimakatastrophe noch lebenswert sein? Werden die Bienen noch existieren? Aber auch die Frage des Rassismus: Wie werden wir zusammenleben?
    SWR Aktuell: Gibt es da eigentlich Experten, die solche Texte zukunftssicher formulieren?
    Brehm: Ich weiß nicht, ob es das gibt, aber bei uns war das jetzt nicht so. Es gab aber Klassen, die sich Gedanken gemacht haben über die Sprache – eine Schule hat auch einen Beitrag eingereicht in den verschiedenen Muttersprachen der Schülerinnen und Schüler, die unterschiedliche Sprachen sprechen. Es gab auch eine Klasse, die sich Gedanken gemacht hat: Wird man Dialekt noch verstehen? Wird das Alemannische noch gesprochen? Das hat die Klassen auch bewegt.
    6 min
  • Tiktok gegen die EU: Wer hat die Marktmacht in Europa?
    In Luxemburg entscheidet das EU-Gericht heute über den Konflikt zweier Giganten: Der Tiktok-Mutterkonzern Bytedance hat gegen die Europäische Kommission geklagt. Damit stellt sich die Frage, wer mehr Macht hat diejenigen, die den Zugang zu einem Markt regulieren, oder diejenigen, die ein am Markt gefragtes Produkt anbieten? Hintergrund ist ein EU-Beschluss, Bytedance und andere Internetkonzerne schärferen Regeln zugunsten der Nutzer zu unterwerfen.
    Darunter fallen neben Bytedance bislang die Google-Mutter Alphabet, Amazon, Apple, die Buchungsplattform Booking.com, Meta und Microsoft. Die EU will verhindern, dass diese Unternehmen ihre Marktmacht ausnutzen. Bytedance hat dagegen geklagt und im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich erklärt Digital-Journalist Gavin Karlmeier die Argumentation der Chinesen - nämlich, dass Tiktok gar nicht genug Umsatz macht, um unter die Regulierung zu fallen.
    6 min

About SWR Aktuell Im Gespräch

From the publisher's feed

Topthemen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport: Wir ordnen ein, wir klären auf, wir bohren nach. "SWR Aktuell Im Gespräch" - das sind Interviews mit Menschen, die etwas zu sagen haben.