System Empowering für Unternehmer, Nachfolge, Berater | Hanseatisches Institut

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System Empowering für Unternehmer, Nachfolge, Berater | Hanseatisches Institut episodes

  • Gut führen als Unternehmerpaar

    In diesem Podcast wird die die Wechselbeziehung zwischen Unternehmen und Partnerschaft beleuchtet. Was wird gebraucht, damit ein Unternehmerpaar eine gute Partnerschaft und ein Unternehmen führen kann? Durch die Einhaltung der Systemgesetze und das Klären von Konflikten kann es gelingen, die Bereiche Partnerschaft und gemeinsames Unternehmen in einen harmonischen und erfolgreichen Einklang zu bringen. Zunächst klären wir, was ein Unternehmerpaar ist.



     











    Was ist ein Unternehmerpaar?



    Ein Unternehmerpaar sind zwei Menschen, die privat ein Liebespaar sind und gemeinsam ein Unternehmen führen. Die Erfahrung ist, dass die Lebensbereiche Unternehmen und Partnerschaft sich im Alltag nicht trennen lasen und wechselseitigen Einfluss haben, positiv wie negativ. 



    Die Einhaltung der Systemgesetze als Voraussetzung



    Damit das Unternehmerpaar gut führen kann, dürfen keine großen ungelösten Verletzungen in der privaten Partnerschaft vorliegen. Die Grundlage und das Fundament für eine erfolgreiche und schöne Partnerschaft als Unternehmerpaar sind die Systemgesetze. Sie beschreiben die Grundbedürfnisse wie Zugehörigkeit (kein Ausschluss), Anerkennung, Gerechtigkeit, früher vor später beachten usw. Nur wenn sie eingehalten werden, kann die Paarbeziehung und auch die gemeinsame Unternehmung stimmig gelebt werden.



    Werden sie jedoch verletzt, beispielsweise weil sich die Ehefrau oder das Kind ausgeschlossen und nicht genügend anerkannt fühlt, da dem Mann das Unternehmen viel wichtiger ist als seine Familie, dann wird es schwierig sowohl in der Partnerschaft als auch im Unternehmen.



    Fühlt sich eine Person ausgeschlossen, nicht respektiert, ungerecht behandelt oder ist früher vor später verletzt, liegt eine Systemgesetzverletzung vor. Bei der verletzen Person können Wut, Ärger, Trauer und Angst entstehen. In diesem Fall müssen die Systemgesetzverletzungen mit dem PowerCode aufgelöst werden.



    Eine glückliche Partnerschaft ist die Basis für ein harmonisches Unternehmerpaar und ein erfolgreiches Unternehmen. Falls es Kinder gibt, ist es wichtig, dass sich alle Familienmitglieder zugehörig und anerkannt fühlen. Daraus ergeben sich der Umgang und die Kultur in der Familie.



    Ist die Familienkultur nicht wertschätzend, fühlen sich Familienmitglieder ausgeschlossen oder liegen unausgesprochene Konflikte und offene Streitigkeiten vor, so gilt es, diese emotionalen Verletzungen der Systemgesetze aufzulösen. Hier startet man am besten mit dem Unternehmerpaar und löst deren Verletzungen auf. Dann kommen die Kinder dazu und mit den Eltern werden die weiteren verletzten Gefühle aufgelöst.



    Professionelles Verhalten reicht nicht aus



    Viele Unternehmerpaare versuchen bei privaten Konflikten sich im Unternehmen professionell zu verhalten und gehen davon aus, das die Mitarbeiter es nicht mitbekommen. 



    Nach unserer Erfahrung funktioniert das nicht. Allein über das Denken lassen sich Systemgesetzverletzungen nicht lösen. Die verletzten Gefühle wie Leid, Trauer, Wut werden automatisch mit ins Unternehmen genommen. In bestimmtem Situationen, in denen der Stress erhöht ist, weil zum Beispiel wichtige Entscheidungen getroffen werden müssen oder bei der Frage, wie man mit einem Mitarbeiter umgeht, zeigen sich die Verletzungen: Es kann keine gemeinsame Linie hergestellt werden; Emotionen, die vorher unter dem Deckel der Professionalität „brodelten“, brechen auf oder es kommt zu Sticheleien, unangenehmen „Spitzen“, Sarkasmus und Ironie.
    22 min
  • Systemgesetzverletzung durch Erkenntnis

    Menschen, die Konflikte, traumatische Erlebnisse oder Ursachen für emotionale Probleme wie Burnout, Depression und Trauer, klären und lösen, bekommen die Erkenntnis, dass das Leben viel besser verlaufen wäre, wenn die Ursache sofort gelöst worden wäre. Das nennen wir Systemgesetzverletzung durch Erkenntnis. Diese Erkenntnis kann zu Wut und Trauer bei den betroffenen Personen auslösen.



     











    Was ist eine Systemgesetzverletzung



    Fühlt sich eine Person ausgeschlossen, nicht respektiert, ungerecht behandelt oder ist früher vor später verletzt, liegt eine Systemgesetzverletzung vor. Bei der verletzen Person kann Ärger, Trauer und Angst entstehen. Zum Auflösen von Systemgesetzverletzungen nutzen wir den PowerCode. 



    Systemgesetzverletzung durch vier verschiedene Erkenntnisse



    Es gibt Situationen, da entsteht Wut und Trauer nicht zum Zeitpunkt der Situation, sondern im Nachhinein durch eine Erkenntnis. 



    1. Unausgesprochene Erwartungen



    Viele Missverständnisse, Konflikte und Beziehungsprobleme können allein dadurch entstehen, dass Erwartungen nicht ausgesprochen werden oder wurden. Wie das Wort schon aussagt, erwarten oder wartet die Person auf die unausgesprochene Erwartung. Bleibt die Erwartung unerfüllt, so fühlt sich die Person schlecht, die wartet. Somit führt eine unausgesprochene Erwartung zu Konflikten und Verletzungen der Systemgesetze. Das Systemgesetz Zugehörigkeit – kein Ausschluss – wird dadurch verletzt. Eine Erwartung sollte daher ausgesprochen werden. 



    Am besten wird die Erwartung als Wunsch oder Ziel umgewandelt. Falls es für die aussprechende Person eine negative Konsequenz hat, wenn die Erwartung nicht erfüllt wird, sollte dies der anderen Person mitgeteilt werden. Dann kann sie besser entscheiden, ob sie die negative Konsequenz in Kauf nimmt oder ob sie lieber die Erwartung erfüllen möchte.



    Im Coaching und in der Mediation erleben wir es immer wieder, dass eine Erwartung nicht ausgesprochen wurde und dadurch ein Konflikt entstanden ist. 



    Die Person, die die Erwartung nicht kannte bekommt dann die Erkenntnis: „Hättest du deine Erwartung als Aufgabe, Ziel, Wunsch, Forderung oder wenn es um Grundbedürfnisse geht, als deine Werte beschrieben, dann hätte ich handeln können und es wäre alles gut geblieben. Diese Erkenntnis ärgert mich und ich bin traurig.“



    Das Thema Erwartungen können Sie hier vertiefen.



    2. Aussprechen der ersten Verletzung



    Häufig sprechen Menschen ihre Verletzung nicht aus. Dann verletzen sie bewusst oder unbewusst zurück. Wenn diese Rückverletzung dann ebenfalls nicht ausgesprochen wird, ist das typischerweise der Start einer Konfliktspirale, die dann in sehr heftigen und unangenehmen Hin- und Her- Verletzungen münden. Wird dies im Rahmen einer Konfliktklärung aufgedeckt und die ersten Verletzungen mit dem PowerCode aufgelöst, entsteht die Erkenntnis: 



    „Hättest du die erste Verletzung ausgesprochen und hätten wir diese aufgelöst, wäre der Rest nicht passiert, es wäre alles gut geblieben. Wir hätten uns viel Ärger und unschöne Situationen erspart. Das macht mich sehr traurig und wütend.“



    3. Systemgesetzverletzungen in Beziehungen aufgelöst 



    Im PaarCoaching können im Rahmen...
    31 min
  • Wertekonflikt lösen

    Typischerweises wird von einem von einem Wertekonflikt gesprochen, wenn zwei Werte im Gegensatz zueinanderstehen und nicht gleichzeitig realisierbar sind. Wie sich Wertekonflikte zeigen, sich auflösen und sogar verhindern lassen, besprechen Dieter und Felix in dieser Podcastfolge. Zunächst stell sich die Frage, was ist überhaupt ein Wert? 



    Was ist ein Wert?



    Ein Wert ist alles was mir wichtig ist. Dahinter stecken Moralvorstellungen, Prägungen – letztlich alles was ein Mensch mal gelernt hat. Bedürfnisse zählen wir auch als Wert, da es einem Menschen wichtig ist, dass die eigenen Bedürfnisse erfüllt werden. Häufig werden Konflikte zwischen Personen darauf zurückgeführt, dass verschiedene Werte sich gegenüberstehen.















    Wertekonflikt nach klassischem Verständnis



    Viele gehen davon aus, dass wenn sich zwei Werte sich gegenüber stehen und kein Kompromiss gefunden werden kann, muss zwischen diesen Werten entschieden werden. Nach dieser Betrachtungsweise entsteht der Konflikt aufgrund gegensätzlicher Werte entweder innerhalb einer Person oder zwischen verschiedenen Personen. Hier ein Paar Beispiele:



    Zwei Geschäftspartner haben unterschiedliche Ideen, wie sie auf die aktuelle geschäftliche Lage reagieren: 



    Der eine sagt: wir müssen investieren. 



    Der andere sagt: Nein, im Moment haben wir eine angespannte Geschäftslage, wir sollten lieber sparen.   



    Hier stehen sich die Werte investieren und sparen gegenüber. 



    Der eine sagt, Sauberkeit ist mir wichtig, dem anderen ist Sauberkeit nicht so wichtig. Er möchte lieber seine Freizeit genießen.



    Um diese Konflikte zu klären, sollte man überprüfen, ob es bereits vor diesem Konflikt bereits Verletzungen auf Systemgesetzebene gab. Denn unsere Erfahrung im Coaching und der Mediation ist: Die meisten Wertekonflikte zeigen sich, wenn es bereits Systemgesetzverletzungen gibt. 



    Ein typischer Konflikt bei Unternehmern ist: Arbeit ist wichtiger als die Familie. Die Ursache hierfür sind nicht Konflikte auf der Werteebene, hier zeigt sich nur die Folge von Systemgesetzverletzungen.



    Ursache könnten Verletzungen zwischen Mann und Frau sein, bei denen sich einer der Partner ausgeschlossen, geringegschätzt oder nicht respektiert gefühlt hat. Dann geht der Mann lieber arbeiten statt zu Hause die negative Stimmung zu erleben.



    Ist das Unternehmen wichtiger als die Familie, kann auch eine Angst dahinter stecken, die der Partner schon mit in die Beziehung gebracht hat. Die Ursache beim Unternehmer dafür : Als Kind war er gefühlt seinen Eltern nicht gewollt.  Daraus entstand beim ihm der Druck erfolgreich sein müssen, um die Anerkennung der Eltern zu bekommen und dazugehören zu dürfen. Um den Wertekonflikt zu lösen, müssen zunächst die bereits vorher entstandenen Systemgesetzverletzungen aufgelöst werden.



    Die Lösung des Wertekonflikts



    Zuerst werden die emotionalen Verletzungen des Unternehmers aus seiner Kindheit bei ihm innerlich aufgelöst, sodass er sich nun gewollt und zugehörig fühlt. Es entsteht die neue Überzeugung – Unternehmen und Familie soll es gut gehen. Dann werden die Verletzungen zwischen dem Unternehmer, seiner Frau und den Kindern aufgelöst. 



    Hierfür nutzen wir eine Kombination aus Coaching und Mediation, die wir SystemEmpowering nennen. Damit lassen sich auch Wertekonflikte vermeiden. 



    Wie kann man einen Wertekonflikt vermeiden



    Wertekonflikte lassen sich vermeiden,
    33 min
  • Walt Disney Methode: Als Führungsinstrument und zur Konfliktvermeidung

    Die Walt Disney Methode ist nach dem Filmproduzenten und erfolgreichen Unternehmer Walt Disney benannt. Mit seinen Zeichentrickfiguren und Freizeitparks hat er viele Menschen bewegt und gehört zu einer der schillerndsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.Robert B. Dilts hat im Rahmen des NLP´s das Vorgehen von Walt Disney modelliert und in dem Buch von Robert B. Dilts, Todd Epstein, Robert W. Dilts: Know-how für Träumer (Junfermann Verlag, Paderborn 1994) beschrieben.




    Die Walt Disney Methode kann dazu genutzt werden, um aus verschiedenen hilfreichen Perspektiven unterschiedliche Impulse und Handlungsanleitungen zu entwickeln.












    Träumer, Realist und Kritiker: die drei innerlichen Zustände der Methode



    Bei der Walt-Disney-Methode versetzt man sich nacheinander in einen von drei innerlichen Zuständen:



    Der Träumer: Der Träumer lässt seine Fantasie spielen. Als großer Visionär generiert und spielt er mit Ideen, ohne sich Gedanken über Probleme oder die Realisierbarkeit zu machen. Hier gibt es keine Grenzen. Der Träumer schaut auf Möglichkeiten, ungenutzten Potenzialen und orientiert sich an der Zukunft. Er versetzt sich in positive und wünschenswerte Situationen.



    Fragen zur Inspiration: In welchen Situation war ich besonders kreativ und erfolgreich? Was wünsche ich mir? Was ist erstrebenswert? 




    Fragen zur Inspiration: In welchen Situation war ich besonders kreativ und erfolgreich? Was wünsche ich mir? Was ist erstrebenswert? 




    Der Realist: In diesem Zustand wird geschaut, was zum Realisieren des Traums oder der Vision gebraucht wird. Der Realist ist der Macher und Umsetzer. Er hat die Haltung, dass der Traum durch Taten, Meilensteine und das Schaffen von notwenigen Ressourcen Wirklichkeit werden kann. Er orientiert sich an der aktuellen Situation und sucht pragmatische Handlungsmöglichkeiten. Der Realist versetzt sich gedanklich in die Situation, in der der Traum bereits verwirklicht worden ist.  Er entwickelt systematische und logische Pläne mit Unterzielen, Aufgaben und benötigten Strukturen.




    Fragen zur Inspiration: Was sind die Schritte zum Traum? Was brauche ich noch? Welche Menschen könnten mir behilflich sein? 




    Der Kritiker: Der Kritiker bringt die Ökologie ins Spiel. Mögliche negative Konsequenzen sollen vermieden werden. Was sind mögliche Probleme und Schwierigkeiten? Welche Konsequenzen könnte der Traum haben, wenn er Wirklichkeit wird? Was muss verbessert werden? Der Kritiker hinterfragt die Träume und Pläne, achtet auf negative Auswirkungen und erarbeitet Lösungsansätze.




    Fragen zur Inspiration: Was sagen andere dazu? Was sind mögliche negative Konsequenzen? Was sind Lösungen, damit keine negativen Auswirkungen entstehen?




    Die Mitarbeiter von Walt Disney berichteten, dass er an verschiedenen Tagen jeweils eine andere der drei Rollen eingenommen hat. Dadurch sind seine fantastischen Filme und unglaublichen Freizeitparks entstanden. Diesen Prozess bildet man mit der Walt Disney Strategie ab. Zu einem bestimmten Ziel nimmt man nacheinander alle drei Rollen ein.




    Das Ziel: Ideen zu generieren und immer weiter zu verfeinern.




    Hierbei soll jede Rolle möglichst in ihrer speziellen Form ausgelebt werden. Im normalen Alltag befinden sich Menschen typischerweise mal in der einen und mal in der anderen Rolle. Bei sehr erfolgreichen Menschen wurde beobachtet, dass sie in der Lage sind, in alle drei Rollen getrennt voneinander zu schlüpfen. Das kann mit dieser Methode geübt und nachvollzogen werden.


    25 min
  • Was tun, wenn man den Konflikt nicht lösen kann – innerlich oder real

    Was kann man tun, wenn man einen emotionalen Konflikt nicht lösen kann? 



    Es ist natürlich nicht schön, wenn man merkt, dass sich ein Konflikt einfach nicht lösen lässt. Ob im Bekanntenkreis, auf der Arbeit oder in der Familie. Der Kontext, in dem sich der Konflikt nicht lösen lässt, ist nicht entscheidend. Das Ergebnis sind ungute Gefühle.



    Vielleicht wird man die unguten Gefühle nicht los, die entstanden sind. Man trägt sinnbildlich eine Last mit sich herum, die man nicht loswerden kann. Der Wunsch nach Harmonie und Klärung, die nicht eintreten, können frustrierend sein. Oder man ärgert sich, weil die andere Konfliktpartei einfach nicht in die Klärung gehen möchte. Vielleicht hat man selber nicht die Ressourcen oder Kraft, in die Klärung zu gehen.



    Was auch immer der Grund sein mag, dass sich ein Konflikt nicht klären lässt, von alleine lösen sich die dadurch entstanden unguten Gefühle nicht auf. So unsere Erfahrung.



    Was kann man also tun, wenn man einen Konflikt nicht klären kann? Als erstes kann man sich die Frage stellen, warum der Konflikt scheinbar unlösbar ist.











    Warum kann ein emotionaler Konflikt nicht gelöst werden? 



    Im Coaching, als auch in der Mediation, gibt es gewisse Voraussetzungen, um einen Konflikt lösen zu können. Sind diese nicht erfüllt, kann es sein, dass die Klärung eines Konflikts nicht möglich ist.



    Folgenden fünf Voraussetzungen müssen erfüllt werden:



    1. Die verursachende Person muss bekannt sein 



    Um einen Konflikt lösen zu können, muss der / die Verursacher bekannt sein. Nur so kann man innerlich als auch im echten Leben in die Klärung gehen. Ist die verursachende Person verstorben oder steht aus anderen Gründen nicht für eine reale Klärung zur Verfügung, kann man den Konflikt auch vor seinem inneren Auge klären.



    2. Es war mal gut genug zwischen den Personen 



    Der Punkt, an dem es mal gut war. Viele Menschen springen sofort in den Konflikt, wenn es darum geht, ihn zu lösen. Das bedeutet aber in der Regel, dass man schon voreingenommen in die Klärung geht. Deswegen versuchen wir den Punkt vor dem Konflikt zu finden, wo es noch für beide Seiten gut genug war. Das kann eine prägnante Situation sein, wie zum Beispiel das Kennenlernen. In der Regel erlaubt es den Konfliktparteien eine wertschätzende Haltung einzunehmen, welches die Konfliktlösung ungemein erleichtert.



    3. Die Personen haben zum Zeitpunkt der ersten Verletzung (wir nennen dieses Systemgesetzverletzung) noch genügend Power 



    Wir tragen nicht nur die Lasten (Leid, Trauer, Angst, Wut) der Verletzungen mit uns, die wir in unserem Leben erlebt haben. Die Lasten unserer Vorfahren können genauso auf uns lasten, wie unsere eigenen. Das kann dazu führen, dass wir nicht die Kraft oder Stärke haben, einen Konflikt zu lösen. Es kann sogar dazu führen, dass wir mit diesen mangelnden Voraussetzungen den Konflikt eskalieren. Auch wenn das gar nicht unsere Absicht ist. Sollte das der Grund sein, warum sich ein Konflikt nicht lösen lässt, ist es ratsam, im Coaching dieses Fundament aufzubauen.



    4. Es wird sprachlich richtig die Verletzung angesprochen und aufgelöst 



    Das sprachliche Vorgehen in der Lösung eines Konfliktes scheint eine ganz simple und einfache Sache zu sein. Sitzen die Verletzungen jedoch tief, kann selbst das Finden von Worten, die das Gegenüber nicht verletzen, sehr schwierig sein.
    38 min
  • Wie kann man die richtige Entscheidung treffen?

    Wie treffen wir eigentlich Entscheidungen? Gibt es „richtige“ oder „falsche“ Entscheidungen?



    Wir treffen täglich kleine oder große Entscheidungen. Dabei gibt es verschiedene Erfahrungen. Kennst Du das auch?  




    * Du hast ein Ziel und steuerst euphorisch darauf zu; dennoch geht Dir nach einer Weile die Puste aus und die Zielerreichung rückt wieder in die Ferne. 



    * Oder Du wägst lange ab, kreist im Kopfkino und bleibst unsicher, ob Du den einen oder den anderen Weg gehen sollst. 



    * Und dann gibt es natürlich auch noch Entscheidungen, die man später bereut. Das Kleid, das man im Laden noch „ganz schön“ fand, hängt im Kleiderschrank und wird nie getragen. Gravierender zeigt es sich z.B. in Beziehungen, wenn wir im Nachhinein sagen: Hätte ich doch auf mein Bauchgefühl gehört, dann wäre mir viel Zeit und Leid erspart geblieben.



    * Aber zum Glück gibt es auch das: Du hast eine Idee, die sich so stimmig anfühlt, dass Du kaum überlegst, Du bist im Flow und handelst ohne innere und äußere Widerstände. Ein Zustand, den wir uns alle wünschen.




    Ziele und Entscheidungen sind höchst individuell, somit gibt es für uns kein „richtig“ oder „falsch“. Wir müssen individuell unsere Systeme darauf hin überprüfen, ob die Veränderung, die wir anstreben, zu uns passt oder ob es zu große negative Auswirkungen gibt.



    Annika und Felix stellen im Podcast dar, wie wir uns bei der Entscheidungsfindung typischerweise verhalten und welche Schritte es gibt, um eine Veränderung zu erreichen, die uns nachhaltig zufrieden macht.







    Wie kann es sein, dass auf dem Weg zu einem positiven Ziel trotzdem viel schief gehen kann ? 



    Unsere Erfahrung ist: Ein Ziel kann sachlich positiv bewertet werden und sinnvoll sein, dennoch geht die Zielerreichung mit einer Veränderung einher.



    Die Praxis zeigt, dass eine Veränderung oder Zielerreichung immer auch Risiken, Nachteile oder negative Konsequenzen hat. Wenn diese negativen Auswirkungen nicht berücksichtigt werden, zeigt sich das durch Stress, Konflikte, Energieverlust oder Ereignisse, die wie Bremsen wirken: Die typischen Stolpersteine.



    Deshalb ist es für uns im Coaching und im Changemanagement wichtig, die Klienten darin zu unterstützen, die möglichen negativen Auswirkungen aufzudecken.



    Immer im Blick: Welche negativen Auswirkungen, Nachteile oder Risiken können eintreten, wenn das Ziel erreicht ist?



    Oft wird diese Frage nicht gestellt, da wir unbewusst Angst haben, dadurch die Energie für das Ziel und die Hin – zu – Motivation zu verlieren. 



    Die Nachteile können die Vorteile überwiegen. Wenn der Preis, den wir zahlen also größer ist, als die Vorteile, kann es sinnvoll sein vom Ziel Abstand zu nehmen.



    Die übliche Preisfrage und der Preis der Preisfrage



    Sind die Nachteile aufgedeckt, so wird üblicherweise die Preisfrage gestellt. Ist das Ziel und dessen Vorteile wichtiger? Dann muss man mit den Nachteilen und Risiken leben, die sich einstellen werden.



    Überwiegen die Nachteile und Risiken, so dass das Ziel verworfen wird, müssen wir auf die Vorteile des Zieles verzichten wir hängen weiterhin in den Nachteilen der Gegenwart fest.



    Egal, wie die Preisfrage beantwortet wird: Wir müssen immer einen Preis bezahlen werden, der unangenehm ist. 







    Die vier Schritte zur stimmigen Entscheidung: 



    Der SystemCheck



    Wir stellen Dir nun die vier Schritte vor,
    31 min
  • Systemische Coaching Ausbildung: Erfahrungsbericht von Stefanie

    Veränderungen in meinem Leben durch die Ausbildung zum Systemischen Coach und Coach-Mediator- Erfahrungsbericht von Stefanie Pollender



    Die Ausbildung Systemisches Coaching im Hanseatischen Institut startet mit einer Idee, einem Ziel, vielleicht einem Gedanken wie: Da muss es noch mehr geben…



    Und dann beginnt die gemeinsame Reise mit den Ausbildern und der Gruppe. Man erlangt Wissen, gewinnt neue Perspektiven, erhält methodische Kompetenzen und bearbeitet eigene Themen und Blockaden. 



    Diese Veränderungen, beeinflussen auch das Umfeld, die Familie, den Arbeitskontext, die Beziehungen. Die Kunst ist, diese Veränderungen und das neue Wissen in das bisherige Leben so zu integrieren, dass nichts Wichtiges verloren geht und keine negativen Auswirkungen eintreten. 







    Was das konkret bedeutet, hat uns Stefanie Pollender erzählt, die bei uns im Hanseatischen Institut die Ausbildungen Systemischer Coach und Coach-Mediator absolviert hat.



    Stefanie ist Psychologin, Coach, Team- und Oganisationsentwicklerin, Inhaberin einer Lodge in Uganda, Ehefrau und Mutter.



    Sie ist in die Ausbildung gestartet, um ihre Kompetenzen zu erweitern, Grenzen in ihren Aufträgen zu überwinden und den Sinn in ihrer Arbeit neu zu entfachen.




    Wir geben zunächst einen Überblick darüber, was unsere Ausbildungsteilnehmer dazu bewegt, die Ausbildung zu beginnen. 




    Im Anschluss daran werfen wir einen Blick darauf, welche Veränderungen Stefanie auf ihrem Weg mit der Ausbildung in Beruf, Partnerschaft, Familie und Freundschaften erlebt hat und wie sie das neue Wissen und ihre Erfahrungen heute täglich nutzt.















    Mit welchen Zielen starten Ausbildungsteilnehmer in die Ausbildung zum Systemischen Coach?



    Die Entscheidung für eine Systemische Coachingausbildung entsteht aus unterschiedlichen Beweggründen.



    Folgende Konstellationen begegnen uns regelmäßig:




    * Führungskräfte, Geschäftsführer, Inhaber und alle, die Veränderungen gestalten müssen, andere Menschen führen und eine gesundes konstruktives Miteinander schaffen möchten. Sie wollen durch die Ausbildung ihre innere Haltung stärken und Führungstools für schwierige Gespräche, Feedback, Konfliktlösung und Coaching erlernen.



    * Personen, die sich weiter entwickeln, innere Bremsen und belastende Emotionen lösen möchten. Oft ist diese Motivation mit dem Gedanken verbunden: Wenn ich das für mich selber mit den Werkzeugen schaffe, dann möchte ich später auch andere Menschen auf diesem Weg unterstützen.



    * Menschen, die das klare Ziel haben, als Coach entweder innerhalb einer Organisation oder selbständig  zu arbeiten. Sie suchen nach einer wirkungsvollen und klar strukturierten Vorgehensweise, um erfolgreich coachen zu können.



    * Coaches, Trainer und Mediatoren, die ihren Kundenkreis und ihre Kompetenzen erweitern und mehr Wirkung erzielen möchten. Hier geht es darum, das vorhandene Wissen durch die Ausbildung  sinnvoll zu ergänzen und Methoden zu erlernen, die bisherige Grenzen auflösen und zum Erfolg zu erzielen.




    Natürlich gibt es auch diverse Überschneidungen.



    Welche Auswirkungen sind bei der Ausbildung Systemisches Coaching zu beachten?



    Die Ausbildung zum Systemischen Coach beinhaltet nicht nur den Erwerb von Coachingmethoden. Vielmehr steht die eigene persönliche Entwicklung im Vordergrund.
    1 hr 9 min
  • Erbstreit vorbeugen oder auflösen
    Wie man einen Erbstreit vorbeugen oder auflösen kann, besprechen Dieter und Felix in dieser Podcast Folge. Rechtlich gesehen gibt es Deutschland das Recht auf Erbe. Nur in wenigen Ausnahmefällen kann jemand zu 100% enterbt werden. Aus systemischer Sicht sieht das anders aus. Es gibt das dritte Systemgesetz: Gleichgewicht von Geben und Nehmen. Und da haben die Eltern schon durch die Geburt und das Aufwachsen der Kinder genug gegeben. Deshalb:
    Es gibt kein Recht auf Erbe

    Auf der Ebene der Systemgesetze besteht kein Anspruch auf Erbe.

    Daher sollten bereits die Eltern den Kindern als Haltung mitgeben: Als Kind hat man von den Eltern schon viel bekommen.
    Leider ist der Erbstreit keine Seltenheit. Meistens ist der Auslöser für Erbstreitigkeiten, dass eine der Erben sich ausgeschlossen, nicht respektiert oder geringschätzt gefühlt hat. Auch wenn früher vor später verletzt worden ist, werden die Systemgesetze nicht eingehalten. Die Folge solcher ungelösten Verletzungen kann sein, dass das erbende Kind das Gefühl bekommt, ihm stehe mehr zu, als es im Testament verfügt worden ist.  
    Erbstreitigkeiten entstehen typischerweise dann, wenn es mehrere Kinder gibt
    Ursache für spätere Konflikte der Erben sind häufig, dass die Kinder nicht gleich behandelt wurden. Fühlt sich ein Kind weniger geliebt oder schlechter behandelt, führt es dazu, dass die Kinder zu Lebzeiten der Eltern Streitigkeiten untereinander haben. Tritt dann der Erbfall ein, brechen die Konflikte richtig aus. Das verletzte Kind holt sich nun den negativen Ausgleich: die Wohnung wird leergeräumt, das Konto gesperrt. Wenn also durch die Eltern Verletzungen der Systemgesetze erzeugt wurden, führt es fast immer zu Erbstreitigkeiten. Daher sollten am besten schon zu Lebzeiten vorhandene Systemgesetzverletzungen in der Familie aufgelöst werden. 

    Eltern können einen Erbstreit vorbeugen
    Solange die Eltern noch leben, können Sie einiges dafür tun, dass der Erbfall möglichst keine Streitigkeiten auslöst. Hierfür sollten Sie zunächst ein starkes Elternpaar sein. Eine stabile starke harmonische Elternbeziehung wird wiederum genährt von den starken Wurzeln des Einzelnen. Beides kann durch SystemEmpowering Coaching und PaarCoaching hergestellt werden. Denn ein kraftvolles ICH von BEIDEN Eltern ergibt erst ein kraftvolles WIR. Gibt es Verletzungen zwischen den Eltern und den Kindern, sollten diese ebenfalls aufgelöst werden. 
    Den Erbstreit auflösen ohne die verstorbenen Eltern
    Sind die Eltern bereits verstorben und die Kinder haben Streit, können die Konflikte zwischen den Eltern real nicht mehr geklärt werden. Mit Hilfe der Genea-Methode (Ahnenarbeit) können jedoch auch Verletzungen mit den Eltern innerlich gelöst werden. Selbst dann, wenn die Eltern kein Elternpaar oder sie zu hart oder zu weich waren. Die Genea-Methode wird dann angewandt mit dem Ziel, dass die Eltern in der inneren Vorstellung ausgeglichen kraftvoll und ein Paar werden können. Dann können die Verletzungen der Eltern zu den Kindern aufgelöst werden. Danach sind die Verletzungen zwischen den Kindern beziehungsweise den Erben aufzulösen. Normalerweise kann dann auf der Sachebene eine stimmige Lösung unter den Erben gefunden werden. 
    Wieso ist eine Systemische Mediation bei Erbstreitigkeiten sinnvoll?
    Finden die Erben im Erbstreit alleine keine Lösung, sehen viele nur noch den Gang vors Gericht als vermeintliche Lösung. Eine Systemische Mediation mit den Methoden des SystemEmpowerings bietet gute Erfolgsaussichten, auch ohne Einschaltung von Gerichten, Schiedsstellen oder ähnlichen Institutionen eine Lösung herbeizuführen.
    29 min

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