Taiwan in Bewegung

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By Juliane Miller,RtiSociety & CultureGovernment
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Taiwan in Bewegung episodes

  • Die taiwanische Solarpflicht kommt!
    Am 1. August soll in Taiwan eine Solarpflicht für Neubauten mit einer Fläche von 1000 Quadratmetern und mehr in Kraft treten. Liu Ru-yi (劉如意) von der Umwelt-NGO Green Citizens Action Alliance erklärt, welche Herausforderungen es für die Entwicklung von Solarenergie in Taiwan gibt, und warum es beim Ausbau von Solarenergie nicht nur um finanzielle Vorteile geht.
    Ende 2025 waren in Taiwan insgesamt über 15 GW an Solarenergieanlagen installiert. So steht es im Energy Statistics Handbook 2025 der taiwanischen Energiebehörde (能源署). Damit verfehlte die taiwanische Regierung das Ausbauziel von 20 GW. Im globalen Vergleich liegt Taiwan damit auf Rang 17, hinter Ländern wie Deutschland und Südkorea, aber noch vor Südafrika, Österreich und der Schweiz.
    Eine Aufschlüsselung nach unterschiedlichen Arten von Solarenergie wie Dachanlagen, Freiflächen- und Aqua-PV veröffentlichte die Energiebehörde nicht. Allerdings stellte die Energiebehörde dem taiwanischen Investigativmagazin The Reporter entsprechende Statistiken zur Verfügung. Daraus geht hervor, dass Dachanlagen fast ⅔ der Ende 2024 installierten Solarenergie-Kapazität ausmachten.
    Nun soll aber erstmal eine Solarpflicht für Taiwan kommen, und zwar für Neubauten und Anbauten mit einer Fläche von 1000 Quadratmetern. Außerdem betroffen: Renovierungen von Gebäuden mit einer Dachfläche über 1000 Quadratmetern. Am 1. August treten diese Regelungen in Kraft. Sie soll für öffentliche Gebäude, Gewerbegebäude und auch Wohngebäude gelten.
    Der taiwanischen Solarpflicht geht ein längeres Gesetzgebungsverfahren voraus. 2023 verabschiedete das taiwanische Parlament eine Änderung des Erneuerbare-Energien-Entwicklungsgesetzes. Mit dem eingefügten Paragraphen 12-1 schufen sie eine Solarpflicht, die allerdings weiter durch die relevanten Behörden zu konkretisieren ist. Ende 2025 veröffentlichte das taiwanische Innenministerium Standards für die Installation von PV-Anlagen, die im Februar dieses Jahres vom Kabinett genehmigt wurden. Damit ist der Weg frei dafür, dass die Solarpflicht am 1. August wie geplant in Kraft tritt. Dennoch gibt es aber Kritik aus den Reihen der Oppositionsparteien.
    9 min
  • Welche Folgen bringt El Niño für Taiwan und die Welt?
    Das natürliche Klimaphänomen El Niño hat in unterschiedlichen Regionen auf der Welt unterschiedliche Auswirkungen. Während es an der Westküste Südamerikas zu starken Niederschlägen kommen kann, schwächt sich in Südasien in El Niño-Jahren der Monsun ab. In Taiwan erwartet die Zentrale Wetterbehörde CWA dieses Jahr einen wärmeren Winter als sonst. Das taiwanische Zentrum für Krankheitskontrolle warnt derweil vor einem erhöhten Risiko für Dengue-Fieber, da höhere Temperaturen die Fortpflanzung von Mücken begünstigen könnten.
    Im Rti-Interview erklärt Klimaforscher Professor Hsu Huang-hsiung (許晃雄) von der taiwanischen Wissenschaftsakademie Academia Sinica, warum ihm der für dieses Jahr vorhergesagte El Niño Sorgen bereitet.
    8 min
  • Führt der Klimawandel zu weniger Taifunen in Taiwan?
    In der vergangenen Woche ist Taifun Bavi nördlich an Taiwan vorbeigezogen. Die Auswirkungen waren dabei nicht so schlimm wie zunächst befürchtet, dennoch zählte das taiwanische Zentrum für Katastrophenschutz (CEOC) insgesamt 135 Verletzte. Zudem wurden über 15000 Menschen evakuiert und es kam in fast 250 000 Haushalten zu Stromausfällen.
    Im Angesichts der tiefgreifenden Veränderungen, die der Klimawandel verursacht, stellt sich natürlich auch die Frage, ob der Klimawandel auch Einfluss auf die Stärke und Häufigkeit von Taifunen hat. Im Rti-Interview erkläutert der Klimaforscher Professor Hsu Huang-hsiung (許晃雄) was wir über die Auswirkungen des Klimawandels auf Taifune wissen — und was nicht. Außerdem erklärt er, wie sich das wandelnde Klima in Taiwan auf die Landwirtschaft auswirkt.
    8 min
  • Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf Taiwan?
    Die historische Hitzewelle in Europa Ende Juni hat erneut die schweren Folgen des globalen Klimawandels verdeutlicht. Und auch wenn man in Taiwan Hitze gewöhnt ist und in fast allen Räumen Klimaanlagen zu finden ist, sorgt auch hier der Klimawandel für tiefgreifende Veränderungen.
    Welche Auswirkungen der Klimawandel in Taiwan konkret hat, erklärt Professor Hsu Huang-hsiung (許晃雄) von der taiwanischen Wissenschaftsakademie Academia Sinica im Rti-Interview.
    8 min
  • Autorin Hilda Hoy im Gespräch über ihr Buch "Mother Tongue" (ganze Folge)
    Für viele Menschen ist es selbstverständlich, dass die Sprache ihrer Mutter (oder auch ihres Vaters) die Sprache ist, die sie am Besten sprechen. Wer aber mehrsprachig aufwächst, macht nicht selten die Erfahrung, dass die Muttersprache zwar tief im Bewusstsein verankert ist, aber nicht so fließend beherrscht wird wie andere Sprachen, die im eigenen Leben eine dominantere Rolle einnehmen.
    Diese Erfahrung hat auch die Journalistin, Übersetzerin und Autorin Hilda Hoy gemacht. Sie wurde in Taiwan als Tochter einer taiwanischen Mutter und eines kanadischen Vaters geboren. Darüber, wie Englisch ihre dominante Sprache wurde und wie sie ihre chinesischsprachige Identität im Erwachsenenalter wiederentdeckte, hat sie das Buch “Mother Tongue” geschrieben.
    Im Rti-Interview spricht sie darüber, was eine Muttersprache überhaupt ist, wie ihr Umzug nach Berlin ihr half, ihre taiwanische Identität wiederzuentdecken und wie sie heute auf ihre sprachliche Prägung im Kindesalter zurückblickt.
    “Mother Tongue” von Hilda Hoy ist 2026 im Wind&Bones Verlag erschienen.
    28 min
  • Autorin Hilda Hoy über die Rezeption ihres Buches "Mother Tongue" in Deutschland und Taiwan
    Die taiwanisch-kanadischen Journalistin, Übersetzerin und Autorin Hilda Hoy lebt in Berlin. In ihrem Buch “Mother Tongue” beschreibt sie wie Englisch ihre dominante Sprache wurde und wie sie ihre chinesischsprachige Identität im Erwachsenenalter wiederentdeckte.
    Im Rti-Interview erzählt sie von den Reaktionen auf ihr Buch in Berlin sowie Taipei und teilt, wie sie heute auf ihre sprachliche Prägung im Kindesalter zurückblickt.
    “Mother Tongue” von Hilda Hoy ist 2026 im Wind&Bones Verlag erschienen.
    10 min
  • Wie Autorin Hilda Hoy in Berlin ihre taiwanische Identität wiederentdeckte
    Die taiwanisch-kanadischen Journalistin, Übersetzerin und Autorin Hilda Hoy lebt in Berlin. In ihrem Buch “Mother Tongue” beschreibt sie wie Englisch ihre dominante Sprache wurde und wie sie ihre chinesischsprachige Identität im Erwachsenenalter wiederentdeckte.
    Im Rti-Interview spricht sie darüber, wie ihr Umzug nach Berlin ihr half, ihre taiwanische Identität wiederzuentdecken. Außerdem teilt sie ihre Erfahrungen damit, als “heritage speaker” Mandarin zu erlernen und auf welche Hindernisse sie bei der Wahl eines Sprachkurses stieß.
    “Mother Tongue” von Hilda Hoy ist 2026 im Wind&Bones Verlag erschienen.
    10 min
  • Was ist eigentlich eine Muttersprache? Autorin Hilda Hoy im Gespräch
    Für viele Menschen ist es selbstverständlich, dass die Sprache ihrer Mutter (oder auch ihres Vaters) die Sprache ist, die sie am Besten sprechen. Wer aber mehrsprachig aufwächst, macht nicht selten die Erfahrung, dass die Muttersprache zwar tief im Bewusstsein verankert ist, aber nicht so fließend beherrscht wird wie andere Sprachen, die im eigenen Leben eine dominantere Rolle einnehmen.
    Diese Erfahrung hat auch die Journalistin, Übersetzerin und Autorin Hilda Hoy gemacht. Sie wurde in Taiwan als Tochter einer taiwanischen Mutter und eines kanadischen Vaters geboren. Darüber, wie Englisch ihre dominante Sprache wurde und wie sie ihre chinesischsprachige Identität im Erwachsenenalter wiederentdeckte, hat sie das Buch “Mother Tongue” geschrieben.
    Im Rti-Interview spricht sie darüber, was eine Muttersprache überhaupt ist und was das Buch mit der Demenzerkrankung ihrer Mutter zu tun hat.
    “Mother Tongue” von Hilda Hoy ist 2026 im Wind&Bones Verlag erschienen.
    9 min
  • 竹科媽媽: Der Kampf um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf
    Die taiwanische Journalistin Chen Hong-chin (陳虹瑾) hat zahlreiche Mütter in der Region Hsinchu portraitiert. Ihre Reportageserie zeigt, wie der Leistungsdruck im "Silicon Valley" Taiwans das Leben von Familien vor Ort prägt.
    Während es sich viele Familien aus finanzieller Sicht zwar leisten können, von einem Einkommen zu leben, wollen viele Frauen trotzdem weiter erwerbstätig bleiben – aus guten Gründen. Woran die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Taiwan oft scheitert und wie die taiwanische Regierung dem entgegenwirken will, darum geht es in der heutigen Folge.
    Hier geht es zu Teil 1 der Sendung.
    Die Reportageserie von Chen Hong-chin (auf Chinesisch) findet ihr hier.
    10 min
  • 竹科媽媽: Mutterschaft zwischen Halbleitern und Leistungsdruck
    Hsinchu gilt als das “Silicon Valley” von Taiwan. Hier, etwa eine Stunde Zugfahrt südlich von Taipei, haben taiwanische Tech-Unternehmen wie TSMC ihren Sitz. Die Gehälter liegen hier über dem taiwanischen Durchschnitt, ebenso die Geburtenrate. Anders als in den meisten anderen taiwanischen Familien können sich hier Familien leisten, von einem Einkommen zu leben. Kombiniert mit langen Arbeitszeiten und einem Mangel an Kinderbetreuungsangeboten führt das dazu, dass viele Frauen ihren Job aufgeben und die Rolle einer Vollzeit-Hausfrauen einnehmen.
    Doch wie blicken diese “Hsinchu-Mütter” auf ihr Leben und die Opfer die sie erbringen? Die Journalistin Chen Hong-chin (陳虹瑾) hat über 20 von ihnen interviewt, um genau das zu verstehen.
    10 min

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Juliane beleuchtet in dieser Sendung wöchentlich Themen, die Menschen in Taiwan bewegen, und spricht mit Menschen, die etwas in Taiwan bewegen wollen.