Talentschmiede

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By Carsten Peters, Dr. Kathrina PetersEducation
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Talentschmiede episodes

  • 061: Wenn Kinder 3-sprachig aufwachsen
    Kinder können viel und wir muten ihnen nicht zu viel zu. Das sieht auch Mylène Alt so, denn sie ist mit mehreren Sprachen groß geworden, die manchmal auch bunt durcheinander gesprochen wurden.
    Mylène ist im Alter von 2 bis 9 bei ihren Grosseltern in Zürich aufgewachsen. Die Grossmutter stammte aus der Welschschweiz und sprach kein Deutsch. So lernte sie quasi beides gleichzeitig, mit den Verwandten Deutsch oder Französisch, später im Kindergarten Deutsch und in der Schule natürlich auch.
    Dazu kam, dass ihr Grossvater Tessiner war und seine Kinder haben sogar drei Sprachen gesprochen. Französisch mit der Mutter, italienisch mit dem Vater, und Deutsch, das allerdings war zuhause "verpönt" war.
    Eine spannende Geschichte, die einmal mehr beweist, dass Mehrsprachigkeit die Kinder bereichert und ihnen viele Möglichkeiten fürs Leben bietet.
    Wer mehr über Mylène erfahren möchte, der darf gern ihre Website www.bueroprojekt.ch besuchen, wo alle Kontaktdaten sind. Und wir von der Language Mining Company stellen natürlich auch gern den Kontakt her.
    Viel Spaß beim Hören!
    Der Blogartikel zur Episode
    http://podcast.languageminingcompany.com/61
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    24 min
  • 060: Mit Struktur arbeiten
    Struktur ist das, was uns die Sätze richtig formulieren lässt. Es ist also eine Art Matrix, die mit Platzhaltern versehen ist und die wir dann mit Wörtern auffüllen. Es ist keine Grammatik. Es ist Struktur und das ist auf unbewusster Ebene etwas völlig anderes.
    Grammatik ist ja das, was man uns in der Schule beibringt. Die Vorannahme beim Arbeiten mit Grammatik ist, dass man erst einmal die Regeln verstehen muss, um Sprache richtig anwenden zu können. Ich hatte komischerweise noch nie Probleme mit dem Dativ und dem Akkusativ. Die Probleme kamen erst, als man anfing mir diese Konzepte näher zu bringen. Heute weiß ich außerdem, dass ich ohne Grammatik noch mehr und noch effizienter hätte die Sprachen lernen können.
    Seit Steven Pinker das Buch "Language Instinct" geschrieben hatte, wissen wir es genau und unser gesunder Menschenverstand wusste es auch schon lange vorher: Grammatik ist der größte Blödsinn, den die Menschheit je erfunden hat, und Grammatik ist ein Instinct und damit brauchen wir sie auch nicht zu lernen.
    Unser Gehirn verarbeitet sprachliche Information strukturiert. Leider ist die Struktur immer die unserer Muttersprache und so dürfen wir unserem Gehirn etwas helfen, wenn es darum geht die Struktur der Fremdsprache zu erkennen und zu lernen. Das Strukturieren geschieht dabei bewusst und das Lernen unbewusst.
    Dafür gibt es natürlich verschiedene Möglichkeiten und Methoden, die wir gern in dieser Podcastepisode vorstellen.
    Viel Spaß beim Hören!
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    17 min
  • 059: Quick-and-Dirty Tipps
    Kennen Sie Schnellschüsse?
    Schnell, schnell. Nein, keine langen Erklärungen. Sag mir einfach, was ich tun soll. Und los geht's.
    Und? Sind Schnellschüsse gut? Oder gehen Sie manchmal nach hinten los?
    Ja, schon, aber… Und wie immer im Leben dürfen wir uns entscheiden. Der Quick-and-Dirty-Tipp richtet sich heute an die, die einfach nicht warten wollen, keinen Wert auf eine ausführliche Beratung legen und einfach schnell durchstarten wollen.
    Natürlich empfehlen wir das nicht, und auch wir kennen das Gefühl, wenn es einfach unter den Nägeln brennt. Oft ist es so bei Kleinigkeiten, bei denen eine Fehlentscheidung keine schwerwiegenden Folgen nach sich zieht.
    Nehmen wir zum Beispiel den Kauf eines Kopfhörers. Sie brauchen zum Beispiel einen für Ihren Computer zu Hause, an dem Sie ab und zu skypen oder vielleicht ein Video ansehen. Da Sie das Gerät nicht oft gebrauchen, ist die Qualität zwar dennoch wichtig, allerdings nicht so sehr. Und Sie verlassen sich hierbei gern auf den Rat eines Kollegen oder Freundes, der sich auskennt oder auf die Empfehlung des Fachhändlers. Fertig. Da haben Sie nun das Gerät.
    Ist es bei Fremdsprachen ähnlich? Darf man es sich erlauben, einfach jemanden zu fragen, der sich mit den Sprachlerntools auskennt? Und wie viele Menschen gibt es denn, die sich wirklich damit auskennen?
    Und trotzdem haben wir einen Tipp für Sie, mit dem Sie sehr viel erreichen können, sofern Sie Ihr Projekt Fremdsprache eben mit diesen Tools durchziehen.
    Die Empfehlung lautet [www.duolingo.com](http://www.duolingo.com) und [www.memrise.com](http://www.memrise.com). Okay und jetzt werden Sie fragen: "Und wenn ich damit arbeite, spreche ich die Sprache irgendwann?" Und die Antwort ist ja. Und Sie werden vermutlich schneller ans Ziel kommen, als Sie glauben. Stolpersteine dürfen Sie sich allerdings selbst aus dem Weg räumen. Die Betonung liegt auf "selbst". Sie können es mit diesen Tools schaffen, ja, eine Garantie gibt es dafür nicht.
    Ich habe es selbst ausprobiert: Auf Duolingo nicht einmal die Hälfte der vollen Punktzahl des Kurses für Dänisch erreicht, mit Memrise kräftig nachgeholfen und, voilà: Ich lese bereits mein erstes Buch auf Dänisch. Zugegeben, es ist noch etwas holprig, und doch ist es ein Buch und ich verstehe das meiste.
    Auch Ihnen viel Erfolg.
    Viel Spaß beim Hören
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    18 min
  • 058: Ein Wort, zwei Bedeutungen
    Viele, die einmal Vokabeln gelernt haben, wissen, dass es im Deutschen manchmal nur ein Wort für zwei Wörter in der Fremdsprache gibt. Ein klassisches Beispiel hierfür ist der Himmel, der auf Englisch entweder heaven oder sky bedeuten kann. Wie gehe ich damit um? Oder viel besser noch: Was macht mein Gehirn damit?
    Viel Spaß beim Hören
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    14 min
  • 057: TED Immersion
    Was ist ein TED Talk? Hier sind die ersten beiden Sätze aus Wikipedia:
    TED (Abkürzung für Technology, Entertainment, Design) – ursprünglich eine alljährliche Innovations-Konferenz in Monterey, Kalifornien – ist vor allem bekannt durch die TED-Talks-Website, auf der die besten Vorträge als Videos kostenlos ins Netz gestellt werden. Viele dieser Videos werden seit 2009 in verschiedenen Sprachen untertitelt, auch Deutsch.
    Vor allem der letzte Satz ist interessant, denn es handelt sich hierbei um Videos, die mit Untertiteln versehen sind. Und es handelt sich um Vorträge, sodass es um gesprochene Sprache geht. Das ist ein sehr großer Unterschied zu Hörbüchern, die zwar auch gesprochen sind, allerdings nicht frei vorgetragen, sondern abgelesen.
    Neben den Untertiteln gibt es seit einiger Zeit auch die Transkript-Funktion, mit der man den gesamten Text des Vortrages einblenden kann. Dabei werden die einzelnen Sätze hervorgehoben, während der Sprecher sie ausspricht.
    Das ist ein ideales Sprachlerntool, auch wenn es nicht dafür entwickelt wurde.
    Viel Spaß beim Hören
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    15 min
  • 056: Zwei Sprachen gleichzeitig
    Ja, wenn jetzt die Zauberfee vor uns stehen und fragen würde, welche Sprachen möchtest du denn gern können, dann würden wir sicher mehr als eine Sprache aufzählen. Tatsächlich gibt es noch einen Schritt vor dem Können, und das ist das Lernen. Der Grund dafür ist relativ einfach: Es gibt keine Zauberfeen, oder zumindest habe ich bisher noch keine getroffen.
    Jeder, der eine zweite Fremdsprache lernen möchte, während er bereits dabei ist eine Fremdsprache zu lernen, der darf sich vorher einige Gedanken machen. Zeit, Kosten und das Verwechseln der Sprachen sind vermutlich die drei wichtigsten Punkte.
    Zeit
    Es ist ähnlich wie bei Musikinstrumenten: Wenn ich zum Beispiel Gitarre und Klavier gleichzeitig lernen möchte, dann habe ich mehr oder weniger den doppelten Aufwand. Und natürlich gibt es auch Synergieeffekte. So sind die Noten für Gitarre und Klavier mehr oder weniger gleich. Das Lied, das ich auf der Gitarre lerne, kenne ich bereits, wenn ich es auf dem Klavier spielen möchte. Und so weiter. Und dennoch ist es ein sehr großer zusätzlicher Zeitaufwand, mit ich umgehen darf, das heißt ich darf in meinem Leben zeitlich Platz schaffen, damit ich die Lernzeit irgendwie unterbringe.
    Kosten
    Auch wenn ich diesen Punkt für relativ unbedeutend halte, so ist er doch existent. Je mehr ich für Bücher, Software, Kurse und so weiter ausgebe, desto größer ist die Summe, die ich mit zwei multiplizieren darf. Synergieeffekte gibt es hier kaum.
    Verwechseln der Sprachen
    Beim Lernen lasse ich neue Bilder in meinem Kopf entstehen, die ich dann mit der Sprache verbinde. Bei zwei Sprachen darf ich auch die Bilder verdoppeln, und dabei sollten die Bilder möglichst unterschiedlich sein. Das ist gerade für Anfänger nicht ganz leicht, da es sich hierbei um eine mentale Fähigkeit handelt, die man sich durch Üben, Üben und nochmals Üben selbst antrainiert. Auch wenn man die zweite Sprache mit derselben Sprachlernsoftware oder ähnliches lernt, dann ist die vorgegebene Struktur meist bei beiden Sprachen gleich. Natürlich gibt es Methoden und Strategien, mit denen man das Verwechseln vermeidet oder zumindest stark einschränkt. Doch diese darf man sich erst einmal aneignen.
    Es macht wirklich sehr selten Sinn oder es ist selten ratsam, zwei Sprachen parallel zu lernen. Erst die eine und dann eine weitere. So würden wir es machen.
    Viel Spaß beim Hören
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    18 min
  • 055: Adaptives Lernen
    Manche Menschen sind morgens fitter als abends, und anders herum. Und dann gibt es noch Tageszeiten, zu denen wir mehr oder weniger Energie zur Verfügung haben. Mal ist unser Körper — zum Beispiel nach dem Mittagessen — mit dem Verdauen beschäftigt und mal beschäftigen uns andere Dinge. Und je mehr uns in die Quere kommt, desto weniger Energie haben wir.
    Was passiert, wenn ich gerade dann eine Sprache lernen möchte, wenn mein Energielevel niedrig ist? Genau. Dann wird mich das demotivieren, es sei denn, ich treffe bereits vorher die entsprechenden Vorkehrungen.
    Das Rezept dafür ist wirklich sehr einfach und lässt sich auch auf andere, wenn nicht alle, Bereiche des Lebens umsetzen. Zunächst fange ich an, mich selbst zu beobachten. Ich frage mich, ob ich viel, mittel oder wenig Energie zur Verfügung habe. Nach dem Mittagessen geht es den meisten Menschen so, dass Ihr Verdauungssystem so viel Energie verbraucht, dass für das Gehirn wenig übrig bleibt.
    Achten Sie mal darauf, wann Sie wie fit sind. Teilen Sie dann alles in zum Beispiel drei Kategorien ein. Also wie erwähnt: fit, normal, schwach. Es geht also um Ihre ganz persönliche Fitness zu einer bestimmten Tageszeit.
    Außerdem haben Sie verschiedene Lerntools, Bücher, Software, Kurse und so weiter. Teilen Sie diese auch 3 Kategorien ein. Zum passiven Zuhören eines Hörbuches benötigen Sie nicht viel Energie. Auch das Arbeiten mit einem Vokabeltrainer kann in solchen Niedrig-Energie-Phasen geschehen.
    Zum Aktiven mithören bei einem Hörbuch benötigen Sie vermutlich etwas mehr Energie. Auch das Wiederholen von bereits gelernten Lektionen aus einem Buch, einer Sprachlernsoftware und so weiter fordert Ihr Gehirn, allerdings braucht es hierzu nicht die volle Leistung.
    Die maximale Energie benötigen Sie, wenn es darum geht, kreative Dinge zu tun. So sprechen Sie zum Beispiel aktiv mit jemandem in der Fremdsprache, und das womöglich auch noch über ein komplexes Thema. Oder Sie tagträumen, das heißt Sie stellen sich Situationen gedanklich vor, in denen Sie die Sprache sprechen oder hören. Ebenso brauchen Sie viel Energie für neue Lektionen und so weiter und so weiter.
    Jeder hat andere Lerntools und jeder darf selbst entscheiden, wie viel Energie das Arbeiten mit eben diesen Tools fordert. Der Trick ist ganz einfach: Wenn ich meinen Energielevel zu einer bestimmten Tageszeit definiert habe, kann ich mir das entsprechende Tool oder die entsprechende Aufgabe zum Lernen nehmen, das oder die zu dem Level passt.
    Effizienter geht es nicht.
    Viel Spaß beim Hören
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    13 min
  • 054: Einzeltraining
    Wäre es nicht schön, einen Sprachtrainer ständig da zu haben. Er oder sie könnte mir jede Frage beantworten, mich korrigieren, und ich hätte jemanden, mit dem ich mich in der Sprache unterhalten könnte, wann immer ich wollte.
    Ja, das klingt nicht nur teuer, sondern es ist tatsächlich eine Budget-Frage. Und es macht nicht immer Sinn, auch wenn das Budget vorhanden ist. Vermutlich werden viele Sprachlerner auch eine gewisse Zeit für sich allein lernen oder einfach nur Dinge ausprobieren wollen.
    Ein großer Unterschied besteht in der persönlichen Betreung zwischen Einzeltraining und Einzelcoaching. Training bedeutet, dass das Wissen im Kopf des Trainers ist und am Ende des Tages darf eben dieses Wissen im Kopf des Schülers sein. Beim Coaching lernt der Schüler selbst und die Aufgabe des Coaches ist es, ihm zu zeigen, wie er effizienter lernt und wie er auf dem Weg bleibt. Selbst Sprach-Coaching ist nicht immer nur reines Coaching, sondern es bleibt oft nicht aus, dass der Coach auch hin und wieder Traineraufgaben übernimmt.
    Coaching in der Gruppe ist schon recht schwer. Nicht unbedingt für den Schüler, sondern für den Coach. Er führt die Gruppe und jeder Schüler lernt allein. Es gibt also kein Gruppenziel, sondern nur viele individuelle Ziele.
    Je kleiner die Gruppe — und Einzelunterricht ist so etwas wie eine "Einer-Gruppe" — desto kostenintensiver und desto effizienter ist das Lernen. Oft, und vielleicht sogar fast immer, macht es Sinn etwas Geld in Einzelunterricht zu investieren. Vor allem am Anfang ist eine Beratung empfehlenswert.
    Je mehr Fehler ein Sprachlerner am Anfang vermeiden kann, desto effizienter gestaltet sich sein Sprachlernabenteuer.
    Viel Spaß beim Hören
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    12 min
  • 053: Korrigieren und korrigiert werden
    Initiative zeigen, für eine bessere Integration
    Reden wir nicht immer viel von Civilcourage und meckern wir nicht immer wieder über die vielen Ausländer in unseren Landen, die nicht richtig Deutsch sprechen? Ja ja, reden und viel von anderen verlangen. Was kann ich als Einzelner tun, damit die Situation besser wird?
    Vor kurzem habe ich von Tandem-Projekten gehört, bei denen meist Rentner, da diese oft Zeit haben, zu Flüchtlingen aus Syrien gehen, um diesen beim Deutschlernen zu helfen. Das nenne ich mal einen echten Schritt in die richtige Richtung. Ich musste mir im Ausland die Sprachpartner immer selbst suchen. Und ich kann mir gut vorstellen, dass viele der Einwanderer oder Asylbewerber erst einmal auf sich allein gestellt sind und unter sich bleiben. Dass heißt sie finden schnell Kontakt zu Menschen mit ihrer Muttersprache. Dadurch lernen sie natürlich kein Deutsch.
    Bei den Menschen, die gerade in unser Land gekommen sind, niemanden kennen und keine Sprachkenntnisse haben, ist es sicherlich logisch, dass sie gerne jemanden hätten, der ihnen beim Deutschlernen hilft. Auch können dadurch schnell interkulturelle Freundschaften entstehen.
    Was ist aber mit denen, die schon lange hier sind und mit ihren eingeschränkten Sprachkenntnissen seit Jahren im Land leben. Diese Menschen haben vielleicht gar kein oder wenig Interesse daran, mit ihrem Deutsch voranzukommen. Sie haben sich daran gewöhnt, dass sie im Deutschen nicht sattelfest sind und kommunizieren hauptsächlich mit Menschen aus ihrem eigenen Kulturkreis, die auch hier leben und dieselbe Muttersprache haben. Wozu Deutsch lernen also?
    Und auch ganz allgemein gibt es Menschen, die nicht gern korrigiert werden. Immer wenn mich jemand korrigiert, sagt er mir, dass ich etwas falsch gemacht habe. Das ist für einige Menschen so etwas wie ein ständige Kritik. Sprache ist etwas sehr persönliches und wenn jemand das kritisiert oder korrigieren möchte, was doch so tief in meinem Inneren zu mir gehört, dann kostet es schon etwas Überwindung.
    Das geht mir genauso, auch wenn ich Korrekturen für mich schon seit Jahren als Bereicherung definiert habe. Jeder Mensch tickt aber anders, und vermutlich gilt es zunächst herauszufinden, was unser neuer oder alter Mitbürger tatsächlich braucht.
    Viel Spaß beim Hören
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    15 min
  • 052: Die ing-Form ist ein Gefühl
    Sprachgefühl haben. Das ist das, wovon alle reden. Sogar die Lehrer. Und dann bringen Sie uns Grammatik über Grammatik bei. Am Ende sollen wir dann ein Sprachgefühl haben. Und wie soll das bitte funktionieren?
    Wenn ein Sprachgefühl zu haben das Ziel ist, dann würde es doch Sinn machen, dass man uns in der Schule eben dieses Sprachgefühl beibringt, anstatt uns mit Grammatikübungen zu belästigen.
    Und genau darum geht es auch in dieser Episode. Ein Gefühl für die Sprache ist nicht einfach so da oder erscheint uns auf misteriöse Weise, sondern wir bauen es nach und nach auf. Ebenso wie wir andere Gefühle Schritt für Schritt verstärken, so ist es auch mit dem Sprachgefühl.
    Nehmen wir zwei einfache englische Sätze wie zum Beispiel "I walk" und "I am walking". Die Übersetzung ins Deutsche und auch in viele andere Sprachen ist eindeutig, da es die ing-Form zwar im Englischen gibt, diese in anderen Sprache aber nicht unbedingt vorhanden ist. Wie kann ich also zwischen diesen beiden Formen unterscheiden, oder besser gefragt: Wie kann ich das Unterscheiden lernen?
    Genau. Es geht mit einem Gefühl. Englische Muttersprachler spüren oder fühlen, welche Form an welcher Stelle besser passt. Um dieses Gefühl zu lernen brauche ich jemanden, der mir dieses Gefühl vorspielen kann. Eine logische Erklärung hilft mir nicht. Erst wenn ich das Gefühl nachmache und dabei die jeweilige Form verwende, kann ich die grammatikalische Form mit dem Gefühl verankern. Je öfter und je gezielter ich das tue, desto schneller baut sich ein Sprachgefühl in mir auf.
    Liebe Lehrer, zeigt den Kindern die Gefühle hinter der Sprache und sie werden es euch richtig nachmachen. Grammatikalische Regeln lernen sie dabei nicht. Aber mal ehrlich: Können Sie heute noch den Unterschied zwischen Dativ und Akkusativ erklären? Und, was hätten Sie davon, wenn Sie es könnten? Richtig. Nichts. Denn es reicht doch, dass Sie richtige Sätze formen können, nicht wahr?
    Viel Spaß beim Hören
    Der Blogartikel zur Episode
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Im Talentschmied Podcast spreche ich über verschiedenste Fußball Mannschaften . Mal alleine mal mit Gästen. Viel Spaß wünscht euch Lukas .