Talentschmiede

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By Carsten Peters, Dr. Kathrina PetersEducation
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Talentschmiede episodes

  • 051: Die 5 Erfolgsstrategien
    In der Episode 36 haben wir bereits über Regelmäßigkeit gesprochen. Und dass Regelmäßigkeit die wohl wichtigste Voraussetzung ist, damit das Erlernen der Fremdsprache auch zum Ziel führt, nämlich die Sprache fließend zu sprechen. Allerdings gibt es noch 4 weitere Strategien. Es sind also insgesamt 5 im Bunde. Schauen wir mal, wie sie sich voneinander unterscheiden.
    Regelmäßigkeit
    Hier geht es darum, es immer wieder zu tun. Irgendwann entsteht dann ein Automatismus, das heißt das Gehirn weiß gar nicht mehr, warum es die Sprache lernt. Ähnliche Dinge, die wir automatisiert haben, sind Zähneputzen oder das Anschnallen nach dem Einsteigen ins Auto.
    Hier noch einmal der Link zur Episode 036 "Regelmäßigkeit ist die beste Medizin" http://podcast.languageminingcompany.com/36
    Spaß
    Spaß als Motivator funktioniert immer nur solange, wie das Tool oder der Kurs mir immer wieder etwas Neues liefert. Der Spaß kommt also immer von außen (von innen kommt eher so etwas wie Freude).
    Spannung
    Spannung bedeutet, dass ich gern wissen möchte, wie es weiter geht. So etwas kennen wir von Filmen oder Büchern. Auch hier ist der Trigger wieder extern. Wenn der Autor oder der Regisseur also keine gute Arbeit abgeliefert haben oder der Inhalt zu schwer ist, sodass ich gar nicht verstehe, was ich lerne, dann ist es mit der Spannung nicht weit her. Wer mit Büchern oder Filmen lernt, sollte sich diesbezüglich vorher Gedanken machen.
    Spiel
    Spiel und Spaß sind verwandt, allerdings geht es hier um das Prinzip der Computerspiele, die niemals aufhören. So eine Art Super Mario. Und es ist alles unlogisch, denn jetzt ist man im Level 5 im Regelwald und dann im Level 6 in der Großstadt. Einmal wird man mit Bananen beworfen und dann sind es Spinnen oder Monster oder was weiß ich. Warum spielen wir diese Spiele? Genau, wir wollen die Punkte und wir wollen ins nächste Level kommen. www.duolingo.com ist so ein Spiel, mit dem man eine Sprache lernt. Irgendwann — und das geht meist sehr schnell — vergisst man, dass man eine Sprache lernt und konzentriert sich nur noch auf die Punkte.
    Freundschaft
    Mit Freundschaft meine ich die Klassenkameraden oder die Online-Freunde. Ich messe mich mit anderen, ich möchte Anerkennung und ich will dabei sein, der Gruppe angehören. Das hat alles wenig mit Sprachenlernen zu tun, jedoch hilft es ungemein am Ball zu bleiben.
    Viel Spaß beim Hören
    Der Blogartikel zur Episode
    http://podcast.languageminingcompany.com/51
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    16 min
  • 050: Zwei ganz verschiedene Methoden die Aussprache zu lernen
    So ein Akzent kann schon etwas nerven, und manche Menschen sprechen mit so einem starken Akzent, dass man kaum verstehen kann, was sie sagen. Wäre es nicht klasse, wenn man seinen Akzent einfach wegtrainieren könnte?
    Ja, und genau das ist möglich und zwar mit zwei ganz unterschiedlichen Methoden oder vielleicht sind es eher zwei ganz unterschiedliche Vorgehensweisen, nämlich das unbewusste und das bewusste Lernen.
    Kinder lernen die Aussprache durch Nachahmen. Dabei nimmt das Gehirn die auditiven Informationen immer wieder auf und versucht daraufhin, die Sprechwerkzeuge so anzusteuern, dass genau derselbe Ton erzeugt wird, den das Kind wahrgenommen hat. Das klappt natürlich nicht gleich am Anfang und deshalb trainiert das Kind auch solange bis es endlich Erfolg hat.
    Das ist mühsam, und doch ist es für das Kind okay, denn es hat ja viel Zeit. Wir Erwachsenen lernen immer noch die Aussprache auf die gleiche Art und Weise, dabei gibt es inzwischen Möglichkeiten viel schneller zum Ziel zu kommen.
    Am besten übt man die Aussprache, bevor man überhaupt mit dem Erlernen der Fremdsprache beginnt. Mit Unterstützung von Software kann man dann ganz gezielt das üben, womit unser Gehirn am meisten Arbeit hat. In wenigen Stunden kann man dann schon mehr oder weniger akzentfrei sprechen, sofern man richtig angeleitet wird.
    Die zweite Methode oder Vorgehensweise ist das bewusste Lernen. Dabei mache ich mir Gedanken darüber, was in meinem Mund- und Rachenraum passiert, während ich ein Wort ausspreche. Und das alles in Zeitlupe.
    Wenn mir jeder einzelne Schritt klar ist, also wenn ich weiß, wann die Stimmerbänder aktiv werden und wann nicht, wo sich die Zungenspitze genau befindet oder wie viel Luft ich wann herauslasse, dann kann ich auch sehr leicht herausfinden, warum ein türkischer oder ein Berliner Akzent so klingt wie er klingt.
    Hier ist der in der Episode angesprochene Link zur University von Iowa: http://www.uiowa.edu/~acadtech/phonetics/
    Die Kombination aus beiden Techniken, Methoden oder Vorgehensweisen bringt letztendlich den Erfolg.
    Viel Spaß beim Hören
    Der Blogartikel zur Episode
    http://podcast.languageminingcompany.com/50
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    19 min
  • 049: Die 3 größten Kostenfaktoren beim Sprachenlernen
    Alles möglichst günstig und möglichst umsonst und es darf natürlich auch nichts kosten. So stellt sich die Situation für viele dar, die gerne eine Fremdsprache lernen möchten.
    Ganz egal für welche Variante man sich entscheidet, es fallen immer Kosten an. Diese sind manchmal versteckt und manchmal auch ganz offensichtlich. In dieser Episode geht es sowohl um die drei größten Kostenfaktoren beim Sprachenlernen als auch darum, wie man die Kosten in den Griff bekommt und vor allem wie man einen Überblick darüber bekommt.
    1- Fahrtkosten
    Punkt Nummer 1 sind also die Fahrtkosten, das sind die Kosten, die man hat, wenn man zu einem Sprachkurs fährt. Es sind aber auch die Kosten, die auf einen zukommen, wenn man zum Beispiel eine Sprachreise antritt. Viele Menschen denken überhaupt nicht über diese Kosten nach, wenn Sie zum Beispiel mehrmals pro Woche zu einem Sprachkurs fahren. Das kostet dann hier und dort ein Busticket oder etwas Benzin oder auch die Abnutzung der Reifen und so weiter.
    2- Kurskosten
    Die Kurskosten selbst sind meist die Kosten, die jedem sofort ins Auge springen. Ein Kurs kostet Geld und dieser Preis steht dann in der Anzeige der Sprachenschule. Oft kommen hier aber noch die Kosten für Bücher hinzu. Auch wird sich der eine oder andere vielleicht ein Wörterbuch kaufen oder eine Sprachlernsoftware. Und für eine Sprachlernsoftware braucht man dann noch einen Kopfhörer. Nach und nach kommen so also Kosten zusammen, die man gar nicht im Überblick hat, wenn man sich nur auf die einzelnen Kostenfaktoren konzentriert. Auch Sprachkurse braucht man in der Regel mehr als nur einen. Mit der Sprachlernsoftware ist es nicht anders: Auf dem Produkt sollte auf jeden Fall draufstehen, für welche Sprachniveaus es bestimmt ist.
    3- Zeit
    Und dann wäre da noch der Faktor Zeit. Wir gehen davon aus, dass Zeit gleich Geld ist. Mit Zeit ist hier sowohl die Lernzeit gemeint, also die Zeit, die ich brauche, um eine Sprache zu erlernen. Und es geht bei Zeit auch um die Fahrzeit: die Zeit also, die ich benötige um zum Sprachkurs zu fahren und auch um wieder nach Hause zu fahren.
    Wir raten jedem Sprachlerner, eine Excel-Tabelle anzulegen, in der alle Faktoren aufgelistet sind. In der ersten Spalte stehen all die Dinge, die notwendig sind, um die Sprache zu erlernen. Das wären also Dinge wie zum Beispiel die Sprachlernsoftware, der Sprachkurs, die Lehrbücher, der Kopfhörer und so weiter und so weiter.
    In der zweiten Spalte stehen die Preise für diese Dinge. Und in der dritten Spalte trage ich die Zeit ein, die ich dafür benötige. Das ist dann sowohl die Lernzeit als auch die Fahrzeit zum Sprachkurs und weitere Zeiten.
    Am Ende habe ich einen Überblick und kann das Projekt "Fremdsprache" sowohl zeitlich als auch von den Kosten her einschätzen und beurteilen.
    Viel Spaß beim Hören
    Der Blogartikel zur Episode
    http://podcast.languageminingcompany.com/49
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    20 min
  • 048: Die 5 typischten Aussprachefehler im Englischen
    Aussprachefehler — oder sagen wir lieber: die Aussprache mit Verbesserungspotential — gibt es immer irgendwo. Und oft ist der Grund dafür die eigene Muttersprache. So kann man Deutsche schnell an ihrem Akzent erkennen.
    Ein Akzent zeichnet sich durch sehr viele Merkmale aus. Schade ist es, wenn der Akzent die Verständlichkeit verschlechtert. Daher sollte jeder seine wichtigsten Verbesserungspotentiale kennen und an ihnen arbeiten.
    Mir fallen immer wieder dieselben Merkmale auf und um genau diese geht es auch in dieser Episode.
    1 - das TH
    Das TH ist wohl das offensichtlichste Merkmal. Wir haben diesen Laut oder diese Laute nicht. Es gibt zwei davon: das TH mit Stimmbandbegleitung und das TH ohne. Mit Einsatz der Stimmbänder werden Wörter wie the, this oder thesis ausgesprochen. Bei Wörtern wie thunder, Thursday oder thrive usw. brauchen wir die Stimmbänder nicht. Das Wichtigste ist allerdings, dass wir unsere Zunge aus dem Mund strecken, damit der Laut nicht wie ein D oder ein S klingt.
    2 - W und V
    Im Deutschen sprechen wir das W und das V, sofern es in Wörtern vorkommt, die lateinischen Ursprungs sind, gleich aus. Dazu benutzen wir unsere oberen Schneidezähne und unsere Unterlippe. Im Englischen wird das W mit den Lippen (also ohne die Zähne) und das V wie oben beschrieben, also mithilfe der oberen Schneidezähne, ausgesprochen. Das stiftet Verwirrung. Irgendwie scheinen wir zu glauben, dass wir es im Englischen anders machen müssen und scheren beide Laute über einen Kamm. So kann man dann zum Beisipiel nicht mehr zwischen west und vest oder wine und vine unterscheiden.
    3 - das D am Ende
    Im Deutschen sprechen wir ein D am Ende eines Wortes wie ein T aus. Man spricht auch von einem harten Auslaut. Wir schalten unsere Stimmbänder einfach zu früh ab. Im Englischen gibt es viele Wörter mit D am Ende. Bitte immer wie ein D, also mit den Stimmbändern, aussprechen!
    4 - das A, das wie ein E klingt
    Ein A im Deutschen und ein A im Englischen sind zwei verschiedene Laute. Und es ist vor allem kein E. Es ist irgendetwas dazwischen. Bitte mal genau hinhören!
    5 - Das H und das WH am Anfang
    Das H am Anfang des englischen Wortes huge sprechen wir gern wie das J in Juni aus. Falsch ist es nicht unbedingt, und oft ist es regional verschieden, je nach dem mit welchem Muttersprachler man sich unterhält. Auf der sicheren Seite ist man allerdings immer, wenn man das H ausspricht, und zwar in etwa so wie ein ch in ich oder nicht.
    Achtet auf die Aussprache. Die anderen werden es euch danken.
    Viel Spaß beim Hören
    Der Blogartikel zur Episode
    http://podcast.languageminingcompany.com/48
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    19 min
  • 047: Die 10 wichtigsten Punkte, die eine Sprache leicht lernbar machen
    Ja, Sie haben recht. Es macht keinen Sinn. Es ist völlig irrelevant, ob eine Sprache leicht oder nicht so leicht ist. Jede Sprache ist erlernbar, weil sie von Menschen gesprochen wird. Und wenn es Ihr Ziel ist, sich in einer Fremdsprache verständigen zu können, dann lernen Sie eben genau die Sprache Ihrer Wahl und keine andere.
    Dennoch ist es interessant die eine oder andere Information über eine Sprache zu erfahren. So ist zum Beispiel die Grammatik der chinesischen Sprache sehr einfach. Und die türkische oder die russische Grammatik sind komplexer als zum Beispiel die deutsche. Englisch hat viele Wörter aus dem Latein und Polnisch hat viele Ausnahmen, sodass die Regeln Ihnen nicht wirklich viel bringen.
    So könnte man und kann man auch tatsächlich über jede Sprache etwas sagen. Für Sie ist es wichtig, dass Sie wissen, auf was Sie sich einlassen. Chinesisch ist zum Beispiel sehr einfach strukturiert, hat allerdings sehr viele Zeichen, die nur hin und wieder eine Information darüber enthalten, wie das Zeichen ausgesprochen wird. So dürfen Sie sich bei Chinesisch also ein Strategie überlegen oder eine Methode aussuchen, mit der Sie vor allem viele Zeichen schnell lernen können, dazu dürfen Sie beim Lernen darauf achten, dass Sie den auditiven Teil, also die Aussprache, mit der Schriftsprache verknüpfen.
    So große Unterschiede wie zwischen zum Beispiel Englisch und Chinesisch gibt es nicht bei Sprachen, die aus derselben Sprachefamilie stammen wie zum Beispiel Spanisch und Französisch oder Portugiesisch. Und auch hier macht es Sinn, dass Sie sich genau anschauen, wo die Sprachen herkommen und warum sich die eine so und die andere anderes entwickelt hat.
    Es geht also um ein Grundverständnis, kulturelle Hintergründe der Sprache und so weiter. Und Sie können sich vorstellen, dass es Sinn macht, die Strategie und die Methoden sowohl auf Sie, den Sprachlerner, als auch auf die Sprache selbst anzupassen.
    Viel Spaß beim Hören
    Der Blogartikel zur Episode
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    21 min
  • 046: Zeiten mit der Timeline lernen
    Im Deutschen sagen wir Sätze wie "Ich habe letztes Jahr gelacht" oder "Ich fahre nächstes Jahr in die USA". Im Englischen geht das nicht so einfach. Da dürfen wir uns ganz genau an die grammatikalischen Zeiten halten. Doch wie kann ich mir diese leichter merken? Richtig. Mit der Timeline.
    Wir repräsentieren unsere Erfahrungen und Erwartungen auf einer Zeitschiene. Bei den meisten Menschen läuft diese Zeitschiene praktisch durch uns hindurch und wir stehen auf ihr. Wir befinden uns auf dem Punkt der Gegenwart und vor uns (und meist auch eher rechts) liegt die Zukunft. Hinter uns liegt die Vergangenheit.
    Wenn ich also zum Beispiel an das Auto oder das Haus denke, das ich gern hätte und mir in der Zukunft kaufen werde, dann sehe ich dieses Bild vor mir auf der rechten Seite. Okay, das ist bei mir so. Bei Ihnen kann das durchaus anders sein. Versuchen Sie herauszufinden, wo die Bilder sind, die Sie sich vorstellen. Denken Sie an Ihr erstes Auto, Ihr erstes Haus, den Küchentisch Ihrer Oma und so weiter. Wo sind diese Bilder, wie weit sind Sie von Ihrem jetzigen Standpunkt, also von der Gegenwart entfernt und wie weit liegt Ihre Kindheit zurück, wie weit Ihre Jugend und so weiter.
    Je mehr Gedanken Sie sich darüber machen, desto leichter wird es Ihnen fallen, die verschiedenen Ereignisse auf Ihrer ganz persönlichen Timeline mental darzustellen.
    Erzählen Sie zum Beispiel gerade über etwas, das in Ihrer Jugend passierte und Ihre Jugend ist vorbei, Sie sind also "richtig" erwachsen, dann benötigen Sie im Englischen dafür das Simple Past. Und während Sie darüber reden, was in Ihrer Jugend passierte, benutzen Sie zum Beispiel ein Wort wie "davor" und erzählen dann etwas über ein Ereignis in Ihrer Kindheit, dann benötigen Sie das Past Perfect.
    Sie benötigen also zunächst Ihre eigene Timeline und auf dieser Timeline setzen Sie dann die grammatikalischen Zeiten. So können Sie mental alle grammatikalischen Formen der Verben darstellen. Und vor bekommen Ihre Kinder dadurch bessere Noten in oft absurden Grammatikübungen, die in der Schule immer noch üblich sind.
    Viel Spaß beim Hören
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    http://podcast.languageminingcompany.com/46
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    18 min
  • 045: Die 3 Schritte zur richtigen Rechtschreibung
    Rechtschreibung ist visuell. Und haben sie uns nicht früher in der ersten Klasse beigebracht, dass wir ein Wort Buchstabe für Buchstabe, Laut für Laut aussprechen sollen? Und dabei tickt unser Gehirn ganz anders.
    Mehr dazu im Blogartikel zur Episode
    http://podcast.languageminingcompany.com/45
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    23 min
  • 044: Komfortzone und Fremdsprachen
    Ja, das ist der Klassiker: Abo im Fitnessstudio und dann nicht hingehen. Oder an der Theke stehen und einen O-Saft trinken. Genauso ist es bei Fremdsprachen: zum Kurs darf man hingehen und mitmachen, Sprachlernsoftware darf benutzt werden und vor allem darf die Sprache gesprochen und geschrieben werden.
    Viele Menschen möchten eine Fremdsprache gerne fließend sprechen, nur dass es dahin einen Weg gibt, den man gehen darf, das ist dann wieder ein anderes Kapitel. Beim Übergewicht ist es genauso. Es gibt reichlich Bücher, Kurse und so weiter, die den Weg zum Erfolg beschreiben. Gehen wollen ihn die wenigsten.
    Das Delta zwischen jetzt und später darf groß sein. Das heißt wenn jemand nicht den Nutzen sieht, dann wird er das Abenteuer Fremdsprache auch gar nicht ganz und konsequent durchziehen. Es ist immer einfacher, nichts zu tun, also zu Hause zu bleiben, den Kurs abzubrechen und so weiter.
    Wenn ich mich in der Zukunft sehen kann, wie ich die Sprache anwende und mir das sehr große Vorteile bringt — sei es privat oder geschäftlich — dann habe ich ein Ziel, das ich nicht mehr loslassen möchte. Sind es nicht so viele Vorteile, oder anders ausgedrückt, ist das Delta zwischen meinem Leben heute und meinem Leben, in dem ich die Fremdsprache fließend spreche, nicht groß genug, dann sollte ich es besser lassen.
    In dieser Podcast-Episode geht es also um dieses Delta und um den Schweinehund, der nicht will, dass wir vorankommen. Der innere Schweinehund hat die Aufgabe alles beim alten zu lassen, denn das sichert unser Überleben. Der Erfolgstrainer Steve Peters nennt ihn den "inneren Schimpansen", und das gefällt mir auch sehr viel besser. Einen Schweinehund gibt es nicht, einen Schimpansen sehr wohl. Und so kann ich mir das Tier auch besser vorstellen. Steve Peters sagt, geben Sie Ihrem Schimpansen einen Namen.
    Na? Und wie heißt Ihrer? Frohes Sprachenlernen!
    Viel Spaß beim Hören
    Der Blogartikel zur Episode
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    19 min
  • 043: Schlechte Noten in Fremdspachen
    Fremdsprachenunterricht in der Schule heißt noch immer Grammatik, Grammatik, Grammatik. Und es geht um die Note, dass dabei die Fremdsprachenkenntnisse erweitert werden ..., na ja, okay, das könnte ein positiver Nebeneffekt sein.
    Das Schulsystem ist das, an dem sich die Lehrer orientieren. Für Innovation und neues Denken bleibt da nicht viel Spielraum. Maximal wird das System optimiert, wobei es ja vielleicht das System selbst ist, das den Schülern im Wege steht.
    Was nun also tun, wenn die Noten in Fremdsprachen so richtig schlecht sind? Also, meine Noten waren früher auch so richtig im Keller: in Französisch fast immer eine 5 und in Englisch hab ich mich meistens auf einer 4 bis 4- gehalten. Latein hatte ich dann natürlich sofort abgewählt und weitere Fremdsprachen musste ich nicht nehmen. Und doch habe ich die Kurve gekriegt.
    Liebe Eltern, hier ist mein Tipp: Helft euren Kindern, das Schulsystem zu verstehen. Je besser sie das System verstehen, desto eher wissen, was sie tun müssen, um bessere Noten zu bekommen. Richtig: Nicht fürs Leben, sondern für das Schulsystem lernen wir. Dann freuen sich auch die Lehrer.
    Und dann, liebe Eltern, helft euren Kindern zur Regelmäßigkeit, damit sie jeden Tag ein bisschen tun — ganz egal wie viel, Hauptsache ein bisschen und das jeden Tag, immer zur selben Zeit und immer am selben Ort.
    Und außerdem, liebe Eltern, versucht nicht euren Kindern zu erklären, was sie alles mit der Sprache anfangen können und welche Berufschancen sie dann haben und all dieses Erwachsenengelaber, dann kein Kind hören will. Die wissen selbst ganz genau, was sie wollen. Schickt sie ins Ausland, lasst sie Fehler machen. Dämlich vorkommen dürfen sie sich, wenn sie die Sprache nicht können. Der Rest läuft dann von allein.
    In meinen Nachhilfestunden gibt es ganz viel NLP, also Neuro-linguistisches Programmieren. So lernen die Schüler sich dabei zu beobachten, was sie tun, während sie es tun. Und wenn sie dann wissen, wie sie es schaffen Dinge zu vergessen, dann wissen sie auch, was sie beim Lernen verändern dürfen.
    Viel Spaß beim Hören
    Der Blogartikel zur Episode
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    14 min
  • 042 Fremdsprache mit Vollgas
    Viele Menschen glauben, dass man sich beim Lernen überanstrengen kann. Vermutlich glauben diese Menschen, dass Fremdsprachen lernen so etwas wie Sport ist, wo ich meine Muskeln langsam trainieren darf, damit sie langsam wachsen können. Tatsächlich ist es aber so, dass wir unser Gehirn gar nicht überanstrengen können.
    Und so geht es in dieser Episode auch darum, wie viel ein Sprachlerner tun sollte, damit er ein sehr hohes Niveau in der Fremdsprache erreicht. Viel wichtiger als mit Vollgas durchzustarten, ist die Regelmäßigkeit, über die wir ja auch schon in der Episode 36 gesprochen haben. Hier der Link dazu http://podcast.languageminingcompany.com/36
    Wer also regelmäßig mit der Geschwindigkeit lernen kann, mit der er am Anfang gestartet ist, der wird auch langfristig Erfolg haben. In der Ruhe liegt die Kraft und Ruhe hat nichts mit Geschwindigkeit zu tun, sondern mit Besonnenheit. Ein klares Ziel vor Augen und jeden Tag etwas tun ist wichtig, und dieses "Etwas" darf auch gern sehr viel sein.
    Sprachenlernen ist nichts anderes als Gehirnmuskeltraining ohne Verletzungsgefahr. Natürlich kann ich auch beim Sport in kurzer Zeit sehr viel erreichen, und wie bei allen Dingen, gibt es auch ein Leben nach dem Gehirnmuskeltraining. Das Privatleben darf natürlich nicht zu kurz kommen, und wenn ich ein klares Ziel, dann mache ich diesbezüglich auch gern mal Abstriche.
    Am meisten bringt das Lernen, wenn man es mit dem Ziel vor Augen macht und so lange durchzieht, bis das gewünschte Sprachniveau erreicht ist. Und dann gilt es die Sprache anzuwenden, denn das Ziel ist ja nicht das Sprachniveau, sondern dass ich die Sprache dort einsetze, wo ich sie gebrauchen kann. So lese ich dann also Bücher in der Fremdsprache, reise ins Ausland, mache internationale Geschäfte und so weiter. Für jeden bedeutet das Anwenden einer Sprache etwas anderes.
    Viel Spaß beim Hören
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