Mit Janek Panneitz
Wie viel Bequemlichkeit braucht gute Facilitation, oder braucht es das Unbequeme? Und wann kippt „unangenehm“ in entwürdigend?
In dieser Folge ist der Organisationspsychologe Janek Panneitz zu Gast. Er arbeitet mit Neugier an der Entwicklung neuer Methoden, um in der Facilitation Inhalte sowohl über Visualisierungen verständlicher als auch durch Interaktionen und Spielelemente erlebbar zu machen.
Was als Frage nach Störungen und was „unbequem“ wirklich heißt, beginnt, entwickelt sich zu einem Gespräch über die Rolle externer Begleitung, Macht in Gruppen und über die Frage, wann Reibung produktiv ist, wann sie schützt und wer oder was geschützt werden muss. Es geht um die Trennung von Person und Funktion, um Scheitern als Lernfeld und um Grenzen.
Im spielerischen Element wandelt Janek das Spiel „Top Ten“ ab, um unangenehme Situationen in der Facilitation besprechbar zu machen und empathisch einzuordnen. Du kannst mitraten.
Wo du es einsetzen kannst:
im Check-in, als Icebreaker, in Team- und Führungskräfteentwicklung, in Retrospektiven und Lessons-Learned-Runden, in Supervision, …
Wofür das spielerische Element gut ist:
niedrigschwelliger Einstieg in heikle Themen oder Eigenerfahrungen, empathisches Zuhören und Abgleichen, Erzählen „neuer“ Situationen statt der „schlimmsten“, Kreativitätsförderung, Perspektivübernahme, Normalisierung unangenehmer Momente, Trennung von Person und beschriebener Situation, …
Wie du es abwandeln kannst:
die Skala an euer Thema anpassen (z. B. von „leicht“ bis „konfliktreich“), pantomimisch statt verbal spielen, Punkte weglassen oder einführen, in Kleingruppen parallel spielen, an Reflexionsfragen zu Rolle, Macht und psychologische Sicherheit anknüpfen, …
Diese Folge ist für dich, wenn du …
als Facilitator*in, Trainer*in oder Moderator*in mit unangenehmen Situationen umgehst und Dinge aussprechen willst, was intern niemand sagen kann
den Unterschied zwischen unangenehm und entwürdigend schärfen und die Trennung von Person und Funktion anders angehen magst, ohne Menschen vorzuführen
Scheitern als Lernfeld gestalten willst und Machtdynamiken in Gruppen erkennen und ansprechbar machen möchtest
Und du? Wann hast du zuletzt erlebt, dass es zwar unangenehm wurde aber hilfreich war? Teile deine Gedanken gerne in den Kommentaren.
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Mehr zu ihm auf der Website: https://www.thinking-without-boxes.de