Plötzlich wird dir beim Tauchen mulmig. Das Riff verschwindet aus deinem Blickfeld, unter dir ist nur noch Blau – und obwohl du eigentlich ein erfahrener Taucher bist, willst du plötzlich nur noch raus aus dieser Situation. Was passiert da gerade in deinem Kopf?
Genau diese Erfahrung hat ein Zuschauer nach einer der letzten TauchTalk-Folgen in den Kommentaren geteilt. Obwohl er zuvor jahrelang problemlos getaucht war, entwickelte er zunächst an einer Sprungschicht in rund 19 Metern Tiefe und später im offenen Wasser ohne sichtbares Hausriff ein starkes Unwohlsein. Seitdem kann er nicht mehr so unbeschwert tauchen wie zuvor.
In dieser Episode des TauchTalk Podcasts spricht Carolin Staab deshalb erneut mit Tauchpsychologe Harald Ege über Angst und Phobien beim Tauchen – und insbesondere über das sogenannte Blue-Orb-Syndrom. Harald erklärt, warum das Fehlen visueller Bezugspunkte im Blauwasser bei manchen Menschen starke Angst bis hin zu einer Panikattacke auslösen kann.
Du erfährst außerdem, welche weiteren spezifischen Ängste beim Tauchen auftreten können, warum solche Phobien manchmal scheinbar aus dem Nichts entstehen und weshalb es gefährlich sein kann, Angst aus Scham oder Gruppendruck zu ignorieren.
Vor allem aber geht es um die Frage: Was kannst du tun, wenn du dich selbst darin wiedererkennst?
In dieser Episode sprechen wir über:
🌊 Was hinter dem sogenannten Blue-Orb-Syndrom steckt
😰 Warum fehlende Bezugspunkte im offenen Wasser Angst auslösen können
🧠 Was Agoraphobie mit dem Tauchen zu tun hat
👀 Warum Riff, Grund oder andere visuelle Orientierungspunkte so wichtig sein können
⌚ Wie der Tauchcomputer im Freiwasser zum entscheidenden Bezugspunkt wird
🌡️ Was eine Sprungschicht ist und warum sie die Wahrnehmung verändern kann
⚠️ Warum eine Panikattacke unter Wasser gefährlich werden kann
🧠 Was bei Fight-or-Flight im Körper passiert
🐟 Welche unterschiedlichen Phobien beim Tauchen auftreten können
💭 Welche Rolle Erfahrungen und Traumata bei der Entstehung von Ängsten spielen können
🤿 Wie Ausbildung und kontrolliertes Freiwassertauchen helfen können
👨⚕️ Wann professionelle psychologische Unterstützung sinnvoll sein kann
👥 Warum Gruppendruck beim Tauchen gefährlich werden kann
🛑 Warum du jederzeit Nein zu einem Tauchgang sagen darfst
💪 Weshalb Angst ein Warnmechanismus und kein Zeichen von Schwäche ist
🎓 Wie Tauchpsychologie-Kurse dabei helfen können, die eigenen Reaktionen besser zu verstehen
🤿 Sponsor der Folge: Suunto
00:00 – Intro & Vorstellung von Tauchpsychologe Harald Ege
01:07 – Die Zuschauerfrage: Plötzlich Angst beim Tauchen
03:04 – Was ist das Blue-Orb-Syndrom?
05:31 – Warum fehlende Bezugspunkte gefährlich werden können
06:05 – Instrumententauchen im offenen Wasser
07:36 – Was ist eine Sprungschicht?
09:51 – Warum die beiden Angstsituationen zusammenhängen könnten
11:39 – Agoraphobie beim Tauchen
12:09 – Was kann bei einer Panikattacke unter Wasser passieren?
12:20 – Sponsor: Suunto Nautic S
13:13 – Der gefährliche Drang, sofort an die Oberfläche zu kommen
15:18 – Fight or Flight: Wenn rationales Denken aussetzt
15:38 – Warum entwickeln manche Taucher Phobien und andere nicht?
16:02 – Traumata und das Unterbewusstsein
17:20 – Angst vor Haien, Tiefe, Dunkelheit & Co.
18:47 – Was kann der betroffene Taucher jetzt konkret tun?
19:24 – Professionelle Hilfe oder Training im Freiwasser?
20:21 – Warum Gruppendruck beim Tauchen gefährlich ist
22:20 – Angst ist keine Schwäche
23:01 – Panikattacken verstehen und trainieren
24:20 – Warum Tauchpsychologie auch für mehr Sicherheit und Spaß sorgt
25:05 – Was du tun kannst, wenn du dich wiedererkennst
27:22 – Haralds wichtigste Botschaft zum Abschluss
Angst beim Tauchen kann auch dann plötzlich auftreten, wenn du jahrelang völlig problemlos getaucht bist.
Entscheidend ist, sie nicht aus Scham oder falschem Ehrgeiz zu ignorieren. Besonders gefährlich kann es werden, wenn aus Unwohlsein eine Panikattacke entsteht und das rationale Denken durch einen starken Fluchtimpuls ersetzt wird.
Wenn dir also ein Tauchgang Angst macht, darfst du Nein sagen. Wenn du dich im offenen Wasser unwohl fühlst, kannst du gemeinsam mit einem erfahrenen Tauchlehrer gezielt daran arbeiten. Und wenn die Angst tiefer sitzt, kann professionelle Unterstützung der richtige Weg sein.
Denn wie Harald in dieser Folge deutlich macht: Angst einzugestehen ist keine Schwäche. Sie ernst zu nehmen kann dich und deinen Buddy schützen.
🧠 Dr. Harald Ege
Psychologe, Tauchlehrer & PADI-zertifizierter Tauchpsychologe
Hinweis: Diese Website beschäftigt sich mit Mobbing, Psychologie und Konfliktberatung – Dr. Harald Eges langjährigem Fachgebiet als Psychologe.
🤿 Fragen zur Tauchpsychologie oder mentales Coaching für Taucher?
Dann kontaktiere Dr. Harald Ege am besten direkt:
📧 E-Mail: [email protected]
📱 Telefon: +39 349 3983076
✅ Suunto - (https://www.suunto.com/))
Anzeige/Werbung: Diese Folge enthält eine bezahlte Partnerschaft mit Suunto.