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Gast in dieser Folge
Jürgen Wehlend ist seit Januar 2021 kaufmännischer Geschäftsführer bei Dynamo Dresden. Zuvor war er acht Jahre lang Geschäftsführer beim VfL Osnabrück. In der niedersächsischen Stadt hatte Wehlend, der kurz vor dem Fall der Mauer die DDR verlassen hatte, in den 90ern und 2000ern ein regionales Telekommunikationsunternehmen aufgebaut. Seinen Job bei Dynamo bezeichnete der gebürtige Dresdner als Rückkehr zum "Idol meiner Kindheit". In der Debatte um die Ausschreitungen beim Spiel in Bayreuth kürzlich fordert er entschiedenes Handeln von allen Seiten.
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Die Gäste in dieser Folge
Axel Klein, Chef des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Sachsen, sieht seine Branche vor großen, aber nicht unlösbaren Aufgaben. Die Gastronomie habe in der Corona-Pandemie bewiesen, dass sie Krisen durchhalte und mit einem verstärkten Einzug von Digitalisierung immer wandlungsfähiger werde. Dennoch bereiten ihm die hohen Energiepreise aktuell Sorgen. Damit Gastronomen langfristig planen könnten, fordert Klein von der Politik schnell Klarheit bei Preisdeckeln und Wirtschaftshilfen.
Vineeth Surendranath, betreibt in der Dresdner Neustadt das Café Oswaldz und hat 24 Mitarbeiter. Seit der Gründung 2013 hat sich das Lokal sukzessive vergrößert, zuletzt im September mit einer großen Erweiterung. Fortan ist das Café auch ein Frühstücksrestaurant. Das Besondere dabei: Bestellungen erfolgen dort ausschließlich digital. "Das A und O ist die Qualität", beschreibt Surendranath die Philosophie seines Betriebes, bei dem bewusst nicht auf ein klassisches Servicekonzept mit Bedienpersonal gesetzt wird.
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Die Gäste in dieser Folge
Oberschullehrerin Antonia Georgi und Gymnasiallehrer Philipp Hallmann berichten aus ihrem Alltag und erzählen, in welchen Momenten sie den Personalmangel an ihren Schulen spüren. Sie berichten von 50-Stundenwochen, die vor allem in den Anfangsjahren des Lehrerberufs keine Seltenheit seien, und dass Teilzeit oft auch Vollzeit bedeute. Um die zahlenmäßig zu wenigen Lehrer im System besser einsetzen zu können, sehen die beiden in einem stärkerem Einsatz von Sozialpädagogen einen möglichen Lösungsweg.
**Andrea Schawe **ist Politikreporterin bei Sächsische.de. Seit 2016 berichtet sie über sächsische Landespolitik - mit Schwerpunkt Bildungspolitik. Den aktuellen Lehrermangel sieht Schawe als eine Folge der Sparpolitik in den 2000er Jahren. Inzwischen habe sich etwa durch Verbeamtung und Angleichung von Gehältern die Attraktivität des Standorts Sachsen gebessert, jedoch nicht die Lage. Es brauche mehr Anstrengungen, um nun auch im allgegenwärtigen Fachkräftemangel junge Menschen vom Lehrerberuf zu überzeugen.
Michael Woye, Lehrer am Gymnasium Dresden Cotta in den Fächern Geografie und Mathematik. In der Gewerkschaft Erziehung und Wissen GEW ist Woye Personalrat für den Dresdner Schulbezirk. Den aktuellen Zustand bezeichnen er und die GEW als "Bildungsnotstand". Um künftig den Mangel an Lehrkräften zu mildern, fordert Woye unter anderem Nachbesserungen bei der Ausbildung und regt das Einrichten pädagogischer Hochschulen an.
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Die Gäste in dieser Folge
**Nora Miethke **leitet die Wirtschaftsredaktion von Sächsische.de und arbeitet seit 1999 bei der Sächsischen Zeitung. Sie und ihre Kollegen befassen sich intensiv mit dem Technologie- und Wertewandel in der Wirtschaft und Arbeitswelt in Sachsen. Ihre eigenen Schwerpunkte sind dabei die Strukturwandelprozesse in den Kohlerevieren sowie in der Automobilindustrie. Aufgrund der Energiekrise sieht Miethke Sachsen langfristig vor Schwierigkeiten. Weil das Vorhandensein erneuerbarer Energien zunehmend zum ausschlaggebenden Kriterium bei der Ansiedelung großer Unternehmen werde, müsse gerade jetzt auch weiter in die Energiewende investiert werden.
Klaus-Dieter Barbknecht ist seit 2015 Rektor der Bergakademie Freiberg. Zuvor war der Jurist viele Jahre beim international agierenden Gashandelskonzern VNG in Leipzig tätig, zuletzt im Vorstand. Barbknecht gehört außerdem dem Präsidium des Weltenergierates an. In der aktuellen Energiekrise hält Barbknecht ein "Moratorium in der Energielandschaft" für dringend geboten. Es müsse vorbehaltlos analysiert werden, welche Handelsbeziehungen aber auch Technologien nötig seien, damit Deutschland ein Hochtechnologieland bleibe. Er sagt, der Schlüssel liege in der Diversifizierung des Energiemarkts. In der seit 2017 in Deutschland verbotenen Gasfördermethode des unkonventionellen Frackings sieht Barbknecht eine Möglichkeit, den Gasmangel zu lindern. Im Podcast erklärt er außerdem, welche wichtige Rolle dabei die Wissenschaft spielen kann.
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