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Ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes blickt Frau Kolb zurück auf einen Abschied voller Liebe, Nähe und bewusster Entscheidungen. In diesem Gespräch erzählt die ehemalige Palliativpflegerin, wie sie und auch die Söhne ihren Ehemann in seiner letzten Zeit begleitet haben – mit Musik, Ritualen und tiefem Vertrauen. Die beiden waren 44 Jahre lang ein Paar, lebten und arbeiteten eng zusammen, immer wieder auch in Eritrea.
Frau Kolb spricht über die Kraft des Wanderns, über das Erzählen der eigenen Geschichte – und darüber, wie sie sich ihr Leben Stück für Stück zurückerobert. Mit großer Offenheit teilt sie, was sie über das Sterben, das Weiterleben und die Bedeutung von Gemeinschaft gelernt hat.
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In dieser Folge spricht Heiner mit Bianca über den Verlust ihres Sohnes Fabian, der sich mit 16 suizidierte.Ein Jahr nach seinem Tod teilt sie ihre Gedanken und Erfahrungen: von der Bedeutung der viertägigen Aufbahrung, bei der Freunde und Familie den Sarg bemalten und gemeinsam Abschied nehmen konnten, über die Trauerfeier in der von Fabian geliebten Boulderhalle bis hin zu ihrer persönlichen Verarbeitung. Bianca erzählt, wie sie lernte, Abschied zu nehmen, die Trauer anzunehmen und mit ihr zu leben. Sie spricht offen über Suizid und den Mut, den eigenen Weg im Umgang mit Verlust zu finden. Ein Gespräch über Liebe, Loslassen und die Stärke, das Leben trotz des Verlustes eines geliebten Menschen lebenswert zu gestalten.
Bianca wünscht sich, dass mehr Menschen lernen, offen über Themen wie Suizid und Trauer zu sprechen, ihren eigenen Weg im Umgang damit zu finden und sich dafür nicht rechtfertigen zu müssen.
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Vor einem Jahr erfährt Fr. Treptow von dem plötzlichen Tod ihrer Freundin. Die einzigen Verwandten ihrer Freundin können sich nicht kümmern oder leben in Argentinien und so übernimmt Sie die Initiative und kommt damals mit der Frage zu uns „Was muss ich tun?“.
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Doreen Jenning spricht mit Heiner Schomburg über den Tod ihrer Mutter im Sommer 2023. Begleitet wurde Frau Jenning damals von der Auszubildenen des trauerraum, Chiara Abis. Für Frau Jenning war es sehr passend, dass eine Frau die Bestattung ihrer Mutter durchführte, da diese viele Jahre ohne Mann an ihrer Seite gelebt hatte.
Nach intensiven Gesprächen am Sterbebett konnte Frau Jenning die letzten Atemzüge ihrer Mutter auf Video aufnehmen, was für sie heute eine wichtige Erinnerung ist. Sie hat ihre Mutter auf dem letzten Weg intensiv begleitet und rät auch anderen Menschen, im Sterbeprozess nicht sprachlos zu bleiben, sondern in den Austausch zu gehen.
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Myrja Bialinska hat uns kontaktiert, um von zwei Todesfällen und ihrem Umgang damit zu erzählen: dem Tod ihres Mannes 2018 nach einer Krankheit und dem Tod ihres Sohnes nach einem Unfall 2023. Wenn jemand stirbt, dann „ändert sich alles, man landet in einem luftleeren Raum“, sagt sie. Sie kann die Schicksalsschläge aber auch als Chance begreifen. Die Trauerfeiern, das Grab, zahlreiche Erinnerungsgegenstände und wie sie selbst bestattet wird – das alles ist ihr nicht wichtig. Myria geht es mehr darum, welche Erfahrung eine Seele im Leben machen möchte. Myrja bietet heute selbst Begleitung im Krankheits- und Todesfall an.
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Im Herbst 2022 haben wir Tanja begleitet, nachdem ihr Freund nach einer Krebserkrankung mit Mitte 40 verstorben ist. Gemeinsam mit Lisa lässt Tanja die Stunden, Tage und Wochen nach seinem Tod noch einmal Revue passieren und erinnert sich dabei an den Moment, in dem sie erkannt hat, dass er tot ist, an die Abholung und den Spagat zwischen traditionellen Ritualen und unkonventionellen Impulsen. Sie war nicht nur gemeinsam mit der Mutter ihres Freundes bei der Einäscherung dabei, sondern hat auch bei der Abschiedsfeier selbst gesprochen. Durch seinen Tod nimmt Sie sich jetzt viel mehr Zeit für schöne Dinge.
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Herr Waalkes nimmt uns mit in die Zeit, in der seine Mutter 2021 verstarb. Das Gespräch zwischen ihm und Heiner Schomburg ist besonders, da die beiden sich zuvor noch nicht begegnet sind, denn die Bestattung führte ein anderes Unternehmen durch. Herr Waalkes hat sich proaktiv an uns gewandt, um von seinen Erlebnissen zu erzählen.
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2023 haben wir Frau Lohmann kennengelernt, deren Mutter mit 99 Jahren in Bremen verstorben ist. Die beiden Frauen hatten zu Lebzeiten der Mutter besprochen, dass eine Reerdigung ihren christlichen und menschlichen Vorstellungen entspricht. Die Umwandlung des Körpers in Erde fand nach dem Tod der Mutter in Mölln (Schleswig-Holstein) statt. Diese 40 Tage waren für Frau Lohmann und ihre gesamte Familie ein beruhigender und sehr aktiver Prozess. Enttäuscht sind sie darüber, dass die Verstorbene nicht in Bremen beigesetzt werden durfte – aber sie haben einen passenden Friedhof für die letzte Ruhe gefunden. Zum Abschied hat die Familie mit Farbe ihre Handabdrücke auf dem Leinentuch verewigt, in dem die neue Erde in dem Friedhofsboden beigesetzt wurde. Besonders freut sich Frau Lohmann über die Fruchtbarkeit der Erde: die Rosen, die sie auf das Grab gepflanzt hat, sind riesengroß geworden.
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Pascal ist 2023 gerade 22 Jahre alt, als innerhalb kürzester Zeit zuerst sein Hund und dann sein Stiefvater und seine Mutter versterben. Um die Bestattung hat sich ein anderes Bestattungsunternehmen gekümmert, aber Pascal hat sich an uns gewandt, weil er seine Geschichte erzählen möchte.
Bei dem Trauergespräch nach dem Tod des Stiefvaters ist Pascal noch mit seiner Mutter gemeinsam, aber sie erlebt die Trauerfeier nicht mehr, da sie selber kaum zwei Wochen später stirbt. Mit diesem mehrfachen Verlust umzugehen, die Abschiede zu organisieren und sich um die demente Oma zu kümmern – das ist „eigentlich zu viel für einen Menschen“, sagt er selber.
Mit der Begleitung durch das Beerdigungsinstitut ist Pascal im Nachhinein unzufrieden; ihm wurde dort wenig Zeit gegeben und es wurden wenige Möglichkeiten aufgezeigt. Pascal sieht aber einen kleinen Lichtblick in seiner herausfordernden Situation: Im Sommer wird er selber Vater.
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Peggy hat Ende 2022 ihre Schwiegermutter und ein paar Wochen später ihren Ehemann in den Tod begleitet. Peggy glaubt, dass ihre Schwiegermutter noch nicht verstorben wäre, wenn der eigene Sohn nicht so schwer erkrankt wäre – ganz so, als hätte sie den Weg für ihn freigemacht, um die Gesetze der Natur, die richtige Reihenfolge, einzuhalten.
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