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Episode 6 Jockel Weichert - Piefke in der Austro-Diaspora
Jockel Weichert lebt schon seit zwei Jahrzehnten in Wien, die Stadt sei damals „ziemlich abgefuckt“ und „Tor zum Osten“ gewesen. Eigentlich ist der frühere Musikmanager ein „Piefke“. Weil er sich nicht mehr schämen wollte, der deutschen Fußball-Elf die Daumen zu drücken, gründete er die „Piefke-Connection“. Ein Deutscher in der Austro-Diaspora... dRt0s32pAbnaZTudabXp
Eigentlich ist Christoph Baumgarten Steirer, lebt aber schon lange in Ottakring. Im Jugo-Grätzel kennt er sich aus, den albanisch-serbisch-bosnischen Sound des 16. Bezirks liebt er, Balkanstories schreibt er in seinem gleichnamigen Blog auf. Als Freidenker legte er sich mit der katholischen Kirche an, schrieb über die Geldschatullen der Religionsgemeinschaft ein Buch, er müsse da aber „biographisch nichts abarbeiten“. Der Wiener ist für ihn vor allem eins: „extrem widersprüchlich“.
Peter Steinbach ist so, wie man sich einen Wiener aus dem Arbeiterbezirk Favoriten vorstellt: Kernig, bodenständig, mit Augenzwinkern, seine Vita ein buntes Potpourri. Früher war er mal Polizeihundeführer. Bis heute liebt er Hunde und Harley. Und damit ihm in der Pension nicht fad wird, schreibt er historische Bücher über seine Heimatstadt und deren historische Kriminalfälle, den Wiener Blue(s) singt er schon lange….
Copyright Musik: Wiener Blue(s), mit freundlicher Genehmigung von Peter Steinbach.
http://www.wiener-blues.at
Nedad Memić - der Kulturmuslim aus der Brigittenau
Nedad Memić ist in Sarajevo geboren, hat die Belagerung der Stadt hautnah erlebt. In der Schule galt er als Streber, erzählt der Germanist, der über Balkandeutsch promoviert hat. Als Chefredakteur des Magazins "Kosmo" hat er die zweisprachige Brücke zwischen Wiener Balkan-Community und "unten" geschlagen. Wien sei die "letzte Hauptstadt Jugoslawiens", meint er, und "Tschusch" längst kein Schimpfwort mehr.
In Kjustendil ist sie geboren, in Sofia hat Adriana Galabova Tibetisch und Kunst studiert. Angekommen in Wien hat die Bulgarin geputzt, das Kind einer Prostituierten gehütet, Deckengemälde restauriert, einen Törtchenpavillon geleitet - und sie hat sich einen Traum erfüllt: Ein eigenes Atelier im 14.Bezirk. Schon längst hat sie den rot-weiß-roten Pass. "Wien ist meine Heimat", sagt die Neo-Österreicherin.
https://www.adselini.net
Michael Eipeldauer ist eigentlich Goldschmied. Aber er liebt Gitarren. Er restauriert sie. Er spielt sie. Er verkauft sie. Sein Credo: „Die größte Sünde ist, ein Instrument nicht zu spielen“.
https://www.facebook.com/eipeldauermichael/
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