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Wie schützt das Grundgesetz die Art, wie wir leben? Für Susanne Baer ist das keine abstrakte juristische Frage: Grundrechte schützen Menschen auch dann, wenn ihre Lebensweise, ihre Überzeugungen oder ihre Situation sie zur Minderheit machen. In dieser Folge von Über den Tag hinaus spricht Imme Scholz mit der ehemaligen Bundesverfassungsrichterin darüber, wie dieser Schutz in der Praxis funktioniert – und wie am Bundesverfassungsgericht um Entscheidungen gerungen wird.
Wie kommen acht unterschiedliche Richter*innen auch bei großen Kontroversen zu einem Konsens? Welche Rolle spielen unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven? Und wie geht ein Gericht mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und umkämpften Wahrheiten um? Susanne Baer gibt Einblicke in die Arbeitsweise des Bundesverfassungsgerichts und erklärt, warum Verfassungsrecht nicht mit persönlichen politischen Überzeugungen verwechselt werden darf.
Anhand von Klimaschutz, Migration und Diskriminierung wird deutlich, wie konkret diese Fragen werden können. Welche Rechte haben künftige Generationen? Wie weit reicht die Verantwortung des Staates gegenüber Geflüchteten? Und was bedeutet Gleichheit, wenn Menschen unter sehr unterschiedlichen Voraussetzungen leben? Dabei geht es auch um das Verhältnis von individueller Freiheit und Gemeinwohl – und um Baers Gedanken, dass das Grundgesetz auf eine Art auch eine „feministische Verfassung“ ist.
Ein Gespräch über das Ringen um Konsens, die Bedeutung unterschiedlicher Perspektiven und darüber, was das Grundgesetz ganz konkret mit unserem Leben zu tun hat.
Host: Imme Scholz, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung
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Susanne Baer beim Bundesverfassungsgericht
Rote Linien. Wie das Bundesverfassungsgericht die Demokratie schützt – Bundeszentrale für politische Bildung
Das Bundesverfassungsgericht
Das Grundgesetz
(00:00) Warum das Grundgesetz für alle da ist
Credits: Foto Susanne Baer: Petra Rickert, Bearbeitung: hbs, alle Rechte vorbehalten.
Was bedeutet es, wenn die Welt nicht mehr vom Westen dominiert wird – ohne dass der Westen deshalb einfach verschwindet? In dieser Folge von Über den Tag hinaus spricht Imme Scholz mit dem Politikwissenschaftler Daniel Marwecki über sein Buch Die Welt nach dem Westen und über die Neuordnung der Macht im 21. Jahrhundert.
Ausgehend von seinen Erfahrungen in Hongkong geht es um den rasanten Wandel in Asien, um Chinas Zukunftserzählung, um Europas Verlust an Selbstgewissheit und um die Frage, warum der Westen seinen relativen Abstieg endlich realistischer begreifen muss. Daniel Marwecki plädiert dafür, diesen Wandel weder nostalgisch noch panisch zu deuten, sondern politisch produktiv zu machen: nicht als Untergangserzählung, sondern als Aufforderung, neue Formen von Kooperation, Wohlstand und demokratischer Selbstbehauptung zu entwickeln.
Außerdem geht es um Trump, Rubio und die imperiale Versuchung des Westens, um die Bedeutung der Vereinten Nationen, um neue Handlungsspielräume des globalen Südens und um die Frage, wie Europa in einer unübersichtlichen Welt handlungsfähig bleiben kann – nicht durch Rückzug, sondern durch klügere Partnerschaften, Dekarbonisierung, institutionelle Reformen und ein glaubwürdiges eigenes Zukunftsprogramm.
Host: Imme Scholz, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung
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• VIDEO: Daniel Marwecki bei der Heinrich-Böll-Stiftung Veranstaltung Books That Matter – Die Welt nach dem Westen
• Daniel Marwecki an der University of Hong Kong
• Die Welt nach dem Westen – Buch beim Ch. Links Verlag
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(00:00) Einstieg: Macht, Gewalt und westliche Dominanz
Credits:
Europa muss sich verteidigen können – militärisch, politisch und gesellschaftlich. In dieser Folge von Über den Tag hinaus sprechen Imme Scholz und Jan Philipp Albrecht mit der Politikwissenschaftlerin und Sicherheitsexpertin Jana Puglierin darüber, was Verteidigungsfähigkeit heute eigentlich bedeutet und warum sie weit mehr ist als nur Aufrüstung.
Im Zentrum des Gesprächs stehen die Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, die schwindende Verlässlichkeit der USA und die Frage, welche Verantwortung Deutschland in Europa übernehmen muss. Jana Puglierin erklärt, warum Abschreckung und Verteidigungsfähigkeit keine aggressiven Konzepte sein müssen, sondern Reaktionen auf eine veränderte sicherheitspolitische Realität.
Außerdem geht es um die Europäisierung der NATO, das schwierige Thema nukleare Abschreckung und um Europas Partnerschaften in einer neuen Weltordnung: Welche Signale sendet Europa, wenn Verteidigungsausgaben steigen und gleichzeitig Mittel für zivile Krisenprävention und internationale Kooperation schrumpfen?
Ein Gespräch über Sicherheit im Umbruch, strategische Verantwortung und die Frage, wie Europa in einer unsicheren Welt handlungsfähig bleiben kann.
Hosts: Jan Philipp Albrecht und Imme Scholz, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung
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• Jana Puglierin beim European Council on Foreign Relations
• Wer verteidigt Europa? Die neuen Kriegsgefahren und was wir tun müssen, um uns zu schützen
• Mind the Deterrence Gap: Assessing Europe’s Nuclear Options — European Nuclear Study Group, mit u. a. Tobias Bunde und Claudia Major.
• Russia’s Nuclear Signaling in the War Against Ukraine — SWP / Peace Research Center Prague, von Liviu Horovitz und Michal Smetana.
(00:00) Intro
Credits:
Digitale Gewalt ist kein Randphänomen – sondern ein strukturelles Problem, das unsere Demokratie herausfordert. In dieser Folge sprechen Imme Scholz und Jan Philipp Albrecht mit der Juristin und HateAid-Co-Geschäftsführerin Josephine Ballon über sexualisierte Deepfakes und Hass im Netz.
Es geht es um strafrechtliche Lücken, schleppende Rechtsdurchsetzung und die Frage, warum digitale Gewalt noch immer zu oft als Randphänomen behandelt wird. Josephine Ballon beschreibt, wie sehr insbesondere Frauen von digitaler Gewalt betroffen sind, warum neue technische Möglichkeiten alte antifeministische Muster verschärfen und weshalb es nicht reicht, nur auf individuelle Meldungen und Löschungen zu setzen.
Hosts: Jan Philipp Albrecht und Imme Scholz, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung
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HateAid | Infos und Hilfe bei digitaler Gewalt von HateAid
Digital Services Act der EU
Credits: Foto: © Sven Serkis, Bearbeitung: hbs.
Wie inklusiv ist Deutschland eigentlich wirklich?
In dieser Folge „Über den Tag hinaus“ spricht Imme Scholz mit Simone Fischer, seit Februar neu im Bundestag und Sprecherin für Pflegepolitik der Grünen.
Und wir sprechen über ein Thema, das uns alle betrifft – wenn nicht heute, dann vielleicht bald: Pflege.
Ein persönliches, politisches und überraschend hoffnungsvolles Gespräch über Sichtbarkeit, Würde – und darüber, wie eine Gesellschaft aussehen kann, die niemanden zurücklässt.
Ein Podcast mit:
Weiterführende Links:
Simone Fischer Webseite
Simone Fischer Instagram
Der Beitrag vom ZDF Mittagsmagazin-Mensch über Simone Fischer zeigt sowohl ihren Einsatz für Inklusion und Pflegeals auch nochmal ihren Alltag im Bundestag als kleinwüchsige Person
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Credits: Foto: © Blu Dolci, Bearbeitung: hbs.
Was passiert mit unseren Vorstellungen von Gerechtigkeit und Moral, wenn Digitalisierung und KI unsere Gesellschaft so grundlegend verändern? Wie gelingt es Europa, sich auf seine gemeinsamen Werte zu verständigen wenn die Perspektiven immer stärker auseinanderdriften?
Jan Philipp Albrecht spricht mit Markus Gabriel, Philosoph, Autor und Professor, über die Rolle von Moral in einer polarisierten Gesellschaft, über blinde Flecken in der deutschen Wahrnehmung der Welt, über das Spannungsverhältnis zwischen „gerechter“ Regulierung und dem Idealbild mündiger Bürger*innen und darüber, warum er für ein Kinderwahlrecht plädiert.
Ein Podcast mit:
Weiterführende Links:
Markus Gabriels Webseite
Markus Gabriel bei Jung & Naiv zu Moral, Verschwörungstheorien und Kapitalismus
Beitrag von Jan Philipp Albrecht zu „Sicherheit ist, was Freiheit und Selbstbestimmung für alle schafft“
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Credits: Foto: © Stefan Kaminski, Bearbeitung: hbs.
Wie kann Demokratie gelernt und gelebt werden – gerade in Zeiten von Polarisierung, digitalen Aufmerksamkeitsökonomien und gesellschaftlicher Unsicherheit? In dieser Folge von „Über den Tag hinaus“ spricht Jan Philipp Albrecht mit Marina Weisband über ihre Erfahrungen und Überzeugungen. Es geht darum, warum Kinder und Jugendliche früh lernen sollten, dass ihre Stimme zählt, welche Rolle Schule, Eltern und digitale Räume dabei spielen und wieso Lobbyismus und politische Strukturen mehr Beteiligung von Bürger*innen brauchen.
Marina Weisband erzählt außerdem, was wir von Krankheit, Behinderung und Krisenerfahrungen über den Wert des Menschseins jenseits des Leistungsprinzips lernen können – und wie sie trotz düsterer Aussichten an der Hoffnung festhält.
Ein Podcast mit:
• Marina Weisband, Diplom-Psychologin, Publizistin, Beteiligungspädagogin, Projektleiterin von Aula
• Jan Philipp Albrecht, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
• Dr. Imme Scholz, Vorständin der Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Weiterführende Links:
• „Über den Tag hinaus“ abonnieren
• Marina Weisbands Website
• Projekt Aula – Digitale Beteiligung in Schulen
• Infos zu ME/CFS bei der Deutschen Gesellschaft für ME/CFS
Credits: Foto: © Dominik Butzmann, Bearbeitung: hbs.
Warum geraten demokratische Institutionen unter Druck – und was sagt das über uns als Gesellschaft aus? In dieser Folge sprechen Imme Scholz und Jan Philipp Albrecht mit dem Juristen, Autor und Journalisten Ronen Steinke über die brennenden Fragen unserer Zeit: von der drohenden Erosion rechtsstaatlicher Prinzipien bis zur juristischen (Un-)Gleichbehandlung internationaler Konflikte.
Steinke macht deutlich: Das Recht ist ein Instrument der Gestaltung – und der Abgrenzung. Wer es nutzt, wem es dient und wo es versagt, sagt viel über den Zustand unserer Demokratie aus.
Ein Podcast mit:
• Dr. Ronen Steinke, Jurist, Journalist und Autor
• Dr. Imme Scholz, Vorständin der Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
• Jan Philipp Albrecht, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Weiterführende Links:
• "Über den Tag hinaus" abonnieren
• Podcast böll.fokus „Stärke des Rechts oder Recht des Stärkeren? Die Zukunft des Völkerrechts“
• Imme Scholz‘ Kolumne „Die Trümmer Gazas, die Trümmer des Völkerrechts“
• Ronen Steinkes Artikel und Analysen in der SZ
• Ronen Steinke zum Fall Brosius-Gersdorf
• Ronen Steinke zum Thema Gaza
• Ronen Steinkes Podcast „Ist das gerecht?“
• Website von Ronen Steinke
Credits: Foto: Tobias Kruse/Ostkreuz, alle Rechte vorbehalten, Bearbeitung: hbs.
Seit Mai 2025 regiert in Deutschland (wieder einmal) eine Große Koalition unter Führung der CDU. Nicht mehr auf der Regierungsbank: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, die nach einer Regierungsbeteiligung in der historisch unpopulären Ampel-Regierung wieder die harte Oppositionsbank drücken. Dass die kommenden Jahre durchaus Potential dafür bieten, verlorengegangene Glaubwürdigkeit wieder zu gewinnen, argumentiert die ehemalige Grünen-Parteivorsitzende Ricarda Lang im Gespräch mit Imme Scholz und Jan Philipp Albrecht.
Können die Grünen glaubhaft dafür eintreten, dass die anstehende Transformation nicht zu Lasten von Normal- und Geringverdienenden geht? Können progressive Kräfte die Verzichtserzählung hinter sich lassen und tatsächlich breite Teile der Gesellschaft für eine Vision gewinnen, die nicht von Mangel für die meisten und Überfluss für die wenigen geprägt ist? Und wenn man weder durch beschwichtigen, noch totschweigen Mehrheiten für Veränderung gewinnt – wie kommen Progressive dann wieder in die Vorderhand? Um dies und noch viel mehr geht es in der aktuellen Episode von „Über den Tag hinaus“.
Ein Podcast mit:
• Ricarda Lang, MdB, ehemalige Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
• Dr. Imme Scholz, Vorständin der Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
• Jan Philipp Albrecht, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Weiterführende Links:
Auf Apple Podcasts anhören
Auf Spotify anhören
Ricarda Langs Abschiedsrede auf der 50. BDK in Wiesbaden
Die Grünen nach der Wahl: Die Chance für einen Neuaufbruch nutzen!
Nach Trump-Schock: Deutschland und Europa müssen globale Kooperation neu denken
Andreas Reckwitz: Verlust. Ein Grundproblem der Moderne I Zeitdiagnostische Interventionen #1
Foto: Elias Keilhauer, alle Rechte vorbehalten, Bearbeitung: hbs.
Die aktuellen Herausforderungen für die deutsche Industrie sind enorm – Energiewende, Digitalisierung und Wettbewerbsfähigkeit im globalen Kontext. Welche Verantwortung tragen Wirtschaft und Politik, um Raum für Innovation zu schaffen? Was wurde bisher verschleppt? Wie begegnet der Industriestandort Europa einer zweiten Trump-Präsidentschaft und einem starken China? Wie gehen wir mit dem steigenden Bedarf nach kritischen Rohstoffen um? Und wie kann man es schaffen, dass der anstehenden Transformation nicht mit Angst, sondern mit Optimismus begegnet wird?
In dieser Episode von "Über den Tag hinaus" diskutieren Imme Scholz und Jan Philipp Albrecht über dies und noch viel mehr mit Martina Merz, ehemalige Vorstandsvorsitzende von ThyssenKrupp und heute im Vorstand des Bergbaukonzerns Rio Tinto.
Ein Podcast mit:
· Martina Merz, ehemalige Vorstandsvorsitzende der ThyssenKrupp AG und Expertin für Transformationsprozesse in der deutschen Industrie
· Dr. Imme Scholz, Vorständin der Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
· Jan Philipp Albrecht, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Weiterführende Links:
· Dossier der Heinrich Böll Stiftung: Kritische Rohstoffe in Südosteuropa
· Hintergrund der Heinrich Böll Stiftung: Das falsche Versprechen vom "verantwortungsvollen Bergbau"
· Wirtschaftsatlas der Heinrich Böll Stiftung
Credits: Foto: Stephanie Trenz, alle Rechte vorbehalten, Bearbeitung: hbs.
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