ungefiltert - der authentische Sales Podcast für alle, die Vertrieb leben.

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By Ailyn Arnold, Bjoern Andres, Patrick MinssenBusinessCareersManagement
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ungefiltert - der authentische Sales Podcast für alle, die Vertrieb leben. episodes

  • Führungsstimmen: Die große Auswertung – Was Männer und Frauen wirklich unterscheidet

    Acht Interviews, fünf identische Fragen, ein gemeinsamer Nenner: Vertrauen. In dieser Auswertungsfolge ziehen Björn und Ailyn Bilanz über die komplette Führungsstimmen-Serie – vier männliche und vier weibliche Führungskräfte aus dem Sales-Umfeld, die offen über ihren Führungsalltag gesprochen haben. Mit dem klaren Disclaimer vorweg: Acht Stimmen sind keine Studie. Aber die Tendenzen, die sich über alle Gespräche hinweg zeigen, sind zu klar, um sie zu ignorieren.

    Frage 1 – Was bedeutet Führung für dich heute ganz persönlich? Gemeinsamkeit: Alle acht sind sich einig, dass die beste Fachkraft nicht automatisch die beste Führungskraft ist. Menschlichkeit und Vertrauen werden von allen als Grundvoraussetzung genannt. Unterschied: Männer definieren Führung eher strukturiert und systemisch (Säulen, Blocker, Barrierenabbau). Frauen betonen die emotionale, begleitende Komponente – und der Begriff „Mut" taucht ausschließlich in den Frauen-Interviews auf.

    Frage 2 – Wann hast du zuletzt einen Fehler gemacht und wie bist du damit umgegangen? Gemeinsamkeit: Alle acht kommunizieren Fehler offen, schnell und ohne Ausreden. Unterschied: Männer beschreiben operative, systemische Fehler (Prozesse, CRM, Zahlen). Frauen beschreiben Fehler bei Personalentscheidungen und emotionalen Situationen – und verarbeiten sie sichtbar intensiver.

    Frage 3 – Was fällt dir am schwersten loszulassen und warum? Gemeinsamkeit: Alle acht nennen Loslassen als eine der zentralen Führungsherausforderungen. Unterschied: Männer lassen operative Aufgaben und Kontrolle über Prozesse/Ergebnisse schwer los. Frauen kämpfen eher mit inneren Maßstäben – Perfektionismus, Tempo, Selbstvergleich.

    Frage 4 – Was hast du von deinem Team gelernt, das du vorher nicht verstanden hast? Gemeinsamkeit: Alle betonen Bottom-up-Lernen als echte Führungsaufgabe und erkennen die Grenzen der eigenen Perspektive an. Unterschied: Männer lernen eher konkrete Methoden und Techniken. Frauen lernen eher, eigene Erwartungen und Maßstäbe zu relativieren – ein Punkt, an dem Björn im Gespräch bewusst nachhakt und die Frage nach dem „Warum" stellt.

    Frage 5 – Unternehmenskultur ist eine tägliche Entscheidung. Welche triffst du immer wieder bewusst? Gemeinsamkeit: Alle lehnen "Werte an die Wand" ohne gelebte Praxis ab. Unterschied: Männer denken eher systemisch (Messbarkeit, Beispielhaftigkeit, Verlässlichkeit). Frauen setzen auf beziehungsorientierte Kultur (Vertrauen, Loyalität, Kundennähe, Offenheit).

    Die fünf großen Erkenntnisse der Serie

    Vertrauen ist der gemeinsame Nenner – kein anderes Wort taucht in allen acht Gesprächen so präsent auf.

    Der überraschendste Unterschied: Männer lassen operative Kontrolle los, Frauen lassen innere Maßstäbe los – dieselbe Herausforderung, zwei völlig unterschiedliche Orte.
    Alle acht sprechen offen über eigene Fehler, aber die Art der Fehler unterscheidet sich deutlich zwischen operativ und personell/emotional.
    Durch die Bank bestätigt: Die beste Fachkraft ist nicht automatisch die beste Führungskraft.
    Überraschung in beide Richtungen: Männer zeigten mehr Verletzlichkeit als erwartet, Frauen mehr Härte und Konsequenz als erwartet.

    Die drei prägnantesten Zitate der Serie „Sei einfach ein guter Mensch." – Michael Larche „Ich hätte nein sagen können, aber ich bin gar nicht auf die Idee gekommen." – Olimpia Hordynski „Die beste Führungskraft ist die, die gehen kann." – Sandra Laschow

    Zum Schluss diskutieren Björn und Ailyn, warum Frauen eher lernen, ihre Erwartungen zurückzuschrauben, und ob das an sozialisierten Mustern liegt, die sich nicht per Quote auflösen lassen. Und: Warum die beste Führungskraft nicht die ist, die am lautesten managt, sondern die, die Menschen wirklich führt.

    Ein herzliches Dankeschön an alle acht Gäste der Serie: Sandra Laschow, Olimpia Hordynski, Juliane Gerth, Karolin Voß, Ben Bauer, Michael Larche, Till Brendel und Robin Stabenow.

    Kapitelmarken (ca., aus dem Gespräch abgeleitet)

    00:00 – Intro
    00:53 – Rückblick auf die Serie & Dank an die acht Gäste
    02:14 – Frage 1: Was bedeutet Führung persönlich?
    07:27 – Frage 2: Umgang mit eigenen Fehlern
    13:29 – Frage 3: Was fällt am schwersten loszulassen?
    20:01 – Frage 4: Was habt ihr vom Team gelernt?
    27:54 – Frage 5: Unternehmenskultur als tägliche Entscheidung
    30:54 – Die fünf großen Erkenntnisse der Serie
    33:22 – Die drei prägnantesten Zitate
    35:34 – Ausblick auf die letzte Folge der Serie
    35:50 – Persönliches Fazit: Björns und Ailyns größtes Learning
    37:41 – Verabschiedung & Dank

    39 min
  • Führung im Vergleich: Männerstimmen Folge #4

    Robin Stabenow ist kein klassischer Sales Leader. Er ist der Mann, den man ruft, wenn es brennt – Sanierungen, Insolvenzen, Restrukturierungen in Unternehmen zwischen 50 und 500 Mitarbeitern. In den letzten Jahren war er unter anderem bei Hire, Mobile Jobs und Hey Jobs unterwegs. Und weil er immer wieder von innen sieht, warum Unternehmen scheitern, hat er einen sehr klaren Blick darauf, was Führung wirklich ausmacht – und was sie zerstört.

    In der vierten Männerstimme bringt er Perspektiven mit, die sich von allen bisherigen Gästen deutlich unterscheiden. Direkter. Kantiger. Aus der Praxis der härtesten Fälle.

    Was euch in dieser Folge erwartet:

    Robin beginnt mit einer These, die viele kennen, aber kaum jemand so klar ausspricht: Die beste Fachkraft ist fast nie die beste Führungskraft. Im Sales bedeutet das konkret: Wer als Top-Seller zum Team Lead befördert wird, konzentriert sich weiter auf seinen eigenen Umsatz – und hat null Fokus auf die Menschen unter ihm. Für Robin ist das keine Ausnahme, sondern die Regel. Und der häufigste Grund, warum er überhaupt gerufen wird.

    Beim Thema Fehler liefert er gleich zwei Beispiele. Das erste: gestern passiert, sofort kommuniziert – sein persönliches Alert-System, das er sich über Jahre aufgebaut hat. Das zweite: ein Sanierungsfall, bei dem er das gesamte Team zu früh in die Produktentwicklung eingebunden hat. Die Folge: zwei Monate lang kaum Umsatz, weil alle Vertriebler ihren Kunden erzählt haben, dass bald etwas Besseres kommt. Bei einer Company mit 150.000 Euro Personalkosten im Monat ein teurer Fehler.

    Beim Loslassen überrascht Robin mit einer ehrlichen Selbstreflexion: Er kommt aus einer Welt, in der Tempo und radikale Veränderung normal sind. Was ihm am schwersten gefallen ist zu verstehen: dass Menschen mit hohem Sicherheitsbedürfnis keine Low-Performer sind – sondern Menschen, die einen anderen Umgang brauchen. Das hat ihn Jahre gekostet.

    Was er vom Team gelernt hat, ist konkret und sofort anwendbar: Ich-Kommunikation. Statt "du machst das falsch" lieber "ich habe das Gefühl, irgendwas hindert dich gerade." Ein kleiner Unterschied in der Sprache – ein riesiger Unterschied in der Wirkung. Gelernt von einer Mitarbeiterin. Seither nicht mehr losgelassen.

    Und beim Thema Unternehmenskultur wird Robin richtig konkret: Keine Worthülsen, keine Plakate. Sondern Werte, die messbar sind und bei jeder Entscheidung angewendet werden – von der Einstellung bis zur Kündigung. Sein Beispiel aus der Praxis: Return on Investment als Kulturwert, der jeden Mitarbeiter zwingt, jeden Use Case, jedes Tool, jede Entscheidung in messbaren Zahlen zu rechtfertigen. Kultur, die man nicht aufhängt – sondern täglich benutzt.

    Themen der Folge:

    Warum die beste Fachkraft fast nie die beste Führungskraft ist

    Was Robin in Sanierungsfällen immer wieder als erstes sieht
    Zwei konkrete Fehler – einer von gestern, einer mit echtem Schadenpotenzial
    Warum Menschen mit Sicherheitsbedürfnis keine Low-Performer sind
    Ich-Kommunikation: Das einfachste und wirkungsvollste Führungstool
    Unternehmenskultur mit Messbarkeit: Werte, die wirklich angewendet werden

    🎙️ Führungsstimmen bei ungefiltert – jeden Mittwoch eine neue Stimme, dieselben Fragen, ehrliche Antworten.

    20 min
  • Führung im Vergleich: Frauenstimmen Folge #4
    Ailyn Arnold im Gespräch mit Olimpia Hordynski

    Worum geht es in dieser Folge?

    Empathie ist für Olimpia Hordynski ein wichtiger Bestandteil guter Führung. Doch empathisch zu führen bedeutet nicht, jede Leistungsschwäche unbegrenzt zu entschuldigen oder schwierigen Entscheidungen aus dem Weg zu gehen.

    In dieser Folge spricht sie darüber, warum Führung zunächst bei der eigenen Motivation beginnt und weshalb sich die Energie einer Führungskraft unmittelbar auf das Team überträgt.

    Besonders offen erzählt Olimpia von einer ihrer prägendsten Führungserfahrungen: Als neue Führungskraft sollte sie einen großen Teil ihres Teams entlassen, obwohl die Entscheidung ohne sie getroffen worden war. Die Verantwortung für die Gespräche und die emotionalen Folgen musste sie jedoch allein tragen.

    Heute würde sie anders reagieren, sich Unterstützung holen und auch hinterfragen, ob sie eine solche Entscheidung überhaupt allein ausführen muss.

    Diese Fragen beantworten wir unter anderem:

    • Was unterscheidet Führung von Management?
    • Warum beginnt gute Führung mit Selbstführung?
    • Wie wichtig ist Motivation im Leadership?
    • Weshalb ist Middle Management besonders herausfordernd?
    • Wie geht man mit Entscheidungen um, die von oben getroffen werden?
    • Darf eine Führungskraft auch Nein sagen?
    • Warum ist Delegieren eine Voraussetzung für Wachstum?
    • Wie findet man die Balance zwischen Vertrauen und Kontrolle?
    • Wann wird Empathie zur Schwäche?
    • Wie klar müssen Erwartungen im Team kommuniziert werden?
    • Wann ist eine Trennung trotz Menschlichkeit notwendig?
    • Welche Rolle spielen Loyalität und Vertrauen in der Unternehmenskultur?
    • Key Learnings

      • Führung bedeutet People zu bewegen, Management bedeutet Prozesse zu organisieren.
      • Wer andere motivieren möchte, muss zunächst sich selbst führen können.
      • Die eigene Energie und Haltung übertragen sich auf das Team.
      • Middle Management bedeutet häufig, Entscheidungen weitergeben zu müssen, die man selbst nicht getroffen hat.
      • Führungskräfte dürfen hinterfragen, ob und wie sie schwierige Entscheidungen ausführen.
      • Gute Führung braucht Unterstützung – auch von den Führungsebenen darüber.
      • Delegieren ist keine Schwäche, sondern die Grundlage für Wachstum.
      • Idealerweise übernimmt eine Person Aufgaben, die sie besser beherrscht als die Führungskraft selbst.
      • Vertrauen bleibt notwendig, auch wenn es in der Vergangenheit enttäuscht wurde.
      • Empathie darf nicht dazu führen, dauerhaft fehlende Leistung zu entschuldigen.
      • Klare Erwartungen und Strukturen geben einem Team Sicherheit.
      • Menschlichkeit und wirtschaftliche Verantwortung schließen sich nicht aus.
      • Nicht jede Zusammenarbeit funktioniert dauerhaft – auch Trennung ist Teil von Führung.
      • Eine gesunde Kultur braucht Vertrauen, Kommunikation und Loyalität.
      • Alle im Team müssen am gleichen Ziel arbeiten und ihren Beitrag leisten.
      • Vernetzungen:

        Ailyn Arnold auf LinkedIn

        Olimpia Hordynski auf LinkedIn

        29 min
      • Führung im Vergleich: Männerstimmen Folge #3

        In der dritten Männerstimme spricht Björn mit Till Brendel – VP Enablement & Operations bei Enpal, verantwortlich für mehrere hundert Mitarbeiter in mehreren Ländern. Tills Karriere ist die ungewöhnlichste der ganzen Serie: Er hat als Praktikant auf einem Schiff angefangen, sich zum Offizier mit Kapitänspatent hochgearbeitet – und dabei gelernt, was Führung wirklich bedeutet, lange bevor er je ein SaaS-Unternehmen von innen gesehen hatte.

        Was ihn von vielen anderen Gästen unterscheidet: Till hat nicht nur Führung erlebt, sondern systematisch darüber nachgedacht. Und das hört man.

        Was euch in dieser Folge erwartet:

        Till beschreibt Führung anhand von vier konkreten Prinzipien – und beginnt mit einem, das die meisten Führungskräfte erst gar nicht auf dem Zettel haben: die Gesundheit der Mitarbeiter erhalten. Physisch und mental. Urlaub ist Urlaub. Pausen sind Pausen. Wer ausbrennt, nützt niemandem.

        Prinzip zwei: Er sieht sich nicht als Entscheider, sondern als Blocker Remover. Seine Leute erreichen die Ziele – seine Aufgabe ist es, ihnen dafür die Ressourcen zu sichern. Prinzip drei: Er gibt Ziele vor, nicht Wege. Weil er überzeugt ist, dass Menschen sich von alleine den effizientesten Weg suchen – wenn man sie lässt. Und Prinzip vier: Integrität. Nicht im Sinne von Perfektion, sondern im Sinne von Verlässlichkeit.

        Beim Thema Fehler erzählt Till offen von einem Fall, der ihn noch heute beschäftigt: Er hat einem sehr loyalen Abteilungsleiter ein anspruchsvolles Projekt übertragen – mit voller Freiheit. Und hat dabei übersehen, dass genau dieser Mensch niemals zugeben würde, wenn er Hilfe braucht. Das Ergebnis: acht Wochen zu spät eingegriffen, Projekt beinahe gegen die Wand gefahren. Sein Learning: Volle Freiheit funktioniert nicht für jeden. Und wer seine Leute wirklich kennt, muss manchmal schützend eingreifen – auch wenn sie es nicht verlangen.

        Beim Loslassen überrascht Till mit einer Differenzierung: Normale Aufgaben delegiert er problemlos, weil er akzeptiert hat, dass das Ergebnis nie zu 100 Prozent seinem eigenen Modell entspricht – und das gut so ist. Aber kritische Entscheidungen mit großem Impact lässt er bewusst auch von seinen Abteilungsleitern treffen. Nicht weil er die Verantwortung abgeben will, sondern weil man Verantwortung nur wirklich verstehen kann, wenn man sie selbst gespürt hat.

        Was er vom Team gelernt hat: Die besten Ideen kommen von der Basis – aber du wirst sie nie alle hören, egal wie offen deine Kultur ist. Tills Lösung: wöchentliche anonyme Umfragen, auch für seine Direct Reports. Und: Jeder, der Feedback gibt, bekommt eine Rückmeldung. Immer. Egal was dabei rauskommt.

        Sein Wort für Unternehmenskultur? Durchhalten. Verlässlich bleiben. Langfristige Ziele nicht für kurzfristige opfern. Und eine Portion Leidensfähigkeit – denn je höher man kommt, desto mehr muss man ertragen. Von oben, vom Markt, von den eigenen Leuten.

        Themen der Folge:

        Vier Führungsprinzipien – von Mitarbeitergesundheit bis Integrität

        Was ein Kapitänspatent mit moderner Führung zu tun hat
        Ein konkreter Fehler: Zu viel Freiheit für den falschen Moment
        Loslassen – und warum kritische Entscheidungen trotzdem ans Team müssen
        Warum du nie alle Informationen von unten bekommst – und was du dagegen tun kannst
        Durchhalten als Führungsprinzip: Verlässlichkeit, Diplomatie, Leidensfähigkeit

        🎙️ Führungsstimmen bei ungefiltert – jeden Mittwoch eine neue Stimme, dieselben Fragen, ehrliche Antworten.

        23 min
      • Führung im Vergleich: Frauenstimmen Folge #3
        Ailyn im Gespräch mit Karolin Voß

        Worum geht es in dieser Folge?

        Wie schafft man es, ehrliches Feedback zu geben, ohne dass es wie eine weitere Ablehnung wirkt?

        Karolin Voß spricht darüber, warum Vertrauen die Grundlage ihres Führungsstils ist. Gerade im Vertrieb, wo Menschen regelmäßig mit Absagen, verlorenen Deals und hohem Leistungsdruck umgehen müssen, braucht es Führungskräfte, die nicht zusätzlich Druck aufbauen.

        Dabei geht es nicht darum, schlechte Leistungen schönzureden. Gute Führung bedeutet für Karolin, genau hinzusehen, konstruktiv zu kritisieren und gleichzeitig an das Potenzial der Person zu glauben.

        Sie spricht außerdem offen darüber, wie schnell Führungskräfte ihre eigene frühere Leistung zum Maßstab für andere machen und warum genau das gefährlich werden kann.

        Diese Fragen beantworten wir unter anderem:

        • Wie findet man die Balance zwischen Unterstützung und Kritik?
        • Warum ist Vertrauen die Grundlage für ehrliches Feedback?
        • Wie geht man als Führungskraft mit eigenen emotionalen Reaktionen um?
        • Weshalb sollten Führungskräfte ihre frühere Leistung nicht zum Standard für alle machen?
        • Warum sind Fragen häufig wertvoller als schnelle Antworten?
        • Welche Entscheidungen kann und sollte man an das Team abgeben?
        • Wie lässt sich Verantwortung übertragen, ohne sie selbst abzugeben?
        • Warum zeigt sich echtes Vertrauen besonders dann, wenn die Zahlen schlecht sind?
        • Weshalb schadet Micromanagement gerade zum Quartalsende?
        • Wie schafft man ein Team, das auch ohne die Führungskraft funktioniert?
        • Key Learnings

          • Gute Führung bedeutet, gleichzeitig Fan und konstruktiver Kritiker des Teams zu sein.
          • Vertrauen entsteht nicht erst in schwierigen Situationen, sondern muss vorher aufgebaut werden.
          • Vertriebler erleben bereits genug Ablehnung. Führung sollte nicht wie eine weitere Ablehnung wirken.
          • Nicht jedes Feedback muss sofort ausgesprochen werden. Der richtige Zeitpunkt entscheidet mit darüber, wie es aufgenommen wird.
          • Auch erfahrene Führungskräfte können emotional reagieren und ihre professionelle Rolle kurzzeitig verlassen.
          • Die eigene frühere Leistung ist kein objektiver Maßstab für andere Menschen.
          • Fragen helfen Führungskräften dabei, die Situation des Gegenübers zu verstehen, bevor sie urteilen.
          • Eine Führungskraft muss nicht alles wissen und nicht jede fachliche Entscheidung selbst treffen.
          • Wer Entscheidungen ins Team gibt, stärkt Eigenverantwortung und Selbstvertrauen.
          • Ein Team sollte auch dann funktionieren, wenn die Führungskraft einige Wochen nicht da ist.
          • Echtes Vertrauen zeigt sich nicht bei guten Zahlen, sondern dann, wenn die Performance hinter den Erwartungen liegt.
          • Mehr Meetings und häufigere Forecast-Fragen lösen keine Vertriebsprobleme.
          • Menschlichkeit und Leistung schließen sich nicht aus.
          • Vernetzungen:

            Ailyn Arnold auf LinkedIn

            Karolin Voß auf LinkedIn

            31 min
          • Führung im Vergleich: Männerstimmen Folge #2

            In der zweiten Männerstimme spricht Björn mit Michael Larche, Ex-VP Sales bei Dealfront und einem der wenigen Menschen, der wirklich von Anfang an dabei war – von sieben Mann Startup bis zum 220-köpfigen Vertriebsteam. 13 Jahre Sales, die nicht nur Erfahrung hinterlassen haben, sondern eine klare Haltung dazu, was Führung wirklich bedeutet.

            Michael gehört zu den Führungskräften, die nicht viel Aufhebens um Führungsphilosophie machen. Er macht es lieber. Und genau das ist der rote Faden dieser Folge.

            Was euch in dieser Folge erwartet:

            Michael spricht über seinen Führungsansatz – Role Model sein, Barrieren abbauen, Menschen wirklich sehen. Nicht als Ressource, sondern als Person. Und er erklärt, warum die besten Führungskräfte oft nicht die lautesten sind, sondern die, die schon längst den Job gemacht haben, bevor sie den Titel bekommen haben.

            Er teilt einen frischen, konkreten Fehler: Die Einführung einer neuen Sales-Methodologie inklusive CRM-Implementierung – durchdacht auf dem Papier, aber am Team vorbeigeplant. Was danach passierte, ist ein Lehrstück in konstruktivem Feedback: Das Team stellte ihm einen Termin in den Kalender. Titel: "Feedback." Mit Dokumenten, Beispielen und Lösungsvorschlägen.

            Beim Thema Loslassen überrascht Michael mit einer ehrlichen Unterscheidung: Führungsaufgaben delegiert er ohne große Hürden – weil er echtes Vertrauen in sein Team hat und weiß, dass Delegation Entwicklung ermöglicht, keine Schwäche zeigt. Schwer loszulassen fällt ihm dagegen das Verkaufen selbst. Weil er es einfach liebt.

            Und seine Antwort auf die Frage nach Unternehmenskultur ist die vielleicht prägnanteste der ganzen Serie: Sei ein guter Mensch. Keine Werteworkshops, keine Wandplakate – sondern gelebte Haltung in den kleinen Momenten. Der Müll auf dem Boden. Der leere Kühlschrank. Die Art, wie man mit Leuten spricht, wenn niemand zuschaut.

            Zum Abschluss: Was würde er seinem 20-jährigen Ich über Führung mitgeben? Nicht "führe andere so, wie du geführt werden möchtest" – sondern: Führe andere so, wie sie geführt werden wollen.

            Themen der Folge:

            Was Führung für Michael heute bedeutet und warum Role Model kein leeres Wort ist

            Wie man intern zur Führungskraft wird und warum man den Job vorher schon gemacht haben muss
            Ein konkreter Fehler: Sales-Methodologie eingeführt, ohne das Team mitzunehmen
            Loslassen in der Führung vs. Loslassen im Sales, zwei völlig verschiedene Dinge
            Was passiert, wenn Neukunden- und Bestandskundenvertrieb endlich zusammengedacht werden
            Unternehmenskultur ohne Buzzwords: Warum "sei ein guter Mensch" alles sagt
            Der eine Satz ans 20-jährige Ich und warum die erste Version falsch war

            🎙️ Führungsstimmen bei ungefiltert – jeden Mittwoch eine neue Stimme, dieselben Fragen, ehrliche Antworten.

            24 min
          • Führung im Vergleich: Frauenstimmen Folge #2
            Ailyn im Gespräch mit Sandra Laschow

            Diese Fragen beantworten wir unter anderem:

            • Was bedeutet gute Führung heute wirklich?
            • Warum scheitern manche Top-Seller als Führungskräfte?
            • Welche Fehler bereut Sandra heute?
            • Wann sollte man sich von High Performern trennen?
            • Wie schafft man eine echte Feedback-Kultur?
            • Warum gehört Loslassen zu den wichtigsten Führungsaufgaben?
            • Wie entsteht Unternehmenskultur im Alltag?
            • Welche Tipps würde Sandra jungen Führungskräften heute mitgeben?
            • Key Learnings

              • Verantwortung ist die wichtigste Aufgabe einer Führungskraft.
              • Gute Führung bedeutet auch, schwierige Entscheidungen mutig zu treffen.
              • Top-Seller sind nicht automatisch gute Leader.
              • Ein starkes Team wächst nach, wenn man Platz dafür schafft.
              • Perfektionismus und Geschwindigkeit können Führung erschweren.
              • Gute Führungskräfte machen sich langfristig selbst überflüssig.
              • Unternehmenskultur entsteht nicht durch Werte an der Wand, sondern durch tägliches Verhalten.
              • Ehrliches Feedback funktioniert nur in einem sicheren Umfeld.
              • Menschen brauchen Ergänzung – nicht Kopien ihrer selbst.
              • Vernetzungen:

                Ailyn Arnold auf LinkedIn

                Sandra Laschow auf LinkedIn

                32 min
              • Führung im Vergleich: Männerstimmen Folge #1

                Mit der ersten Männerstimme starten wir in eines der spannendsten Formate, das ungefiltert je gemacht hat. Ben Bauer, frisch gebackener VP Sales bei WorkFlex, ist der Männer- Auftakt unserer 8-teiligen Führungsstimmen-Serie und er liefert direkt ab.

                Ben ist seit 10 Jahren in Sales, hat mehrere Teams aufgebaut und sich vom Individual Contributor zur Führungskraft entwickelt, mit allem, was dazugehört: Learnings, Fehler und einer gehörigen Portion Selbstreflexion.

                Was euch in dieser Folge erwartet:

                Ben spricht über seinen Führungsstil und beschreibt sich selbst als Typ Coach, der nah dran bleibt, vorangeht und gleichzeitig weiß, wann er abgeben muss. Denn genau das war lange seine größte Schwäche: loszulassen. Als überzeugter Individual Contributor mit starker Eigenleistung war der Schritt zur echten Führung kein leichter. Sein Tipp aus der Praxis – inspiriert von Andy Groves Klassiker High Output Management – überrascht: Gib zuerst die Dinge ab, die du am besten kannst.

                Er spricht auch über einen der frischesten Fehler, den er zugeben musste: ein falsch gerechnetes Commission-Beispiel, das sein ganzes Team kurzzeitig falsche Erwartungen hegen ließ. Und darüber, wie er damit umging – direkt, klar, ohne Ausrede.

                Besonders stark ist sein Blick auf Unternehmenskultur: Für Ben ist Transparenz kein Nice-to-have, sondern das Fundament. Wer als Führungskraft ein Geheimnis für sein Team bleibt, verliert es. Wer dagegen ehrlich ist – auch wenn es unbequem ist – bekommt Ehrlichkeit zurück. Sein Beweis: Niemand in seinem 25-köpfigen Team würde heute überraschend kündigen.

                Themen der Folge:

                Was Führung heute für Ben bedeutet und warum er sich als Coach-Typ sieht
                Leading by Example: Warum er noch immer mit BDRs auf Calls geht
                Loslassen lernen und warum man zuerst das abgeben sollte, was man am besten kann
                Fehler zugeben: Was ein falsches Commission-Beispiel lehrt
                Vom Ergebnis-Kommunizierer zum Gedanken-Teiler, wie sein Team ihn verändert hat
                Transparenz als Kulturstifter: Warum Führungskräfte keine Geheimnisse sein dürfen

                🎙️ Führungsstimmen bei ungefiltert – jeden Mittwoch eine neue Stimme, dieselben Fragen, ehrliche Antworten.

                13 min
              • Führung im Vergleich: Frauenstimmen Folge #1
                Ailyn im Gespräch mit Juliane Gerth

                Juliane Gerth spricht darüber, warum sie Führung als Haltung versteht, weshalb jedes Team unterschiedliche Bedürfnisse hat und warum es keine universelle Art gibt, Menschen erfolgreich zu führen.

                Außerdem erzählt sie offen von eigenen Fehlern, warum Reflexion fester Bestandteil ihrer Woche ist und weshalb Freundlichkeit im Leadership häufig unterschätzt wird.

                Diese Fragen beantworten wir unter anderem:

                • Was bedeutet Führung heute wirklich?
                • Wie entsteht Motivation im Team?
                • Wie geht man als Führungskraft mit eigenen Fehlern um?
                • Warum funktioniert "One size fits all" im Leadership nicht?
                • Weshalb sind Reflexion und externe Sparringspartner so wichtig?
                • Wie bleibt man trotz KPIs langfristig strategisch?
                • Warum sollte jede Führungskraft regelmäßig mit Kund:innen sprechen?
                • Was können Führungskräfte von ihrem eigenen Team lernen?
                • Vernetzungen:

                  Ailyn Arnold auf LinkedIn

                  Juliane Gerth auf LinkedIn

                  25 min

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