Die Stadt Bozen hat eine lange Besiedlungsgeschichte, deren Spuren bis in die Römerzeit zurückreichen. Ihre Lage inmitten eines Talkessels, der immer wieder von Überschwemmungen bedroht war, hat die Entwicklung der Stadt geprägt und teilweise gehemmt. Im 19. Jahrhundert hat Bozen unter Bürgermeister Julius Perathoner eine erste markante Erweiterung erfahren. In den 1920er und 1930er Jahren schließlich setzte – angetrieben durch die neuen faschistischen Machthaber - eine groß angelegte Urbanisierung im Gebiet westlich der Talfer, in Gries, ein. Mit dem Architekturfachmann und Stadtführer Diego Del Monego unternehmen wir einen Streifzug durch jene Viertel, die nach 1920 entstanden sind und die mit einigen architektonischen Überraschungen aufwarten.
Bücherliste zur Sendung:
- Südtiroler Kulturinstitut (Hrsg.): Stadt im Umbruch. Beiträge über Bozen seit 1900 (1973)
- Carlo Trentini: Von Pons Drusi zu Bozen. Ikonographie der Stadt Bozen (1996)
- Oswald Zoeggeler, Lamberto Ippolito: Die Architektur für ein faschistisches Bozen 1922 – 1942 (1992)
- Ennio Marcelli: Semirurali…per non dimenticare / Semirurali…um zu verstehen (1995)
- BZ `18-`45 – ein Denkmal, eine Stadt, zwei Diktaturen: eine Dokumentationsausstellung im Siegesdenkmal (2016)