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Die Story beginnt mit einem Massaker und endet mit der Pensionierung eines Rächerpropheten. Nachdem der biblische Prophet Elijah 450 andere Propheten abgeschlachtet hat (ja, das steht tatsächlich so in der Bibel), muss er fliehen und will selbst nur noch sterben.
Was dann passiert und was diese Geschichte mit den bevorstehenden Weihnachtstagen zu tun hat, erzähle ich in dieser Podcastfolge. Das Video mit dem gleichen, leicht kürzeren Inhalt findest du hier, und den Artikel als Text hier.
Bist du auch dabei am RefLab-Podcast-Festival «Expedition Wirklichkeit», am 8./9. März 2024 in Zürich? Momentan gibt's Tickets noch zum Early-Bird-Preis.
Buber-Rosenzweig-Bibelübersetzung
«Am Anfang war das Wort.» Einer der berühmtesten Sätze der Menschheit. Aber: Der Satz wurde nicht immer genau so übersetzt.
In den ältesten Bibelübersetzungen steht ein bisschen etwas anderes. Und das hat Auswirkungen darauf, wie man sich das Verhältnis von Gott zur Welt vorstellt.
Was war die zweite Übersetzungsmöglichkeit des Griechischen «logos» – und warum hat sich der Begriff «Wort» durchgesetzt, obwohl er eigentlich weniger genau ist?
Zu dieser Podcastfolge gibt es auch einen Blogpost auf reflab.ch und ein Video, das du auf Instagram oder YouTube findest.
Religiöse Rituale wie das Abendmahl, vertraute Lieder, das gemeinsame Vaterunser tun gut, wenn der Glaube zu rational, zu kognitiv geworden sind. Ob ich sie theologisch immer zu 100 % nachvollziehen kann, ist egal – manche Dinge müssen körperlich geschehen.
So ist vielleicht beim Abendmahl nicht der Sinn darin, dass ich verstehe, was Jesus mit «mein Leib» und «mein Blut» gemeint hat, oder wie das aufgeladen wurde. Sondern dass mir die bekannten Worte dieses Rituals «in Fleisch und Blut» übergegangen sind, und dass ich Brot und Wein körperlich verinnerliche.
Wenn mein spiritueller Boden ausgetrocknet ist, sind Rituale ein wohltuender Regen. Und vielleicht wächst und blüht dann aus diesem Boden sogar wieder mal was.
Alle Menschen sind Sünder:innen – aber Gott sah die Schöpfung und fand alles «sehr gut». Wie ist dieser Kontrast in der Bibel zu verstehen, dass die «menschliche Natur» im Widerspruch steht zu einem Leben, wie Gott es will?
Die Pointe ist: Es geht gar nicht primär um eine moralische Wertung unseres Handelns, sonder um die zugrundeliegende Einstellung.
In der Podcastfolge zoome ich rein in einen Bibeltext, Galater 5,16-26, und zeige, worin der Wechsel des Mindsets besteht: Von «Gott liebt mich, wenn ich vor ihm möglichst gut dastehe» (was in Abgrenzung, Druck etc. resultiert) zu «Ich stehe vor Gott gut da, weil Gott mich liebt.»
Was hältst du davon? Schreib mir gerne einen Kommentar auf reflab.ch oder direkt auf Instagram.
Wer noch ausführlicher darüber nachdenken will: Im RefLab-Philosophie-Podcast «MindMaps» diskutieren Heinz-Peter Hempelmann und Manuel Schmid über das Buch «Im Grunde gut» von Rutger Bregman.
Soll man als Christ:in politisch sein? Muss man an Klimademos, um sich für die Schöpfung einzusetzen? Reicht es, eine «christliche» Partei zu wählen? Oder ist das eh alles ein schmutziges Geschäft?
Warum die Frage eigentlich absurd ist, und warum du dich an den Schweizer Parlamentswahlen vom 22. Oktober 2023 beteiligen solltest, falls du wahlberechtigt bist, in dieser Folge.
Anleitung zum Wählen (Video)
«Krummholzzone» – das Wort, das mir in einer Berghütte in einem Buch begegnet ist, hat mich fasziniert. 🌲🏔️ Die Krummholzzone liegt an der Baumgrenze, dort, wo die Bäume eben nicht mehr hoch und gerade wachsen, sondern klein, zäh und knorrig.
Die Bäume sind Überlebenskünstler – weil dort häufig Lawinen über die Landschaft donnern und der Boden manchmal unter den Wurzeln wegrutscht, weil es so steil ist. Dann müssen sie sich neu orientieren und wachsen in die neue Richtung weiter. Und entwickeln eine ganz eigene Schönheit.
Das Bild ist stark, das Wort ist mir hängengeblieben. Auch, weil es nicht nur einzelne Bäume beschreibt, sondern einen ganzen Lebensraum. Was macht der Begriff mit dir? Wie würdest du die Metapher auf dein Leben übersetzen? Schreib gerne einen Kommentar auf reflab.ch, auf Instagram, oder, falls du diese Folge auf Spotify hörst, direkt hier.
Religion, Spiritualität, Glaube, Theologie – was ist eigentlich der Unterschied zwischen diesen Begriffen? In dieser Folge definiere ich die vier Begriffe und erzähle auch, was sie für mich als Christin im Alltag bedeuten.
⛪️ Religion: Ein solidarisches System aus Überzeugungen und Praktiken, die sich auf das Heilige beziehen und die Gemeinschaft zusammenhält (nach Émile Durkheim). Im Christentum gehören dazu z. B. die Bibel, Gottesdienste, Feiertage wie Weihnachten, Ostern und die dazugehörigen Rituale, Texte und Lieder. Religion wird gemeinschaftlich gelebt.
🙏. Glaube: Die individuelle Seite dieser Überzeugungen. Wie prägt das, was ich über den grösseren Zusammenhang glaube, meine Weltanschauung? Das biblische Wort für "glauben" kann auch mit "vertrauen" übersetzt werden, es geht im Christentum also auch um eine Beziehung zu Gott.
✨ Spiritualität: Die individuelle Seite der Praxis. Wie schaffe ich in meinem Alltag Raum, um Gott/dem Heiligen zu begegnen, mich verbunden zu fühlen, über mich hinauszublicken?
🤔 Theologie: Reflexion auf Religion und Glaube. In der Theologie werden Überzeugungen nachvollziehbar gemacht und zur Diskussion gestellt.
Konservative Christ:innen regen sich gerne darüber auf, dass sich die queere Community das biblische Symbol des Regenbogens angeeignet hat. Es sei ein Symbol dafür, dass Gott Frieden mit den Menschen geschlossen habe. Schauen wir aber mal genauer in die Bibel.
Falls du die Geschichte mit Noah nachlesen möchtest: Sie steht ganz am Anfang der Bibel, im 6.-9. Kapitel (1. Mose/Genesis 6–9).
Safe spaces:
Prozesstheologie – eine unterschätzte theologische Strömung, die Alternativen zu einem patriarchalen, statischen, anthropozentrischen Christentum bietet. Wenn du nur eine kurze Zusammenfassung möchtest und lieber direkt erfährst, warum ich diese Denkrichtung spannend finde, kannst du zu Minute 19 springen. Denn die Folge ist ziemlich dicht, obwohl ich versucht habe, alles so verständlich wie möglich zu erklären.
Dazu gibt's einen Blogpost auf reflab.ch – dort kannst du all das auch in schriftlicher Form lesen.
Was machen diese Ansätze mit dir und deinem Glauben? Schreib mir gerne per Mail an [email protected]!
Erwähnte Podcastfolge RefLab "TheoLounge" mit der muslimischen Theologin Saida Mirsadri.
Muss ich als Christ:in glauben, dass Gott die Welt in 7 Tagen geschaffen hat? Steht ja schliesslich in der Bibel. 🌎 Warum ich das nicht (mehr) glaube, und die Vorstellung von einer Schöpfung in Jahrmillionen viel besser zum biblischen Bild von Gott passt, in dieser Folge.
Was denkst du? Schreib mir gerne einen Kommentar an [email protected] oder direkt auf Instagram.
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