Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen.
Kommentar von William MacDonald (CLV)
5,24 In den vorhergehenden Versen haben wir erfahren, dass der Herr Jesus die Macht hat, das Leben zu geben, und dass ihm auch das Gericht übertragen worden ist. Nun erfahren wir, wie man von ihm geistliches Leben geschenkt bekommt und dem Gericht entgeht.
Dies ist einer meiner Lieblingsverse der Bibel. Durch seine Botschaft haben schon viele Menschen das ewige Leben erhalten. Zweifellos ist der Grund dafür, dass er so sehr geliebt wird, die Art und Weise, in der er den Weg zur Errettung so deutlich darstellt. Der Herr Jesus begann diesen Vers mit den Worten »Wahrlich, wahrlich«, um damit die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung dessen zu lenken, was er jetzt sagen wollte. Dann fügte er noch die sehr persönliche Mitteilung hinzu: »Ich sage euch.« Der Sohn Gottes sprich hier sehr persönlich zu uns.
»Wer mein Wort hört.« Das Wort Jesu zu hören, bedeutet nicht nur, hinzuhören, sondern auch, es anzunehmen, ihm zu glauben und ihm zu gehorchen. Viele Leute hören die Predigt des Evangeliums, doch sie können damit nichts anfangen. Der Herr sagt hier, dass man seine Lehre als göttlich annehmen und glauben muss, dass er der Heiland der Welt ist.
»Und glaubt dem, der mich gesandt hat.« Es geht darum, Gott zu glauben. Doch heißt das, dass man dadurch schon gerettet ist, wenn man an Gott glaubt? Viele behaupten, an Gott zu glauben, doch sie haben sich nie bekehrt. Nein, es geht hier um den Gedanken, dass man Gott glauben muss, der den Herrn Jesus Christus in die Welt gesandt hat. Was muss man glauben? Man muss glauben, dass Gott den Herrn Jesus gesandt hat, damit er uns rettet. Man muss glauben, was Gott über den Herrn Jesus gesagt hat, nämlich den Tatbestand, dass er der einzige Retter ist und Sünde nur durch sein Werk am Kreuz von Golgatha vergeben werden kann.
»Hat ewiges Leben«. Man beachte den Wortlaut: Es geht nicht darum, dass er ewiges Leben haben wird, sondern darum, dass er es jetzt »hat«. »Ewiges Leben« ist das Leben des Herrn Jesus Christus. Es ist nicht nur ein Leben, das nie enden wird, sondern es geht um ein qualitativ höherstehendes Leben. Es ist das Leben, das der Heiland uns geschenkt hat, die wir an ihn glauben. Es ist das geistliche Leben, das man empfängt, wenn man wiedergeboren wird. Es steht im Gegensatz zum natürlichen Leben, das man bei der leiblichen Geburt erhält.
»Und kommt nicht ins Gericht.« Es geht darum, dass man weder jetzt noch zukünftig verdammt wird. Wer an den Herrn Jesus glaubt, ist vom Gericht befreit, weil Christus die Strafe für unsere Sünden am Kreuz von Golgatha erlitten hat. Gott straft nicht zweimal. Christus hat die Strafe als unser Stellvertreter auf sich genommen, und das reicht. Er hat das Werk vollendet, wobei man einem vollendeten Werk nichts hinzufügen kann. Der Christ wird nie für seine Sünden bestraft werden.
»Sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen.« Wer Jesus Christus vertraut, ist aus einem Zustand des geistlichen Todes in den Zustand des geistlichen Lebens übergangen. Vor der Bekehrung war er tot in Übertretungen und Sünden. Er war tot, soweit es Liebe zu Gott oder Gemeinschaft mit dem Herrn betrifft. Als er an Jesus Christus glaubte, wurde ihm der Geist Gottes zugeeignet, der fortan in ihm wohnt. Nun besitzt er das Leben aus Gott.
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