Versicherungsfunk: Das Audiomagazin der Versicherungsbranche

Versicherungsfunk: Das Audiomagazin der Versicherungsbranche

By MarKo Petersohn & VersicherungsboteBusinessTechnologyMarketingManagement
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Versicherungsfunk: Das Audiomagazin der Versicherungsbranche episodes

  • R+V-Vertriebsvorstand: 2031 werden KI-Agenten eigenverantwortlich Versicherungspolicen abschließen
    Jens Hasselbächer (R+V) zur Zukunft der Versicherungsbranche

    Künstliche Intelligenz wird die Versicherungsbranche in den kommenden Jahren tiefgreifend verändern. Für Jens Hasselbächer, Vorstand der R+V Versicherung, reicht diese Entwicklung weit über einzelne Effizienzgewinne hinaus. Im Gespräch über die Branche im Jahr 2031 beschreibt er eine Zukunft, in der KI-Agenten Aufgaben übernehmen, digitale Plattformen den Erstkontakt mit Kunden prägen und Versicherer darum konkurrieren, in KI-Systemen überhaupt sichtbar zu bleiben. Gleichzeitig sieht er eine klare Grenze der Technologie: Vertrauen bleibe auch künftig eng mit persönlicher Beziehung verbunden.

    KI wird zum prägenden Faktor der Branche

    Für Hasselbächer steht fest, dass künstliche Intelligenz zu den entscheidenden Treibern der kommenden Jahre gehört. Das betrifft sowohl interne Arbeitsprozesse als auch Vertrieb, Beratung und Informationsbeschaffung.
    Dabei sieht er insbesondere Führungskräfte in der Verantwortung, sich aktiv mit der Technologie auseinanderzusetzen: „Ich habe die Erwartung, dass bei mir die Führungskräfte sich mit dem Thema
    künstlicher Intelligenz beschäftigen.“

    Darüber hinaus gehe es nicht nur um Beobachtung, sondern um praktisches Lernen im Umgang mit der Technologie: „Ich habe die klare Erwartung, dass wir auch künstliche Intelligenz aktiv anwenden, verwenden, um selbst als Vorbild zu sein, um die Chancen zu erleben und auch um die Grenzen kennenzulernen.“

    KI werde damit nicht nur zum Werkzeug, sondern auch zu einer Frage der Unternehmenskultur und Führung.

    Wenn Avatare Versicherungen abschließen

    Ein besonders weitreichendes Zukunftsbild beschreibt Hasselbächer mit Blick auf sogenannte agentische KI-Systeme. Er geht davon aus, dass vor allem jüngere Generationen bestimmte Aufgaben ihres Alltags an digitale Stellvertreter delegieren werden – auch im Versicherungsbereich.

    „Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass die junge Generation, dass die anfangen werden, Teilaufgabe ihres Lebens, die sie als lästig empfinden, dass sie diese vertrauensvoll ihrem Avatar übergeben, also einem KI-Agenten übergeben, der die Verhaltensweisen, die Präferenzen, die Dinge, die einem wichtig sind, quasi übernehmen, bis hin zum eigenverantwortlichen Abschluss von Versicherungen. Ich glaube, dass es das in 2031 geben wird.“

    Solche Systeme könnten Präferenzen, Lebenssituationen und Sicherheitsbedürfnisse zusammenführen und daraus eigenständig Vorschläge ableiten – im Extremfall sogar Entscheidungen treffen.

    Vertrauen bleibt ein menschlicher Faktor

    Trotz der technologischen Dynamik sieht Hasselbächer klare Grenzen automatisierter Interaktion. Versicherungen bleiben für ihn ein Vertrauensgeschäft, das sich nicht vollständig in digitale Systeme verlagern lässt. „Aber Vertrauen hat bei mir etwas mit Verletzlichkeit und Zeit zu tun.“

    Vertrauen entstehe aus persönlicher Beziehung und Erfahrung – Faktoren, die sich nur begrenzt automatisieren lassen. Entsprechend formuliert er auch seine eigene Perspektive:

    „Also mein Vertrauen gewinne ich, wenn ich auf einer persönlichen Ebene Beziehungen aufbauen kann. Und das kann ich mir bei einer Maschine persönlich als Jens Hasselbecher noch nicht vorstellen.“

    Daraus ergibt sich für ihn kein Widerspruch zur Digitalisierung, sondern eher ein hybrides Modell aus Technologie und persönlicher Interaktion. Entsprechend klar ist seine Prognose für die Zukunft der Beratung: „Insofern zu Ihrer Frage, die Relevanz des persönlichen Kontaktes wird auch in 2031 noch eine sehr hohe Relevanz haben, eine sehr hohe Bedeutung haben.“

    Der Kampf um die digitale Kundenschnittstelle

    Neben der technologischen Entwicklung sieht Hasselbächer eine weitere zentrale Herausforderung: die Frage nach dem künftigen Erstkontakt mit dem Kunden.

    Wenn Menschen Versicherungsfragen künftig über KI-Systeme stellen, entscheidet sich dort auch, welche Anbieter überhaupt wahrgenommen werden. Für Versicherer bedeutet das aus seiner Sicht eine neue Form des Wettbewerbs um Sichtbarkeit.

    Die zentrale Herausforderung formuliert er so:

    „Wie schaffe ich es, dass die Large Language Models, die generative KI, die agentenbasierte KI, mich findet als seriösen, vertrauenswürdigen, wettbewerbsfähigen Anbieter, der nicht nur einen Preisvergleich oder einen günstigen Preis hat, sondern der eine Gesamtwertschöpfung darstellt?“

    Versicherer müssten deshalb künftig nicht nur in klassischen Vergleichsplattformen präsent sein, sondern auch in den Antworten generativer KI-Systeme als relevanter Anbieter erscheinen.

    Mehr Technologie – aber keine technologische Branche

    Hasselbächers Zukunftsbild der Branche ist damit klar: KI wird Prozesse, Vertrieb und Kundenschnittstellen tief verändern. Gleichzeitig bleibt das Versicherungsgeschäft aus seiner Sicht in seinem Kern ein Vertrauensgeschäft.

    Gerade deshalb dürfte der Wettbewerb der kommenden Jahre nicht nur technologisch entschieden werden – sondern auch über Glaubwürdigkeit, persönliche Beratung und die Fähigkeit, digitale und menschliche Interaktion sinnvoll zu verbinden.

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    52 min
  • Münchener Verein CEO: Neben künstlicher Intelligenz ist mir auch menschliche Intelligenz ganz wichtig
    Dr. Rainer Reitzler (Münchener Verein) zur Zukunft der Versicherungsbranche

    In dieser Folge von „Die Versicherungsbranche in 2030 Tagen“ spricht MarKo Petersohn mit Dr. Rainer Reitzler, CEO der Münchener Vereinsversicherungsgruppe, über die Frage, wie die Branche in 2030 Tagen – also im Jahr 2031 – aussehen wird. Reitzler entwirft dabei kein disruptives Zukunftsszenario, sondern beschreibt eine Entwicklung hin zu mehr Digitalisierung, mehr Effizienz und gleichzeitig einer weiterhin zentralen Rolle persönlicher Beratung.

    Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf die gesamte Wertschöpfungskette. Reitzler erwartet Effizienzgewinne „vom Vertriebsmomentum bis zum Schaden“, etwa bei der Korrespondenzbearbeitung oder bei standardisierten Leistungsfällen. Gleichzeitig betont er klar die Grenzen der Technologie: „Gerade bei großen existenziellen Themen … da wird die KI an ihre Grenzen stoßen.“ Neben künstlicher Intelligenz bleibe für ihn deshalb „menschliche Intelligenz“ entscheidend – insbesondere bei komplexen Schäden oder beratungsintensiven Risiken.

    Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zukunft des Vertriebs. Reitzler beschreibt eine Spreizung des Marktes in „einfache, schnelle, digitale Produkte“ und beratungsintensive Lösungen. Als Beispiel für den digitalen Weg nennt er die Zahnzusatzversicherung, die „sehr, sehr positiv im Neugeschäft läuft“ – mit bald „über 100.000 Verträgen netto Neugeschäft im Jahr“. Solche Produkte ließen sich „einfach abschließen“ und online servicieren. Bei gewerblichen Policen oder komplexen Absicherungen hingegen gelte weiterhin: „Dieses Momentum eines digitalen Leads wird … eine echte Beratung benötigen.“

    Zugleich betont Reitzler die klare Positionierung des Münchener Vereins im Handwerk. Das Unternehmen sei „aus dem Handwerk mal entstanden 1922“ und setze weiterhin auf Spezialisierung. Entscheidend sei, dass Berater die Zielgruppe wirklich verstehen: „Das macht da einen großen Unterschied, ob ich jetzt XY, Feld-, Wald- und Wiesenmakler oder Berater bin oder ob ich mich zum Beispiel jetzt in unserer Kernzielgruppe des Handwerks wirklich auskenne.“

    Darüber hinaus spricht Reitzler über die künftige Marktstruktur. Er geht davon aus, „dass die Anzahl der Versicherer weniger sein wird“, bewertet den Insurtech-Hype nüchtern und sieht auch bei Big Tech keine dominante Verdrängung klassischer Anbieter. Gleichzeitig verfolgt der Münchener Verein ambitionierte Wachstumsziele und will „bis zum Jahr 2030, die erste Milliarde bei den Beiträgen umrunden“.

    Für Reitzler liegt die Zukunft der Branche in einer klaren Verbindung aus Spezialisierung, Technologie und persönlicher Expertise. Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf die gesamte Wertschöpfungskette. Reitzler erwartet Effizienzgewinne „vom Vertriebsmomentum bis zum Schaden“, etwa bei der Korrespondenzbearbeitung oder bei standardisierten Leistungsfällen. Gleichzeitig betont er klar die Grenzen der Technologie: „Gerade bei großen existenziellen Themen … da wird die KI an ihre Grenzen stoßen.“ Neben künstlicher Intelligenz bleibe für ihn deshalb „menschliche Intelligenz“ entscheidend – insbesondere bei komplexen Schäden oder beratungsintensiven Risiken.

    Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zukunft des Vertriebs. Reitzler beschreibt eine Spreizung des Marktes in „einfache, schnelle, digitale Produkte“ und beratungsintensive Lösungen. Als Beispiel für den digitalen Weg nennt er die Zahnzusatzversicherung, die „sehr, sehr positiv im Neugeschäft läuft“ – mit bald „über 100.000 Verträgen netto neugeschäftet im Jahr“. Solche Produkte ließen sich „einfach abschließen“ und online servicieren. Bei gewerblichen Policen oder komplexen Absicherungen hingegen gelte weiterhin: „Dieses Momentum eines digitalen Leads wird … eine echte Beratung benötigen.“

    Zugleich betont Reitzler die klare Positionierung des Münchener Vereins im Handwerk. Das Unternehmen sei „aus dem Handwerk mal entstanden 1922“ und setze weiterhin auf Spezialisierung. Entscheidend sei, dass Berater die Zielgruppe wirklich verstehen: „Das macht da einen großen Unterschied, ob ich jetzt XY, Feld-, Wald- und Wiesenmakler oder Berater bin oder ob ich mich zum Beispiel jetzt in unserer Kernzielgruppe des Handwerks wirklich auskenne.“

    Darüber hinaus spricht Reitzler über die künftige Marktstruktur. Er geht davon aus, „dass die Anzahl der Versicherer weniger sein wird“, bewertet den Insurtech-Hype nüchtern und sieht auch bei Big Tech keine dominante Verdrängung klassischer Anbieter. Gleichzeitig verfolgt der Münchener Verein ambitionierte Wachstumsziele und will „bis zum Jahr 2030 … die erste Milliarde bei den Beiträgen umrunden“.

    Für Reitzler liegt die Zukunft der Branche in einer klaren Verbindung aus Spezialisierung, Technologie und persönlicher Expertise. Standardisierte Prozesse werden digitaler und schneller, komplexe Risiken bleiben beratungsintensiv.

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    45 min
  • Ich will dann mal weg nach Dubai – was muss man beachten? (Teil 3)
    Im Gespräch mit Kimberly Elsholz und Omer Dotou vom BDAE

    Was gehört wirklich dazu, wenn man nach Dubai auswandern will – insbesondere als Unternehmerin mit eigenen Gesellschaften? Im dritten Teil von „Ich will da mal weg nach Dubai“ sprechen wir weiter mit Kimberly Elsholz, Gründerin von Finanznomade, die ihren Lebensmittelpunkt nach Dubai verlagert hat, und Omer Dotou vom BDAE. Dieses Mal geht es u.a. um es um Lebensqualität, Sicherheit und den hohen Grad an Digitalisierung, um das Gesundheitssystem und die richtige Absicherung sowie um persönliche Erfahrungen, Überraschungen und die Frage, worauf man bei Mietverträgen oder steuerlich dringend achten sollte, wenn man seinen Lebensmittelpunkt nach Dubai verlagert.

    Weil es viel zu besprechen gibt, haben wir auch diese Folge wieder in drei Teile aufgeteilt. Im dritten und letzten Teil der Trilogiel geht es um die folgenden Themenschwerpunkte:

    Mindset & Umfeld in Dubai

    Kimberly Elsholz beschreibt das besondere Umfeld in Dubai, in dem viele Menschen bewusst etwas verändern wollen, und erklärt, warum dieses unternehmerische Mindset für sie so prägend ist.

    Lebensqualität & Alltag in Dubai

    Kimberly Elsholz schildert, wie sich Lebensqualität in Dubai durch Sicherheit, Service und Zeitersparnis im Alltag äußert und warum diese Faktoren für sie entscheidend sind. Außerdem erklärt sie, warum sie sich Dubai auch als Standort für eine Familie vorstellen kann und hebt insbesondere Sicherheit und Infrastruktur hervor.

    Digitalisierung & Effizienz

    Kimberly Elsholz beschreibt, wie digital und effizient Dubai organisiert ist – von Behördengängen bis zu alltäglichen Services – und warum das ihren Alltag stark vereinfacht.

    Gesundheitssystem in Dubai

    Kimberly Elsholz berichtet von ihren ersten Erfahrungen mit medizinischer Behandlung in Dubai und hebt besonders die Schnelligkeit und Erreichbarkeit hervor. Omer Dotou erläutert, warum das Gesundheitssystem in Dubai als sehr modern gilt, gleichzeitig aber vor allem mit einer hochwertigen privaten Krankenversicherung zugänglich ist.

    Arbeiten & Leben als digitaler Unternehmer

    Kimberly Elsholz erklärt, wie sie ihr Business vollständig digital aufgebaut hat und warum Dubai für sie ein passendes Umfeld für digitales Arbeiten ist.

    Wichtige Hinweise zu Steuern & Wohnsitz

    Omer Dotou weist noch einmal darauf hin, dass Steuerfreiheit in Dubai nur möglich ist, wenn kein steuerlicher Wohnsitz mehr in Deutschland besteht, und erklärt die Risiken falscher Annahmen.

    Mietverträge in Dubai

    Abschließend erklärt Omer Dotout, dass Mietverträge in Dubai häufig anders strukturiert sind als in Deutschland und meist auf ein Jahr befristet werden.

    29 min
  • Ich will dann mal weg nach Dubai – was muss man beachten? (Teil 2)
    Im Gespräch mit Kimberly Elsholz und Omer Dotou vom BDAE

    Was gehört wirklich dazu, wenn man nach Dubai auswandern will – insbesondere als Unternehmerin mit eigenen Gesellschaften? Im zweiten Teil von „Ich will da mal weg nach Dubai“ sprechen wir weiter mit Kimberly Elsholz, Gründerin von Finanznomade, die ihren Lebensmittelpunkt nach Dubai verlagert hat, und Omer Dotou vom BDAE. Dieses Mal geht es u.a. um internationale Steuerstrukturen, das Arbeiten als Finanzdienstleister im Ausland, digitale Behördengänge und den digitalen Personalausweis sowie über Themen wie Krankenversicherung, Visa, die Möglichkeiten in der Freezone und Wohnraum in Dubai.

    Weil es viel zu besprechen gibt, haben wir auch diese Folge wieder in drei Teile aufgeteilt. Im 2. Teil geht es um die folgenden Themenschwerpunkte:

    Steuern & internationale Steuerstruktur

    Kimberly Elsholz beschreibt, wie sie ihr internationales steuerliches Setup aufgebaut hat und welche Möglichkeiten es gibt, ortsunabhängig zu leben, während Omer Dotou einordnet, warum steuerliche Themen komplex und stark vom jeweiligen Zielland abhängig sind.

    Allgemeine Steuerkurse und spezialisierte Steuerexperten

    Omer Dotou erklärt, dass allgemeine Steuerkurse ein gutes Verständnis für grundlegende Zusammenhänge schaffen können, für eine rechtssichere Umsetzung jedoch meist spezialisierte Steuerexperten notwendig sind.

    Arbeiten aus dem Ausland als Finanzdienstleister

    Kimberly Elsholz erläutert, wie sie weiterhin deutsche Kunden aus dem Ausland betreut und welche unterschiedlichen Modelle es gibt, um als Finanzdienstleister international tätig zu sein.

    Digitale Behördengänge & digitaler Personalausweis

    Kimberly Elsholz erklärt, warum ein digitaler Personalausweis für sie ein zentraler Bestandteil der Auswanderung war und sie ihn extra verlängert hat.

    Dienstleister für Auswanderung & Abmeldung

    Kimberly Elsholz berichtet von Services, die Abmeldung und Kündigungen übernehmen, während Omer Dotou darauf hinweist, dass solche Dienstleistungen nur sinnvoll sind, wenn die Auswanderungsstrategie klar definiert ist.

    Krankenversicherung & Anwartschaft

    Omer Dotou erläutert das Prinzip der Anwartschaftsversicherung als Absicherung für eine spätere Rückkehr nach Deutschland und erklärt, welche Fristen und Voraussetzungen dabei zu beachten sind.

    Leben in Dubai: Visa, Freezone & Emirates-ID

    Kimberly Elsholz und Omer Dotou sprechen über die verschiedenen Möglichkeiten, in Dubai ein Visum zu erhalten, die Rahmenbedingungen für Einreise und Aufenthalt in Dubai und darüber was die Freezone ist und welche Möglichkeiten sie bietet.

    Wohnen in Dubai & Immobilienstrategie

    Kimberly Elsholz schildert ihre Erfahrungen mit dem Wohnungsmarkt in Dubai, die hohen Mietpreise und warum sie sich langfristig für den Kauf einer Immobilie entschieden hat.code text here

    25 min
  • BGV-Vertriebsvorstand: Wir laufen auf eine Knappheit in der Beratung zu
    Dr. Philipp Lechner (BGV Badische Versicherungen) zur Zukunft der Versicherungsbranche

    In dieser Folge von „Die Versicherungsbranche in 2030 Tagen“ spricht MarKo Petersohn mit Dr. Philipp Lechner, Vorstand der BGV Badische Versicherungen, über die Frage, wie sich die Branche in den kommenden Jahren konkret verändern wird – und warum es dabei weniger um einzelne Trends als um das Zusammenspiel mehrerer Entwicklungen geht. Lechner zeichnet das Bild einer Branche, die digitaler, schneller und individueller wird, gleichzeitig aber weiterhin stark vom persönlichen Vertrauen geprägt bleibt.

    Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen zum einen die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Prozesse, Kundeninteraktion und Schadenbearbeitung. Lechner beschreibt, wie KI die Informationsbeschaffung verändert, Kunden besser vorbereitet in Beratungsgespräche bringt und gleichzeitig Abläufe deutlich beschleunigt. Besonders in der Schadenregulierung könnten einfache Fälle künftig automatisiert und in Echtzeit abgewickelt werden. Dennoch macht er klar, dass Technologie die persönliche Beratung nicht ersetzt, sondern ergänzt.

    Zum anderen rückt der demografische Wandel im Vertrieb in den Fokus. Viele Vermittler stehen kurz vor dem Ruhestand, während gleichzeitig zu wenig Nachwuchs nachkommt. Lechner erwartet deshalb eine spürbare Knappheit in der Versicherungsberatung – bei gleichzeitig steigender Nachfrage. Die Branche werde es nicht schaffen, genügend neue Vermittler zu gewinnen, weshalb neue Arbeitsweisen notwendig werden. Klassische, stark manuelle Prozesse stoßen dabei zunehmend an ihre Grenzen.

    Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der veränderten Rolle der Kunden. Durch digitale Informationsangebote kommen diese besser vorbereitet in Gespräche und erwarten mehr Individualisierung und Orientierung. Für Versicherer bedeutet das eine Verschiebung der Beratungsleistung – weg von der reinen Erklärung hin zur Einordnung komplexer Themen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Transparenz, Geschwindigkeit und Service.

    Lechner sieht die Zukunft der Branche daher in einer klaren Kombination aus Mensch und Technologie. Standardisierte Aufgaben werden zunehmend automatisiert, während sich Berater auf komplexe und vertrauensintensive Themen konzentrieren. Für ihn ist klar: Ohne diese Verbindung wird es nicht möglich sein, den steigenden Bedarf an Beratung langfristig zu bedienen.

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    36 min
  • Ich will dann mal weg nach Dubai – was muss man beachten? (Teil 1)

    Was gehört wirklich dazu, wenn man nach Dubai auswandern will – insbesondere als Unternehmerin mit eigenen Gesellschaften? Im zweiten Teil von „Ich will da mal weg nach Dubai“ sprechen wir mit Kimberly Elsholz, Gründerin von Finanznomade, die ihren Lebensmittelpunkt nach Dubai verlagert hat, und Omer Dotou vom BDAE. Dabei geht es um die persönliche Entscheidungsfindung, die Unterschiede zwischen Weltreise, digitalem Nomadentum und echter Auswanderung, um unternehmerische Umstrukturierungen vor dem Wegzug sowie um die Frage, ob man tatsächlich in 30 Tagen auswandern kann – und ob das überhaupt sinnvoll ist.

    Weil es viel zu besprechen gibt, haben wir auch diese Folge wieder in drei Teile aufgeteilt. Im 1. Teil sprechen wir über die wichtigsten Grundlagen.

    1. Motivation zur Auswanderung

    Kimberly Elsholz schildert, wie aus einem zunehmenden Reiseleben der Wunsch entstand, dauerhaft im Ausland zu leben, und warum für sie der entscheidende Punkt war, nicht mehr traurig nach Deutschland zurückkehren zu müssen.

    2. Unterschied zwischen Weltreise, digitalem Nomadentum und Auswanderung

    Omer Dotou erklärt die grundlegenden Unterschiede zwischen Weltreise, digitalem Nomadentum und echter Auswanderung und macht deutlich, dass Rückkehrabsicht, rechtlicher Status und Lebensmittelpunkt die entscheidenden Kriterien sind.

    3. Vorbereitung und Struktur einer Auswanderung

    Kimberly Elsholz beschreibt, wie sie parallel zur Entscheidungsfindung ihre Wohnung auflöste, Verpflichtungen reduzierte und Schritt für Schritt die organisatorischen Voraussetzungen für den Wegzug schuf.

    4. Unternehmerische Umstrukturierung vor dem Wegzug

    Kimberliy Elsholt führt aus, wie sie ihre bestehenden Unternehmensstrukturen verändern musst, etwa Verkauf, Auflösung oder Umwandlung von Gesellschaften, bevor sie ihren Lebensmittelpunkt ins Ausland verlagern konnte.

    5. Auswandern in 30 Tagen – realistisch oder nicht?

    Omer Dotou erläutert, ob eine Auswanderung innerhalb von 30 Tagen möglich ist, welche individuellen Voraussetzungen erfüllt sein müssen und ob ein solches Tempo überhaupt sinnvoll ist.

    6. Abmeldung und organisatorische Schritte in Deutschland

    Wir sprechen darüber, wie die Abmeldung funktioniert, ob ein neuer Wohnsitz bereits feststehen muss und welche praktischen Vorbereitungen vor der Ausreise getroffen werden sollten.

    7. Dubai als Wohnort und das Zwei-Base-Modell

    Kimberly Elsholz gibt einen kleinen ersten Einblick in die Lebensrealität in Dubai, die Bedeutung eines Probewohnens vor der endgültigen Entscheidung sowie das Konzept, mit zwei festen Standorten zu leben.

    26 min
  • IDEAL-Vorstand: „Stehen wir vor Revolutionen in der Branche? Ich glaube es ehrlicherweise nicht.“
    Marc Schwetlik (Vorstand IDEAL Versicherung) zur Zukunft der Versicherungsbranche

    In dieser Folge von „Die Versicherungsbranche in 2030 Tagen“ spricht MarKo Petersohn mit Marc Schwetlik, Vorstand für Kapitalanlagen der Ideal Versicherungsgruppe, über realistische Zukunftsbilder jenseits von Hype und Heilsversprechen. Schwetlik blickt auf 35 Jahre Branchenerfahrung zurück und erklärt, warum er weder an große Disruptionen noch an radikale Umbrüche glaubt.

    Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen zum einen die wirtschaftlichen Grenzen von KI und Digitalisierung, die Rolle alter IT-Systeme und die Frage, warum Innovation für viele Versicherer vor allem eine Kostenentscheidung ist. Schwetlik macht deutlich, weshalb gerade mittelständische Häuser sehr genau abwägen müssen, ob sich neue Technologien tatsächlich rechnen.

    Zum anderen nimmt ebenfalls die Frage der Altersvorsorge und der Pflege einen großen Raum im Podcast ein. Für Marc Schwetlik ist dabei weniger die Erkenntnis das Problem – sondern das fehlende Handeln. Dass die gesetzliche Rente künftig nicht ausreichen wird, sei längst im Bewusstsein der Menschen angekommen. Dennoch bleibe die private Vorsorge für viele ein Thema, das aufgeschoben werde.

    Noch größer sei der blinde Fleck beim Thema Pflege. Zwar steige der Bedarf mit dem Älterwerden der Babyboomer-Generation massiv, doch außerhalb der Branche werde darüber kaum gesprochen. Dabei gehe es nicht nur um Versorgung, sondern häufig auch um den Schutz des eigenen Vermögens. Pflege werde schnell existenziell teuer – und zwinge Betroffene im Zweifel zum Vermögensverzehr. Für Schwetlik ist klar: Pflegevorsorge wird zwangsläufig an Bedeutung gewinnen, weil staatliche Systeme an ihre Grenzen stoßen und die demografische Entwicklung den Druck weiter erhöht.

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    49 min
  • Debeka-Vorstand: Versicherungsschutz darf kein Luxusgut werden - Der Bedarf an Orientierung & Altersvorsorge wächst
    Paul Stein (Vorstand bei der Debeka) zur Zukunft der Versicherungsbranche

    In dieser Folge spricht Paul Stein, Vorstand für Vertrieb und Personalentwicklung bei der Debeka, über die tatsächlichen Veränderungen in der Versicherungsbranche – jenseits von Schlagworten und Zukunftshype.

    Themen der Episode

    • Warum die Komplexität in der Versicherungswelt weiter zunimmt
    • Weshalb der Bedarf an Orientierung für Kundinnen und Kunden stark wächst
    • Warum persönliche Beratung nicht verschwindet, sondern eine neue Rolle einnimmt
    • Wie sich der Versicherungsvertrieb von der reinen Produktlogik löst
    • Warum hybride Vertriebsmodelle (digital & persönlich) längst Realität sind
    • Wie sich das Rollenbild des Vermittlers hin zu einem „Financial Assistant“ verändert
    • Welche Bedeutung Demografie und Altersvorsorge für die Branche haben
    • Warum Altersvorsorge kein freiwilliges Konsumprodukt ist
    • Welche Verantwortung Versicherer und Vermittler bei Erklärung und Begleitung tragen
    • Zentrale Aussagen aus dem Gespräch

      • „Der Bedarf an Orientierung wird stark zunehmen.“
      • „Der Versicherungsvertrieb wird die Rolle des persönlichen Ansprechpartners behalten.“
      • „Wir müssen weg von der reinen Produktlogik.“
      • „Im Jahr 2036 werden rund 30 Prozent der Erwerbstätigen im Ruhestand sein.“
      • „Kein Mensch wird morgens wach und sagt: Heute gönne ich mir mal eine Altersvorsorge.“
      • Für wen ist diese Folge besonders relevant?

        • Versicherungsvermittlerinnen und -vermittler
        • Führungskräfte in Versicherungsunternehmen
        • Produkt- und Vertriebsverantwortliche
        • Alle, die sich mit Altersvorsorge, Beratung und Zukunft des Vertriebs beschäftigen
        • 45 min
        • JDC Group - CEO: „Eine Online-Strecke verkauft gar nichts, wenn niemand Vertrauen aufbaut.“
          Dr. Sebastian Grabmeier (CEO JDC Group AG) zur Zukunft der Versicherungsbranche
          In unserer Podcast-Serie „Die Versicherungsbranche in 2030 Tagen“ blickt Dr. Sebastian Grabmeier, CEO der JDC Group AG, mit all seiner Erfahrung nüchtern auf die Zukunft der Branche. Keine Buzzwords, keine Tech-Euphorie oder KI-Dystrophie, sondern unaufgeregt und pragmatisch stellt er direkt zu Beginn klar, warum viele Zukunftsdebatten der Branche ins Leere laufen: „Die Versicherungsindustrie ist nicht dafür bekannt, dass sie vor Innovationen strotzt." Und genau deshalb dauert hier alles länger. Trotzdem sieht er große Veränderungen in der unmittelbaren Zukunft, denn es wird immer mehr Markt für immer weniger Vermittler, weniger Pools und weniger Versicherer geben. Was diejenigen, die weiterhin bestehen eint (es ist nicht nur Digitalisierung und KI) und was sich sonst noch alles ändern wird besprechen wir ausführlich im Podcast.
          40 min
        • Ich will dann mal weg und in Dänemark leben – was muss man beachten? (Teil 3)
          Im Gespräch mit Michael Gackstatter von TODAY und Omer Dotou vom BDAE

          Dänemark gilt als eines der innovativsten und glücklichsten Länder Europas – aber warum eigentlich? Im dritten und letzten Teil von „Ich will da mal weg und in Dänemark leben“ sprechen wir wieder mit Michael Gackstatter, dem Gründer von Today, und Omer Dotou vom BDAE. Dabei geht es u.a. darum wie KI den Versicherungsmarkt bereits heute prägt, warum dänische Versicherer deutlich profitabler arbeiten als deutsche und was Deutschland vom Innovationsvorsprung lernen kann.

          Wir schauen auf die dänische Arbeitskultur, frühe Feierabende, echte Work-Life-Balance und eine Gesellschaft, in der Familie und Kinder selbstverständlich mitgedacht werden. Außerdem geht es um Nationalstolz, sozialen Zusammenhalt, das Ankommen als Auswanderer, den Aufbau von Freundschaften sowie die Frage, ob Dänemark sogar für den Ruhestand eine echte Option ist.

          Die Antworten darauf und vieles mehr gibt’s im Podcast.

          PS: Hier können Sie sich, dass im Podcast erwähnte Magazin „Nordwärts: Auswandern nach Skandinavien“ kostenlos downloaden.

          Wir schauen auf die dänische Arbeitskultur, frühe Feierabende, echte Work-Life-Balance und eine Gesellschaft, in der Familie und Kinder selbstverständlich mitgedacht werden. Außerdem geht es um Nationalstolz, sozialen Zusammenhalt, das Ankommen als Auswanderer, den Aufbau von Freundschaften sowie die Frage, ob Dänemark sogar für den Ruhestand eine echte Option ist.

          23 min

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        Wie sieht die Versicherungsbranche in 2030 Tagen aus? Genau das fragen wir alle zwei Wochen ihre Vorstände. Wie müssen sich Versicherer verändern? Was macht KI mit Vertrieb und Schadenbearbeitung? Wer ist dann noch relevant? Und wie viele Faxe werden am 3. Februar 2030 in der Branche noch verschickt?

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