VomensBar digitale - (D)Eine offene feministische Bühne

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VomensBar digitale - (D)Eine offene feministische Bühne episodes

  • Peequality mit Lena von Missoir

    1830 wurde das erste Urinal für Personen mit Penis aufgestellt. Lena Olvedi kämpft seit Jahren für das Äquivalent für alle, die eine Vulva haben – oft gegen Vorurteile, ne Menge Stefans und Windmühlen. "Wir pupsen keine Blumen, wir pinkeln kein Glitzer! Das müsste mal ankommen bei der breiten Masse!"
    Das Missoir gibt es nun schon an einigen Orten und freut sich bei allen Nutzer*innen über Beliebtheit. Warum bleibt die flächendeckende dann Nachfrage aus?
    In dieser Folge der Vomens Bar werfen wir einen feministischen Blick auf die Causa Pipi. Spoiler: Es geht natürlich nicht nur um's Pinkeln!

    43 min
  • Über die Repräsentation von BPoC. Deep Dive mit Deborah Mannai

    Deborah Mannai möchte Deutschland verlassen. Zumindest vorübergehend.

    Sie ist in Polen und Deutschland aufgewachsen. So lange sie denken kann, haben Menschen auf sie projiziert, sie exotisiert, fetischisiert. In dieser Folge der Vomens Bar spricht sie darüber, wie wichtig Vorbilder und Repräsentation für sie waren, wo sie diese gefunden hat - und wo nicht. Sie spricht über internalisierten Rassismus, Begehren, politischen Aktivismus, (un-)sichere Räume und den Frust, den Groll und die Trauer darüber, in einer mehrheitlich weiß geprägten Gesellschaft aufzuwachsen.

    Nie war eine Vomens Bar persönlicher und nie politischer.

    1 hr
  • Über feministische Aktionskunst, Mutmuskeltraining und Radikalität

    Cesy Leonard ist Autorin und feministische Aktionskünstlerin bei Radikale Töchter. In beiden Funktionen stellt sie den Mut ins Handeln zu kommen in den Mittelpunkt. Denn Mut ist die Schaffenskraft gegen jedes Ohnmachtsgefühl. Vor allem bei weiblich sozialisierten/queeren Personen kann es Wunder bewirken, wenn der Mutmuskel gestählt wird. Aber auch bei antidemokratischen und autoritären gesellschaftlichen Entwicklungen, die uns aktuell lähmen, sollten wir weiterhin mutig sein, denn „Demokratie war eigentlich als Anti-Ohnmachtssystem gedacht und aufgebaut. Eine Demokratie funktioniert ja nur dann, wenn alle Menschen das Gefühl haben, das System lebt davon, dass sie selbstwirksam werden!"
    Diese Vomens Bar vor der Sommerpause ist eine stärkende, eine Mut machende!

    45 min
  • Kulturmarxismus, Verleumdungsklagen und Amber Heard: Warum wir es lieben, Frauen zu hassen

    Content Warning: Häusliche und patriarchale Gewalt, Online-Hass.

    Die Autorin Veronika Kracher beschäftigt sich mit den tiefsten patriarchalen Abgründen: In ihrem letzten Buch mit der Incel-Ideologie - jetzt mit der ideologischen Verbindung von Misogynie und Kulturkampf. Dafür schaut sie sich vor allem Online-Communities an und hier kennt der Hass keine Grenzen.

    In dieser Folge der Vomens Bar nimmt sie uns mit wie es nur Veronika Kracher kann: extrem schlau, gewohnt rotzig, ironisch bis zynisch und voller angebrachter Wut. Sie erklärt uns, inwiefern sich in der Ideologie des "Kulturmarxismus" Antifeminismus und Antisemitismus die Hand reichen, warum Verleumdungsklagen zum Werkzeug politischer Männlichkeiten wird und: Warum wir es lieben, Frauen zu hassen...


    Buch: Bitch hunt. Warum wir es lieben Frauen zu hassen von Veronika Kracher

    45 min
  • Bar-Abend mit der Pixi-Kollektivkneipe. Über Safer Spaces, Plena und Preispolitik.

    Das Pixi ist mehr als eine Kneipe. Die queere Kiezkneipe ist ein Zufluchtsort, ein safer space, ein Dating-Spot oder ein Ort zum heilen, darüber hinwegkommen. Oft auch ein Ort zum ausprobieren, tanzen, quatschen, diskutieren. Hier kann man mitmachen, performen oder den Mut und die Skills von anderen feiern, Wünsche äußern, man findet Support und Banden...


    Für Ali und Anna ist die Bar ihr zweites Wohnzimmer, ihr Arbeitsort und Ort zum immer wieder neu hinterfragen, reflektieren und positionieren.


    In dieser Folge sprechen die beiden liebevoll über zahlreiche schöne Momente - aber auch über Krisen: Was bedeutet es, eine Kollektivkneipe zu führen? Wie wirkt sich die aktuelle politische Lage auf eine queere Bar aus? Wie kann man verschiedenen politischen Anforderungen genügen? Und sie erzählen, warum es aktuell das Pixi selbst ist, das Hilfe braucht, nämlich im Kontext eines Crowdfundings!

    Mehr dazu auf Instagram @pixi_kollektivbar

    47 min
  • Zum Aushalten von politischen Unterschieden und Widersprüchen mit Nicole Schweiß

    „In feministischen und dekolonialen Theorien finden sich viele Stimmen, die Ambivalenz nicht fürchten, sondern als Quelle politischer Ethik begreifen. Audre Lorde spricht von der Notwendigkeit, Differenz zu leben – auch innerhalb marginalisierter Positionen. Bell hooks fordert love als radikale politische Praxis – nicht als Harmonie, sondern als Fähigkeit, in Konflikt zu bleiben, ohne zu zerstören. Diese Perspektiven fordern ein politisches Projekt der Verwundbarkeit ohne Regression. Sie betonen, dass Empowerment nicht gegen Ambivalenz immunisieren darf, sondern sie gerade zum Ausgangspunkt politischer Subjektwerdung machen muss. Empowerment heißt dann nicht: Ich bin stark und unverwundbar. Sondern: Ich bin sichtbar – auch in meinen Wiedersprüchen, in meiner Unsicherheit, in meiner Unvollständigkeit.“


    Dieses Zitat ist ein Ausschnitt eines Posts von Nicole Schweiß vom Kleine Pause Podcast. Sie denkt darin laut, wie sich emanzipatorische und antifaschistische Kämpfe zusammenkämpfen lassen, sie reflektiert selbstkritisch über autoritäre Züge von exklusiven Räumen und der praktischen Anwendbarkeit von Ambiguitätstoleranz.

    In dieser Folge der Vomens Bar denken wir den Post laut weiter. Wir fragen uns, warum wir nach Eindeutigkeit suchen, warum es gerade bei Kämpfen, wie Antirassismus oder Feminismus so schwer ist, Mehrdeutigkeit zuzulassen - und welche Konsequenzen dennoch darin liegen, es nicht zu versuchen. Fortlaufend.

    Nicht linear, nicht einheitlich, nicht gleich, sondern eben als kompliziertes Knäuel.

    1 hr 6 min
  • Mein Körper – Wessen Entscheidung?! Sibel Schick über reproduktive Gerechtigkeit

    "Wenn Schwangere nicht gebären wollen und genau dafür bestraft werden sollen, bedeutet das, es gibt faktisch einen Gebärzwang", schreibt Sibel Schick in ihrem neuen Buch "Mein Körper – Wessen Entscheidung?".

    Und damit ist eigentlich schon sehr viel gesagt. Denn: Wem nützt dieser Ist-Zustand? Wer entscheidet hier über wen?

    Oft wird von Schutz von Leben gesprochen, aber: Wessen Leben? Und, mal angenommen es ginge tatsächlich um Babys, warum findet sich dieser Einsatz für Kinderrechte, gegen Armut, gegen Diskriminierung, für Klimaschutz – kurz eine gerechtere Welt in der man gut leben kann – nicht statt?


    In dieser Vomens Bar Folge zur feministischen Streikwoche spricht Sibel Schick nicht nur sehr klar und extrem persönlich über den Ist-Zustand und patriarchale Hirnwäschen, sondern stellt auch das ganzheitliche Konzept der reproduktiven Gerechtigkeit vor.

    49 min
  • Gendergerechte Sprache und Genderverbote juristisch-feministisch eingeordnet // feat. feminist law clinic

    In einigen deutschen Bundesländern (wie Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen und Schleswig-Holstein) gibt es Einschränkungen oder Verbote für geschlechtergerechte Sprache mit Sonderzeichen (Gendersternchen, Doppelpunkt, Binnen-I) in Schulen, Hochschulen und Verwaltungen.

    Fragt ihr euch auch manchmal, wie es so weit kommen konnte?!

    Verbote, das heißt, es gibt Strafen/Konsequenzen dafür, wenn man mehr als ein Geschlecht adressieren möchte. WTF?!

    Höchste Zeit diesen Diskurs-Shift mal juristisch einordnen zu lassen. Und wer wäre dafür besser geeignet als die feminist law clinic, die Klinik unseres feministischen Vertrauens?

    Juristin Philine macht Klarschiff:
    Was haben Menschen tatsächlich zu erwarten/befürchten, die sich über die Verbote hinwegsetzen?
    Gibt es schon zivilrechtliche Verfahren deshalb und wie gingen die aus?
    Was sagt das Bundesverfassungsgericht zu genderneutraler Sprache und wie kann man sich als Bürger*in darauf berufen?
    Wie nutzen uns Grundrechte dahingehen?
    Was sagt der Rat der deutschen Rechtschreibung?
    Und: Was nun? Was tun?

    53 min
  • Gedenken neu denken mit Susanne Siegert

    Was weißt du über das Leben und die Verantwortung deiner (Ur-) Großeltern im Dritten Reich? Ein paar Familien-Mythen?

    Hast du dich schon mal mit dem Ort auseinandergesetzt, an dem du lebst oder aufgewachsen ist? Ein bisschen?


    Naja, gut...aber was weißt du genau?


    Susanne (Susi) Siegert ist Journalistin, Autorin, Content Creatorin (Instagram: @keine.erinnerungskultur) und eine der einflussreichsten Stimmen zu Gedenkarbeit in Deutschland. Der Titel ihres Buches "Gedenken neu denken" ist auch ein Appell an eine Generation, die ihre Großeltern (bald) nicht mehr fragen können - und welche Verantwortung und ehrlichen Chancen daraus erwachsen. @keine.erinnerungskultur zeichnet die historische Komplexität der Nazi-Verbrechen nach. Die Kleinteiligkeit des Contents in diesem neuen Mediums des Gedenkens zeigt im Ganzen den gewaltigen Umgang eines gesellschaftlichen Menschheitsverbrechens.

    In dieser Bonusfolge der Vomens Bar im Januar spricht sie über unversöhnliche Stimmen und Haltungen, das Sichtbarmachens von Komplexität von Opfern des NS und das Sprengen eines unilinearen Erinnerns.

    50 min
  • Resist! Weich bleiben in harten Zeiten mit Laura Lucas, Katrin Rönicke und Lena Sindermann.

    Viele Jahre Lila Podcast, feministische Themen und Diskurse – und jetzt mit dem Motto "Feminismus für alle!" ein Buch, das einige große Fragen ehrlich und reflektiert aufgreift. Das Buch hat keinerlei Scheu vor den Themen hat, die leider oft auch mal umschifft werden, weil sie an's Eingemachte gehen, möglicherweise auch mal zu Streit führen (müssen?) aber auch echte Nähe, ehrliche Solidarität und radikale Bestärkung enthalten.
    In dieser erstens Folge der Vomens Bar 2026 haben Laura, Lena und Katrin (die klugen Autorinnen) sich jeweils ein Thema aus ihrem Werk "Resist!" rausgesucht. Wir sprechen über white feminism, Kritik äußern und aushalten innerhalb politischer Diskurse, Ambiguitätsfeminismus und am Ende noch über Profeminismus – und wie man(n) eigentlich Kämpfe führt, von denen man nicht direkt betroffen ist.

    1 hr 9 min

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Früher einmal Bar-Abend im Leipziger Osten, heute monatliche Radio-Show: Die Vomens Bar ist eine offene Bühne für feministische Themen und Projekte. Philosophieren, Utopien spinnen, um-/ zer- und neudenken, haten oder ranten – wir wollen den politischen Diskurs (selbst-)kritisch, radikal und intersektional mitbestimmen und dabei dürfen sich Meinungen auch mal widersprechen.

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