wenden ... svoltare

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By Anita RossiSociety & Culture
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wenden ... svoltare episodes

  • #6 Slower, smarter, safer

    Das sind die drei Eigenschaften, die wir (nicht nur) im Tourismus künftig beherzigen werden oder beherzigen sollten – je nachdem wie optimistisch du in die Zukunft blickst. Der Tourismushistoriker und ehemalige grüne Landtagsabgeordnete Hans Heiss beschäftigt sich schon seit langem mit der Tradition des Gastgewerbes im Alpenraum, und er plädiert für einen Tourismus, der sich intelligent mäßigt, um konkurrenzfähig zu bleiben.

    Und nachdem wir alle Tourist*innen sind, viele von uns im Tourismus tätig oder indirekt mit Tourist*innen konfrontiert - und sei es, weil wir über die Gäste-Horden schimpfen, die jährlich unsere Straßen verstopfen -, sollten wir uns diesem brisanten Aspekt unseres Wirtschaftens stellen: Tourismusindustrie oder Tourismushandwerk, stetiges Wachstum oder Gesundschrumpfung? Was wünschen wir uns für die Zeit nach der Pandemie? Und welche Linie darf nicht überschritten werden, damit es uns ALLEN dabei gut geht?

    copyright Porträtfoto: Manuela Tessaro

    35 min
  • #5 Mutige Entscheidungen fällig

    Lust auf Veränderung? Mit der größtmöglichen Wirkung auf Gesundheit und Umwelt? Dann lautet das Ziel, fahrradmobil(er) sein. Die Geschäftsführerin des Ökoinstituts Südtirol Irene Senfter, selbst begeisterte Radfahrerin, mag nicht von Verzicht reden, sondern von Genuss – beim Umstieg vom passiven Verkehrsmittel Auto auf das aktive „in die Pedale Treten“.

    40% unserer Alltagswege (nicht nur in Südtirol) sind kürzer als 5 km, 20% sogar kürzer als 2,5 km, und 60% dieser Alltagswege sind kürzer als 10 km. Fast die Hälfte davon, lässt sich also mit dem Fahrrad zurücklegen. Nur wenige Gemeinden können im alpinen Raum mit einer klimatischen Entschuldigung dagegen kontern. Senfters Mantra lautet: Wir alle müssen, aber vielmehr die Politik muss mutiger entscheiden und das Auto zum geduldeten Gast und nicht mehr zum Star in unseren Dörfern und Städten machen. Was auf keinen Fall gelingt: Radmobilität zu fördern und gleichzeitig motorisierte Mobilität nicht einzuschränken. Auch in der Verkehrspolitik lauten die Schlagwörter: Mut & Rücksicht. Mehr Mut, sinnvolle, aber anfangs unsympathische Entscheidungen durchzuboxen, und mehr Rücksicht auf Fußgänger*innen und Radfahrer*innen.

    Foto: © Ivo Maier

    33 min
  • #4 Veränderung ist lebenserhaltend

    oder, wie die Vinschger sagen: Holla, stop so! Die junge Bürger*genossenschaft Obervinschgau „Da“ ist ein Gegenversuch zum alten Wachstumsdenken in der Wirtschaft. Ihre Mitglieder sagen Pfui zu einer weiteren Steigerung von Konsum und Konkurrenz, und sie sagen Hui zu mehr Kooperation und Vielfalt in einer überschaubaren Region, die ihre Identität sucht. Zugrunde liegt dieser Gemeinschaft das Wissen, dass es althergebracht nicht weitergehen gehen. Nur, wie geht es dann? Not macht erfinderisch … Die Menschen hinter der Obervinschger Bürger*genossenschaft, allen voran der Bildungswissenschaftler Armin Bernhard, haben mittlerweile eine Ahnung entwickelt, wie Alternativen aussehen könnten. Sie versuchen sich seit fünf Jahren mit praktischen Beispielen im Brückenbau vom Bisher zum Nachher, z.B. mit einer ortsnahen Lebensmittelproduktion.

    Fazit: Langfristig sinnvoll sind nur ökologisch und menschlich tragbare Projekte im Sinne eines „guten Lebens“.

    39 min
  • #3 Wie ernst nehmen wir Menschenrechte?

    Das ist eine der Fragen, die sich Daniela Unterholzner täglich stellt. Neben der Beobachtung, dass jede*r Mensch unterschiedliche Ressourcen hat, um Krisen zu bewältigen. Wer in Armut und Scham lebt, ist auch weniger resilient.

    Die junge Tisnerin leitet seit drei Jahren das neunerhaus in Wien und beobachtet zusammen mit ihrem großen Team, dass Obdachlosigkeit in Europa jünger, weiblicher und geografisch mobiler wird. Ihre Devise: Hinschauen und zwar gerade dort, wo’s weh tut, wo der Zugang zum Wohnen und zur Gesundheitsversorgung versagt sind. Und dann aus der Empörung heraus handeln, denn „Das kann doch nicht sein!“ Mit seinem Ansatz „Housing first“ – zuerst eine Wohnung, dann alles andere – ist neunerhaus in der Bekämpfung von Wohnungs- und Obdachlosigkeit erfolgreich.
    Die promovierte Historikerin und Marketing-Expertin mit Südtiroler Wurzeln sieht die größte Herausforderung der Zukunft darin, soziale und ökologische Fragen zusammenzudenken. Und Rückenwind komme gerade aus dem allgemeinen Notstand.

    copyright Foto: Christoph Liebentritt

    34 min
  • #2 Es ist Pflicht der Wissenschaft, Handlungsbedarf mitzuteilen

     „Mit einem schönen dicken elektrifizierten SUV rumzufahren, das wird’s nicht sein“, meint der Klimafolgenforscher Marc Zebisch zur Zukunft im Zeitalter der Klimaneutralität. Der wissenschaftliche Leiter am eurac-Institut für Erdbeobachtung ist auch einer der Mitbegründer von „Scientists for Future Südtirol“. Global schlittern wir einer Klimakatastrophe entgegen, erstmals in der Erdgeschichte vom Menschen verursacht. Warum die Politik immer noch zu langsam auf diesen Klimawandel reagiert, warum Greta Thunberg und Fridays for Future die Wende herbeiführen könnten und was wir alle für die Reduzierung der Treibhausemissionen tun soll(t)en, das erzählt Zebisch in dieser Folge. Auch dass ein Teil der Wirtschaft bereits kapiert hat, dass Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel und Klimaschutz ein Geschäftsfeld darstellen.

    Mein persönlicher Aha-Effekt: Der größte Beitrag, den wir Einzelne leisten können, ist das Einfordern einer anderen Politik. Erst danach kommt unser CO2-Fußabdruck mit Änderungen im Konsumverhalten.

    Fotorechte Ivo Corrà

    40 min
  • #1 Die Freiheit Rücksicht zu nehmen

    Was praktische Philosophie von Astrologie unterscheidet, beim Blick in die Kristallkugel zum Jahresbeginn 2021 und wie sie uns im Pandemie-Alltag helfen kann, das erzählt Esther Redolfi, Bozner Philosophin und Ethikerin.

    Wie steht es um deinen Hausverstand? Und ärgerst du dich auch, wenn andere ihn nicht walten lassen? Dann wirst du dich in angewandter Ethik und praktischer Philosophie wohlfühlen. Sie liefern Instrumente, um sich auf die Suche zu machen nach den großen und eben auch kleinen Fragen des Lebens. Hausverstand, aber auch Freiheit und Verantwortung sind wichtige Stichworte in der aktuellen unliebsamen Situation. Nicht anders als früher, in Antike oder Aufklärung.

    31 min
  • Best of 2020

    16 episodes, 18 protagonists, ... a lot of learning. I'm still filled with wonder and gratitude.    Bis bald - a presto!

    6 min
  • #16 Nie wieder business as usual

    in memoriam Agitu Ideo Gudeta - Soziologin, Ziegenzüchterin, Käserin und Biobäuerin (ermordet am 29.12.2020)

    Bilanz ziehen zu Jahresende: Psychohygiene beim Aufräumen und gleichzeitig Luftholen für Neues. Das tu ich mit einer Frau, die sich schwer in Schubladen pressen lässt, mit der Unternehmerin Marion Maier aus dem Südtiroler Unterland. Ihr Krisenjahr 2020 hat sie bestärkt in Lebens-Entscheidungen, hat ihren Weg geebnet für noch mehr Wandel und Engagement fürs große Ganze. Tun und nicht nur reden - lautet ihr Motto. Den Gedanken eines ganz Großen (Mahatma Gandhi) herunterbrechend auf unseren Alltag: Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht, für die Welt.

    Viel Spannendes, Inspirierendes und Gutes in der Veränderung 2021 wünsch ich dir!

    32 min
  • #15 Christmas Special 2020

    Zwei junge Südtirolerinnen in Subsahara Afrika: die eine, Julia Lantschner, in Tansania, die andere, Verena Michaeler, in Uganda. Beide leben bereits seit Jahren ihren ganz persönlichen Wandel.

    Was wissen wir darüber, wie die derzeitige Krise auch anderswo ein- und zugeschlagen hat, Menschen bewegt? Vor allem vom Süden der Welt erreichen uns nur selten Nachrichten über die üblichen Kanäle. Wenn Die Grenzen unserer Sprache die Grenzen unserer Welt sind (Wittgenstein), dann sind die Grenzen der Berichterstattung genauso die Grenzen unserer Welt. Ein Denkimpuls mit herzlichen Weihnachtsgrüßen!

    38 min
  • #14 Siamo stufe di chiedere

    Gli ultimi 30 anni di lotta contro le ingiustizie nei contronti delle donne - in Alto Adige, in Italia, nel mondo... L’avvocata e attivista per i diritti delle donne Marcella Pirrone la sa lunga sulla strada percorsa e sintetizza il momento storico: La crisi che viviamo (Covid, clima, disgregazione sociale) è indubbiamente la crisi di un modello dalla gestione maschile.

    Invece, le donne hanno retto bene all’urto, occupandosi – come sempre - del lavoro di cura, in famiglia, negli ospedali, nelle strutture per gli anziani, nelle scuole, e sono di nuovo e prevalentemente donne a guidare il cambiamento. Ma quale? „Il cambiamento che vogliamo è non lasciare dietro nessuno“, in questo crede Marcella Pirrone, che a capo della rete europea WAVE vede la necessità di implementare la Convenzione di Istanbul sulla violenza contro le donne e di rafforzare i centri antiviolenza, sempre più sotto attacco da parte di politiche di destra e sempre più depauperati dai finanziamenti pubblici.

    fotografata da Manuela Tessaro

    41 min

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