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Die Frage „Wer bist du?“, hat Martin bis vor einem Jahr noch arg umtrieben und ihn nach der Antwort suchen lassen. Er hat sich verloren gefühlt, indem, nicht zu wissen, wer er ist.
Heute weiß er, er trägt viele Seiten in sich und vor allem auch sehr gegensätzlich, die er in einem Balanceakt in Waage zu halten versucht.
Martin hat ein Leben auf Autopilot geführt und weiß heute, dass er einiges verpasst hat. Nun hat er bewusst angehalten und weiß sich wirklich wahrzunehmen.
Als Heranwachsender hat Martin durch die Alkoholsucht seines Vaters gelernt, sich selbst egal zu sein und eher die Verantwortung für andere als für sich selbst zu übernehmen. Heute durchbricht er dieses Muster immer mehr.
Wir sprachen über eine suchende Klarheit, das kontrollierte Chaos, die Entwicklung der eigenen Selbstwirksamkeit unabhängig von der Meinung anderer zu gestalten, dem Mut zum „Anderssein“, über Verwickeln und Entwickeln.
Wir haben darüber gesprochen, ob es tatsächlich Herausforderungen im Leben braucht und was wäre, wenn wir alle nur zufrieden wären. „In einem zufriedenen Zustand zu verharren, würde dir langweilig werden.“
Martin hat hat ganz spezielle Strategien, um mal seinen Kopf auszuhalten und sich etwas getraut, was ich mir (wahrscheinlich) nie getrauen würde.
Und am Ende bleibt offen: Gibt es überhaupt DIE Antwort auf Fragen des Lebens?
Ich bin sehr dankbar für das gemeinsame Gespräch mit Martin: Dankbar für sein Vertrauen, seine Offenheit, Ehrlichkeit, und Impulse, die mich ins Nachdenken gebracht haben.
Luca ist aufgewachsen in einer streng katholischen Familien, in einem kleinen Dorf in Italien, wo es nach Außen wichtig war, erfolgreich zu sein und keine Krankheiten zu haben.
Lange hat er geglaubt, dass es richtig ist, was seine Eltern sagen: Wie er sich zu verhalten, wie er Haare zu tragen und was er am Strand anzuziehen hat.
Doch in seinem Inneren hat Luca immer gemerkt, dass das alles nicht das Richtige war.
Lange Zeit in seinem Leben wurde ihm gesagt: „Du darfst nicht du selbst sein.“
Doch wurde diese getrübt von vielen Brüche. "Dann hatte ich niemanden mehr und stand alleine da.“
Heute ist Luca ein Mensch, der sich befreiter und endlich richtig in seinem Körper fühlen kann.
In unserem Gespräch sprachen wir u. a. noch über sein Vorbild, über Eigenschaften, die er an anderen Menschen nicht leiden kann, seine eigenen Regeln und dem Geduldig-Sein - und natürlich vielen mehr.
Ich möchte mich noch einmal von Herzen bei Luca für seine Offenheit, sein Vertrauen und seinen Mut, seine Geschichte mit der Welt zu teilen, bedanken!
Florian ist ein „Retter“ und lieber Mensch, der es nicht immer so zeigen kann - „harte Schale, weicher Kern“.
Als Kind ist er viel umgezogen. Deshalb sprachen wir über Kontaktabbrüche und dem Anfangen von Null.
Florian ließ Kindheitserinnerung lebhaft wieder wach werden.
Nichtsdestotrotz haben ihn besonders Freundschaften in seinem Leben geprägt und heute sagt er: „Es sind gerade Freundschaften, die das Leben ausmachen.“
In der Pubertät gehörte er nicht zur beliebten und attraktiven Clique, denn war doch eher „nerdig“. Doch retrospektiv steht er dem positiv gegenüber, denn will und muss er nicht „everybody’s darling“ sein.
Florian ist als Teenager auf dem Bauernhof und den damit verbundenen Verpflichtungen großgeworden sowie ihm vor allem eines gelehrt: Den bewussten Umgang mit Tieren.
Wir sprachen darüber, wie sich die Beziehung zu den Eltern verändert hat, einem Traum, der nie wahr werden wird, Florians Zufriedenheit und glücklich-Sein, dem Abenteuer Leben, das wir in erster Linie bei allem, was wir tun Spaß haben sollten.
Insbesondere hat mich seine Antwort in Bezug auf Florians größten Zeitfresser überrascht.
Florian sprach über Erfahrungen in seinem Leben und besonders blieb mir die Frage in Erinnerung: „Was wären wir ohne unsere Erfahrungen?“
Ich möchte mich noch einmal von Herzen bei Florian für sein Vertrauen, sein Offenheit und seinem Mut, bei diesem Podcast mitgemacht zu haben, bedanken!
Yasmin beobachtet gern Menschen in ihrem Verhalten, ihrer Gestik und Mimik. Sie redet viel, ist manchmal sehr lustig, ist aber auch mal emotional und weiß ihrer Wut Ausdruck zu verleihen. Yasmin hat ihr Element gefunden, indem sie sich wie ein Fisch im Wasser bewegt. Ihr wurde oft geraten, etwas im Büro anzufangen. Doch sieht selbst herausgefunden, wo sie sich wie ein Fisch im Wasser bewegt.
Sie konnte selbst lange ihren Körper nicht akzeptieren, hat ihn sogar gehasst. Denn sie wollte einen Körper "wie die anderen Menschen".
Heute kann sie sich endlich so zeigen wie sie ist, wehrt sich und weiß sich für sich und andere Menschen einzusetzen.
Wir sprachen über ein sehr wichtiges Thema, wofür sich Yasmin stark macht und in Zukunft noch weiter voranbringen möchte: Diversität im Theater und beim Film. Denn hier bedarf es noch einen großen Wandel, für dessen Aufklärung sie sich einsetzt.
Ich möchte mich noch einmal herzlich bei Yasmin für ihre Offenheit, ihr Vertrauen und das Sich-Einlassen auf das Gespräch bedanken!
Hazel betreibt aktiv den Sport Airsoft und sprach von der Bedeutung, die es für ihn hat und der Ablehnung, die dieser erfährt.
Hazel sagt über sich, dass er aktuell eher zwei Personen ist: Eine Person, die er nach außen hin präsentiert und die er in Bezug auf sein Hobby verkörpert. Diese Person entspricht seinem Ideal, gibt im Halt und ist die Konstante in seinem Leben. Doch es ist die Person, die er versteckt hält und die er nicht in der Öffentlichkeit zeigt
Die andere Person ist gerade auf „Findungstour“. Denn er möchte sich nach langer, langer Zeit komplett neu erfinden, nachdem er es 5 Jahre mit einem „normalen“ Leben versucht hat.
Hazel weiß, wer er gerade ist, wer er in der Vergangenheit war, aber nicht, wer er zukünftig sein möchte.
Wir sprachen über das „normale“ Leben, das Erwachsen-Sein und der Verantwortung, die damit einhergeht, dem Vertrauen in sich, aber nicht in andere Menschen, über Fehler und wann es okay ist, welche machen zu dürfen und wann nicht und noch vieles mehr.
Ich möchte mich aus tiefsten Herzen noch einmal bei Hazel für seine Bereitschaft, an diesem Gespräch teilzunehmen, Offenheit, Ehrlichkeit und sein Vertrauen bedanken!
Fidi ist ein Aktivist, Experte für leichte Sprache „super geiler Rapper“ und ein empathisch-fühlendes Wesen, der auf seinem Weg die Musikalität seiner Mutter und sprachliche Begabung seines Vaters zu nutzen weiß.
Dieser Weg hat seine Anfänge gefunden, als sein Freund im Alter von 15 Jahren mit einer Mobb-Depp-CD in sein Zimmer kommt - „und ab da ging es los.“
In unserem Gespräch sprachen wir über Wut, Spannungen und Konflikte.
Für mich ein besonders starker Satz war: „Es ist cool, auch mal zu weinen und zu sagen, etwas nicht gebacken zu bekommen.“
Wir sprachen darüber, worüber er öfter nachdenkt als ihm manchmal lieb ist, woran er heute gern wieder glauben wollen würde, welche Fragen er nicht mehr hören kann, auf welches Umdenken er in der Gesellschaft hofft und natürlich noch vieles mehr.
Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal von Herzen bei Fidi für die Einblicke in sein Leben, Denken und Handeln bedanken!
Nelli ist ein unabhängiger, freiheitsliebender, emotionaler und sensibler Mensch, der viele Dinge hinterfragt. Ihre innere Kritikerin hat manchmal eine sehr laute Stimme, die sie zu bändigen versucht.
Nelli hat in den letzten Jahren „immer wieder in der Scheiße gerührt“, „in den Abgrund geschaut“ und immer wieder hingeguckt, was schief gelaufen ist in der Kind- und Jugendzeit. Deren Aufarbeitung hat sie viel Zeit gewidmet und gesehen: Das ist da und das wird bleiben. Die Frage ist eben nur, wie man eben damit umgeht.
Besonders emotional hat Nelli davon erzählt, dass sie über 10 Jahre große Angst davor hatte, außerhalb bzw. in einem Restaurant zu essen, was ihr Leben drastisch eingeschränkt hat.
Wir sprachen noch über Therapie als Privileg, Vorurteile und Schubladen und warum man sich nicht von unrealistischen Hoffnungen trennen sollte.
Ich möchte mich noch einmal bei Nelli für ihre Einblicke und dem Zeigen ihrer Emotionen und auch Tränen in diesem Gespräch bedanken!
TRIGGERWARNUNG: Bitte, bitte hör diese Folge mit Vorsicht und achte beim Hören gut auf dich! Insbesondere wenn du von diesen Themen betroffen bist oder Menschen kennst, die betroffen sind.
Du hörst ein sehr intensives Gespräch, in dem Christoph schonungslos und ehrlich über seine zutiefst erschütternde Lebensgeschichte spricht - über sein Suchtverhalten, Psychosen und seinen Suizidversuchen.
Christoph ist auf dem Weg zu seiner eigenen Identität, denn er hat ein Leben gelebt, was durch Drogen bestimmt war und indem er sich selbst verloren hatte.
Doch bei all der Schwere haben wir auch darüber gesprochen, warum das Leben schön ist, welche Träume Christoph hat und was ihm letztlich geholfen hat, seinem Leben eine neue Richtung zu geben.
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal zum Ausdruck bringen, wie sehr mich diese Lebensgeschichte berührt, erschüttert und gleichzeitig beeindruckt hat. Für mich ist Christoph ein unglaublich starker Mensch, bei dem ich mich von Herzen für seine Ehrlichkeit, Offenheit und sein Vertrauen bedanken möchte!
In diesem Gespräch lernst du einen Mensch im Wandel kennen, der viele, neue Dinge ausprobiert, ein Problem mit Stillstand hat, immer was zu tun haben muss und sich gleichzeitig fragt, wann er mal wieder zu Ruhe kommen wird.
Sascha erfährt zeitweise schon deutliche Signale seines Körpers und trotzdem fällt es ihm mitunter schwer anzuhalten. Dabei geht u. a. um die Angst, etwas im Leben zu verpassen. Denn Sascha hat durch Panikattacken Momente erlebt, in denen er glaubte, sein Herz würde stehenbleiben.
Wir haben über diesen "man" gesprochen, der bei Sascha frühzeitig die Fragen ausgelöst hat: Wer ist das? Wo wohnt der? Und warum ist der eigentlich überall.
Und wir hatten einen "Gast" im Gespräch, nämlich Saschas Wohlbefinden.
Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal von Herzen bei Sascha bedanken - für den offenen und vertrauensvollen Einblick in sein Leben sowie einem Gespräch voller Tiefgang, Humor und Leichtigkeit.
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