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Weil sich die Österreicher:innen das Skifahren nicht mehr leisten können oder wollen, setzt der Salzburger Tourismus jetzt auf Skigäste aus den USA oder China. Doch in Zeiten des Klimawandels um Wintergäste auf den USA und aus China zu werben ist paradox. Die Anreise mit dem Flugzeug befeuert die Erderwärmung und zerstört somit die Lebensgrundlage des Skitourismus.
Die Tourismusindustrie bewirbt sich damit selbst für den Darwin Award. Er wird normalerweise an Menschen verliehen, die sich durch verblüffenden Fehleinsatz von Urteilsvermögen selbst eliminieren. Trifft auch auf den Skitourismus zu: Im Angesicht der Klimakrise, von der er selbst hart getroffen ist, lockt er Leute an, die durch ihre Flugreise die Erderwärmung noch befeuern.
Stefanie Ruep spricht in dieser Episode mit Laura Anninger, Umweltjournalistin und Autorin, über Wintersport in Zeiten des Klimawandels.
Mehr dazu könnt ihr im Werkspost-Kommentar „Der Salzburger Skitourismus bewirbt sich für den Darwin Award“ von Stefanie Ruep lesen.
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Redaktion: Stefanie Ruep
Produktion/Technik: Christian Veichtlbauer
Die Salzburger Landesregierung will Beschäftigten im Pflege- und Sozialbereich ihren Bonus streichen und stattdessen für das Landesbudget verwenden. Laut dem Soziallandesrat Wolfgang Fürweger (FPÖ) war der Bonus ein Ausgleich für die erhöhten Anforderungen an Beschäftigte während der Corona-Pandemie. Diese Anforderungen seien jetzt vorbei.
Abgesehen davon, dass der Zuschuss inhaltlich wie gesetzlich weit über die Pandemie hinausgeht, sind wir vor weiteren Gesundheitskrisen nicht gefeit. Wenn wir jetzt die Situation in der Pflege verschlechtern, müssen wir im Ernstfall mit noch drastischeren Situationen rechnen.
Das Steichen des Bonus könnte ihn auch österreichweit aufs Spiel setzen und zeigt, dass die in der Coronakrise gepriesene Wertschätzung der Pflege vergessen ist. Statt den Zuschuss zu kürzen, braucht es dauerhaft mehr Gehalt für alle im Gesundheits- und Sozialbereich.
Flora Platzer spricht in dieser Episode mit Christoph Eschbacher, Betriebsrat bei der Lebenshilfe Salzburg, über den Pflegebonus.
Mehr dazu könnt ihr im Werkspost-Kommentar „Sparkurs auf Kosten der Gesundheit“ von Flora Platzer lesen.
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Redaktion: Flora Platzer
Produktion/Technik: Christian Veichtlbauer
Eine moderne Kommunikation steht vor der Herausforderung, eine Bevölkerung, die in ihrem Medienverhalten noch nie so heterogen war wie jetzt, bestmöglich zu erreichen. Gerade im Falle von Katastrophen ist das unerlässlich. Dass Ressourcen aufgewendet werden müssen, um diese 360°-Kommunikation reibungslos zu gewährleisten, ist alles andere als anrüchig. Das Problem des LMZ ist anders gelagert – wenngleich die Kritik am überbordenden Apparat und der großzügigen Ausstattung nicht gänzlich vom Tisch zu wischen ist.
Mittelfristig mag sich eine derartige Kommunikation wohl positiv auf die eigene Bekanntheit und die damit verbundenen Sympathiewerte auswirken. Auf lange Sicht lassen sich Wähler*innen aber ungern eine heile Welt vorgaukeln. Zumal man bedenken muss, dass eine derartige Polit-Show mit öffentlichen Mitteln bestritten wird.
Mit Heidi Huber steht nun zweifellos eine Frau an der Spitze des LMZ, die mehr als genau weiß, wo die Grenze zwischen PR, Journalismus und Kommunikation, die einzig im Dienste der Bürger*innen steht, verläuft. Dieses Wissen gilt es nun in die Praxis zu überführen. Ansonsten bewahrheitet sich das leicht abgewandelte Bonmot des ehemaligen ZiB-2-Moderators Robert Hochner, wonach die Rache der Journalist*innen am Landesmedienzentrum das Archiv ist – abermals.
David Mehlhart spricht in dieser Episode mit Stefan Gadringer (Kommunikationswissenschafter von der Uni Salzburg) und Matthias Nagl (Journalist bei der Salzburger Kronen Zeitung) über das Landesmedienzentrum.
Mehr dazu könnt ihr im Werkspost-Kommentar „Selbstapplaus ist kein Regierungsprogramm“ von David Mehlhart lesen.
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Redaktion: David Mehlhart
Produktion/Technik: Christian Veichtlbauer
Während Millionen in Tourismus und Standortmarketing fließen, bleibt die Jugendpolitik eine Randnotiz. Dabei wird die Zukunft nicht einfacher. Künstliche Intelligenz, Klimakrise, politische Spaltung – all das trifft Salzburgs Jugend mit voller Wucht. Laut dem Zukunftsreport „Salzburg 2034“ welcher vom What´s Next Institute im Auftrag der Jungen Wirtschaft Salzburg veröffentlicht wurde, verändern Automatisierung und KI besonders jene Berufe, in denen junge Menschen arbeiten. Wer keinen Zugang zu digitaler Bildung hat, wird abgehängt. Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich weiter. Reiche profitieren von immer mehr Vermögenszuwächsen, während der Rest der Gesellschaft mit stagnierenden Löhnen und steigenden Mieten kämpft. Die politische Polarisierung verstärkt das Gefühl, dass die Sorgen junger Menschen niemand hören will.
Lukas Oberauer spricht mit Wolfgang Loidl, Sozialarbeiter beim Verein Spektrum, über das Aufwachsen in Krisenzeiten.
Mehr dazu könnt ihr im Werkspost-Kommentar „Aufwachsen in Krisenzeiten“ von Lukas Oberauer lesen.
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Redaktion: Lukas Oberauer
Technik: Christian Veichtlbauer
Die Versprechen im Arbeitsübereinkommen der Stadtregierung sind groß: Der Radverkehrsanteil soll von 23 auf 30 Prozent in der Stadt erhöht werden. Das Budget für Radwege wurde auf vier Millionen Euro verdoppelt. Und auch für Fußgänger sollte mehr Platz geschaffen. Mit der Rot-Rot-Grünen Stadtregierung gibt es die historische Chance etwas zu ändern. Nun muss Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) diese ergreifen und mutig die jahrelangen Baustellen im Rad- und Fußverkehr angehen. Ohne Mut wird sich im Salzburger Verkehr nichts ändern. Der Gewöhnungseffekt wird sich einstellen und die Unkenrufe der Altstadtkaufleute werden verstummen.
Stefanie Ruep spricht mit dem neuen Koordinator für Aktive Mobilität, Samuel Felbermair, über Platz für Radwege und Fußgänger:innen in Salzburg.
Mehr dazu könnt ihr im Werkspost-Kommentar „Schafft jetzt Platz für Radfahrerinnen und Fußgänger“ von Stefanie Ruep lesen.
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Redaktion: Stefanie Ruep
Technik: Christian Veichtlbauer
In Österreich scheint noch nicht angekommen zu sein, dass verbale Übergriffe oft auch tatsächlich der Anfang physischer Grenzüberschreitungen sein können. Zwar gab es bereits auf Bundesebene einige Bemühungen, mehr Maßnahmen zum Schutz von Frauen und gegen sexuelle Belästigung generell zu fördern, doch wäre als Ergänzung ein konkretes Gesetz von Bedeutung. Der Salzburger Jugendlandtag 2024 sah das ähnlich und forderte eine Verankerung im Gesetz von Strafbeständen rund um Catcalling.
Im Gespräch mit der Frauenbeauftragten der Stadt Salzburg, Alexandra Schmidt, thematisiert Natalija Traxler sexuelle Belästigung im öffentlichen Raum.
Mehr dazu könnt ihr im Werkspost-Kommentar „Ungebeten, unangebracht“ von Natalija Traxler lesen.
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Redaktion: Natalija Traxler
Technik: Christian Veichtlbauer
Ist also Rot-Rot-Grün schon am Ende? Nein. Das Budget 2026 werden die drei Parteien voraussichtlich gemeinsam tragen. Nach nur einem Jahr das gemeinsame Programm zu kippen, kann sich keine Fraktion politisch leisten. Spannend wird das Budget 2027 – quasi das Halbzeitbudget. Bleibt die SPÖ bei ihrer Linie und geht weiter auf Konfrontation, wird die KPÖ wohl abspringen. Dann müssten SPÖ und Bürgerliste versuchen, gemeinsam mit der ÖVP ein Budget zu basteln.
Im Gespräch mit dem ehem. Büroleiter des Kurier in Salzburg, Roman Hinterseer, und David Mehlhart von der Radiofabrik bilanziert Thomas Neuhold ein Jahr rot-rot-grüne Stadtregierung in Salzburg.
Mehr dazu könnt ihr im Werkspost-Kommentar „Rot-Rot-Grün steht auf wackeligen Beinen“ von Thomas Neuhold lesen.
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Redaktion: Thomas Neuhold
Technik: Christian Veichtlbauer
Der Fortbestand von Nebenbahnen ist richtungsweisend in der Frage nach der Mobilitätswende, die an einem entscheidenden Punkt zu entgleisen droht. Während große Bahnprojekte verschoben und kleinere Strecken gleich ganz infrage gestellt werden, steht das Rückgrat regionaler Erreichbarkeit auf der Kippe. Sie gelten als unrentabel, zu wenig genutzt und zu teuer. Daher sollen die sogenannten Nebenbahnen oft gegen Busverbindungen eingetauscht werden. Doch wer das fordert, hat die Rechnung ohne den gesellschaftlichen, ökologischen und infrastrukturellen Wert der Nebenbahnen gemacht.
Denn Züge sind nicht nur klimafreundlicher und verlässlicher als Busse. Strecken wie die Salzburger Lokalbahn zeigen, wenn man investiert statt streicht, steigen auch die Fahrgastzahlen. Trotzdem kürzt der Bund die Fördermittel aus budgetären Gründen massiv. Private Bahnen müssen Projekte redimensionieren, ausgerechnet jetzt, wo Klimaziele und Verkehrsverlagerung auf der politischen Agenda stehen sollten.
Im Gespräch mit Martin Loidl vom Mobility Lab der Universität Salzburg thematisiert Flora Platzer unter anderem die Frage, welche Rolle Nebenbahnen im System des öffentlichen Verkehrs spielen.
Mehr dazu könnt ihr auch im Werkspost-Kommentar „Nebenbahnen sind nicht nebensächlich!“ von Flora Platzer lesen.
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Technik: Christian Veichtlbauer
Salzburg steht wie kaum eine andere Stadt für Hochkultur: Festspiele, Mozart, barocke Kulisse und der ewige Klang von Sound of Music. Doch die Clubkultur geht dabei oft unter. Sie ist genauso Teil dieser Stadt, genauso bedeutend – aber kaum sichtbar und kaum gefördert.
Clubkultur ist nicht nur nächtliches Feiern. Sie ist Rückzugsort, Freiraum, Begegnung. Für viele ist sie der sogenannte Third Space – ein Ort jenseits von Arbeit und zuhause, an dem man sich frei entfalten, ausprobieren und dazugehören kann. Gerade für queere, junge oder marginalisierte Menschen ist sie essentiell. Doch in Salzburg fehlt es an vielem: an politischen Visionen, an struktureller Unterstützung, an sicheren Räumen. Veranstalter:innen kämpfen mit fehlender Barrierefreiheit, Lärmbeschränkungen und einem Kulturbegriff, der Clubkultur meist nur mitmeint – aber selten mitträgt.
Die Salzburger Club Commission setzt sich für die Szene ein, organisiert Workshops, fordert Förderungen und vernetzt Akteur:innen. Erste Erfolge wie die Abschaffung der Vergnügungssteuer in der Stadt zeigen, dass Veränderung möglich ist. Aber es braucht mehr.
Im Gespräch mit Jonathan Zott vom Rockhouse und Sebastian Linz von der ARGEkultur thematisiert Lukas Oberauer unter anderem die Frage, wie es um die Clubkultur in Salzburg steht.
Mehr dazu könnt ihr auch im Werkspost-Kommentar „Clubkultur muss ins Licht!“ von Lukas Oberauer lesen.
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Redaktion: Lukas Oberauer
Technik: Christian Veichtlbauer
Unter dem Deckmantel touristischer Entwicklung wurde in der Vergangenheit oft Stück für Stück und ohne Plan umgewidmet, tatsächlich aber mit Blick auf kurzfristige Gewinne für wenige. In vielen Gemeinden Salzburgs, insbesondere im Pinzgau, wurden über Jahre hinweg großzügig Flächen gewidmet – auf Druck von Investoren, mit dem Versprechen von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung. Doch statt nachhaltigem Tourismus entstanden Chalet-Geisterdörfer, Spekulationsruinen und juristische Baustellen. Hinter vielen dieser Projekte stecken sogenannte Buy-to-let-Modelle, die Investoren hohe Renditen versprechen.
Jahrelang fehlte die Kontrolle und mit ihr ein klares politisches Konzept für Raumordnung und Bodennutzung. Bürgermeister entschieden über Widmungen, oft mit einem Auge auf die Gemeindekasse, aber selten mit einem Plan für die Zukunft. Spekulanten schufen an schönsten Flecken des Landes Projekte wie das Six-Senses-Resort am Pass Thurn – exemplarisch für eine Politik des Durchwinkens, in der Umwelt, Gemeinwohl und Rechtssicherheit oft das Nachsehen hatten.
Erst ein verheerender Bericht des Landesrechnungshofs und ein Urteil des Verfassungsgerichtshofs brachten Bewegung ins System. Seit zwei Jahren gibt es eine zentrale Grundverkehrsbehörde – ein erster Schritt. Doch reicht das? Oder braucht es eine noch radikalere Neuausrichtung der Raumplanung, hin zu mehr Kontrolle, Transparenz und Verantwortung auf Landesebene?
Im Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Simon Heilig-Hofbauer thematisiert Stefanie Ruep unter anderem die Frage, warum die Pleite der Alpine Familiy Group symptomatisch für den Ausverkauf der Heimat steht.
Mehr dazu könnt ihr im Werkspost-Kommentar „Beim Geschäft mit dem Betongold wurde zu lange weggesehen“ von Stefanie Ruep lesen.
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