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Die Debatte um Klimaschutz dreht sich häufig um das Verhalten von Verbraucher/innen. Doch haben es die Einzelnen überhaupt in der Hand, CO2-Emissionen zu senken? Oder muss das Wirtschaftssystem insgesamt geändert werden, um Klimaziele zu erreichen?
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Die Kosten in der gesetzlichen Krankenversicherung steigen deutlich stärker als die Einnahmen. Damit die Finanzierung der Krankenkassen nicht ins Wanken gerät und die Versicherten stärker belastet, hat Bundesgesundheitsminister Kaul Lauterbach eine Reform vorgeschlagen. ZEW-Gesundheitsexperte Dr. Simon Reif ordnet den jüngst veröffentlichten Referentenentwurf des Gesetzes im Gespräch mit Podcast-Host Dominic Egger ein.
Werden die Finanzierungslasten in Lauterbachs Vorschlag gerecht verteilt? Wie sinnvoll ist die Solidaritätsabgabe für die Pharmaindustrie? Wie sinnvoll ist das Reformpaket aus ökonomischer Sicht?
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Um die Klimaziele zu erreichen, spielt die Wärmewende eine bedeutende Rolle. Außerdem ist der Austausch fossiler Heizungssysteme durch den Krieg in der Ukraine und die drohende Gas-Knappheit noch dringlicher geworden.
Anhand des Erneuerbaren Wärmegesetzes in Baden-Württemberg hat ZEW-Umweltökonomin Prof. Kathrine von Graevenitz erforscht, wie wirkungsvoll gesetzliche Mindeststandards für den Ausbau klimafreundlicherer Heizungen sind. Im Gespräch mit Podcast-Host Carola Hesch spricht sie unter anderem über diese Fragen:
Wie wirkt sich ein erneuerbarer Pflichtanteil in der Praxis aus? Wie kann der Gesetzgeber Haushalte durch Förderung zum Umstieg auf erneuerbare Wärme motivieren? Was kann die Bundesregierung vom Beispiel Baden-Württemberg lernen?
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Mit der geplanten Einführung eines sozialen Klimagelds sorgt Arbeitsminister Hubertus Heil derzeit für Aufregung. Im Zusammenhang mit den steigenden Energiepreisen soll das Klimageld Menschen mit niedrigem oder mittlerem Einkommen langfristig entlasten. Die Idee eines Klimageldes wurde bereits vergangenes Jahr im Koalitionsvertrag der Ampel-Koalition vereinbart.
Aber wie sozial ist das geplante Klimageld wirklich? Wie viel „Klima“ steckt noch im aktuell diskutierten Vorschlag? Und gibt es vielleicht eine bessere Alternative zu einem neuen Sozialtransfer? Diese und weitere Fragen zum Thema Klimageld ordnet ZEW-Verteilungsexperte Dr. Holger Stichnoth im Gespräch mit Podcast-Host Dominic Egger für uns ein.
Die Folge wurde am 1. Juni 2022 aufgezeichnet.
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Worauf kommt es bei Ausgründungen aus der Wissenschaft an? Inwiefern unterscheiden sich Forschen und Gründen? Und wie wirken öffentliche Förderprogramme?
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1,3 Millionen Osteuropäer/-innen arbeiteten 2020 sozialversicherungspflichtig in Deutschland. In der aktuellen Folge des #ZEWPodcasts „Wirtschaft • Forschung • Debatten“ beschreibt Katrin Sommerfeld, tätig für den Forschungsbereich „Arbeitsmärkte und Sozialversicherungen“, in welchen Berufsgruppen Osteuropäer/-innen überproportional oft arbeiten. Außerdem erklärt sie, wie Deutschland auch in Zukunft von osteuropäischen Arbeitskräften profitieren kann.
Die Beschäftigten aus den EU-8 und EU-2 arbeiten am häufigsten in der Post- und Lagerwirtschaft (170.000 Beschäftigte), in der Fahrzeugführung (107.000) und in der Reinigung (102.000), so das Ergebnis einer im April erschienenen ZEW-Kurzexpertise. Insbesondere in der Lagerwirtschaft sei ein großes Beschäftigungswachstum festzustellen, erklärt Mitautorin Sommerfeld im Podcast. „Die Zahl an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten der EU-8 Länder hat sich hier seit 2011 mehr als versiebenfacht, aus den EU-2 Ländern, Bulgarien und Rumänien, hat sich die Beschäftigung um den Faktor 24 vergrößert“, so Sommerfeld.
Zudem arbeiten Beschäftigte aus den neuen EU-Ländern oft in Berufsgruppen, welche Fachkräfte-Engpässe aufweisen. 43 Prozent der osteuropäischen Beschäftigten arbeiten in Engpass-Berufen, während es bei den Einheimischen nur rund 32 Prozent sind. „Das ist ein Hinweis darauf, dass sie überproportional in Engpassberufen arbeiten und dementsprechend tendenziell zu einer Entlastung des deutschen Arbeitsmarktes beitragen“, sagt Sommerfeld.
Damit politische Maßnahmen in Zukunft besser evaluiert werden können, sei zudem der Aufbau entsprechender Datenstrukturen erforderlich - um so auch andere Beschäftigungsformen wie Entsendungen oder Selbstständigkeit wissenschaftlich erfassen zu können. „Gerade im Bereich der häuslichen Pflege ist die Datenlage sehr unübersichtlich“, kritisiert Sommerfeld.
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Wer ein Haus oder eine Eigentumswohnung besitzt und im Alter Geld braucht, für den gibt es verschiedene Finanzmodelle. In der aktuellen Folge des #ZEWPodcasts „Wirtschaft • Forschung • Debatten“ beschreibt Karolin Kirschenmann, tätig für den Forschungsbereich „Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement“, die Vor- und Nachteile der auf dem Markt befindlichen Verrentungsprodukte und erklärt, welche Rahmenbedingungen die Politik hier setzen könnte.
„Bisher haben Haushalte in Deutschland meistens mit dem Gedanken in eine Immobilie gespart, dass sie im Alter mietfrei wohnen können“, sagt Kirschenmann im Podcast. Ein neuer Gedanke sei es nun, „dass man letztendlich das Geld, das in der Immobilie steckt, aus den Steinen herauslösen kann.“
Je nach individuellen Bedürfnissen kommen hierfür unterschiedliche Produkte in Frage: Das Modell der Leibrente ermöglicht einen Verkauf der Immobilie an einen Anbieter – im Gegenzug bekommt man je nach Vereinbarung eine lebenslange Rente oder Rente auf Zeit und muss sich nicht mehr um die Instandhaltung der Immobilie kümmern. Anders ist dies etwa bei einem Verkauf mit Nießbrauch: Hier bleibt man auch nach Verkauf für die Instandhaltung verantwortlich und kann die Immobilie auch nach einem Auszug noch weiter vermieten. Ebenso gibt es Modelle, bei der man nur einen Teil des Hauses verkauft und dem neuen Miteigentümer ein monatliches Nutzungsentgelt bezahlt.
Von der Politik wünscht sich Kirschenmann eine stärkere regulatorische Begleitung: „Ich würde ganz klar dafür plädieren, dass man anfängt, Mindeststandards einzuführen, um für eine bessere Orientierung für die Verbraucherinnen und Verbraucher zu sorgen.“
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Würden Sie Ihr Haus verrenten? Schreiben Sie uns. Wir freuen uns über Ihr Feedback an [email protected].
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Der 7. März 2022 markiert in Deutschland symbolisch den Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern. Denn berücksichtigt man die aktuelle Lohnlücke von 18 Prozent, arbeiten Frauen statistisch 66 Tage unentgeltlich. In der aktuellen Folge des #ZEWPodcasts „Wirtschaft • Forschung • Debatten“ beschreibt Melanie Arntz, tätig für den Forschungsbereich „Arbeitsmärkte und Personalmanagement“, die verschiedenen Ursachen der geschlechtsspezifischen Lohnlücke. Außerdem spricht sie über den EU-Aktionsplan für Gleichstellung, das Elterngeld und die Herausforderungen der Digitalisierung.
Arntz betont im Podcast, dass die unterschiedlichen Berufspräferenzen von Frauen und Männern nur eine von vielen Ursachen für die anhaltende Lohnlücke sind. Hinzu komme vielfach Teilzeitarbeit, mehr Erwerbsunterbrechungen wegen Kindererziehung und der Pflege Angehöriger sowie die Tatsache, dass Frauen statistisch in schlechter entlohnenden Firmen arbeiten. Mit Blick auf die zukünftige Arbeitswelt betont die Ökonomin: „Es kann gut sein, dass die Digitalisierung zu einer wachsenden Lohnlücke beiträgt“. Daher sei es wichtig, bei arbeitsmarktwirksamen Programmen - wenn es etwa um digitale Fähigkeiten geht - die Genderperspektive mitzudenken und Frauen in jungen Jahren aber auch entlang des gesamten Lebensverlaufs den nötigen Zugang zu eröffnen, so Arntz.
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Wie denken Sie über den Gender Pay Gap? Wir freuen uns über Ihr Feedback an [email protected].
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Deutschland muss sich infolge des Klimawandels häufiger auf schwere Hochwasserkatastrophen einstellen. Nicht zuletzt „Tief Bernd“ zeigte, welch zerstörerisches Ausmaß Extremwetterereignisse auch hierzulande haben können. In der aktuellen Folge des #ZEWPodcasts „Wirtschaft • Forschung • Debatten“ beschreibt Daniel Osberghaus, tätig für die Projektgruppe „Umwelt- und Ressourcenökonomik, Umweltmanagement“, verschiedene Maßnahmen, wie man sich gegen Hochwasser besser schützen kann. Er spricht über technische Vorsorgemöglichkeiten für das eigene Haus, über die Vor- und Nachteile einer Versicherungspflicht und wie andere Länder Hochwasservorsorge betreiben.
Osberghaus betont im Podcast, dass nicht nur Menschen in unmittelbarer Flussnähe von Hochwasserereignissen betroffen sein können und viele Menschen sich den Gefahren nicht bewusst wären. Dabei muss Hochwasservorsorge gar nicht kompliziert sein: „Bei weniger extremen Hochwasserereignissen helfen oft schon technisch einfach umsetzbare Möglichkeiten, die auch an Bestandsbauten durchführbar sind“, so der Experte. Zum Beispiel könne man Kellerschächte mit einer einfachen Backsteinreihe abdichten, wasserresistente Böden verlegen und Wertgegenstände in höheren Stockwerken lagern. Auch empfiehlt Osberghaus, Öltanks zu sichern sowie eine Rückstauklappe einzubauen, damit das Abwasser nicht durch die Kanalisation in das Haus zurückströmen kann.
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Auf eine steuerliche Revolution haben sich die Finanzminister von 134 Ländern der OECD-Staaten, also der weltweit führenden Industrienationen, geeinigt: Ein globaler Mindeststeuersatz von 15 Prozent soll es internationalen Konzernen schwerer machen, ihre Gewinne am heimischen Finanzamt vorbei, in Steueroasen zu verschieben.
In der aktuellen Folge des #ZEWPodcasts „Wirtschaft · Forschung · Debatten“ stellt Christopher Ludwig, wissenschaftlicher Mitarbeiter im ZEW-Forschungsbereich „Unternehmensbesteuerung und öffentliche Finanzwirtschaft“, aber auch die zweite Säule der weltweiten Steuerreformen vor: die globale Gewinnverteilung.
Der ZEW-Ökonom erklärt, warum es absolut notwendig ist, die veralteten Steuerregeln an digitale, global agierende Unternehmen des 21. Jahrhunderts anzupassen. Auf der anderen Seite sieht Ludwig aber auch Konfliktpotential. Die neuen Regeln könnten diplomatische Krisen auszulösen, wenn der deutsche Staat etwa künftig darauf vertrauen muss, dass Länder wie China „völlig freiwillig einen Teil ihres Steuerkuchens abgeben“, sagt Ludwig.
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