Wissen schafft Sprache

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By Verena HofstätterScienceEducation
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Wissen schafft Sprache episodes

  • S4E2 Wie alt ist die deutsche Sprache?
    Deutsch zählt zu den 10 meistgesprochenen Sprachen der Welt. Doch woher kommt diese Sprache? Wieso verstehen wir deutsche Texte aus dem Mittelalter nicht mehr? Und warum muss man sich als Lerner*in mit Artikeln und komplizierten Adjektivendungen quälen? Um das herauszufinden, reisen wir heute in der Geschichte zurück und sehen uns an, wie sich die deutsche Sprache mit der Zeit verändert hat, um schließlich zu dem zu werden, was wir heute sprechen.

    Literatur:

    Haarmann, Harald (2010) | Rieke, Jörg (2021)
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    Wenn du gern Dinge über Sprache hörst, kannst du dieses Projekt ganz einfach unterstützen, indem du den Podcast bewertet oder ihn anderen weiterempfiehlst. Auch Feedback zu den Themen der einzelnen Folgen sammle ich fleißig auf Instagram und Twitter oder per E-Mail unter [email protected].

    Auf der Website vom Lehrwerk gibt es alle Folgen von [vɪsn̩ʃaftʃpʁɑːχə] zum Nachhören und Nachlesen.

    Die Musik in dieser Episode stammt von SoulProdMusic.
    19 min
  • S4E1 Haben die Inuit 100 Wörter für Schnee?
    Okay, Schnee ist weird. Und Anfang April, will auch niemand mehr etwas über Schnee hören. Schon gut. Aber passt auf: Es gibt da eine Legende, die sich schon ziemlich lange hält. Und die geht so: Die Inuit haben 100 Wörter für Schnee. Klingt logisch. Wenn schon 100 Wörter für ein Wetterphänomen, dann Schnee. Vor allem in der Arktis. Oder etwa nicht? Was ist dran an dieser Behauptung? Woher kommt sie? Und warum ist sie so schwer zu widerlegen? Das und mehr gibt’s in dieser Folge.

    Literatur:

    Dorais, Louis-Jacques (2010) | Ernst, Oliver et al. (2011) | Nowak, Elke (2002) | Pullum, Geoffrey (1989)

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    Die Musik in dieser Episode stammt von SoulProdMusic.
    18 min
  • WS1E3 Ver-rückte Wörter: One big World
    Wir Menschen sind erfinderisch. Wir haben das Rad erfunden, die Demokratie, den Sollbruchstellenverursacher und: Sprache. Heute sprechen etwa 9 Milliarden Menschen rund 7.000 Sprachen weltweit. Dafür braucht man nicht nur schlaue Köpfe, sondern auch einen ganzen Haufen Wörter. In dieser Ministaffel zwischen den Jahreszeiten geht es also nur um eines: Wörter und ihre Übersetzungen.

    Eine Auswahl aus dieser Episode:

    • akihi (Hawaiianisch)
    • litost (Tschechisch)
    • kalpa (Sanskrit)

    Schaltet ein, um die Bedeutung dieser und noch vieler weiterer Wörter zum Thema "Welt_anschauungen" zu hören.

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    Die Musik in dieser Episode stammt von SoulProdMusic.
    5 min
  • WS1E2 Ver-rückte Wörter: Being with People
    Wir Menschen sind erfinderisch. Wir haben das Rad erfunden, die Demokratie, den Sollbruchstellenverursacher und: Sprache. Heute sprechen etwa 9 Milliarden Menschen rund 7.000 Sprachen weltweit. Dafür braucht man nicht nur schlaue Köpfe, sondern auch einen ganzen Haufen Wörter. In dieser Ministaffel zwischen den Jahreszeiten geht es also nur um eines: Wörter und ihre Übersetzungen.

    Eine Auswahl aus dieser Episode:

    • iktsuarpok (Inuktitut)
    • mokita (Kivila)
    • ilunga (Tshiluba)

    Schaltet ein, um die Bedeutung dieser und noch vieler weiterer Wörter zum Thema "Zusammen l(i)eben" zu hören.

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    Die Musik in dieser Staffel stammt von WinkingFoxMusic.
    7 min
  • WS1E1 Ver-rückte Wörter: Living this life
    Wir Menschen sind erfinderisch. Wir haben das Rad erfunden, die Demokratie, den Sollbruchstellenverursacher und: Sprache. Heute sprechen etwa 9 Milliarden Menschen rund 7.000 Sprachen weltweit. Dafür braucht man nicht nur schlaue Köpfe, sondern auch einen ganzen Haufen Wörter. In dieser Ministaffel zwischen den Jahreszeiten geht es also nur um eines: Wörter und ihre Übersetzungen.

    Eine Auswahl aus dieser Episode:

    • tretår (Schwedisch)
    • koyaanisqatsi (Hopi)
    • murrma (Wagiman)

    Schaltet ein, um die Bedeutung dieser und noch vieler weiterer Wörter zum Thema "Leben und Alltag" zu hören.

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    Die Musik in dieser Folge stammt von WinkingFoxMusic.
    7 min
  • S3E10 Wie untersucht man den Einfluss von Sprache auf das Denken?
    Die Debatte zum Verhältnis zwischen Sprache und Denken wurde lange Zeit sehr emotional geführt. Heute wissen wir zumindest eines: Die Sache ist nicht so einfach. Sprache ist nicht gleich Denken. Doch das Interesse am sprachlichen Relativitätsprinzip hat seit den 1990er Jahren mit neuen Ansätzen wieder zugenommen. Jüngste kognitionspsychologische Befunde deuten darauf hin, dass sprachliche Kognition durchaus eng mit der nicht-sprachlichen Kognition verknüpft ist. Besonders in den Bereichen Farben, Zahlen, Raum und Zeit wird aktuell sehr viel geforscht, häufig mit psycholinguistischen oder kognitionswissenschaftlichen Verfahren. Doch nicht immer sich die empirischen Befunde dieser Experimente eindeutig. In dieser Folge sehen wir uns ein paar dieser Experimente etwas genauer an.
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    Die Musik im Intro dieser Staffel stammt von lemonmusicstudio.
    10 min
  • S3E9 Können wir ohne Sprache denken? Und wenn ja, was?
    Können wir ohne Sprache denken? Und beeinflusst Sprache unser Denken? Die Antwort auf die erste Frage ist recht rasch gefunden: Viele Handlungen und Dinge in unserem Alltag müssen wir nicht unbedingt versprachlichen. Denken geht in bestimmten Situationen auch ohne Sprache. Etwas komplizierter wird die Sache, wenn wir uns die zweite Frage stellen: Beeinflusst Sprache unser Denken? Und wenn ja, wie stark? Genau darüber sprechen wir in der heutigen Episode.
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    Die Musik im Intro dieser Staffel stammt von lemonmusicstudio.
    13 min
  • S3E8 Weil... es gibt keine Grammatikfehler!
    Wir Menschen sind unverbesserliche Besserwisser*innen. Stimmt’s oder hab ich recht? Wenn andere Fehler beim Sprechen machen, werden wir schnell zur Grammatikpolizei. Vielleicht sogar zu schnell. Deshalb schauen wir uns die Sache heute etwas genauer an. Wir lernen, wo Verben in deutschen Nebensätzen stehen. Dass nicht alles ein Nebensatz, was nebensätzlich aussieht. Und warum wir das nächste Mal vielleicht doch lieber den Mund halten sollten, wenn wir andere beim vermeintlichen Fehlermachen ertappen.
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    Die Musik im Intro dieser Staffel stammt von lemonmusicstudio.
    13 min
  • S3E7 Sprachenlernen auf den Füßen (Reihe: SprachGeschichten)
    Vokabellisten, Verbtabellen, Einsetzübungen. Für viele von uns sind das die einzigen (nicht so schönen) Erinnerungen an den Fremdsprachenunterricht in der Schule. Doch Sprachenlernen geht auch anders. Nämlich nicht am Schreibtisch, sondern auf den Füßen. Wie das geht und welche Sprachen sie so gelernt hat, erzählt uns heute Quantenphysikerin Yelena.

    Yelena ist mit Englisch und Russisch aufgewachsen. Obwohl sie ihre gesamte Schullaufbahn auf Englisch durchlaufen hat, benutzt sie Russisch immer noch sehr oft – mit Familie, mit Freund*innen, mit Kolleg*innen. In der Schule hat Yelena außerdem Französisch als Fremdsprachen gelernt. Aufgrund ihrer vielen Reisen nach Brasilien kann sie mittlerweile auch Portugiesisch. Japanisch hat Yelena allerdings erst noch in den Zehen. Sie war zwar schon mehrmals in Japan, kann die Sprachen aber noch nicht sprechen. Auf Deutsch hat Yelena zuerst vergessen. Das musste sie nachträglich dazu malen. Das zeigt, wie selbstverständlich diese Sprache bereits für sie geworden ist. (Oder wie schlecht der Unterricht in der Schule war.) Dabei spricht Yelena nicht nur Hochdeutsch, sondern auch Dialekt.

    Yelena ist ein alter Hase im Sprachenlernen. Sie weiß, dass man sich mit einer Sprache intensiv auseinandersetzen muss, um sie zu lernen. Doch in der Praxis sieht ihr Zugang zu neuen Sprachen ganz anders aus. Sie lernt mit Untertiteln im Fernsehen, Lernapps unterwegs und Musik. Das schult ihre Ohren und liefert ihr authentisches Sprachmaterial, mit dem das Lernen so richtig Spaß macht. Auch im Privatleben geht es mehrsprachig zu. Yelenas Partner ist nämlich gebürtiger Tiroler. Ihre Gespräche verlaufen irgendwo zwischen Hochdeutsch, Englisch und Dialekt. 

    Deutsch ist nicht gleich Deutsch. Besonders deutlich hört Yelena die fehlende Aspiration im österreichischen Standard. Diese lässt die deutsche Sprache in Österreich für viele Ohren weicher klingen als die deutsche Sprache weiter im Norden. Aufgrund dieser und anderer Unterschiede wird das österreichische Deutsch, egal ob es sich um die Standardsprache oder eine der vielen regionalen Varietäten handelt, von Lai*innen häufig als Dialekt oder als rückständige Sprache eingestuft. Auf der anderen Seite wird es aber auch für sympathischer, höflicher und melodischer gehalten. Diese Melodie in der österreichischen Sprache erleichtert Yelena das Deutschlernen.

    Was bedeutet Mehrsprachigkeit für dich?

    Mehrsprachigkeit ist die Kraft des Ausdrucks. Sprachen haben auch Persönlichkeiten. Und wenn ich unterschiedliche Sprache spreche, habe ich unterschiedliche Persönlichkeiten. Mehrsprachigkeit bedeutet für mich, all diese Persönlichkeiten zu erleben und zu genießen.
    Liebe Yelena, vielen Dank für diesen Einblick in dein Leben voller Sprachen. Ich freue mich sehr, dass Deutsch für dich bereits so selbstverständlich geworden ist, dass du ganz vergisst, dass du es sprichst.

    Yelena findet ihr auf der Webseite des IQOQI Wien.
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    Die Musik im Intro dieser Staffel stammt von lemonmusicstudio.
    26 min
  • S3E6 Woher kommt der Beistrich?
    Das Erlernen der Beistrichregeln kann jedoch mühsam sein. Mühsam vor allem dann, wenn im Unterricht nur die Regeln im Vordergrund stehen, der Sinn dahinter aber unklar bleibt. Ein einfacher Perspektivenwechsel kann hier helfen. Weg vom Schreiben und hin zum Lesen.
    Denn der Sinn der Kommasetzung liegt seit jeher bei der lesenden und nicht bei der schreibenden Person. Wir schreiben den Beistrich nicht, um uns als Schreibende das Schreiben zu erleichtern, sondern den Lesenden das lesen. Zunächst ging es darum, rhetorisch wirksam vorzutragen, später darum, den Leseprozess zu beschleunigen und Mehrdeutigkeiten zu beseitigen. 
    Ja: Kommas lesen ist sehr viel einfacher, als sie zu schreiben. Aber indem wir sie schreiben, indem wir uns die Mühemachen, sie zu schreiben, erleichtern wir anderen das Lesen ungemein. Lesen ohne Kommas ist in der schnelllebigen und hoch komplexen Welt, in der wir heute leben, höchst unpraktisch. Es kostet wertvolle Zeit, ist kognitiv herausfordernd und führt selbst dann noch zu Missverständnissen.
    Natürlich geht es bei der Kommasetzung nicht immer um Leben oder Tod. Doch wenn wir Deutsch sprechen oder Deutsch schreiben, haben wir immer die Hörenden oder Lesenden im Blick. Nie uns selbst. Und das ist meiner Meinung nach doch ein Grund ein kleines Bisschen stolz zu sein und sich ein ganz klein wenig anzustrengen, damit das auch so bleibt.


    Quellen:

    Komma und Didaktik (Esslinger/Naock, 2020) | Historische Sprachwissenschaft (Nübling/, 2017) | Interpunktion als Teil schriftsprachlichen Wandels (Masalon, 2014)
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    Die Musik im Intro dieser Staffel stammt von lemonmusicstudio.
    15 min

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