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Getragen, wenn wir straucheln
Der Beitrag verbindet die Geschichte von Derek Redmond mit der christlichen Nachfolge: Nicht Leistung, Wettbewerb und das Erreichen des ersten Platzes stehen im Zentrum, sondern die Erfahrung, dass Gott einem gerade dann zur Seite steht, wenn man strauchelt. Das Bild des Vaters, der seinem verletzten Sohn entgegenläuft und ihn bis ins Ziel begleitet, wird dabei zum starken Bild für Gottes Begleitung.
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Derek Redmond, Olympia 1992, Nachfolge, Dietrich Bonhoeffer, Paulus, christlicher Glaube,
In den Kreislauf der Schöpfung eingebunden
Luzius Rohr beschäftigt sich mit der Frage, was den Menschen in seiner Welt ausmacht, und blickt dazu auf das erste Kapitel des Kohelet-Buches. Der Mensch ist vergänglich und sein Wissen begrenzt, während sich die grossen Kreisläufe der Natur – Sonne, Wind, Wasser und Erde – beständig wiederholen. Gleichzeitig sind wir Menschen untrennbar in diese Kreisläufe eingebunden und auf die natürlichen Lebensgrundlagen angewiesen. Rohr fragt, ob wir dieses Eingebundensein in der modernen Welt aus dem Blick verloren haben. Anhand des Umgangs mit Wasser und der Umwelt macht er deutlich, dass die Natur nicht selbstverständlich verfügbar ist. Kohelet wird so zum Aufruf, wieder genauer auf die «Stimme der Erde» zu hören und die Kreisläufe der Schöpfung wahrzunehmen.
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Der Koala – ein stiller Hinweis auf Gottes Vielfalt
Bernhard Kaufmann erzählt von seiner Faszination für den Koala, einem ungewöhnlichen Beuteltier, das ausschliesslich in Australien lebt. Mit seinem langen Schlaf, seiner langsamen Lebensweise und seiner anspruchsvollen Ernährung scheint er so gar nicht in eine Welt zu passen, in der Schnelligkeit und Leistung zählen. Doch gerade darin entdeckt Kaufmann einen besonderen Gedanken: Die Vielfalt der Schöpfung zeigt, dass nicht alles immer schneller gehen muss. Der Koala erinnert daran, dass auch Ruhe, Gelassenheit und Genügsamkeit ihren Platz haben. Den Abschluss bildet ein Vers aus Psalm 91: «Wer beim Höchsten am Schermen wohnt, der bleibt im Schatten des Allmächtigen.»
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Ehrlich sein – aber muss man alles sagen?
Michel Müller spricht über das Spannungsfeld zwischen Ehrlichkeit und Geheimnis. Ehrlichkeit schafft Vertrauen, bedeutet aber nicht, dass man einem anderen Menschen alles offenlegen muss. Es gibt Dinge, die man für sich behalten darf und manchmal sogar sollte. Gleichzeitig kann ein Geheimnis auch aus Scham oder Angst entstehen, obwohl es guttun würde, sich jemandem anzuvertrauen. Besonders bei belastenden Themen wie einer Krankheit kann es hilfreich sein, die Wahrheit mit einem vertrauten Menschen zu teilen. In der Seelsorge gibt es einen geschützten Raum, in dem man Dinge aussprechen kann, ohne dass sie weitergetragen werden. So kann man erfahren, ob die Wahrheit entlastet und ob es sinnvoll ist, sie auch anderen gegenüber auszusprechen. Ehrlichkeit und Verschwiegenheit brauchen beide ihren Platz.
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Lachen als Ausdruck von Zuversicht
Bernd Siemes erzählt von einem Spruch, den er während seiner Ferien in einem Restaurant gelesen hat: «Als Gott mich schuf, dachte er und grinste: Das wird lustig.» Der Satz brachte ihn zum Lachen und liess ihn darüber nachdenken, das Leben mit mehr Humor, Zuversicht und Vertrauen zu betrachten. Auch wenn der Spruch nicht theologisch ernst gemeint ist, vermittelt er für ihn eine tröstliche Vorstellung: Gott meint es gut mit uns und schenkt uns Grund zur Freude.
Als Seelsorger am Unispital Zürich erlebt Siemes täglich, dass Lachen auch in schwierigen Situationen seinen Platz hat. Ein Lächeln kann für Menschen auf der Intensiv- oder Palliativstation zu einem kleinen, wertvollen Geschenk werden. Dabei gehören Lachen und Weinen zusammen. Besonders berührt ihn die Szene eines Vaters am Sterbebett, der seiner Tochter mit einem besonderen Lächeln sagt: «Du hast dein Leben noch vor dir. Leb es.» Für Siemes ist das Lächeln ein Werkzeug seiner Arbeit – nicht aufgesetzt, sondern Ausdruck von Wärme, Hoffnung und Zuversicht. Sein Wunsch für die Hörerinnen und Hörer: mit einem Lachen in den Tag zu gehen und dieses Lachen weiter zu schenken.
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Vertrauen statt Kontrolle – Leben in ganzer Fülle
Ruth Heller setzt ihre Gedanken zu den dunklen und verstörenden Geschichten des Ersten Testaments fort. Anhand des Beispiels einer Mutter, die ihr Kind aus Schreck über eine gefährliche Situation zurechtweist, fragt sie, ob wir Gottes Heiligkeit und Gerechtigkeit heute noch ausreichend ernst nehmen. Gottes Gebote versteht sie nicht als willkürliche Verbote, sondern als Schutz und Einladung zu einem Leben unter seinem Segen. Dabei geht es nicht um blinden Gehorsam, sondern um Vertrauen auf Gott und darum, das eigene Leben nicht vollständig selbst kontrollieren zu wollen. Jesus verheisst in Johannes 10,10 ein Leben in ganzer Fülle – verbunden mit Frieden, geistlicher Ruhe und dem Vertrauen auf sein vollbrachtes Werk. Die angekündigte Auflösung des Symbols der Schlange im Apothekenzeichen wird erneut auf die nächste Sendung verschoben. Als Ausblick zitiert Ruth Heller 4. Mose 21, wo das Volk Israel von feurigen Schlangen gebissen wird, und kündigt an, dass sich bei genauerem Hinschauen eine überraschende Bedeutung dieser zunächst brutalen Geschichte erschliesst.
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Bewegt vom Geist handeln
Bei einem Alpgottesdienst auf 2270 Metern Höhe wird deutlich, wie technische Innovation und verantwortungsvolles Handeln zur Bewahrung der Schöpfung beitragen können. Eine erneuerte Wasserturbine, eine Photovoltaikanlage und eine Speicherbatterie ermöglichen es der Alp Kurtschinatsch, ihre Energieversorgung weitgehend selbstständig zu gestalten und jährlich rund 4000 Liter Diesel einzusparen. Pfarrer Kaspar Kunz verbindet dieses Beispiel mit den Worten des Paulus an Timotheus: Der Heilige Geist schenkt Kraft, Liebe und Besonnenheit. Statt angesichts der Klimakrise mutlos zu werden und zu denken, man könne ohnehin nichts verändern, sind wir eingeladen, nach dem eigenen Handlungsspielraum zu fragen. Auch kleine Schritte können ein Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung sein – getragen von Gottes Kraft und geleitet von Liebe und Vernunft.
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Was wäre, wenn Gott existiert?
Was wäre, wenn? Der Autor Randall Munroe beantwortet in seinem Buch «What If?» auf humorvolle Weise absurde hypothetische Fragen mit wissenschaftlichen Überlegungen. Auch der französische Philosoph und Mathematiker Blaise Pascal beschäftigte sich mit einer solchen Frage: Was wäre, wenn Gott wirklich existiert?
Pascal stellt fest, dass sich Gottes Existenz mit reiner Vernunft weder beweisen noch widerlegen lässt. Deshalb betrachtet er die Frage als eine Art Wette: Was steht auf dem Spiel, wenn wir an Gott glauben – und was, wenn wir es nicht tun? Für Pascal ist die Antwort eindeutig: Wer an Gott glaubt und damit recht hat, gewinnt alles. Wer glaubt und sich irrt, verliert hingegen nichts Entscheidendes.
Die sogenannte «Pascalsche Wette» lädt dazu ein, über die Konsequenzen des Glaubens nachzudenken – und darüber, worauf wir unser Leben setzen.
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Gerechtigkeit – rechnet sie sich?
Ausgehend von Kohelet 7 stellt Luzius Rohr eine der grossen Lebensfragen: Warum trifft Leid oft gerade die Gerechten, während Menschen, die Unrecht tun, scheinbar ungeschoren davonkommen? Anhand eindrücklicher Beispiele zeigt er, dass das Leben nicht immer gerecht verläuft und sich Gerechtigkeit nicht automatisch auszahlt. Dennoch hält Kohelet am Vertrauen auf Gott fest, auch wenn sich Gottes Gerechtigkeit nicht unmittelbar in unserem Leben zeigt. Die Einladung lautet, die Spannungen und Widersprüche des Lebens auszuhalten und trotz allem Hoffnung zu bewahren.
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Kohelet 7, Gerechtigkeit, Ungerechtigkeit, Leid, Vertrauen, Hoffnung, Gott, Lebensfragen, Vergänglichkeit, Glaube
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«Henusode – das Leben annehmen»
Das berndeutsche Wort «Henusode» steht für die Haltung, Unveränderliches anzunehmen und dennoch hoffnungsvoll weiterzugehen. Bernard Kaufmann zeigt, dass Gelassenheit nicht Resignation bedeutet. Am Beispiel von Hiob wird deutlich, wie Klage, Vertrauen und die Begegnung mit Gott auch in schweren Zeiten tragen können. Ein ermutigender Impuls über Vergänglichkeit, Trost und die Kraft des Glaubens.
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