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Yascha hat ein Problem: Er ist zu einem Geburtstag eingeladen, seine Großeltern kommen ein paar Stunden zu Besuch und dann hat ihn noch jemand gefragt, ob er in die Kirche mitgehen will. Alles gleichzeitig geht nicht und er hat Angst, was zu verpassen. Hannes fällt eine Geschichte aus der Bibel ein, die Jesus erzählt. Einer will ein Fest feiern, aber alle Eingeladenen sagen ab. Dann lädt er die Obdachlosen ein und die Ausgeschlossenen der Gesellschaft und die feiern natürlich mit. Jesus meint dmit wohl, ass man Gottes Einladung annehmen soll. Und dass vielleicht die, denen es nicht so gut geht, sich nichts entgehen lassen. Wie sich Yascha jetzt entscheidet bei seinen drei Möglichkeiten, müsst Ihr Euch aber selber anhören.
Yascha und Hannes unterhalten sich über Maria: Die Arme hat ja ganz schön was mitmachen müssen. Da muss sie schon eine besondere, starke Frau gewesen sein. Was Yascha aber wundert ist, dass manche Maria anbeten. Hannes erklärt ihm, dass Maria über Jahrhunderte der Zugang zur weiblichen Seite Gottes war und er darüber froh ist. Gemeinsam sind sie froh über Maria, denn ohne sie hätte es Jesus nicht gegeben. Und der hat ihr bestimmt einiges seiner Mutter verdankt, wie auch Yascha seiner Mutter viel verdankt.
Yascha ist die heutige Frage ein bisschen peinlich. Denn er möchte wissen, wie das denn so war mit der Geburt von Jesus... Und wer war sein Vater? Gott oder Josef? Und wie ist das mit Maria, die ohne Mann schwanger wurde? Für Hannes ist nicht so wichtig, wer jetzt genau der Vater von Jesus war - für ihn ist wichtiger, dass es Jesus überhaupt gab. Das ist ja genauso wie mit Freunden: Wenn man jemanden mag, ist es nicht so wichtig, wer seine Eltern sind. Es war den Menschen jedenfalls wichtig, dass Jesus ganz eng mit Gott verbunden war und dass man, wenn man Jesus gesehen hat, gewissermaßen Gott gesehen hat. Das erinnert Yascha daran, dass Leute sagen, dass er ausschaut wie sein Papa, als er so alt war. Hannes schließt, dass es wie bei der Schöpfung ist: Es gibt eine biologische und eine Glaubensaussage - und die können sich ja ergänzen. Yascha ist jedenfalls dankbar, dass man über alles reden kann.
Yascha hat wieder eine Frage: Er hat gehört, dass Christ*innen kein Halloween feiern dürfen und würde gern Halloween feiern. Hannes sagt: Ursprünglich gab es bei den Kelten im Herbst ein Geister- und Totenfest. Er ergänzt aber gleich, dass er nicht an Geister glaubt, weil unsere Toten bei Gott gut aufgehoben sind. Das, erklärt Hannes weiter, dachten auch die Christinnen und Christen und haben daraus ein Fest für die Heiligen gemacht. Und er schlägt vor: Wir könnten ja Halloween so deuten, dass wir keine Angst vor Geistern und Gespenstern haben müssen und uns deswegen als was Gruseliges verkleiden und uns drüber lustig machen. Yascha meint, das ist wie in der Geisterbahn. Problem für Hannes ist, dass die Evangelische Kirche da Reformationstag feiert. Yascha ergänzt, bei Luther ging es ja auch darum, dass die Toten bei Gott gut aufgehoben sind. Also kann man am Reformationstag Halloween feiern.
Yascha fragt: Kann etwas machen, dass es auf der Welt nicht so schlimm zugeht?
Hannes hält sich diesmal mit einer Antwort zurück, denn er findet, dass Yascha da sicher selber Ideen hat, was man machen könnte. Da fällt Yascha schon einiges ein: Gegen die Umweltverschmutzung zum Beispiel. Aber was kann man gegen Krieg machen? Das fängt für Hannes schon im Kleinen an: Wenn Kinder schon lernen, wie man sich benimmt und dass sie liebgehabt werden und dass man niemandem etwas wegnimmt, hilft das. Yascha nimmt das auf und möchte ein Vorbild sein. Aber was hilft gegen große Kriegsmacher in der Welt? Dagegen, sagt Hannes, kann man zeigen, dass man von dieser Einstellung nichts hält und zum Beispiel gut zu Menschen ist, die eine Heimat suchen. Und auf Demos könnte man auch gehen, findet Yascha. Da haben Yascha ja jetzt ordentlich was zu tun.
Yascha macht sich Sorgen über den Zustand der Welt: Kriege und Umweltverschmutzung gibt's in den Nachrichten. Hannes gibt zu, dass ihn das auch belastet. Und er erzählt von den Christinnen und Christen vor 2000 Jahren, die auch Angst vor dem Ende der Welt hatten. Die haben sich aber damit getröstet, dass am Ende alles gut sein wird. Denn Gott passt auf die Menschen auf, obwohl die Christ*innen damals auch schlimme Sachen erlebt haben. So war alles nicht mehr schlimm, weil sie wussten, dass es am Ende schön wird.
Yascha versteht nicht warum man Erntedank feiert - das kommt doch alles aus dem Supermarkt. Hannes erklärt ihm, dass Nudeln, Gummibärchen und sogar Plastik natürliche Ursachen hat: Pflanzen, Erde, Regen, Tiere. Alles Dinge, für die man Gott danken kann. Als Yascha Hannes fragt, wofür er dankbar ist, sagt er: Sogar für das, was nicht so gut läuft. Daran wächst er. Das erinnert Yascha an eine Pflanze, die auch Regen braucht. Gemeinsam sind sie dankbar für "Yascha fragt" und sind neugierig, wofür ihre Hörer*innen dankbar sind.
Yascha macht sich Sorgen: Aus seinem Bekanntenkreis geht kaum einer in die Kirche und viele Kinder sind nicht getauft. Ist die Kirche da bald am Ende und Hannes seinen Job los? Hannes sagt Yascha, was ihn tröstet: Dass es die Kirche schon 2000 Jahre gibt und wenn Gott sie weiter will, wird er sich auch um sie kümmern. Und weltweit gesehen, geht es Kirche und dem christlichen Glauben gut- auch wenn Hannes manche Ausprägungen davon nicht gleich gut findet. Yascha findet, dann soll sich Gott darum kümmern und die Kirche, Welt und uns retten. Hannes sieht es auch so - und selber mithelfen kann man auch immer.
Yascha hat von Hannes und im Religionsunterricht viel über Jesus gehört. Und da interessiert ihn schon: Wie war der eigentlich als Kind? Hannes erklärt, dass man darüber recht wenig weiß, außer dass er mit 12 Jahren in Jerusalem bei einem Besuch verloren ging. Das ist Yascha auch schon passiert. Hannes erzählt die Geschichte und meint, dass Jesus als Kind auch seinenTempel haben sie ihn dann gefunden- da hat er Fragen gestellt und viel über Gott gewusst. Das erinnert Yascha gleich an "Yascha fragt". Auch als Kind hatte Jesus wohl einen eigenen Kopf. Und hat sich später weiter mit Kindern verbunden gefühlt, denn er sagte zum Beispiel: "Bei Kindern ist Gott ganz nah. In ihnen ist das Reich Gottes."
Pünktlich zum Schulstart hat Yascha eine für ihn gerade ganz wichtige Frage wichtige Frage. Hannes kann ihn gut verstehen, zählt aber viele wichtige Punkte auf, warum Schule garnicht so schlecht ist. Und er verrät Yascha, dass auch manche Lehrerinnen und Lehrer nicht so gern in die Schule gehen. Da hilft nur eins: Es sich gemeinsam schön machen! Und was hat Gott mit der Schule zu tun? Der will, dass Menschen die gleichen Chancen haben, um zu wachsen und zu lernen. Yascha fällt es zwar schwer, aber am Ende kann auch er sagen: Danke für die Schule.
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