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Yascha hat wieder eine große Frage – diesmal zum sechsten Gebot. Es heißt: „Du sollst die Ehe nicht brechen.“ Aber was bedeutet das eigentlich noch in einer Welt, in der viele Menschen geschieden sind? Mag Gott die etwa nicht mehr?
Hannes erklärt: Doch, Gott mag sie! Es geht nicht darum, alles so zu lassen, wie es ist, wenn es einem nicht mehr guttut – sondern darum, anderen nicht weh zu tun. Und genau darum geht’s auch im Gebot: um Vertrauen, Respekt und darum, Gefühle nicht zu verletzen – in der Ehe, in Freundschaften und überhaupt überall da, wo Menschen miteinander zu tun haben.
Yascha bringt es auf den Punkt: Vielleicht müsste das Gebot heute heißen: „Verletzt keine Gefühle!“
Yascha stellt eine ganz wichtige Frage: Wenn wir an Ostern doch feiern, dass Jesus auferstanden ist, was hat dann der Osterhase damit zu tun? Hannes erzählt von einer Erklärung, wonach der Osterhase über das Osterlamm kommt. Wenn das beim Backen nicht so doll funktioniert, wird ein Lamm daraus. Was das Lamm wieder mit Ostern zu tun hat, ist eine andere Geschichte, die mit dem Bild von Jesus als Lamm zu tun hat. Eine andere Erklärung für den Osterhasen ist, dass der im Frühling so viel Leben bringt und es an Ostern ja um neues Leben und Auferstehung gibt. Die Eier versteckt er wohl, weil sich Hasen so gut verstecken können.
Yascha und Hannes sind inzwischen bei zwei ganz zentralen Geboten angelangt "Du sollst nicht töten!" und "Du sollst nicht stehlen!" Es könnte eine sehr kurze Folge werden, wenn Hannes nicht einiges zum Nachdenken dazu hätte. Menschen schaffen es nicht, diese grundsätzlichen Gebote zu halten - und manchmal gibt es auch gute Gründe dafür. Manche Gebote müssen eben besonders deutlich und krass formuliert werden, weil Menschen von Anfang an nicht so handeln, wie es gut wäre. In der Bibel bringt der Sohn von Adam und Eva, Kain, den anderen Sohn Abel um. Yascha vermutet, dass Gott die Gebote geschrieben hat, um weniger traurig über die Menschen sein zu müssen. Hannes hält das für eine schöne Idee.
Yascha und Hannes sind weiter bei den 10 Geboten. Jetzt ist das vierte Gebot dran: Du sollst Vater und Mutter ehren. Hannes erklärt Yascha, dass das nicht bedeutet, dass man nicht frech sein soll. Leider verstehen die Menschen halt vieles falsch. Sondern dass das Gebot aus einer Zeit stammt, als die Menschen nicht mehr gebraucht wurden, wenn sie alt geworden sind. Und da sollten sie eben in Ehren gehalten werden. Yascha ist der Meinung, man soll nicht nur die Alten, sondern auch die Jungen ehren.
Da gibt ihm Hannes recht.
Yascha und Hannes sprechen weiterhin über die 10 Gebote. Yascha wundert sich über die seltsame Formulierung "Du sollst den Feiertag heiligen?" Was soll denn das bedeuten? Dabei kommen sie darauf, dass der Sonntag - unser Feiertag - an den Ostersonntag erinnert. Aber darf man am Feiertag auch spielen und was erleben oder muss man da nichts tun? Hannes erzählt Yascha, dass Jesus gesagt hat "Der Feiertag ist für den Menschen da und nicht der Mensch für den Feiertag." Und dass es ganz viele Möglichkeiten gibt, diesen zu heiligen - indem man Gutes für sich und andere tut.
Yascha fragt Hannes weiter zu den Geboten und dabei kommen sie zum ersten Gebot: Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. Yascha grübelt: Wer könnten diese anderen Götter sein? Allah ja nicht, das ist nur ein anderer Name für Gott. Hannes zitiert Martin Luther: "Woran dein Herz hängt, das ist dein Gott." Als Hannes aber Yascha dazu ausfragen will, hält Yascha ihm den Spiegel vor: Hannes ist nämlich ganz schön abhängig von technischen Geräten! Daher will Hannes die Fastenzeit nutzen, um aufs Handy und aufs Auto zu verzichten und mehr Zeit für Gott zu haben. Das hält auch Yascha für eine gute Idee.
Yascha hat mal wieder eine Frage: Was sind denn die 10 Gebote? Hannes erzählt ihm, dass den Israeliten, als sie aus Ägypten geflohen waren, 10 Gebote für ein gutes Zusammenleben gegeben wurden. Darunter steht auch: Du sollst Dir kein Bild von Gott machen. Blöd war nur, dass die Israeliten sich schon ein Goldenes Stierbild gebaut hatten und das anbeteten. Jetzt bekommt Yascha ein schlechtes Gewissen: Er hat ja Gott auch schon gemalt. Hat er damit ein Gebot gebrochen? Nein, beruhigt ihn Hannes: malen ist ok - man soll aber keine Bilder von Gott anbeten. Und Gott hat ja selber gewissermaßen ein Bild von sich in der Welt gezeigt: Jesus! Das beruhigt Yascha. Und er ist schon gespannt, was in den anderen Geboten steht.
Dass Tiere in den Himmel kommen, wirft für Yascha viele weitere Fragen auf. Was ist mit den ganzen Hähnchen, die er gegessen hat? Und ist für die überhaupt Platz, wenn dort auch schon Dinosaurier und Steinzeitmenschen im Himmel sind. Über den Himmel nachdenken macht kreativ und nimmt die Angst vor dem Tod, so dass Yascha und Hannes zum Schluss sogar überlegen, was einmal auf ihren Grabsteinen stehen könnte.
Heute hat Yascha eine ganz persönliche Frage. Denn er hat seinen Hund Maya lieb und da macht er sich Gedanken, wie es ist, wenn sie mal stirbt. Hannes glaubt, dass im Himmel niemand fehlt, denn sonst wäre das ja kein Ort, auf den man sich freuen kann. Und sich bewusst zu machen, dass Gott alle Tiere lieb hat, lässt uns auch aufmerksamer durchs Leben gehen. Das beruhigt Yascha, denn Gott will bestimmt nicht, dass jemand im Himmel fehlt, den er lieb hat.
Die Arche Noah lässt Yascha keine Ruhe. Wieso lässt Gott so schlimme Katastrophen zu wie in dieser Geschichte? Hannes erklärt Yascha, dass das Ende der Geschichte das Wichtige ist: Gott setzt den Regenbogen an den Himmel als Zeichen, dass so eine schlimme Katastrophe nie mehr kommen soll. Das beruhigt Yascha: dann kann man sich ja zurück lehnen und muss nix für eine bessere Welt machen, wenn Gott das versprochen hat. Ganz so einfach ist es leider nicht, sagt Hannes: so wie Noah damals müssen wir auch mit anpacken. Als Motivation schickt Gott immer wieder Regenbogen.
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