Wir sprechen heute über eine Herausforderung worüber Yogalehrer nur selten sprechen, und vielleicht kennst Du es. Wie gehst Dir Du damit?
Eine Schülerin aus der Community hat vor fast 2 Jahren einen Anfängerkurs gestartet, mit treuen Seelen. Jetzt auf einmal kommen sie nicht mehr. Gehen in andere Kurse und sie sagt, sie weiß nicht, wie sie damit umgehen soll. Fragt man nach? Lässt man sie ziehen? Was sie sicherlich so traurig macht ist, dass keine ihr einfach irgendetwas sagt. Passt zeitlich nicht, Du passt nicht mehr, Dein Yoga nicht mehr. Im Austausch geht es um die Frage:
Darf man als Teacher keine Bindung aufbauen? Und wenn ja, wie macht man das. Das beschäftigt sicherlich denn einen oder anderen.
Als diese Frage bei mir rein kam, bin ich in die Reflexion eingetaucht. Ist es okay wenn ich die ersten Impulse mit euch teile?
Ich schaue primär was das Ganze mit mir macht. Wenn ich traurig bin, prüfe ich, hat die Traurigkeit, beziehungsweise das Loslassen oder dieses ähnliche Gefühl schon öfters in meinem Leben Raum gefunden. Was hat es mit mir zu tun? Vielleicht habe ich ähnliche Erfahrungen in der Schule gemacht, vielleicht im Freundeskreis oder Ähnliches. Die Situation, dass einem Menschen den Rücken zu kehren, obwohl wir doch angeblich Freunde waren könnte sich ähnlich anfühlen.
Zusätzlich würde ich in einen wertschätzenden und liebevollen Kontakt zu den einzelnen Schülern kurz herstellen, um die Frage wirklich offen zu stellen, ob es etwas mit Dir selbst zu tun hat, ob der Unterrichtsstil oder vielleicht Yogaform dahinter steckt. Ganz häufig liegt es daran, dass die Uhrzeit nicht passt, weil in der Familie bei dem Schüler irgendwas anderes ist oder Ähnliches. Dann macht man sich selbst vorwürfe für Nicht und wieder Nichts. Nichtdestotrotz ist der Austausch einfach nur eine Gelegenheit für sich selbst zum reflektieren. Vielleicht gibt es wirklich etwas was der Kursteilnehmer nicht mag an der Yogaform oder Ähnliches. So kann man selbst als Yogalehrer reflektieren und prüfen, ob es vielleicht an der Zeit ist, am Angebot eine kleine Veränderung einzubauen. Es ist wichtig, dass der Teilnehmer das Gefühl haben kann, mit Dir reden zu können, ohne dass das Gespräch mit einem schlechten Gefühl endet. Das sind jetzt spontane Gedanken, ohne dass ich mich jetzt wirklich tiefer damit befasse. In dieser Podcast bekommst Du verschiedene Impulse und Perspektiven auf das Thema.