Zentrum Paul Klee

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Zentrum Paul Klee episodes

  • Paul Klee - rote und gelbe Häuser in Tunis, 1914
    Wie die Architektur bestimmten Mustern, Strukturen und Regeln folgt, meist in geometrischen Formen, so soll dies auch die Struktur eines Bildes tun. Das Motiv zerfällt auf den ersten Blick in zahlreiche farbige Flächen. Langsam zeichnet sich ein bestimmtes Muster ab, Streifen scheinen horizontal und vertikal das Blatt zu durchziehen. Die Primärfarben Rot, Gelb und Blau akzentuieren die Komposition, worauf schon der Titel anspielt.
    3 min
  • Paul Klee - Einst dem Grau der Nacht enttaucht ..., 1918
    Das Aquarell entstand Anfang 1918, in einer Zeit, als Klee, wie er in seinem Tagebuch vermerkte, sehr viele Gedichte las um dem tristen Alltag seines Kriegsdienstes zu entfliehen. Die Herkunft dieses Gedichtes ist unbekannt. Wahrscheinlich kann es Paul Klee selbst zugeschrieben werden.
    4 min
  • Paul Klee - Landschaft bei E. (in Bayern), 1921
    Das E interpretiert man teils als Abkürzung für den bayrischen Ort Ebenhausen, jedoch muss bei Klee ein derartiges Bildelement nicht zwingend eine bestimmte Bedeutung einnehmen. Durch das Einfügen von einzelnen Buchstaben ergänzt Klee seinen bildlichen Motivschatz: Pfeile, Mondsicheln, einzelne Räder, Hieroglyphen. Damit versuchte Klee eine endgültige und einzige Interpretation eines Werkes zu verhindern und stattdessen mit einer Offenheit und Vielfalt der Bedeutungen den Betrachter herauszufordern.
    3 min
  • Paul Klee - Park bei Lu., 1938
    Das Bild Park bei Lu. entstand - so lässt es der Titel vermuten - auf Anregung durch einen Natureindruck, den Klee in einem Park nahe Luzern hatte. Parkbilder kennen wir vor allem von den Impressionisten, die immer wieder die baumbestandenen Wege mit ihren hellen Sonnenflecken malten, auf denen Spaziergänger flanierten und dabei ihre Kinder und ihre Garderobe ausführten. Klee ist weit von einer solchen Auffassung entfernt. Ihn interessierten nicht das bürgerliche Sonntagsvergnügen und die delikaten Licht- und Schattenspiele unter belaubten Baumkronen, sondern er nahm den Natureindruck zum Anlass für ein zeichenhaftes Bild, in dem sich seine damalige persönliche Verfassung spiegelte.
    4 min
  • Paul Klee - Schwebendes, 1930
    Mit dem Thema der Schwerelosigkeit befasste sich Paul Klee unter anderem auch in Werken mit dreidimensionalen Gebilden, die im Raum zu schweben scheinen. Diese basieren auf exakten konstruktiven Grundlagen, sind aber in ihrer räumlichen Logik nicht selten »irrational«. In »Schwebendes«, 1930, sind die Ecken der sich überlagernden Vierecke nur teilweise »rational«, das heisst über zwei korrespondierende Eckpunkte miteinander verbunden. Andere Verbindungen sind »irrational«, das heisst beliebig hergestellt. So entsteht der Eindruck eines perspektivisch irritierenden, dreidimensionalen Gebildes, dessen Flächen verschiedenen Raumebenen anzugehören scheinen und sich in der Wahrnehmung des Betrachters verändern.
    3 min
  • Architektur Zentrum Paul Klee
    Von Anfang an stand für Renzo Piano fest, dass dieser Künstler «einen zu weiten, zu grossen Atem» hat, als dass er in ein «normales Gebäude» eingesperrt werden könnte. Dem Werk eines «Poeten der Stille», so Piano, sei das geplante Zentrum gewidmet, und deshalb gelte es, über ein Museum der grundsätzlich leisen Art nachzudenken. Für die Vision seines eigenen Werks liess sich Renzo Piano aber auch von der Identität des Ortes, der sanft geschwungenen Linie des Terrains inspirieren. Dass da noch die Autobahn war, die mit einem tiefen Einschnitt die Bauparzelle abrupt begrenzt, störte ihn nicht. Als eine «Lebensader» unserer Zivilisation sollte sie vielmehr ins Projekt einbezogen werden und hier ihr ästhetisch-funktionales Echo finden.
    3 min
  • Paul Klee - Zwei Männer, einander in höherer Stellung vermutend, begegnen sich, 1903
    »Zwei Männer, einander in höherer Stellung vermutend, begegnen sich«, 1903, gehört zu der Werkgruppe der »Inventionen«, elf Radierungen aus den Jahren 1903 bis 1905, die in ihrer minuziösen Technik und detailgetreuen, reliefartigen Ausarbeitung an Grafiken alter Meister erinnern. In seinem Tagebuch bezeichnete Klee die »Inventionen« als »Opus I« und damit als erste vollgültige Beispiele seines eigenständigen Schaffens. Inspiriert von Vorbildern wie Francisco de Goya und Honoré Daumier, setzte sich der Künstler in den »Inventionen« mit der Triebhaftigkeit des Menschen und deren Verbiegung durch die bürgerliche Sexualmoral auseinander. »Zwei Männer, einander in höherer Stellung vermutend, begegnen sich«, 1903, hat einen gesellschaftskritischen und politischen Charakter.
    2 min
  • Paul Klee - Dame Daemon, 1935
    In einer Zeit künstlerischer Ratlosigkeit und der Suche nach neuen Ausdrucksformen bedingt durch das Exil in Bern, die politischen Entwicklungen in Deutschland und auch den labilen Gesundheitszustand Klees entstand das Werk »Dame Daemon« als Nr. 115 im Jahr 1935. Es verwundert von daher nicht, dass Klee bei diesem Werk auf eine Komposition von 1932 mit dem Titel »Hut, Dame und Tischchen« zurückgreift, die er jedoch in mehr als das doppelt so grosse Format überträgt. Dieses Werk ist somit ein typisches Beispiel der Übergangsphase zum reifen Spätstil, der nach 1936 einsetzt. Im Zurückgreifen auf frühere Motive und Formen, die Klee durch Vergrösserung des Formats und mit Hilfe eines andern Titels mit neuem Bildinhalt füllt, ist er auf dem Weg zu einer neuen, verdichteten Bildsprache.
    3 min
  • Paul Klee - der Graue und die Küste, 1938
    Im Bild »der Graue und die Küste«, 1938, teilt, vom oberen Bildrand ausgehend, eine hin- und herschwingende Linie die Bildfläche in horizontale Segmente. Nachdenklich scheint »Der Graue« diesen Verlauf, den der Titel als Küste beschreibt, zu beobachten. Mit ihm blicken wir aus der Vogelperspektive auf eine weit unter uns liegende Fjordlandschaft und lesen die blaue Fläche als Meer, die bogenförmigen Linien als Boote, den horizontalen Balken mit drei Punkten in der Bildmitte als Schiff.
    3 min

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Lassen Sie sich unsere Werke von Paul Klee auf informative und unterhaltsame Art näherbringen. Die Inhalte der Podcasts bieten den HörerInnen klassiche Werkbeschreibungen und Hintergrundinformationen…

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