#zusammenspielen – freie Musiker*innen bei SWR2

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#zusammenspielen – freie Musiker*innen bei SWR2 episodes

  • Ausnahmegeiger und Internetstar - Roman Kim spielt Chausson und eigene Werke
    Eine Brille mit prismatischen Gläsern schirmt Geiger Roman Kim von äußeren Reizen ab. Denn die virtuosen Werke, die er spielt und zum Teil auch selber komponiert, fordern höchste Konzentration. Für #zusammenspielen hat Roman Kim eine Komposition von Ernest Chausson sowie zwei eigene Werke aufgenommen.
    Fakten über Roman Kim und diese Aufnahme 
    • Roman Kims Lieblingskomponisten sind Niccolò Paganini und Jimi Hendrix. 
    • In Internetvideos spielt Roman Kim mal zwischen ausgebrannten Autos, mal im Rokkokokostüm im historischen Ambiente.  
    • Das Video seiner eigenen Bearbeitung “Bach's Air on G – string" wurde im Internet über 600 000 mal angeklickt..  
    • Bekannt ist Roman Kim als Geiger für seine hohe Virtuosität. 
    • Er spielt technisch extrem anspruchsvolles Repertoire. 
    • Außerdem arrangiert er Musik und schreibt eigene Werke, die teils noch schwerer sind. 
    • Sein Studium hat Roman Kim in Moskau und Köln absolviert. 
    • Er spielt eine Violine von Giuseppe Guarneri (Cremona, 1695) als Leihgabe der Deutschen Stiftung Musikleben. 
    31 min
  • Mezzosopranistin Maria Hegele singt Lieder ihres Duopartners Paul Williot-Förster
    Lyrik des 19. Jahrhundert trifft auf Musik aus unserer Zeit. Eichendorff verfasste sein Gedicht "Der Friedensbote" im frühen 19. Jahrhundert und fand den Krieg eher "langweilig". Paul Willot-Förster Vertonung dagegen handelt von Traumatisierungen und erinnert an die Erfahrungen von Soldaten in Afghanistan. Maria Hegele hat die Kompositionen von Paul Williot-Förster, der sie auch am Klavier begleitet, aufgenommen und stellt sie Liedern amerikanischer Komponisten, wie Samuel Barber und Aaron Copland, gegenüber.
    Fakten über Maria Hegele und Paul Williot-Förster: 
    • Maria Hegele wollte ursprünglich Musical singen. Letztlich wurde sie allerdings Opernsängerin.  
    • Maria Hegele ist international unterwegs, liebt aber auch ihre Heimat Tettnang am Bodensee. 
    • Paul Williot-Förster wurde 1992 in Freiburg im Breisgau geboren.   
    • Er arbeitet als Pianist, Komponist und Dirigent. 
    • Aktuell ist er Kapellmeister am Theater Lübeck. 
    26 min
  • Die Bassgruppe des Ensembles Recherche – Musik für Bassklarinette und Violoncello
    Als „einen glücklichen Komponisten“, bezeichnet sich Johannes Schöllhorn am Ende der Produktion mit Cellistin Åsa Åkerberg und Klarinettistin Shizuoy Oka vom Ensembles Recherche. Die beiden Expertinnen für zeitgenössische Musik haben für #zusammenspielen Werke des Freiburger Komponisten Johannes Schöllhorn und der japanischen Komponistin Izumi Maekawa eingespielt.
    Fakten über die Interpretinnen: Åsa Åkerberg und Shizuoy Oka 
    • Shizuyo Oka war die Uraufführungsinterpretin von Johannes Schöllhorns Werk für Kontrabassklarinette solo.  
    • Åsa Åkerberg kommt aus Stockholm und war Solocellistin an der Stockholmer Oper und in der Västerås Sinfonietta.  
    • Shizuyo Oka studierte Klarinette am Conservatoire National Supérieur de Paris.  
    • Åsa Åkerberg ist seit 2006 und Shizuyo Oka seit 1998 Mitglied im Ensemble Recherche.   
    • Das Ensemble Recherche ist ein achtköpfiges Solistenensemble, das vor allem Werke der zeitgenössischen Musik interpretiert.  
    • Es wurde 1985 gegründet und hat seinen Standort in Freiburg im Breisgau.  
    17 min
  • Klaviermusik aus zwei Jahrhunderten – Clemens Müller spielt Kirchner und Milhaud
    “Das Zarteste vom Zarten” – so nannte Johannes Brahms die Klavier-Miniaturen von Theodor Kirchner. Pianist Clemens Müller hat vier seiner Elegien für #zusammenspielen aufgenommen, zusammen mit dem Klavierzyklus “Le candélabre á sept branches”, den Darius Milhaud 1951 in Paris komponiert hat.
    Fakten über Clemens Müller und diese Aufnahme 
    • Clemens Müller ist, nach eigener Aussage, in seiner Kindheit ein schlechter Klavierschüler. 
    • Er fängt Feuer, als ihm eine Aufnahme der Chopin-Balladen von Arthur Rubinstein in die Hände fällt. 
    • Über die Sommerferien beginnt er allein die anspruchsvollen Stücke zu spielen. 
    • Als er seiner Klavierlehrerin die Balladen nach den Sommerferien vorspielt, gesteht sie: “Jetzt brauchst Du einen neuen Lehrer.” 
    • Clemens Müller studiert Klavier an den Musikhochschulen Trossingen und in Saarbrücken, außerdem Liedgestaltung in Trossingen und Berlin. 
    • Heute unterrichtet er beide Fächer an der Musikhochschule Trossingen.  
    • Clemens Müller ist Preisträger renommierter nationaler und internationaler Wettbewerbe. 
    • Darius Milhauds Klavierzyklus “Le candélabre á sept branches” beschreibt sieben jüdische Festtage. 
    • Die sieben Sätze stehen für Neujahr, Yom Kipuur, das Laubhüttenfest, das Lichterfest Chanukka, Purim, Pessach sowie Schawuot. 
    • Jeder Satz erleuchtet auf musikalische Weise einen Arm der Menora. 
    28 min
  • Lieder von Maria Bach - “Der Japanische Frühling”
    Sopranistin Gerlinde Sämann ist seit ihrer Jugend blind. Noten liest sie mit den Fingerspitzen in der Brailleschrift und muss die meisten Werke dafür erst einmal übersetzen. Für #zusammenspielen hat sie den Liederzyklus “Der japanische Frühling” transkribiert, den die Wiener Komponistin Maria Bach 1930 geschrieben hat, und gemeinsam mit Pianist Claude Weber aufgenommen.
    Fakten über Gerlinde Sämann und diese Aufnahme 
    • Gerlinde Sämann ist eine international renommierte Sopranistin. 
    • Ihr Repertoire reicht vom 9.-21. Jahrhundert. 
    • Barockmusik ist einer ihrer Schwerpunkte.  
    • Sie arbeitet mit prominentem Dirigenten*innen der Alten Musikszene zusammen, wie Hans-Christoph Rademann, Ton Koopman und Sigiswald Kujken. 
    • Außerdem steht sie für die Oper und das zeitgenössische Musiktheater auf der Bühne, unter der Leitung von Regisseur*innen wie Arila Siegert, Gil Mehmert, Thomas Höft, Chrescencia Dünser und Otto Kukla.  
    • Sie studierte am Richard-Strauss-Konservatorium München Klavier und Gesang. 
    • Sie absolvierte einen Kurs in Atemtherapie nach der Methode von Ilse Middendorf. 
    • Die Komponistin Maria Bach wurde 1896 in Wien geboren. 
    • In ihrem reichen Elternhaus gaben unter anderen Hugo Wolf und Gustav Mahler Privatkonzerte. 
    • Sie wurde als Komponistin und Malerin bekannt.  
    27 min
  • Cembalo-Variationen aus drei Musikkulturen
    Laura Mingo Peréz hat sich in der Thomaskirche für ein Leben als Cembalistin entschieden. Damals besuchte sie ein Konzert des Thomanerchores und studierte noch Kunstgeschichte. Inzwischen ist sie Studentin an der Musikhochschule Trossingen und macht für #zusammenspielen eine Reise durch die Kunst der Variation, mit Werken von Sweelinck, Cabezón und Frescobaldi. Ihre Idee: gegenseitige Beziehungen und Unterschiede zwischen flämischer, spanischer und italienischer Tastenliteratur am Cembalo zu zeigen.
    Fakten über Laura Mingo Peréz  und diese Aufnahme 
    • Laura Mingo Peréz stammt aus Madrid und bezeichnet sich selbst als “Großstadtkind”. 
    • Derzeit studiert sie Cembalo an der staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen, wo sie auch ihre Liebe zur Natur entdeckt hat. 
    • Das Cembalo hat Lauras Leben verändert, seinen Klang bezeichnet sie gerne als die akustische Entsprechung von Blattgold. 
    • Als elfjährige Klavierschülerin am Conservatorio Amaniel in Madrid will sie ausschließlich Bach spielen.  
    • Damals entdeckt sie auch ihre Leidenschaft für das Cembalo, die jedoch kein Lehrer in ihrem Umfeld unterstützen will. 
    • In der Alten Musik-Szene fühlt sich Laura gut aufgehoben. Vor allem der Mut zur Offenheit und Experimentierfreude macht für sie deren Charme aus. 
    • Laura sprachbegeistert und lernt in ihrer Freizeit aktuell Russisch, Niederländisch und Türkisch. 
    • Im Urlaub liebt sie es, die Kirchen und Museen eines Ortes zu besuchen. 
    • Wenn gerade kein Cembalo zur Hand ist, lebt sie ihre Musikalität auch gerne an verschiedenen traditionellen Flöten aus. Davon hat sie immer mindestens eine im Gepäck.  
    • Weil sie sich gleichermaßen mit verschiedenen Kulturen Europas identifiziert, stellt sie in ihrem Programm deren musikalische Gemeinsamkeiten und Unterschiede vor.
    20 min
  • Pianist Oleksandr Loiko spielt Skrijabin
    Licht und Schatten treffen in den zwei letzten Klaviersonaten aufeinander, die Alexander Skrijabin komponiert hat. SWR2-Musikredakteur Jörg Lengersdorf ist bekennender Skrjabin-Fan und hat den jungen Pianisten Oleksandr Loiko eingeladen, um diese Werke einzuspielen – denn er spiele sie “als ob es um sein Leben ginge”.
    Fakten über Oleksandr Loiko und diese Aufnahme 
    • Oleksandr Loiko studiert derzeit im Master an der Folkwang Universität der Künste. 
    • Sein Professor hat eine Produktionseinladung des SWR abgelehnt, um Oleksandr Loiko vorzuschlagen. 
    • Grund dafür ist dessen Art Skrijabin zu spielen, “er trägt die letzten zwei Sonaten in sich”. 
    • Der Komponist Skrjabin galt als Exzentriker in der Musikwelt und entwickelte eine eigene Klangsprache. 
    • Als Synästhetiker konnte er „farbig hören“. 
    • Er konzipierte ein Farbenklavier, das Klang und Licht miteinander kombiniert. 
    • Seine Klaviersonate Nr. 9 beschrieb er mit „[...]anfangs dunkle Kräfte, in der Mitte Alpträume und zum Schluss wieder dunkle Kräfte [...].” 
    • Freunde gaben dem Werk den Beinamen „Schwarze Messe”. 
    • Über seine 10. Sonate schreibt Skrjabin: „Es sind die Klänge und Stimmung des Waldes ...] Sie zeigt Freude und Licht der Erde [...].” 
    26 min
  • Vier Hände und vier Füße – Das Orgelduo Krall und Schwarze
    Organist*innen sind von Hause aus Einzelkämpfer - die Treppe zur Orgel steigt man nun einmal meistens alleine hoch. Marion Krall und Lars Schwarze sind insofern eine Ausnahme: Sie hatten schon im Studium so viel Lust auf Kammermusik, dass sie sich als Duo zusammengetan haben. Für #zusammenspielen haben sie Orchestermusik von Mendelssohn und Strawinsky in Orgelbearbeitungen eingespielt.
    Fakten über Marion Krall und Lars Schwarze und diese Aufnahme 
    • Marion Krall und Lars Schwarze spielen eigene Transkriptionen von Orchesterwerken. 
    • Wichtig ist dabei eine gute Stimmaufteilung – damit man sich mit vier Händen und vier Füßen nicht in die Quere kommt. 
    • Wenn das doch mal passiert, gibt es bei der nächsten Probe Kuchen. 
    • Wie gut sie nebeneinander auf der Orgelbank harmonieren, sieht man in den Videos auf ihrer Internetseite Orgelduo.com. 
    • Marion Krall und Lars Schwarze haben in Lübeck studiert. 
    • Beide waren zwischen 2015 und 2019 Assistent*innen von Professor Arvid Gast an der Lübecker Jakobikirche. 
    • Sie sind Preisträger*innen des 1. Internationalen Orgel-Duo-Wettbewerb „Aquattromani“ in Polen. 
    29 min
  • Der empfindsame Sohn – Kammermusik von Carl Philipp Emanuel Bach
    “Ich habe manchmal gedacht, das ist wie jemand, der immer in der Pubertät ist und nie zur Ruhe findet”, so beschreibt Barockgeigerin Petra Müllejans die kontrastreiche Musiksprache von Johann Sebastian Bachs zweitältestem Sohn Carl Philipp Emanuel. Gemeinsam mit Flötistin Daniela Lieb und Cembalistin Sabine Bauer hat Petra Müllejans einige seiner Kammermusikwerke eingespielt– und hat für diese Aufnahme Violine gegen Viola getauscht.
    Fakten über Petra Müllejans und diese Aufnahme 
    • Petra Müllejans ist eine weltweit renommierte Barockgeigerinnen, Dirigentin und Pädagogin. 
    • 1987 gründet sie gemeinsam mit Studienfreund*innen das Freiburger Barockorchester (FBO). 
    • Bereits im Studium beginnt sie auch Bratsche zu spielen. 
    • Die tiefe C-Saite der Bratsche ist für sie ein klangliches Geschenk. 
    • Als Professorin für Barockvioline unterrichtet sie an der Musikhochschule Frankfurt. 
    • Cembalistin Sabine Bauer und Petra Müllejans lernen sich dort im Rahmen der “gefürchteten” Dozentenkonzerte kennen. 
    • Flötistin Daniela Lieb ist ebenfalls Mitglied im Freiburger Barockorchester und lehrt an der Musikhochschule Frankfurt. 
    • Als Trio konzertieren sie zwischen Madrid und Hamburg. 
    • Zwei Tipps von Petra Müllejans fürs gemeinsame Proben sind: 
    - Einen musikalischen Vorschlag so lange ausprobieren, bis das Ergebnis so klingt, wie der/die Ideengeber*in es sich vorstellt. 

    - Nicht sofort entscheiden, ob man ihn annimmt, sondern eine Nacht drüber schlafen.
    50 min

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