24 Geschichten

24 Geschichten

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24 Geschichten episodes

  • Bischöfin Cornelia Richter über Führung, Nachwuchs, Ökumene und Resilienz jenseits von Durchhalteparolen in der Kirche
    In dieser Folge trifft Sascha Ladurner auf Bischöfin Cornelia Richter, die erst seit kurzer Zeit im Amt ist – und trotzdem sofort „im Betrieb“ steht. Richter beschreibt, dass das Bischofsamt für sie drei Ebenen hat: ein geistliches Amt mit Gottesdiensten und Begleitung der Pfarrgemeinden, eine kommunikative Aufgabe als Stimme nach außen und eine repräsentative Rolle, die sehr viel Präsenz verlangt. Sie betont dabei auch eine wichtige Einordnung: „die erste Bischöfin in Österreich“ stimmt nur eingeschränkt, weil es mit Maria Kubin bereits eine Bischöfin der altkatholischen Kirche gibt.

    Spannend ist auch der Blick hinter die Kulissen der Wahl: Richter schildert den evangelischen Prozess als konsequent „bottom-up“ – von den Gemeinden über Hearings bis zur Synode. Und dann geht es schnell: Kaum gewählt, startet die Übergabe, parallel laufen noch Verpflichtungen aus der Universität. Ihr Eindruck von der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich ist dabei klar: professionell organisiert, effizient – und trotzdem freundlich im Ton.

    Der inhaltliche Kern der Episode liegt aber bei einer Frage, die viele Organisationen kennen: Wie bleibt eine Institution menschlich, wenn der Alltag voll ist mit Problemen, Zahlen, Druck und Konflikten? Richter verbindet das direkt mit Führung. „Fröhlichkeit“ entsteht für sie nicht durch Wegschauen, sondern durch Perspektive: öfter innehalten, das Gelungene bewusst wahrnehmen, sich gegenseitig anlächeln, Fragen stellen, Sehnsüchte und Belastungen ernst nehmen. Dieses „Mehr im Hier und Jetzt“ ist für sie kein Wellness-Spruch, sondern eine Haltung, die sogar den Ärger schneller beruhigt und Entscheidungen demütiger macht.

    Sehr konkret wird Richter beim Thema Personal: Nachwuchs fehlt, Pfarrstellen wären da, aber der demografische Wandel trifft die Kirche wie Handwerk, Gastronomie oder Freiwilligenarbeit. Daraus folgt: Personalpflege, Recruiting und vor allem Unterstützung für Pfarrer:innen, Mitarbeitende und Ehrenamtliche müssen strategisch angegangen werden – auch, weil die Last auf den Schultern der bestehenden Teams steigt.

    Im Gespräch über Ökumene zeichnet Richter ein pragmatisches Bild: Auf Gemeindeebene funktioniert vieles selbstverständlich, weil Menschen dort zusammenleben und zusammen feiern. In Feldern wie Krankenhaus-, Gefängnis- oder Notfallseelsorge gibt es gelebte Zusammenarbeit, auch wenn Systeme und Kirchenrecht teils Grenzen setzen – gerade im Vergleich zur katholischen Kirche. Gleichzeitig ist ihr wichtig: Manche Aussagen dazu möchte sie rechtlich noch einmal prüfen lassen.

    Zum Ende spricht Richter offen über die Rolle als Vorbild. Sie erlebt seit Jahren, wie junge Frauen sich an Sprache, Auftreten und Haltung orientieren. Als erste Bischöfin der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich ist das noch sichtbarer – inklusive ganz praktischer Fragen von Anrede, Protokoll und Amtskleidung. Und dann öffnet sie ein Thema, das sie gerne vertiefen würde: Resilienz. Nicht als „easy going“, sondern als Begriff, der dort relevant wird, wo Menschen existenzielle Krisen erleben. Zum Abschluss spendet sie – passend zur Ausstrahlung am 24. Dezember – einen Weihnachtssegen mit einer klaren Botschaft: Hoffnung zeigt sich oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet.

    Keypoints
    • Das Bischofsamt: geistlich begleiten, nach außen sprechen, Kirche repräsentieren – quer durch Österreich
    • Fröhlichkeit als Führungsfrage: Dankbarkeit, Aufmerksamkeit, Menschlichkeit im Alltag – ohne Naivität
    • Personalmangel als Realität: Nachwuchs, Entlastung, gezielte Unterstützung für Haupt- und Ehrenamt
    • Ökumene praktisch gedacht: Zusammenarbeit funktioniert oft vor Ort, rechtliche Grenzen bleiben Thema
    • Role Model & „erste“ Bischöfin der EK A.B.: Sichtbarkeit, Protokollfragen, neue Vorbilder
    • Resilienz: nicht harmlos, sondern relevant in schweren, existenziellen Krisen
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    Websites:
    • https://evang.at/
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    Musik: Little Drummer Boy, Pentatonix
    Die gesamte Playlist aller Songs finden Sie auf Spotify
    • Podcast Adventskalender Songs 2025
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    Der Podcast wird produziert von der Agentur Quickdraw Podcasts
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    Diese Podcastserie entsteht mit Unterstützung des ÖGV – Österreichischer Gewerbeverein
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    35 min
  • Warum Neugier, Vertrauen und kluge KI-Nutzung über die Zukunft entscheiden
    Diese Folge ist ein Rückblick auf eine intensive Podcastzeit – und gleichzeitig ein Blick nach vorne. Stephan Blahut und Sascha Ladurner erzählen, wie die Serie ursprünglich in der Covid-Zeit aus dem Wunsch entstanden ist, etwas Verbindendes zu schaffen. Statt Eventbühne wurde es „Lagerfeuer“ im Audioformat: Gespräche, die zeigen sollen, was Menschen bewegt, wofür sie brennen und welche Hürden im Alltag wirklich zählen.

    Im Zentrum steht das Thema Veränderung. Nicht als großes Rebranding, sondern als konsequente Weiterentwicklung. Die beiden sprechen darüber, warum komplexe Fragen selten simple Lösungen haben – und warum man bei „zu gut, um wahr zu sein“ grundsätzlich misstrauisch werden sollte, ob bei Politik oder im digitalen Alltag. Daraus leiten sie ab: Reformen brauchen Mut, Verantwortung und einen langen Atem. Und manchmal auch den Willen, Dinge zu streichen, statt immer nur Neues draufzupacken.

    Ein zweiter Strang ist künstliche Intelligenz. Stephan bringt die Perspektive aus Forschung und Praxis ein: KI ist ein Werkzeug, dessen Nutzen davon abhängt, wie gut ein Unternehmen seine Prozesse kennt. Sascha ergänzt den entscheidenden Shift: Die Frage ist nicht nur „Wie macht mich KI schneller?“, sondern „Wie macht mich KI schlauer?“ Wer schlechte Abläufe digitalisiert, bekommt sonst nur schlechte digitale Abläufe. Die Chance liegt dort, wo KI hilft, Qualität zu steigern, Produkte besser zu machen und neue Möglichkeiten zu sehen.

    Am Schluss wird es sehr konkret: Vertrauen ist die Währung jeder Zusammenarbeit. Nichts versprechen, was man nicht halten kann. Und regelmäßig „ausmisten“ – im Privaten genauso wie in Systemen, Prozessen und Strukturen. Damit Energie frei wird für das, was wirklich weiterbringt: gute Ideen, bessere Dienstleistungen und Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

    Keypoints
    • Die Serie entstand aus Covid heraus: Gespräche als digitales „Lagerfeuer“ und echter Austausch statt Bühne
    • Komplexe Themen brauchen Zeit und Tiefe – einfache Antworten sind oft unseriös
    • Veränderung passiert über viele kleine Schritte: Mut + Neugier + Verantwortung
    • KI ist Werkzeug, kein Zauberstab: erst Prozesse verbessern, dann digitalisieren
    • Leitfrage für Unternehmen: „Macht KI mich schlauer – oder nur schneller?“
    • Vertrauen entscheidet: nichts versprechen, was man nicht halten kann
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    Websites:
    • www.ogv.org
    • www.palais-eschenbach.at
    • https://www.gewerbeverein.at/startseite/businessservices/coworking-club/
    • https://www.gewerbeverein.at/startseite/businessservices/adresse/
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    Musik: Cambia Menti, Vasco Rossi
    Die gesamte Playlist aller Songs finden Sie auf Spotify
    • Podcast Adventskalender Songs 2025
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    Der Podcast wird produziert von der Agentur Quickdraw Podcasts
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    Diese Podcastserie entsteht mit Unterstützung des ÖGV – Österreichischer Gewerbeverein
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    43 min
  • Warum Kommunikation, Haltung und klare Rollenprofile heute über gute Besetzungen entscheiden
    „Gutes Personal ist schwer zu finden“ klingt wie ein Naturgesetz. In der Praxis ist es oft eher ein Kommunikationsproblem. Heidi Berl beschreibt, wie sehr sich die Personalsuche verändert hat: weniger verfügbare Arbeitskräfte, höhere Erwartungen und Prozesse, die vielerorts noch auf eine alte Arbeitswelt ausgerichtet sind. Das beginnt bei Stellenanzeigen, die zu unklar sind, um einen echten „Match“ im Kopf der Bewerbenden auszulösen. Wer sich nicht schnell vorstellen kann, was er oder sie wirklich tun soll, bewirbt sich weiter – dort, wo es eindeutiger ist.

    Ein zentraler Punkt: Die Schwachstelle liegt häufig nicht zwischen Unternehmen und Kandidat:innen, sondern intern. Wenn Fachbereich, Teamlead und HR unterschiedliche Bilder im Kopf haben, kann Recruiting gar nicht „richtig“ liefern. Heidi Berl erzählt, wie sie deshalb bewusst mit mehreren Beteiligten spricht, um Anforderungen zu homogenisieren und aus unausgesprochenen Erwartungen ein klares Suchprofil zu machen.

    Beim Sourcing geht es dann nicht um Masse, sondern um Qualität. Direktansprache, mehrstufige Gespräche und am Ende ein Kandidatenprofil, das für Hiring Manager so greifbar ist, als wären sie beim Interview dabei gewesen. Nicht nur Zertifikate, sondern Persönlichkeit, Arbeitsweise und Passung zum Team zählen.

    Breiter wird es beim Blick auf den Arbeitsmarkt: Sprache ist im IT-Umfeld ein echtes Nadelöhr. Unternehmen, die Prozesse und Zusammenarbeit stärker auf Englisch ausrichten, öffnen sich einen viel größeren Talentpool. Und auch beim Thema Alter und Lebensphasen plädiert sie für mehr Offenheit – etwa gegenüber Menschen 50+ oder gut qualifizierten Müttern mit Teilzeitwunsch. Die Kernidee: Stärken verändern sich über Lebensphasen, sie verschwinden nicht.

    Zum Schluss wird es grundsätzlich: Mitarbeiterbindung hängt stark am Menschlichen. Wertschätzung fehlt in Gesprächen erstaunlich oft als erlebte Realität. Und Führung ist nicht automatisch die Belohnung für fachliche Leistung. Heidi Berl wünscht sich mehr ehrliche Gespräche auf Augenhöhe – zwischen Unternehmen und Mitarbeitenden – als Voraussetzung dafür, dass Arbeitsbeziehungen stabil werden und bleiben.
    Keypoints
    • Recruiting scheitert oft intern: Fachbereich und HR meinen nicht dasselbe, sprechen es aber nicht aus.
    • Stellenanzeigen müssen konkreter werden, damit Kandidat:innen sofort einen echten Match erkennen.
    • Qualität vor Quantität: wenige, wirklich passende Profile statt vieler „halbpassender“ Kandidat:innen.
    • Englischfähigkeit und passende Prozesse öffnen im IT-Bereich einen deutlich größeren Talentmarkt.
    • Wertschätzung und gute Führung entscheiden maßgeblich über Bindung und Fluktuation.
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    Websites:
    • www.arthus-hr.at
    • https://www.linkedin.com/company/100692359/admin/dashboard/
    • https://www.linkedin.com/in/heidi-berl-68631314a/
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    Musik: Get Lucky, Daft Punk
    Die gesamte Playlist aller Songs finden Sie auf Spotify
    • Podcast Adventskalender Songs 2025
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    Der Podcast wird produziert von der Agentur Quickdraw Podcasts
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    Diese Podcastserie entsteht mit Unterstützung des ÖGV – Österreichischer Gewerbeverein
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    37 min
  • Warum Unternehmen KI verstehen, gestalten und verantwortungsvoll einsetzen müssen – und was Quantencomputing als nächster Schritt auslöst
    Salome Wagner ist seit über 20 Jahren in der Technologiewelt unterwegs – von internationalen Großkonzernen bis zur Selbstständigkeit als Beraterin, Umsetzerin, Startup-Mentorin und Business Angel. Ein roter Faden: Innovation so zu übersetzen, dass sie von einer größeren Zielgruppe verstanden und in der Praxis nutzbar wird. Dabei betont sie immer wieder die Bedeutung von Ökosystemen und Netzwerken – und warum Engagement in Verbänden mehr ist als „nice to have“.

    Im Zentrum der Folge steht digitaler Humanismus. Salome beschreibt den Ursprung ihres Zugangs über ein Gespräch mit TU-Wien-Rektorin Sabine Seidler und bringt es auf den Punkt: Technik muss für Menschen gestaltet werden, nicht als Vorgabe dafür, wie Menschen zu funktionieren haben. Daraus leitet sie eine sehr unternehmerische Perspektive ab: Werte wie Inklusion, Demokratie und gemeinsames Entwickeln gehören in den Entwicklungs- und Einsatzprozess von Technologie hinein – bevor überhaupt Tools ausgewählt werden.

    Von dort ist der Schritt zur KI logisch. Salome kritisiert, dass viele Debatten noch zu schnell in Standardphrasen abrutschen, weil ein gemeinsames Vokabular fehlt. Ihr Gegenbild ist das „Architektur“-Prinzip: KI ist nicht nur Technik, sondern muss im Unternehmen als Zusammenspiel aus Technologie, Organisation und Prozessen gebaut werden. Die Verantwortung bleibt bei den Menschen, die trainieren, einsetzen und die Leitplanken definieren.Im zweiten Teil schlägt die Folge die Brücke zu Quantencomputing. Salome erklärt, warum es sinnvoll ist, früher zu lernen als bei KI: damit Unternehmen verstehen, worum es geht (Bit vs. Qubit), welche Infrastruktur notwendig wird und wo erste Use Cases entstehen. Sie skizziert außerdem, wie das Thema in Europa gefördert wird und warum es nicht nur Wissenschaft, sondern auch Wirtschaft, Führung und sogar Kunst betrifft.

    Zum Abschluss blickt Salome auf ihren aktuellen Schritt in die Wissenschaft: Seit Juli 2025 arbeitet sie an der TU Wien an der Programmkoordination eines Doktoratskollegs rund um digitalen Humanismus – mit dem Anspruch, Ergebnisse zu schaffen, die in Wissenschaft und Wirtschaft Anwendung finden. Und ganz zum Schluss kommt ihr Wunsch für 2026: mehr Gelassenheit und eine Fehlerkultur, die Verantwortung ernst nimmt, aber ohne Schuldzuweisungen auskommt.

    Keypoints
    • Digitaler Humanismus heißt: Technik für Menschen gestalten, Werte bewusst in Entwicklung und Einsatz integrieren.
    • KI „passiert“ nicht einfach: Wir trainieren sie, wir setzen sie ein, wir tragen Verantwortung.
    • Unternehmen brauchen dafür mehr als Tools: Organisation, Prozesse, Führung und Bildung entscheiden mit.
    • Quantencomputing sollte früh verstanden werden, um nicht wieder in Phrasen und Vorurteile abzurutschen.
    • Salome arbeitet seit Juli 2025 an der TU Wien am Aufbau eines Doktoratskollegs zu digitalem Humanismus.
    • Wunsch für 2026: mehr Gelassenheit und ein entspannter, humorvoller Umgang mit Fehlern.
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    Websites:
    • https://www.linkedin.com/in/salomewagner/
    • https://salomewagner.squarespace.com/
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    Musik: Desire, Yello
    Die gesamte Playlist aller Songs finden Sie auf Spotify
    • Podcast Adventskalender Songs 2025
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    Der Podcast wird produziert von der Agentur Quickdraw Podcasts
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    Diese Podcastserie entsteht mit Unterstützung des ÖGV – Österreichischer Gewerbeverein
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    35 min
  • Wie Alexandra Gruber mit Die Tafel Österreich Lebensmittel rettet, Ernährungsarmut bekämpft und zeigt, warum ökologische und soziale Nachhaltigkeit untrennbar zusammengehören
    Die Tafel Österreich ist die älteste Tafelorganisation des Landes und versorgt seit mehr als 26 Jahren armutsbetroffene Menschen in sozialen Einrichtungen mit geretteten Lebensmitteln. Alexandra Gruber, ursprünglich aus der Pharmabranche, kam über ehrenamtliches Engagement zur Geschäftsführung. 

    Sie spricht von einem „Paradox der Sonderklasse“: tonnenweise Essen im Müll, während viele Menschen vor der Wahl zwischen Heizen oder Essen stehen. In Österreich leiden über 420.000 Menschen unter schwerer Ernährungsarmut, insgesamt rund 1,1 Millionen unter Ernährungsarmut – gleichzeitig werden jährlich etwa eine Million Tonnen Lebensmittel weggeworfen, etwa die Hälfte davon in Privathaushalten.

    Die Tafel Österreich setzt genau hier an. Was als Kooperation mit wenigen Filialen des Lebensmittelhandels begann, umfasst heute auch Produkte aus Landwirtschaft und Produktion: Ware mit optischen Mängeln, nicht rechtzeitig abgerufene Chargen, Saisonartikel, Lebensmittel mit nahendem Mindesthaltbarkeitsdatum oder Verpackungsfehlern. Dennoch bleibt das Potenzial riesig: Ein großer Teil der überschüssigen Lebensmittel landet weiterhin im Müll.

    Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf den Haushalten. Dort entsteht etwa die Hälfte der Lebensmittelabfälle, quer durch alle sozialen Schichten. Missverständnisse rund um das Mindesthaltbarkeitsdatum sind weit verbreitet. Die Tafel Österreich reagiert mit Sensorik-Workshops, einfachen Rezepten und einer Wanderausstellung, um Ernährungskompetenz zu stärken und zu zeigen, wie man mit den eigenen Sinnen prüft, ob Lebensmittel noch genießbar sind.

    Finanziell steht die Organisation auf einem breiten Fundament aus Unternehmensspenden (Ware und Geld), vielen Privatspenderinnen und -spendern sowie einem kleineren Anteil öffentlicher Förderungen für innovative Projekte. Entscheidend ist die Wirkung: Aus einem Euro Spende werden rund fünf Mahlzeiten – dank kostenloser Ware und starkem Ehrenamt. Gleichzeitig wird es schwieriger, Engagement verlässlich zu planen, weshalb Corporate Volunteering immer wichtiger wird.
    Keypoints
    • Die Tafel Österreich rettet seit über 26 Jahren Lebensmittel und versorgt armutsbetroffene Menschen – in einem Land, in dem über 420.000 Menschen unter schwerer Ernährungsarmut leiden und zugleich rund eine Million Tonnen Lebensmittel jährlich weggeworfen werden.
    • Lebensmittelspenden stammen aus Handel, Landwirtschaft und Produktion; zusätzlich stärkt die Organisation mit Workshops, Sensorikformaten und einfachen Rezepten die Ernährungskompetenz in Haushalten und reduziert Missverständnisse rund um das Mindesthaltbarkeitsdatum.
    • Aus einem Euro Spende werden rund fünf Mahlzeiten – möglich durch Unternehmens- und Privatspenden, ein starkes Netzwerk an Ehrenamtlichen, Corporate Volunteering und ein bewusst resilientes Ressourcenmanagement.
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    Websites:
    • https://tafel-oesterreich.at/allianz/
    • https://tafel-oesterreich.at/firmenspende/
    • https://tafel-oesterreich.at/corporate-social-volunteering-csv/
    Social Media
    • Facebook
    • Instagram
    • LinkedIn
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    Musik: Wonderful Dream, Melanie Thornton
    Die gesamte Playlist aller Songs finden Sie auf Spotify
    • Podcast Adventskalender Songs 2025
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    Der Podcast wird produziert von der Agentur Quickdraw Podcasts
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    Diese Podcastserie entsteht mit Unterstützung des ÖGV – Österreichischer Gewerbeverein
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    37 min
  • Warum frühzeitige Planung, klare Kommunikation und bessere Rahmenbedingungen entscheiden, ob ein Lebenswerk sicher weitergeführt oder im Stress verkauft wird
    In dieser Episode von „24 Tage, 24 Menschen, 24 Geschichten“ geht Stephan Blahut gemeinsam mit Doris Nöhrer der Frage nach, was eine gelungene Unternehmensnachfolge wirklich ausmacht.

    Ausgangspunkt ist die nüchterne Realität: Zehntausende kleine und mittlere Unternehmen stehen in den kommenden Jahren vor einer Übergabe – und damit Millionen von Arbeitsplätzen. Trotzdem wird Nachfolge oft verdrängt oder viel zu spät angegangen. 

    Doris Nöhrer erklärt, warum Nachfolgeplanung idealerweise schon mit der Gründung beginnt: mit einem klaren Notfallplan, strukturierten Zahlen, tragfähigen Schlüsselpersonen und der ehrlichen Frage: „Will ich vor allem Geld – oder will ich, dass mein Lebenswerk liebevoll weitergeführt wird?“ Konkrete Beispiele aus seiner Praxis zeigen, was passiert, wenn Unternehmer ohne Vorbereitung ausfallen, wenn es keine Zugriffsrechte auf Konten, keine dokumentierten Informationen und keine geregelte Vertretung gibt.

    Ein weiterer Schwerpunkt ist die Unternehmensfitness: Steueroptimierung allein reicht nicht, wenn beim Verkauf der wahre Wert des Unternehmens sichtbar werden soll. Es geht um Investitionen in Mitarbeiter, Innovation und Krisenfestigkeit – nicht darum, kurz vor der Pension alles „leerzuziehen“ und trotzdem Höchstpreise zu erwarten. Im politischen Teil des Gesprächs kritisiert Struber fehlende Instrumente zur Finanzierung von Unternehmensübernahmen – etwa Fonds, die Management oder Mitarbeiter beim Kauf von Betrieben unterstützen könnten. Stattdessen wandern viele österreichische Mittelständler an ausländische Eigentümer, mitsamt Wissen und oft auch Standorten. 

    Zum Schluss geht es um Fachkräftemangel und qualifizierte Zuwanderung. Struber berichtet, wie er Unternehmen hilft, passendes Personal aus Drittstaaten zu gewinnen – und wie langwierige Anerkennungsverfahren und bürokratische Hürden gute Lösungen ausbremsen. Die zentrale Botschaft: Wer sein Lebenswerk sichern will, braucht Mut zur frühen Planung, Offenheit in der Familie und Unterstützung durch Expertinnen und Experten. 
    Keypoints:
    • Warum Unternehmensnachfolge ab dem ersten Tag der Selbstständigkeit mitgedacht werden sollte – inklusive Notfallplan und klaren Zugriffsrechten. 
    • Die Frage „Geld oder Liebe“: Verkauf an externe Investoren versus Übergabe an Kinder oder Mitarbeitende – und was das für Bewertung und Erwartungen bedeutet. 
    • Unternehmensfitness als Werttreiber: saubere Zahlen, starke Schlüsselkräfte, laufende Investitionen und Innovationsbereitschaft statt Auszehren vor der Pension. 
    • Politische Leerstellen: fehlende Fonds und Finanzierungsinstrumente für Übernahmen führen dazu, dass viele Mittelständler ins Ausland verkauft werden. 
    • Fachkräftemangel und qualifizierte Zuwanderung: Chancen durch Recruiting aus Drittstaaten und große Hürden durch komplizierte Anerkennungsverfahren. 
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    Websites:
    • www.panthera.co.at
    Social Media
    • LinkedIn: https://at.linkedin.com/in/doris-noehrer-29285461
    • Xing: https://www.xing.com/profile/Doris_Noehrer
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    Musik: Brennen tuats guat, Hubert von Goisern
    Die gesamte Playlist aller Songs finden Sie auf Spotify
    • Podcast Adventskalender Songs 2025
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    Der Podcast wird produziert von der Agentur Quickdraw Podcasts
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    Diese Podcastserie entsteht mit Unterstützung des ÖGV – Österreichischer Gewerbeverein
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    44 min
  • Wie Unternehmen Bias verstehen, ihr Wissen schützen und künstliche Intelligenz in europäische Werte und Strukturen einbetten können
    Künstliche Intelligenz ist längst im Alltag angekommen – doch was bedeutet das konkret für Unternehmen? In dieser Episode spricht Sascha Ladurner mit Jakob Reiter, CEO und Founder von Mimirio, über KI als „andere Form von Intelligenz“ und darüber, wie man sie verantwortungsvoll in Organisationen integriert. 

    Jakob erklärt, warum große Sprachmodelle wie LLMs im Kern „nur“ das nächste Wort vorhersagen – und warum wir trotzdem dazu neigen, ihnen menschliche Intelligenz zuzuschreiben. Anhand von Beispielen wie einfachem Rechnen zeigt er, wo KI beeindruckend wirkt und wo sie fundamental anders funktioniert als wir.Ein zentrales Thema ist Bias: KI lernt aus Daten – inklusive aller Schieflagen, Stereotype und unausgesprochenen Annahmen. Studien zu Gender-Bias in Lebensläufen oder politische Verzerrungen bei Modellen unterschiedlicher Anbieter zeigen, wie sehr Werte und Trainingsdaten die Ergebnisse prägen. Für Unternehmen heißt das: Die Wahl des Modells ist immer auch eine Werteentscheidung. 

    Im zweiten Teil geht es um Datensouveränität. Was passiert, wenn vertrauliche Dokumente und internes Know-how in öffentliche Plattformen eingespeist werden? Jakob warnt davor, dass einmal „verstreutes“ Wissen nicht mehr zurückgeholt werden kann – und plädiert für unternehmensinterne, abgeschottete KI-Systeme, die auf eigenen Daten laufen und im Unternehmen bleiben. Genau hier setzt seine Firma Mimirio an: Eine eigene KI, die sich selbst im Unternehmen „onboardet“, Systeme verbindet und so ein konsistentes Bild von Produkten, Prozessen und Dokumenten aufbaut.

    Konkrete Beispiele zeigen, welchen Mehrwert das bringt: Onboarding neuer Mitarbeitender, die nicht mehr stundenlang nach Informationen suchen müssen, das Wiederentdecken vergessener Wissensschätze wie Offboarding-Interviews oder der Aufbau eines „digitalen Zwillings“ der Geschäftsführung als Sparringspartner für das Team. Gleichzeitig bleibt das Wissen im Unternehmen und stärkt die Resilienz – technologisch und wirtschaftlich.

    Zum Abschluss blickt das Gespräch auf Europa: Wo stehen wir im internationalen KI-Wettbewerb? Jakob Reiter ist optimistisch – unter der Voraussetzung, dass europäische Unternehmen jetzt aktiv werden, KI nicht nur diskutieren, sondern konsequent in ihre Strukturen integrieren und dabei ihre eigenen Werte und Daten in den Mittelpunkt stellen.

    Keypoints:
    • KI als „andere Form von Intelligenz“: stark in Sprachmustern, schwach in echter Arithmetik – und trotzdem beeindruckend wirksam. 
    • Bias als Grundproblem: KI übernimmt Verzerrungen aus Trainingsdaten – von Gender-Bias bis zu politischen Tendenzen, je nach Modell und Herkunft. 
    • Modellwahl ist Wertewahl: Unternehmen sollten bewusst entscheiden, welche KI mit welchen impliziten Haltungen sie ins Haus holen.
    • Datensouveränität statt Wissensverlust: Vertrauliche Dokumente haben in öffentlichen KI-Plattformen nichts verloren, weil Wissen nicht „zurückgeholt“ werden kann.
    • Mimirio-Ansatz: eine unternehmensinterne KI, die sich selbst im Unternehmen einlernt, Systeme verbindet und auf internen Daten arbeitet.
    • Konkreter Nutzen: schnelleres Onboarding, weniger Suchzeit, Nutzung von verborgenem Wissen (z. B. Offboarding-Interviews), digitale Zwillinge von Führungskräften.
    • Europäische Chance: Technologie nutzen, aber mit eigenen Werten und Daten „erden“, um wirtschaftliche Stärke und demokratische Souveränität zu sichern.
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    Websites:
    • Mimirio: https://www.mimirio.com
    • Buch-Tipp: https://www.ynharari.com/book/nexus/
    Social Media
    • LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/jakobreiter/
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    Musik: Technologic, Daft Punk
    Die gesamte Playlist aller Songs finden Sie auf Spotify
    • Podcast Adventskalender Songs 2025
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    40 min
  • Wie Marika Sokol Unternehmenskultur, internationale Industrie, Resilienz und Aloe-Vera-Plantagen verbindet – und warum echte Motivation immer beim Menschen beginnt
    In dieser Episode von „24 Tage, 24 Menschen, 24 Geschichten“ geht es um Unternehmenskultur, Change und Resilienz – gesehen durch die Augen von Marika Sokol. 

    Sie ist in einem industriellen Umfeld aufgewachsen, arbeitet heute in einer internationalen Industrieholding und verantwortet People & Culture. Für sie entsteht „Joy“ dort, wo Menschen mit ihrer Leistung sichtbar etwas bewegen, Produkte entstehen lassen und Märkte gestalten.

    Marika beschreibt, warum sie Unternehmen immer vom Menschen her denkt: vom Staplerfahrer in der Logistik bis zum internationalen Management. Motivation ist für sie kein Tool, sondern das Ergebnis eines Rahmens, der Vertrauen, Klarheit und Handlungsfähigkeit ermöglicht. Unternehmen, die nur auf Worte setzen und Ergebnisse schuldig bleiben, verlieren ihre Belegschaft – gerade in unsicheren Zeiten.

    Gleichzeitig nimmt sie uns mit auf ihre Aloe-Vera-Plantagen in Griechenland. Dort findet sie den Ausgleich zur starken beruflichen Belastung: harte körperliche Arbeit, Natur, Meer – und viel Raum zum Denken. Aus dieser Erfahrung sind Retreats entstanden, in denen Führungskräfte und Teams körperliche Arbeit, Reflexion und strategische Fragen verbinden.

    Offen spricht Marika auch über eigene Fehler, etwa ein gescheitertes Bademoden-Start-up aus Naivität. Heute betont sie: Ideen reichen nicht – entscheidend sind Konsequenz, das richtige Team und die Bereitschaft, immer weiter zu lernen. Ihr Blick nach Europa ist klar: Wenn wir Diversität nicht ernsthaft leben und von „unterschätzten“ Ländern lernen, drohen mehr Unternehmenspleiten. Kooperation statt Egoismen ist für sie der einzige Weg nach vorne.

    Keypoints
    • Unternehmenskultur heißt: Rahmen schaffen, in dem Menschen Wirkung und „Joy“ erleben
    • Vertrauen in die Kompetenz der Verantwortlichen ist wichtiger als jede noch so perfekte Planung
    • Aloe-Vera-Plantagen als Ort für Resilienz, Regeneration und strategisches Nachdenken
    • Internationalität und Diversität als Voraussetzung, um Europas Wettbewerbsfähigkeit zu sichern
    • Scheitern als Lernfeld: Ideen brauchen Konsequenz, Team und die Bereitschaft, wirklich umzusetzen
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    Websites:
    • www.skb-group.at
    • www.aloebase.com
    • www.ito.co.at
    Social Media
    • LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/marika-sokol-falkeon8/
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    Musik: Simplicity, Andrew Gialanelia
    Die gesamte Playlist aller Songs finden Sie auf Spotify
    • Podcast Adventskalender Songs 2025
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    36 min
  • Wie Unternehmen in Wien Förderungen strategisch nutzen, Bürokratie entschärfen und mit Unterstützung der Wirtschaftsagentur Wien nachhaltiger wachsen können
    Showhost Sascha Ladurner taucht mit Petra Kohles, Teamleiterin in den Startup Services der Wirtschaftsagentur Wien, tief in das Thema Förderungen ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum Förderungen gerade für junge Unternehmen und Start-ups so wichtig sind – und weshalb viele Betriebe trotzdem davor zurückschrecken.

    Petra Kohles erklärt, wie Zuschüsse in der frühen Phase dabei helfen, Produktentwicklung und erste Schritte am Markt zu finanzieren, lange bevor stabile Umsätze vorhanden sind. Die Wirtschaftsagentur Wien bietet dafür ein breites Portfolio aus rund 20 Programmen, vom Gründungsstipendium bis zu innovationsgetriebenen Projektförderungen. Entscheidend ist dabei immer: Das Projekt soll positiv auf den Standort wirken – wirtschaftlich, ökologisch und gesellschaftlich.

    Ein großer Block im Gespräch ist das Thema Nachhaltigkeit und Diversität. Förderungen orientieren sich am Credo „Do no significant harm“: Es wird nichts unterstützt, was Umwelt oder Gesellschaft schadet. Gleichzeitig schaut die Wirtschaftsagentur genau hin, ob Teams divers aufgestellt sind – etwa in Bezug auf Geschlecht, Herkunft oder berufliche Hintergründe. Denn Studien zeigen, dass diverse Teams besser performen, während weibliche Gründerinnen nach wie vor deutlich schlechtere Chancen auf Finanzierung haben. Eigene Programme, Inkubationsangebote und Formate speziell für Frauen sollen hier gegensteuern.

    Daneben geht es sehr konkret um den Weg zum Antrag: Über das Fördercockpit reichen Unternehmen ihre Projekte ein, müssen Arbeitspakete klar beschreiben und eine nachvollziehbare Finanzplanung hinterlegen. Interne und externe Jurys bewerten die Anträge, alle Beteiligten absolvieren Bias-Schulungen, um persönliche Vorurteile zu erkennen und aus der Bewertung herauszuhalten. Wer sich gut vorbereitet, Richtlinien liest und frühzeitig Beratung in Anspruch nimmt, erhöht seine Chancen deutlich.

    Petra Kohles betont, dass Förderungen immer nicht rückzahlbare Zuschüsse sind, die im Unternehmen bleiben – bei typischen Förderquoten von rund 50 bis 80 Prozent, ergänzt um Eigenmittel oder andere Finanzierungsformen. Der Aufwand ist also nicht Selbstzweck, sondern eine Investition in die eigene Zukunft. Und selbst wenn ein Antrag einmal abgelehnt wird, sind Feedbackgespräche wertvoll, um beim nächsten Versuch besser zu werden.Zum Schluss richtet sie einen klaren Appell an Unternehmen: Förderungen sind kein Buch mit sieben Siegeln. Wer Schritt für Schritt vorgeht, sich informiert, Workshops nutzt und den Austausch mit anderen Gründer:innen sucht, merkt schnell, dass er nicht alleine ist. Kooperation statt Konkurrenz, Unterstützung nutzen und gemeinsam an einer liebens- und lebenswerten Stadt Wien arbeiten – das ist die Einladung dieser Folge. 

    Keypoints 
    • Förderungen schließen Finanzierungslücken in frühen Phasen von Gründung und Wachstum und bleiben als Zuschüsse im Unternehmen.
    • Nachhaltigkeit und Diversität sind zentrale Bewertungskriterien – Projekte sollen Umwelt und Gesellschaft nicht schädigen, diverse Teams werden positiv gesehen.
    • Anträge laufen über das Fördercockpit, mit klaren Anforderungen an Projektbeschreibung und Finanzplanung; Bias-Schulungen sollen faire Entscheidungen sichern.
    • Gute Vorbereitung, das Lesen der Richtlinien und frühe Beratungen erhöhen die Erfolgschancen deutlich – und helfen, typische Fehler zu vermeiden.
    • Förderungen sind Lernchance und Wachstumsturbo zugleich; wer Unterstützung und Vernetzung nutzt, stärkt nicht nur das eigene Unternehmen, sondern auch den Standort Wien.
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    Websites:
    • https://wirtschaftsagentur.at/
    • https://at.linkedin.com/company/wirtschaftsagenturwien
    • https://www.youtube.com/c/WirtschaftsagenturWien-Vienna_Business_Agency
    • https://www.facebook.com/WirtschaftsagenturWien
    • https://wirtschaftsagentur.at/aktuelle-foerderungen-der-wirtschaftsagentur-wien/
    • https://wirtschaftsagentur.at/kostenlose-beratungen-fuer-gruenderinnen-und-unternehmerinnen/
    • https://wirtschaftsagentur.at/termine-events-workshops/gruenden/
    • https://viennaup.com/
    Social Media
    • LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/petra-kohles/
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    Musik: Don't stop me now, Queen
    Die gesamte Playlist aller Songs finden Sie auf Spotify
    • Podcast Adventskalender Songs 2025
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    Der Podcast wird produziert von der Agentur Quickdraw Podcasts
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    Diese Podcastserie entsteht mit Unterstützung des ÖGV – Österreichischer Gewerbeverein
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    35 min
  • Wie Entrepreneurship Education Kinder stärkt, Lehrpläne verändert und Österreichs nächste Generation von Gestalterinnen und Gestaltern vorbereitet
    Wie entsteht eine Generation von jungen Menschen, die ihre Zukunft selbst in die Hand nimmt? In dieser Episode von „24 Tage, 24 Menschen, 24 Geschichten“ spricht Stephan Blahut mit Johannes Lindner darüber, wie Entrepreneurship Education in Österreich aufgebaut wurde – und was sie im Alltag von Schulen verändert.

    Ausgehend von ersten Modellversuchen in berufsbildenden Schulen spannt Johannes Lindner den Bogen bis zu heutigen Programmen in Volksschulen und Unterstufen. Er erklärt, warum sie Entrepreneurship nicht als reinen Wirtschaftsschwerpunkt verstehen, sondern als Mischung aus Ideenentwicklung, Selbstwirksamkeit und gesellschaftlicher Verantwortung. Dabei wird deutlich, wie stark evidenzbasiert gearbeitet wird und wie wichtig gute Partner sind – von Pädagogischen Hochschulen über Bildungsdirektionen bis hin zu engagierten Unternehmerinnen und Unternehmern.

    Konkrete Beispiele wie Youth Entrepreneurship Wochen, Wettbewerbe oder das Young Entrepreneur Program zeigen, wie Jugendliche an realen Projekten wachsen, ihre Ideen testen und manchmal sogar bis zu marktreifen Produkten kommen. Immer wieder betont Johannes Lindner: Alle Entrepreneure der Zukunft sitzen jetzt in der Schule – und die Art, wie wir mit ihnen lernen, entscheidet darüber, wie unsere Gesellschaft morgen aussieht. 
    Keypoints:
    • Entrepreneurship Education ist längst in allen Schulstufen angekommen – von der Volksschule bis zur Oberstufe.
    • Im Zentrum stehen drei Ebenen: Ideen entwickeln und umsetzen, junge Menschen stärken und gesellschaftliche Verantwortung fördern.
    • Lehrkräfte werden über Fortbildungen, offene Unterrichtsmaterialien und spezialisierte Plattformen gezielt unterstützt.
    • Formate wie Youth Entrepreneurship Wochen, Wettbewerbe und Mini-Inkubatoren machen Unternehmergeist konkret erlebbar.
    • Unternehmerinnen und Unternehmer können sich als Mentorinnen, Sparringpartner und Unterstützer aktiv einbringen.
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    Websites:
    • Primarstufe: www.jedeskindstärken.at
    • Sekundarstufe I: www.jugendstärken.at 
    • Sekundarstufe II: www.youthstart.digital I www.entrepreneurshipwoche.at I www.youthstart.eu 
    • Allgemein: www.ifte.at
    Social Media
    • LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/johannes-lindner-wien/
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    Musik: Guten Tag liebes Glück, Max Raabe
    Die gesamte Playlist aller Songs finden Sie auf Spotify
    • Podcast Adventskalender Songs 2025
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    Der Podcast wird produziert von der Agentur Quickdraw Podcasts
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    Diese Podcastserie entsteht mit Unterstützung des ÖGV – Österreichischer Gewerbeverein
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    36 min

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