About Bauhaus

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By Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Berlin; Konzeption und Inhalte: Adriana Kapsreiter; Produktion und Musik: Ralf Merten / Kubik MusikproduktionArtsDesign
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About Bauhaus episodes

  • S02E10 1928: Der Stoff, aus dem die (textilen) Träume sind
    Weberei am Bauhaus

    In der zehnten Folge der zweiten Staffel von „About Bauhaus“ werfen wir einen Blick auf eine der erfolgreichsten Werkstätten des Bauhauses: die Weberei, auch Textilwerkstatt oder auch „Frauenabteilung“ genannt, da hier vor allem Frauen ausgebildet wurden. Als im Jahr 1928 Hannes Meyer als neuer Direktor ans Bauhaus kam, hatte die Weberei schon einiges an Veränderungen hinter sich: Der Fokus hatte sich vom Handwerk zur industriellen Produktion und vom künstlerischen Einzelstück zu seriell gefertigten Gebrauchsstoffen verlagert. Mit der Berliner Modedesignerin Esther Perbandt gehen wir im historischen Schulgebäude in Dessau spazieren und sprechen über die Weberinnen und ihre Arbeit. Wie entwickelten sich die Stoffe? Welche Rolle spielte Hannes Meyer dabei? Warum gab es trotz aller Modernität dennoch Sexismus am Bauhaus und weshalb kam es nie zu einer eigenen Modeabteilung an der Schule?

    37 min
  • S02E09 1927: Bauhaus-Klangwelten
    Über das musikalische Leben am Bauhaus

    Die neunte Folge der zweiten Staffel von „About Bauhaus“ ist ganz der Musik und dem musikalischen Leben am Bauhaus gewidmet – und das war sehr vielfältig! Zahlreiche Komponistinnen und Musikerinnen besuchten das Bauhaus, hielten Vorträge und gaben Konzerte – wie zum Beispiel der berühmte Belá Bartók im Jahr 1927 am Bauhaus Dessau. Sie begeisterten damit die Bauhäusler*innen – und wurden selbst von der Schule inspiriert. Auch die Studierenden selbst musizierten und komponierten. Musik war sogar Teil des Lehrplans und bei den Festen der Schule spielte die legendäre Bauhaus-Kapelle zum Tanz auf. Über die Rolle der Musik sprechen wir dieses Mal mit dem Musikwissenschaftler Kai Hinrich Müller, der schon seit einigen Jahren zum musikalischen Leben am Bauhaus forscht und die Musik von damals heute wieder zum Klingen bringt.

    40 min
  • S02E08 1926: Schöne neue Bauhaus-Welt
    Die Wiedereröffnung in Dessau

    In der achten Folge unserer zweiten Staffel von "About Bauhaus" reisen wir nach Dessau, ins Jahr 1926. Nach dem Wegzug aus Weimar wird die Schule dort als „Staatliches Bauhaus Dessau“ wiedereröffnet. Endlich kann das Bauhaus mit eigener Architektur glänzen: Das Schulgebäude wurde eigens von Walter Gropius entworfen und von den Werkstätten ausgestattet. Zusammen mit den Wohnhäusern für die Familien der Lehrenden – den sogenannten Meisterhäusern – wird diese neue Bauhaus-Welt nun der Öffentlichkeit vorgestellt! Doch wohnten wirklich alle Bauhäusler*innen ganz à la Bauhaus?

    Mit dem Design-Experten Ayan Yuruk verbringen wir einen Tag im Dessauer Bauhaus-Kosmos und beschäftigen uns mit Architektur, Möbeln, Farben und der Bedeutung der Technik beim Einrichten. Außerdem werfen wir einen Blick auf die Eröffnungsfeierlichkeiten im Jahr 1926 und die Bedeutung von Public Relations für das idealistische Programm des Bauhauses.

    41 min
  • S02E07 1925: Das Buch als Bühne und Atlas
    Die Bauhausbücher

    In der siebten Folge von about bauhaus befassen wir uns mit der Reihe der Bauhausbücher, die ab 1925 erschienen. In diesem Jahr zog das Bauhaus von Weimar nach Dessau.

    Ein politischer Rechtsruck hatte das Bauhaus in Weimar seiner finanziellen Unterstützung beraubt. Nach langen und zähen Verhandlungen hatte dies zur Schließung geführt – und zur Suche nach einem neuen Standort. Das links regierte Industriestädtchen Dessau bot der Schule nun neue Möglichkeiten, wobei der Umzug auch zu vielen Veränderungen führte.
    Die Bauhausbücher bieten der Schule in dieser Zeit des Umbruchs eine Art Bühne. Wie sich das Bauhaus 1925 selbst darstellt, wie die Bauhausbücher eigentlich gedacht waren und welche Inhalte transportiert wurden, bespreche ich mit der Künstlerin Marlene Bart und dem Medical User Interface Designer Johannes Breuer. Die beiden sind Herausgeber einer interdisziplinären Schriftenreihe, dem „Atlas der Datenkörper“, die sich in der neuesten Ausgabe auch mit dem Bauhaus auseinandersetzt.

    36 min
  • S02E06 1924: Form & Leben
    Über Bauhaus-Design

    Die sechste Folge unseres Podcasts ist ganz dem Bauhaus-Design gewidmet. 1924 entstanden zwei besonders berühmte Entwürfe: die sogenannte „Bauhaus-Leuchte“ von Wilhelm Wagenfeld, die heute noch im Handel erhältlich ist, und das „Teeextraktkännchen“ von Marianne Brandt, von dem heute nur noch eine Handvoll Exemplare erhalten sind.

    Wie kam es zu diesen Entwürfen? Und wie wirkte sich die Lehre und die praktische Arbeit in den Werkstätten auf die Entwerfenden aus? Gibt es Unterschiede, weil der eine ein Mann und die andere eine Frau war?
    Zusammen mit Nina Sieverding und Anton Rahlwes, den Chefredakteurinnen des ehemaligen Design-Magazins form, nehmen wir die beiden Design-Ikonen und deren Schöpferinnen unter die Lupe. Wir erfahren, wie Marianne Brandt und Wilhelm Wagenfeld auf ihre Bauhaus-Zeit blickten, was danach kam und welche Bedeutung ihre legendären Bauhaus-Designs aus heutiger Sicht haben.

    34 min
  • S02E05 1923: "Kunst & Technik: eine neue Einheit"
    Die erste große Ausstellung

    In der fünften Folge von about bauhaus begeben wir uns auf die Spuren der ersten großen Bauhaus-Ausstellung von 1923. In einer Art Leistungsschau musste die Schule nun nicht nur gegenüber der thüringischen Regierung Rechenschaft ablegen, die sie finanzierte. Sie stellte sich auch einem breiten Publikum vor: Was hatte das Bauhaus vier Jahre nach seiner Gründung zu bieten?

    Die Werkstätten arbeiteten auf Hochtouren, um die ganze Bandbreite an Produkten präsentieren zu können. Gebrauchsgegenstände, Möbel, Textilien, Gemälde und Skulpturen, Architekturentwürfe und das Musterhaus „Am Horn“, Theaterstücke, ja sogar eine ganze „Bauhauswoche“ mit Veranstaltungen und Konzerten wurden nun in Weimar gezeigt.
    Mit Jakob Schwerdtfeger, Kunsthistoriker, Comedian und Autor, entdecken wir die verschiedenen Seiten der Ausstellung und gehen wir ihrer Entstehung Grund. Und wir beleuchten ein Stück Familienhistorie – Jakob Schwerdtfeger ist nämlich auch der Urenkel eines Bauhäuslers, der in der Ausstellung 1923 ebenfalls vertreten war.

    37 min
  • S02E04 1922: Spiritualität oder New Spirit?
    Esoterik am Bauhaus

    Mit der vierten Folge unserer zweiten Staffel sind wir im Jahr 1922 angekommen. Wir sprechen darüber, wie esoterische Praktiken Einzug ins Bauhaus hielten. Der Kult der Mazdaznan-Lehre nahm vor allem durch den Meister und Leiter des Vorkurses Johannes Itten eine bedeutende Rolle am Bauhaus ein. Als lebensreformerische Praxis wurde die Mischform aus Atemübungen, Vegetarismus, Orientalismus und Spiritualität Teil des Alltags am Bauhaus – und damit auch ihre Schattenseiten.

    In Weimar treffen wir Bernadett Bigalke. Die Religionswissenschaftlerin hat über den Mazdaznan-Kult geforscht und erzählt uns von den Anfängen der Mazdaznan-Lehre und dem Zeitgeist der Jahrhundertwende mit seinen neuen Formen der Spiritualität und der Lebensweisen. Vor der ruinösen Kulisse des ehemaligen Ateliers von Johannes Itten versuchen wir, uns in die damalige Zeit hineinzuversetzen und zu verstehen, was Itten und die Bauhäusler*innen an den Praktiken und Lehren der Mazdaznan-Bewegung faszinierte – und über die diskriminierenden Rassentheorien, die ebenso Teil des Kults waren.

    38 min
  • S02E03 1921: Die Maler des Ausdrucks
    Expressionismus und Bauhaus

    Die dritte Folge der aktuellen Staffel beschäftigt sich mit dem Jahr 1921 und widmet sich ganz den Malern am frühen Bauhaus. Zu Beginn der Schule waren fast alle lehrenden Formmeister Maler: Johannes Itten, Lyonel Feininger und Georg Muche. 1921 kamen Paul Klee, Oskar Schlemmer und Lothar Schreyer dazu. Ein Großteil der Künstler malte expressionistisch: ein ausdrucksstarker Stil, der den Zeitgeist besonders gut widerzuspiegeln schien.

    Zu Gast im Podcast ist dieses Mal der vor allem als Schauspieler bekannte Franz Dinda. Mit ihm sprechen wir über seine Faszination für expressionistische Malerei und die Maler am Bauhaus. In seinem Kreuzberger Atelier erzählt er auch von seinem Leben als Künstler, Lyriker und Kunstforschender. Seit Jahren beschäftigt er sich leidenschaftlich mit Ernst Ludwig Kirchner und hat zuletzt ein Skizzenbuch des expressionistischen Malers rekonstruiert.

    38 min
  • S02E02 1920: Werkstattfantasien?
    Hand & Werk am Bauhaus

    In der zweiten Folge zum Jahr 1920 widmen wir uns dem Handwerk. Obwohl wir beim Bauhaus so oft an Industrie und Stahl denken, spielte kurz nach der Gründung der Schule das Handwerk eine viel größere Rolle – vor allem der Werkstoff Holz! Schon im Gründungsmanifest hatte Walter Gropius proklamiert, dass der Künstler „nur eine Steigerung des Handwerkers“ sei. Werkstattarbeit und Handwerksideal waren also wesentlicher Teil des Programms und sollten mit der künstlerischen Arbeit verbunden werden. 1920 wird dementsprechend das erste Haus in Zusammenarbeit mit einigen Bauhaus-Werkstätten gebaut, ganz aus Holz.

    Warum Holz so bedeutend war und wie sich die Werkstattarbeit damals von heutiger Handwerkspraxis unterscheidet, hören wir im Gespräch mit Frank Wilhelm, Tischlermeister in der Bühnenwerkstatt des Deutschen Nationaltheaters in Weimar. Wir besuchen seine Tischlerei und gehen der Frage auf den Grund, wie gut die Zusammenarbeit zwischen Handwerk und Kunst am Bauhaus wirklich funktioniert hat.

    33 min
  • S02E01 1919: Der Geist der Revolution
    Gründung in Weimar

    In der ersten Folge der zweiten Staffel reisen wir zurück ins Jahr 1919, auf den Spuren der Bauhaus-Gründung. Im April 1919 öffnete die Schule in Weimar ihre Türen und wagte sich an das große Experiment einer Verbindung von Kunst, Architektur und Handwerk. Das Ende des Ersten Weltkrieges lag noch nicht lange zurück und der Geist der Novemberrevolution war deutlich spürbar – der Beginn einer legendären Geschichte über eine kleine, aber besonders progressive Schule, die man heute auf der ganzen Welt kennt. Doch wie revolutionär war das Bauhaus zum Zeitpunkt seiner Gründung, ganz am Anfang in Weimar?

    Unser Gast Schorsch Kamerun hat als Sänger der Hamburger Punk-Band „Die Goldenen Zitronen“ ebenfalls Gründungserfahrungen in politisch wilden Zeiten: Seine Band hat die Hamburger Schule wesentlich geprägt, als Mitbegründer des „Golden Pudel Klubs“ schuf er einen wichtigen Ort für Underground-Musik und die alternative Szene. Seit einigen Jahren macht er Theaterstücke, in denen Bühne, Publikum, Musik, Text und Gestaltung verschmelzen – darunter auch ein Stück über das Bauhaus.

    34 min

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Oft zitiert, viel erforscht und häufig missverstanden – auch über 100 Jahre nach seiner Gründung inspiriert und bewegt das Bauhaus die Menschen. Als Ort für neue Ideen und Gestaltung, für Widersprüche und Gegensätze kann uns die legendäre Kunstschule bis heute überraschen. Der Podcast „About Bauhaus“ des Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung hinterfragt Bekanntes und entdeckt Neues rund um die berühmte Avantgardeschule.