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Unsere erste Staffel von „About Bauhaus“ neigt sich dem Ende entgegen! Nach vielen Highlights und Geschichten über die berühmte Schule wollen wir in der letzten Folge noch einmal die Bauhäuslerinnen und Bauhäusler selbst zu Wort kommen lassen und hören, was diejenigen zu berichten haben, die live dabei waren in Weimar, Dessau und Berlin.
(Die Zitate entstammen dem Buch „Unser Bauhaus – Bauhäusler und Freunde erinnern sich“, herausgegeben von Magdalena Droste und Boris Friedwald, München u.a. 2019, der Bauhaus-Zeitschrift, Band 2 von 1928 und dem Buch von Gertrud Grunow „Der Gleichgewichtskreis“, neu herausgegeben in Weimar, 2001.)
Credits:
https://www.bauhaus.de/
Über einhundert Jahre sind vergangen, seit das Bauhaus damals gegründet wurde. Seitdem beschäftigt uns diese besondere Schule für Gestaltung immer wieder und immer wieder in neuen Kontexten. In der vorletzten Folge unserer ersten Staffel wollen wir versuchen, ein Fazit zu ziehen: Was bleibt vom Bauhaus heute, welche Aspekte der Gestaltung und Lehre sind immer noch relevant? Mit den Brüdern Franz und Johannes Siebler, interdisziplinäre Designer mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen und Bauhaus-Bezug, wollen wir einige Bauhaus-Schlagworte aus unserer heutigen Perspektive diskutieren.
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Architektur prägt all unsere Wege: Wir wohnen in Häusern und Wohnungen und sind ständig von Architektur umgeben, vor allem in der Stadt. Wie wir zusammen wohnen, leben und arbeiten, sagt dabei einiges über uns als Gesellschaft aus. Kein Wunder also, dass die Architekten der Moderne neue und progressive Ideen erdachten, wie man als Gemeinschaft zusammen leben könnte. Auch am Bauhaus entwickelten sich einige radikale Vorstellungen dazu, mit denen sich durchaus auch politische Anliegen verbanden. Mit dem Musiker und Autor Thorsten Nagelschmidt sprechen wir dieses Mal über Architektur und Gemeinschaft, über Verbindungen zwischen Bauhaus und Plattenbau, die Möglichkeiten, die das Kollektiv bietet, gemeinsames Leben und Arbeiten wie bei der Band Muff Potter und darüber, wie politisch Kunst eigentlich sein sollte.
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https://www.bauhaus.de/
Durch seine Architektur ist das Bauhaus besonders berühmt geworden – so berühmt, dass heute jedes Haus mit weißen Wänden, einem flachen Dach und Fensterbändern als Architektur im „Bauhaus-Stil“ bezeichnet wird. Dabei gab es durchaus unterschiedliche Auffassungen übers Bauen am Bauhaus. Schon die drei Direktoren, allesamt Architekten, unterschieden sich hier deutlich. Doch was macht Bauhaus-Architektur eigentlich aus? Und warum war sie damals so modern, ja regelrecht radikal? Mit der Architektin Isolde Kepler gehen wir den Architektur-Klischees des Bauhauses auf den Grund, werfen einen Blick auf Vorhänge aus Glas, auf Villen, die an Schuhschachteln erinnern, und stellen uns die Frage, wie funktional die moderne Bauweise für die Bewohner:innen wirklich war.
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Der "Bubikopf", der Kurzhaarschnitt für Frauen, wurde in den 1920er-Jahren erfunden und war damals im wahrsten Sinne des Wortes modern: Einerseits radikaler Ausdruck eines neuen Frauentyps, der sich von alten Rollenbildern emanzipierte, andererseits zunehmend ein Mode-Phänomen für alle Schichten. Am Bauhaus war der Bubikopf ein echtes Statement und fast alle Bauhäuslerinnen trugen ihr Haar kurz: für den progressiven Lifestyle und für moderne Kunst! In dieser Folge entdecken wir zusammen mit Marlene Bart, Künstlerin in the making und Studentin der Bauhaus-Universität Weimar, einige Biografien der progressivsten Frauen am Bauhaus, werfen gemeinsam einen Blick auf ihre Kunst und ihre Karrieren – und auf Kunst und Künstlerinnen heute.
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Die weiblichen Studierenden des Bauhauses repräsentieren all jene Frauen der Weimarer Republik, die mehr vom Leben wollten als das erzwungene Dasein als Hausfrau am Herd, in völliger Abhängigkeit von ihren Männern. Sie wollten studieren und arbeiten – und künstlerisch tätig sein. Als das Bauhaus seine Türen öffnete, bewarben sich sofort mehr Frauen als Männer. Mit welchen Erwartungen gingen diese Frauen ans Bauhaus? Und erwartete sie dort wirklich ein so progressives Umfeld, das sie gleichberechtigt studieren ließ? Wie viel „Bau-Hausfrau“ steckte in den Bauhäuslerinnen? Über die Einschränkungen und Möglichkeiten der Bauhäuslerinnen und über die Geschichte der Hausfrau im Gegensatz zur arbeitenden Frau sprechen wir diesmal mit Evke Rulffes, Kulturwissenschaftlerin und Autorin des Buches „Die Entdeckung der Hausfrau“.
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Die in Fotografien festgehaltenen ausgelassenen, teilweise rauschenden Feste am Bauhaus zeigen nicht nur den umfassenden Gestaltungsanspruch der Schule und das Feiern des Moments. Sie zeugen auch von individuellem Ausdruck und der Freude an der eigenen Identität – oder eben einer ganz anderen! Von Oskar Schlemmer, dem Meister der Bauhaus-Bühne, stammt der schöne Satz: „Sage mir wie du feierst und ich sage dir, wer du bist“. Wer die Bauhäusler:innen waren, wenn sie feierten, darüber sprechen wir dieses Mal mit der Dragqueen Jurassica Parka: Wie divers, wie queer war das Bauhaus wirklich? Wie viel Grenzüberschreitung, wie viel Kunst liegt in einer guten Party? Ist ein Party-Kostüm eine Verkleidung oder Ausdruck von Identität? Wie wird aus einer queeren Underground-Party Pop – und was hat das mit Kunst und dem Bauhaus zu tun?
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Wenn wir an das Bauhaus denken, denken wir auch an das wilde Künstler:innen-Leben, das dort geführt wurde – und tatsächlich wurde am Bauhaus viel und ausschweifend gefeiert! Manche dieser Feste hatten künstlerische Themen, die von den Bauhaus-Werkstätten aufgegriffen wurden. Aufwendige Partydekorationen und Kostüme gehören also zum Bauhaus wie Möbelentwürfe und Architekturideen. Allerdings sind uns diese Partys heute vor allem durch Fotografien bekannt. Zusammen mit Erika Babatz, einer besonderen Kennerin der Bauhaus-Fotografie, unternehmen wir einen Streifzug durch die fotografische Welt der Bauhaus-Feste und entdecken dabei, welche Rolle sowohl Fotografie wie Feiern für die Bauhäuslerinnen und Bauhäusler gespielt hat.
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Wer am Bauhaus studieren wollte, musste zuerst den sogenannten Vorkurs absolvieren, eine Art Basis-Kunstkurs, der zu den innovativsten Errungenschaften der Bauhaus-Lehre gehört – und eine Menge guter Geschichten zu bieten hat! Eng mit der Entwicklung des Bauhauses verknüpft, wandelt sich auch der Vorkurs über die Jahre und zeugt vom künstlerischen Experimentiergeist und von unkonventionellen Ansätzen. Mit der Kuratorin und Vorkurs-Expertin Nina Wiedemeyer sprechen wir über Anleitungen und Autorität, Müllsammeln als kreativen Akt und die Frage, wie viel Loslassen zum kreativen Prozess dazugehört.
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Das Bauhaus war eine Schule – und zwar für künstlerische Gestaltung. Laut Gründungsmanifest des Bauhauses von 1919 gibt es aber „keine Kunst von Beruf“, weil Kunst nicht erlernbar ist. Mit dem Fotografen Sven Marquardt diskutieren wir in der dritten Folge diesen scheinbaren Widerspruch und versuchen dabei herauszufinden, was eine:n Künstler:in ausmacht, warum sich junge Menschen für Kunst entscheiden und welche Rolle die Ausbildung und Lehre dabei spielt, damals am Bauhaus – und heute.
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