About Bauhaus

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By Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Berlin; Konzeption und Inhalte: Adriana Kapsreiter; Produktion und Musik: Ralf Merten / Kubik MusikproduktionArtsDesign
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About Bauhaus episodes

  • S03E06: FREIHEIT

    Im Mittelpunkt der letzten Folge dieser Staffel „About Bauhaus“ steht „Freiheit“ – ein Thema, das am Bauhaus existenziell wurde, als viele Bauhäuslerinnen nach der Schließung der Schule 1933 gezwungen wurden, ins Exil zu gehen. Was bedeute Exil damals für die Bauhäuslerinnen – und was bedeutet es heute?

    Zu Gast ist dieses Mal die Schauspielerin und Regisseurin Roxana Samadi, die in ihrem Film „Freiheit im Herzen“ die Erfahrungen der Exil-Iraner*innen eindringlich porträtiert. Im „Zentrum für Flucht und Vertreibung“ in Berlin spricht sie mit Adriana Kapsreiter über Exilerfahrungen und darüber, welche Rolle die Kunst in Zeiten von Flucht und Exil spielt. Wie bewahrt man sich die Freiheit im Herzen, trotz all der Schrecken und Traumata?

    Wir haben diese Folge im Sommer 2025 aufgenommen – und hätten wohl nicht gedacht, wie aktuell dieser Kampf jetzt, zum Zeitpunkt der Veröffentlichung im Januar 2026, wieder werden würde.

    42 min
  • S03E05: GESCHICHTE

    Nach dem Blick in die Zukunft schlägt die fünfte Folge von „About Bauhaus“ den Bogen zurück: Es geht um „Geschichte“, um das Verhältnis zur Vergangenheit am Bauhaus.

    Auf der Suche nach dem Neuen wollte das Bauhaus mit Traditionen brechen und sich von den bislang gültigen Vorstellungen von Kunst lösen. Als Teil der Avantgarde waren sie erklärte Gegner des Historismus, des Wiederauflebens vergangener Stile. Doch wie verhielt es sich wirklich?
    Im Tieranatomischen Theater in Berlin, einem Ort voller Geschichte, spricht Adriana Kapsreiter dieses Mal mit der Provenienzforscherin Corinna Rader darüber, ob das Bauhaus sich tatsächlich vollkommen von der Vergangenheit lösen wollte. Und es geht um „Geschichte“ im doppelten Wortsinn: Wie blickt die Kunst- und Kulturgeschichte heute auf das Bauhaus? Und welche Geschichten vom Bauhaus wurden bisher nicht erzählt?

    45 min
  • S03E04: ZUKUNFT

    Die vierte Folge von „About Bauhaus“ rückt das Thema „Zukunft“ in den Fokus. Am Bauhaus gab es eine große Faszination für alles Neue, für technologische Innovationen ebenso wie für die künstlerische Avantgarde. Zukunftsvisionen über ein anderes, „modernes“ Leben standen für die Bauhäusler*innen im Zentrum ihres Wirkens, schließlich sah sich die Schule selbst als „Labor der Moderne“. Doch wie genau stellte sich das Bauhaus die Zukunft vor? Und welche dieser Zukunftsutopien wurden Wirklichkeit, welche blieben gedankliche Experimente?

    Zusammen mit dem Zukunftsforscher David Weigend, Leiter des „Futurium Lab“, macht sich Adriana Kapsreiter auf eine Spurensuche zwischen der Zukunft der 1920er-Jahre und der Gegenwart, zwischen Pfadabhängigkeiten und „Reallabor“ – und erkundet, welche Zukunftsvorstellungen uns heute beschäftigen.

    43 min
  • S03E03: GESELLSCHAFT

    In der dritten Folge von „About Bauhaus“ steht die „Gesellschaft“ im Zentrum – und die Frage, wie Architektur gesellschaftliche Ideale widerspiegelt. Am Bauhaus war Bauen nicht Selbstzweck, sondern Ausdruck einer sozialen Haltung: bezahlbarer Wohnraum, funktionale Gestaltung und gemeinschaftliches Leben standen im Mittelpunkt der gemeinsamen Überlegungen. Doch wie genau wurde der gesellschaftliche Auftrag der Architektur verstanden und wie wurde er umgesetzt?

    Mit der Berliner Architektin Inken Baller, die selbst seit Jahrzehnten den sozialen Wohnungsbau mitgestaltet, spricht Adriana Kapsreiter über das „Neue Bauen“ und fragt nach den sozialen Ideen der Bauhäusler*innen. In der Altbau-Wohnung von Inken Baller in Berlin-Neukölln sprechen die beiden über Architekturvisionen von damals und die Aktualität des sozialen Bauens heute.

    47 min
  • S03E02: TECHNIK

    Die zweite Folge der dritten Staffel von „About Bauhaus“ widmet sich einem Begriff, der eng mit dem Bauhaus verbunden ist: Technik! Oder wie Walter Gropius 1923 proklamierte: „Kunst und Technik – eine neue Einheit“. Doch wie sieht dieses Verhältnis heute aus, vor allem im Hinblick auf neue Technologien wie künstliche Intelligenz?

    Adriana Kapsreiter spricht dieses Mal mit dem Maler Roman Lipski, der mit Hilfe von KI seinen eigenen Weg aus einer künstlerischen Krise fand und seitdem einen neuen Blick auf „Kunst und Technik“ gewonnen hat. In seinem Atelier in Berlin-Kreuzberg gehen die beiden der Frage nach, was passiert, wenn Maschinen künstlerisch mitgestalten und welche Rolle der gestaltende Mensch dabei noch spielt. Und was denkt eigentlich die KI über das Bauhaus?

    44 min
  • S03E01: LIEBE
    In der ersten Folge der neuen, nun schon dritten Staffel von „About Bauhaus“ geht es um Liebe: Liebe zur Kunst und Leidenschaft für die Arbeit prägten das Leben am Bauhaus wesentlich. Auch Romantik spielte eine ganz eigene Rolle in der Kunst am Bauhaus. Und natürlich gab es auch viele Liebespaare am Bauhaus, die die Kunst zusammengeführt hatte.
    Adriana Kapsreiter ist zu Gast bei dem Künstler*innenpaar Danielle de Picciotto, interdisziplinäre Künstlerin, außerdem Mitbegründerin der Love Parade, und Alexander Hacke, Musiker und ehemaliges Mitglied der Band „Einstürzenden Neubauten“. In ihrem Haus am Stadtrand von Berlin erkunden sie gemeinsam Parallelen zwischen der Liebe am Bauhaus, der Leidenschaft für eine Sache und ihrer eigenen künstlerischen Arbeit. Dabei geht es um Idealismus, Gemeinschaft, Nähe – und die Kraft, Neues zu schaffen.
    47 min
  • S02E14 1932/33: Das letzte Jahr in Berlin: Die Schließung des Bauhauses...
    ...und der Beginn einer neuen Geschichte

    In der vierzehnten und letzten Folge der zweiten Staffel von „About Bauhaus“ werfen wir einen Blick auf das letzte Jahr des Bauhauses in Berlin. Nach der Schließung der Schule in Dessau auf Initiative der NSDAP beschloss der Direktor Ludwig Mies van der Rohe, die Schule ab Oktober 1932 als Privatakademie in Berlin fortzuführen. Doch zu einem richtigen Lehrbetrieb kam es nicht mehr: Schon wenige Monate später, nach der Machtergreifung der NSDAP, fand eine große Hausdurchsuchung in den Räumen des Berliner Bauhauses statt und die Schule wurde daraufhin versiegelt. Nach zähen Verhandlungen entschied sich Mies van der Rohe zur endgültigen Schließung.

    Wie man sich das Berliner Bauhaus vorstellen muss, warum es die beste Entscheidung war, das Bauhaus zu schließen, und was danach mit den Bauhäusler*innen passierte – dazu spricht Podcast-Host Adriana Kapsreiter dieses Mal mit Annemarie Jaeggi, der Direktorin des Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Berlin. Am Ende bleibt die Frage: Wie erzählt man eigentlich eine Geschichte, die von so vielen unterschiedlichen Stimmen in die Welt getragen wurde?

    41 min
  • S02E13 1931: Zwischen Utopie und Dystopie
    Die Großsiedlung am Bauhaus

    In der dreizehnten Folge der zweiten Staffel von „About Bauhaus“ geht es noch einmal um Architektur. Unter dem Direktorat von Ludwig Mies van der Rohe fokussierte sich das Bauhaus zunehmend auf die Baukunst. Im „Seminar für Wohnungsbau und Städtebau“ bei Ludwig Hilberseimer wurden neue, große Wohnsiedlungen entworfen, die mit der traditionellen Vorstellung der Stadt radikal brachen. Was damals als utopisches Neues Wohnen verstanden wurde, erinnert uns heute oft an dystopische monotone Plattenbausiedlungen. Doch wie lebt es sich tatsächlich in einer modernen Großsiedlung? Und welche Auswirkungen haben die Wohnvorstellungen der Moderne auf die Psyche die Bewohner*innen?

    Diesen Fragen geht Podcast-Host Adriana Kapsreiter im Gespräch mit der Architekturpsychologin Tanja Vollmer auf den Grund. In einer großangelegten Studie hat sie erforscht, welche Wohnbedürfnisse die Menschen in solchen Großsiedlungen tatsächlich haben und wie man sie architektonisch am besten umsetzen kann.

    41 min
  • S02E12 1930: Politisches, Allzupolitisches
    Politische Kämpfe am Bauhaus

    In der zwölften Folge der zweiten Staffel von „About Bauhaus“ wenden wir uns der Politik zu. Im Jahr 1930 wurde der zweite Bauhaus-Direktor Hannes Meyer mit der Begründung entlassen, seine kommunistischen Ansichten bedrohten die Schule. Sein Nachfolger Ludwig Mies van der Rohe wurde eingesetzt, weil er als unpolitisch galt, doch die Studierenden kritisierten einige seiner Entscheidungen als nicht demokratisch. In der gesamten Republik wurden die politischen Auseinandersetzungen heftiger: Die NationalsozialistInnen konnten 1930 ihren ersten nationalen Durchbruch verzeichnen und auch am Bauhaus gab es antisemitische Vorfälle.

    Wie sich das politische Leben am Bauhaus entwickelte und wie politisch Schule überhaupt sein sollte oder könnte, hören wir im Gespräch mit Marina Weisband, der ehemaligen Geschäftsführerin der Piratenpartei. Sie engagiert sich heute politisch für die Grünen engagiert und hat Bücher über Demokratie und Antisemitismus geschrieben sowie AULA ins Leben gerufen, ein Programm für mehr Demokratie an Schulen.

    39 min
  • S02E11 1929: Seifi Naki Halil Bey und das erste Bauhaus-Diplom
    Über Internationalität am Bauhaus

    Die elfte Folge der zweiten Staffel von „About Bauhaus“ beschäftigt sich mit dem ersten Diplom des Bauhauses, das im Jahr 1929 dem türkischen Architektur-Studenten Seifi Naki Halil Bey verliehen wurde. 1926 nahm er sein Studium am Bauhaus auf und trat 1927 in die neu gegründete Bauabteilung ein. Ein türkischer Bauhäusler – war das ein Einzelfall oder gab es am Bauhaus tatsächlich eine internationale Studierendenschaft? Was wurde später aus dem in Deutschland kaum bekannten Seifi Naki Halil Bey? Und warum wurde das erste Diplom am Bauhaus erst 1929 verliehen?

    All diesen Fragen gehen wir im Gespräch mit Nermin Günes auf den Grund. Sie ist promovierte Architektin, hat lange für das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung in Berlin gearbeitet und ist heute im bauhaus-shop beschäftigt. Zusammen erforschen wir die Lebensgeschichte des türkischen Bauhäuslers, die architektonischen Verbindungen zwischen Deutschland und der Türkei sowie den neuen Geist der Schule in Dessau unter Hannes Meyer.

    36 min

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Oft zitiert, viel erforscht und häufig missverstanden – auch über 100 Jahre nach seiner Gründung inspiriert und bewegt das Bauhaus die Menschen. Als Ort für neue Ideen und Gestaltung, für Widersprüche und Gegensätze kann uns die legendäre Kunstschule bis heute überraschen. Der Podcast „About Bauhaus“ des Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung hinterfragt Bekanntes und entdeckt Neues rund um die berühmte Avantgardeschule.