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Ein Zufallsfund im Nachlass ihres Urgroßonkels Victor Baron von Plessen brachte Louise von Plessen auf die Spur des jüdischen Filmemachers und Ethnologen Friedrich Dalsheim. Über seine bedeutenden ethnographischen Filme, die ihn in den späten 20er bis Mitte der 30er Jahre nach Togo, Bali, Grönland und Borneo führten und über sein Leben, dem er im Schweizer Exil infolge von Ausgrenzung und Berufsverbot durch das NS-Regime 1936 ein Ende setzte, hat Louise von Plessen nun ein umfangreiches Buch veröffentlicht.
Über Dalsheims Leben und seine Idee einer "ethnographischen Wahrheit" spricht Heike Muß mit der Autorin im Podcast.
Louise von Plessen (1992* in Kiel) ist freie Kuratorin und Autorin. Sie studierte Kunstgeschichte und Kulturmanagement in Berlin und arbeitet kuratorisch, organisatorisch und redaktionell für Ausstellungen und Publikationen, unter anderem zur Geschichte der documenta und des Neuen Deutschen Films. Sie lebt in Berlin und Schleswig-Holstein.
Friedrich Dalsheim: Ethonographie - Film - Emigration
Mitte der 50er Jahre versetzt der Rock `N Roll die Jugend in Ekstase und alle anderen in Schreck und Schock. Infernalisch, apokalyptisch, obszön, wettern die Tugendwächter. Von Chicago bis Tokio, von Oslo bis nach Geesthacht fragen sich die Empörten, was mit dieser halbstarken tanzverrückten Jugend los ist und bangen um die zivilisierte Welt. Mit dem Historiker Bodo Mrozek spricht Heike Muß über ein aufregendes Jahrzehnt (1956 bis 1966), in dem Jugendkultur und Pop unsere Gesellschaft veränderten.
Über [Bodo Mrozek]
Über [Jugend Pop Kultur. Eine transnationale Geschichte]
Über Popgeschichte
Zum 30. Mauerfall-Jubiläum am 9. November 2019 sprach Bodo Mrozek im Logbuch Suhrkamp mit Ilko-Sascha Kowalczuk über den »Sound der Wende« hier
Im SWR2 hat sich Bodo Mrozek Gedanken zum Sound der Pandemie gemacht:
Wie die nordelbischen Landeskirchen zu engagierten Kollaborateuren eines Staatsantisemitismus wurden und teils noch Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkriegs antisemitisches und nationalprotestantisches Gedankengut pflegten, hat unser Gast, der Historiker Stephan Linck, über 20 Jahre lang erforscht.
Erst Ende der 90er Jahre begann die evangelische Kirche im Norden, sich mit ihrer Schuld und Verantwortung in der NS-Zeit auseinanderzusetzen.
Mit Heike Muß spricht Stephan Linck über Kirche im Nationalsozialismus, über die Rolle der Kirchenämter und Ahnenforschung für die Judenverfolgung, über Re- statt Ent-nazifizierung in der evangelischen Kirche, über biographische Kontinuitäten nach `45 und das enge Verhältnis von Kirche und Landespolitik.
Stephan Linck studierte Geschichte, Politik, Literatur und Archivwissenschaft in Kiel und Potsdam. Seine Dissertation "Der Ordnung verpflichtet" intersucht die Rolle der deutschen Polizei von Weimar bis zur Bundesrepublik am Beispiel Flensburgs. Linck konzipierte die 2001 eröffnete Wanderausstellung "Kirche, Christen, Juden in Nordelbien 1933-1945", die eine intensive Diskussion über kirchlichen Antisemitismus auslöste. 2013 erschien von ihm unter dem Titel "Neue Anfänge?" der erste Teil seiner Untersuchung über den Umgang der Kirchen Nordelbiens mit ihrer NS-Vergangenheit, der die Zeit bis 1965 bearbeitet. 2016 erschien der zweite Teil, der die Zeit von 1965 bis 1985 zum Inhalt hat.
Hintergrundwissen: Wer die Ausstellung nicht besuchen kann, findet auf der sehr empfehlenswerten Website der Ausstellung "Neue Anfänge nach 45?" zahlreiche vertiefende Texte und Materialien.
Wir begeben uns auf Spurensuche des Flensburger Fotografen Wilhelm Dreesen (1840-1926) und blicken zurück auf die Anfänge der Fotografie und des globalen Tourismus.
Museumsdirektor Michael Fuhr - zu Gast bei Heike Muß - entführt uns auf Luxusdampfer der Belle Époque und in die staubigen Magazine des Museumsberg Flensburg.
Interessante Links: Hier geht's zur Website des Museumsberg Flensburg.
Weitere Einzelheiten über Dreesen und seine Bilder finden Sie auf der Webseite: Discovering Dreesen.
Und einen Beitrag des NDR zur Ausstellung sehen Sie in der Rubrik "Zeitreise" des Schleswig-Holstein Magazins.
Die Extreme interessieren uns heute offenbar mehr als Maß und Mitte. Wir vertrauen eher dem Zählen und Vermessen als dem Maß der Dinge. Dabei gelingt der Versuch, das Leben mit Hilfe der Zahlen berechenbarer zu machen, nur bedingt, meint der Philosoph Ralf Konersmann.
Wie das Maß seine Tugend und Balance verlor und warum die Philosophie eine (notwendige) Zumutung ist, darüber spricht Ralf Konersmann mit Heike Muß in unserem Podcast.
Viel Spaß beim Hören
www.ralfkonersmann.de
Uwe Danker ist Professor für Geschichte und ihre Didaktik am Seminar für Geschichte und Geschichtsdidaktik der Europa-Universität Flensburg sowie Direktor der Forschungsstelle für regionale Zeitgeschichte und Public History (frzph) der Europa-Universität Flensburg.
Der Landtag Schleswig-Holstein war Auftraggeber der Studie.
Erschienen ist die Studie im Husum Verlag.
Playlist
Verblüffende, vergessene, denkwürdige, lustige und tragische Ereignisse hat Alexander Schäfer an genau 100 Orten für sein Buch "Fußballheimat Schleswig-Holstein" gesammelt und aufgeschrieben.
Im Podcast gibt der Autor des einzigen und ultimativen Nachschlagewerks schleswig-holsteinischer Fußballplätze einen rasanten Einblick in die Welt des Sports.
Ein Podcast - nicht nur - für Fußball-Fans!
Fußballheimat Schleswig-Holstein. 100 Orte der Erinnerung von Alexander Schäfer
Auch ohne einen Bundesligisten hat Schleswig-Holstein als „Fußballheimat“ mehr zu bieten als nur den sagenumwobenen „Geist von Malente“.
Alexander Schäfer ist 1977 geboren und arbeitet als Gymnasiallehrer und Referendarausbilder in Schleswig-Holstein. Der ausgebildete Redakteur nahm 2019 mit seiner Schule erfolgreich an der Lehrer-Fußball-Landesmeisterschaft teil und belegte den 12. Platz - von zwölf Mannschaften.
Arete Verlag Hildesheim
Die Toten Hosen spielen Fußball auf Helgoland
Weil das Konzert der Fun-Punker in der Helgoländer Nordseehalle 1986 kurzfristig abgesagt wurde, kaperten die Toten Hosen eine Barkasse und spielten mit Fans auf Helgoland ein Fußballturnir. (Foto: Stefan Pfeifer) Festgehalten wurde dieses Sportereignis in einem kurzen Video:
Video: Die Toten Hosen auf Helgoland
Der Einsiedler
Anette Hüsch
Ausstellung "Zauber der Wirklichkeit. Der Maler Albert Aereboe"
Unsere Playlist
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