
Sign up to save your podcasts
Or


12 Farben Grün: Nach über zwanzig Jahren in Berlin zieht Carsten Kluth mit seiner Familie aufs holsteinische Land in das ehemalige Haus seines Großvaters. Er kennt das Stück Land seit seiner Kindheit, nun beginnt er es von Neuem zu entdecken. Staunend erkundet er die Pflanzen und Moose, Parasiten und Insekten um ihn herum: das Kriechende Fingerkraut, die Hufeisen-Azurjungfer-Libellen, die Bachröhrenwürmer, den Kleinen Wiesenknopf … "Ich lerne und lerne und meine Ernte besteht nicht zuletzt aus Beobachtungen."
Der Autor und Politologe Carsten Kluth wurde 1972 in der Nähe von Stuttgart geboren. Seit 2016 lebt er mit seiner Familie in der Nähe von Bad Schwartau auf dem holsteinischen Land. "12 Farben Grün" ist seine dritte literarische Veröffentlichung. 2013 erschien sein erster Roman "Wenn das Land still ist." (Foto: Lisa Merk und Mark von Wardenburg)
Thomas Geiger wurde 1960 in Sulzbach /Rosenberg geboren. Der gelernte Buchhändler arbeitet seit 1989 im Literarischen Colloquium Berlin als Literaturvermittler, Redakteur und Programmkurator, seit 2014 auch als Mitherausgeber der Zeitschrift "Sprache im technischen Zeitalter". (Foto: privat)
Unser Gast Werner Grünzweig ist Leiter des Musikarchivs der Akademie der Künste in Berlin, Nachlassverwalter von Eduard Erdmann und im Vorstand der Eduard Erdmann Gesellschaft. Gastgeberin des Podcasts ist Heike Muß.
Eduard Erdmann (*1896 in Wenden/Lettland , +1958 in Hamburg) war einer der bedeutendsten Pianisten seiner Zeit und ein gefeierter Komponist. 35 Jahre lang lebte er in Langballigau an der Flensburger Förde. Das Haus der Erdmanns in Langballigau entwickelte sich rasch zum Treffpunkt für einige der herausragendsten und außergewöhnlichsten Künstler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zu diesen zählten der später im Exil lebende Komponist Ernst Krenek, die Künstlerin Anna Mahler und die Maler Emil Nolde und Erich Heckel.
Folgende Stücke werden im Podcast angespielt:
//Intro: "Insel der Glücklichen" aus Sechs Lieder, op. 3, von E. Erdmann
Mit Jan Graf, einem der vielseitigsten Aktivisten der plattdeutschen Sprache, der sich nicht nur beim Schleswig-Holsteinischen Heimatbund für die niederdeutsche Sprache stark macht, sondern auch noch singend, dichtend, schreibend und als Podcaster op platt unterwegs ist.
Warum Mehrsprachigkeit ein Segen ist, wie aus der plattdeutschen Weltsprache eine kleine Sprache wurde und warum Sex ein Mordsthema im plattdeutschen Volkslied ist, das alles erzählt uns Jan Graf im Podcast #6.
Mehr Informationen über die Arbeit des Schleswig-Holsteinischen Heimatbunds gibt es unter https://www.heimatbund.de/
Die schönen Do-it-yourself-Filmchen von Jan aus der Reihe "Kumm wi maakt wat" findet Ihr auf dem youtube-Kanal des Heimatbunds:
Jans plattdeutschen Podcast "spraak!" gibt es hier https://soundcloud.com/user-836319488/
Die Vorankündigung zu Jochen Wiegandts "Liederaturbuch" im Wachholtz-Verlag steht hier https://www.wachholtz-verlag.de/Sachbuch-Literatur/Geschichte-Kultur/Hool-dien-Muul-un-sing-mit.html?listtype=search&searchparam=lieder
Und hier geht's zur Website von Jan Graf https://www.jan-graf.de/
Ostseereport spezial: Islands unbedannter Nordorsten https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ostsee-report/Islands-unbekannter-Nordosten,sendung1113012.html
Ostseereport in der NDR-Mediathek: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ostsee-report/rueckschau/index.html
Lübecker Völkerkundesammlung
Ausstellung "Nordwärts - Südwärts
Zwischen Weltoffenheit und Kolonialismus
Zentrum für Kulturgutverluste
Lübecker Völkerkundesammlung
Die Lübecker Sammlung zeigt, wie großartige Kunst und Kultur zu allen Zeiten und überall auf der Welt entstanden ist und entsteht. In unserem Podcast ist sie Ausgangspunkt für aktuelle Fragen der Provenienzforschung, für das veränderte Selbstverständnis völkerkundlicher Museen und für die Frage, was Kolonialismus mit unserem Alltag zu tun hat.
Nordwärts - Südwärts
Lübeck, die „Königin der Hanse“, verstand sich lange Zeit als „Zivilisationsbringerin“ für den Norden. In der "Nordischen Handels- und Industrieschau" von 1895 wurde diese Weltsicht selbstbewusst - auch in Völkerschauen - inszeniert. Die aktuelle Lübecker Ausstellung "Nordwärts - Südwärts" dreht die Perspektive um und rückt die Länder rund um den Polarkreis und insbesondere die indigenen Gemeinschaften der Arktis wie die Sami und Inuit in das Zentrum der Ausstellung.
Völkerschauen
Zwischen 1870 und 1940 waren allein in Deutschland über 300 als exotisch bewunderte Menschengruppen aus aller Welt in Völkerschauen zu sehen und lockten bis zu 60.000 Besucherinnen und Besucher täglich an. Die nebenstehende Postkarte aus dem Völkerkundemuseum Lübeck zeigt den Inuk Abraham Ulrikat, der aus einer Lübecker Missionsstation in Kanada stammte und mit seiner eigenen und einer weiteren Familie nach Europa kam, um Schulden bei den Missionaren abzubezahlen. Er trat mit seiner Gruppe auf zahlreichen Völkerschauen auf, bis die ganze Gruppe eine nach dem anderen den Pocken erlag, weil man sie nicht geimpft hatte.
Kolonialismus und Provenienzforschung
Die Herkunft ethnographischer Sammlungsgegenstände zu erforschen, um zu klären, ob diese Objekte unrechtmäßig als koloniales Beutegut in museale Sammlungen gelangt sind, wird systematisch erst in jüngerer Zeit betrieben. Das Projekt "Zwischen Weltoffenheit und Kolonialismus", das Objekte in 19 Museen in Schleswig-Holstein und Süddänemark erforscht, ist da beispielhaft. Und auch in der Lübecker Sammlung wird intensiv die Herkunft der Objekte erforscht, z.B. die abgebildete Reliquarfigur der Fang aus Zentralafrika, bei der es sich vermutlich um koloniales Beutegut handelt.
Lars Frühsorge
Seit November 2018 leitet der Ethnologe und Südamerikaexperte Dr. Lars Frühsorge (*1978 in Kiel) die Lübecker Völkerkundesammlung. Für ihn ist ein verändertes Selbstverständis völkerkundlicher Museen und die Aufarbeitung, welche Geschichten die Objekte über sich, ihre Zeit, ihre Sammlung und uns erzählen, von zentraler Bedeutung, denn - davon ist Lars Frühsorge überzeugt - ethnographische Objeke erzählen ebenso viel über ihre Ursprungskulturen wie über uns selbst.
Jörn Jacob Rohwer
Jörn Jacob Rohwer (*1965 in Rendsburg) wurde bekannt durch seine biographischen Gespräche mit Persönlichkeiten aus Kunst, Literatur, Wissenschaft und Gesellschaft. Zu seinen Gesprächspartnern zählten Susan Sontag, Arthur Miller, David Hockney, Elliott Carter, Paloma Picasso, Hildegard Knef, Vivienne Westwood, Robert Wilson, Stephan Fry, Doris Lessing, Imre Kertész, Terry Sanders, Werner Herzog, Volker Schlöndorff, Liselotte Pulver, Yoko Ono, Maximilian Schell, Leni Riefenstahl oder auch Guy Baron de Rothschild, der Rohwer das einzige zu Lebzeiten veröffentlichte biographische Gespräch gewährte. Rohwer war Stipendiat des DAAD, der Villa Aurora sowie der Duke University.
Bücher (Auszug)
"Failure Is What It’s All About. Steven D. Lavine – A Life dedicated to Leadership in the Arts”. Berlin 2020
Website www.jjrohwer.de
Shownotes zu #2 Promis im Pelz und Meerwasser mit Orangengeschmack
über Gerhard Paul www.gerhardpaul.de
über Visual History www.visual-history.de
Gerhard Paul „Bilder einer Diktatur. Zur Visual History des `Dritten Reiches´ “, Göttingen 2020 https://www.wallstein-verlag.de
From the publisher's feed

74 Listeners

98 Listeners