Angst im Blick - Der Podcast über soziale Angst, Selbstzweifel und den Mut, du selbst zu sein.

Angst im Blick - Der Podcast über soziale Angst, Selbstzweifel und den Mut, du selbst zu sein.

By Mr. Solar PlexusHealth & FitnessMental Health
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Angst im Blick - Der Podcast über soziale Angst, Selbstzweifel und den Mut, du selbst zu sein. episodes

  • Soziale Überforderung bei Familienbesuchen (Ostern im Kopf-1)
     Literatur
    Daniel Kahneman
    Kahneman, D. (2011). Thinking, Fast and Slow. New York: Farrar, Straus and Giroux.
    (S. 19–105 – Kognitive Verzerrungen und intuitive Urteile)Leon Festinger
    Festinger, L. (1954). A Theory of Social Comparison Processes.
    Human Relations, 7, 117–140.Thomas Gilovich
    Gilovich, T., Medvec, V., & Savitsky, K. (2000).
    The Spotlight Effect in Social Judgment.
    Journal of Personality and Social Psychology, 78(2), 211–222.Kristin Neff
    Neff, K. (2011). Self-Compassion: The Proven Power of Being Kind to Yourself.
    New York: HarperCollins.Mark R. Leary
    Leary, M. R. (1983).
    A Brief Version of the Fear of Negative Evaluation Scale.
    Personality and Social Psychology Bulletin.Roy Baumeister
    Baumeister, R. F., & Leary, M. R. (1995).
    The Need to Belong: Desire for Interpersonal Attachments.
    Psychological Bulletin.Peter A. Levine
    Levine, P. (2010). In an Unspoken Voice: How the Body Releases Trauma.
    Berkeley: North Atlantic Books.Paul Ekman
    Ekman, P. (2003). Emotions Revealed.
    New York: Times Books.
    HinweisDieser Podcast dient der Information und Selbstreflexion.
    Er ersetzt keine psychologische oder psychotherapeutische Behandlung.Wenn soziale Angst dein Leben stark beeinträchtigt, kann professionelle Unterstützung hilfreich sein.
    12 min
  • „Ich wirke jung – damit mich niemand prüft“
    Highlights
    Subtile Strategie
    : Sich "jünger" wirken lassen reduziert Erwartungen und schützt vor Kritik – funktioniert kurzfristig, blockiert langfristig.
    • Anonymisierter Fall: Kompetent, aber relativiert Ideen ("Ich bin mir nicht sicher..."), um "sicher" zu bleiben.
    • Kreislauf der Angst: Wenig Sichtbarkeit → wenig Rückmeldung → Bestätigung von "Nicht gut genug".
    • Lösungsansatz: Kleine Experimente wie einen Satz sagen oder Blicke halten, um Gehirn umzulernen: "Sichtbarkeit ist machbar."
    • Übung: Situation reflektieren – "Was habe ich vermieden?" – und winzige Veränderung visualisieren.

    Quiz (5 Fragen, Multiple Choice)

    1. Warum wirkt Jonas jünger?
      a) Aussehen
      b) Vorsichtige, relativierende Art
      c) Kleidung
      Richtige Antwort: b)
    2. Was ist der Preis der Schutzstrategie?
      a) Mehr Kompetenz
      b) Weniger neue Erfahrungen und Wachstum
      c) Höhere Erwartungen
      Richtige Antwort: b)
    3. Wo zeigt sich soziale Angst oft subtil?
      a) In Panikattacken
      b) In dem, was man nicht sagt oder tut
      c) In Lachen
      Richtige Antwort: b)
    4. Welcher innere Satz treibt die Angst?
      a) "Ich bin perfekt"
      b) "Sichtbarkeit ist riskant/angreifbar"
      c) "Ich brauche keine Rückmeldung"
      Richtige Antwort: b)
    5. Was ist der erste Schritt zur Veränderung?
      a) Große mutige Sprünge
      b) Bewusste Wahrnehmung und kleine Schritte
      c) Vermeidung
      Richtige Antwort: b)

    Hinweis

    Tipp zur Umsetzung: Führe ein "Sichtbarkeits-Tagebuch": Notiere täglich einen Moment der Zurückhaltung und einen kleinen alternativen Schritt – baut Selbstwirksamkeit schrittweise auf.
    Literatur
    • Clark, D. M. & Wells, A. (1995). A cognitive model of social phobia. In: R. G. Heimberg et al. (Hrsg.), Social Phobia: Diagnosis, Assessment, and Treatment, S. 69–93.
    • Hofmann, S. G. (2007). Cognitive factors that maintain social anxiety disorder: A comprehensive model. Cognitive Therapy and Research, 31(5), S. 713–736.
    • Rapee, R. M. & Heimberg, R. G. (1997). A cognitive-behavioral model of anxiety in social phobia. Behaviour Research and Therapy, 35(8), S. 741–756.
    • Alden, L. E. & Taylor, C. T. (2004). Interpersonal processes in social phobia. Clinical Psychology Review, 24(7), S. 857–882.
    • Gilbert, P. (2001). Evolution and social anxiety: The role of attraction, social competition, and social hierarchies. Psychiatric Clinics of North America, 24(4), S. 723–751.
    17 min
  • Wenn Familie zur Bühne wird – Soziale Angst zwischen Nähe und Erwartung
    Highlights der Episode• Warum unser Gehirn soziale Bewertung so ernst nimmt
    • Der psychologische „Spotlight-Effekt“: Warum wir glauben, alle schauen auf uns
    • Die Angst vor Fragen über Job, Beziehung oder Zukunft
    • Wie soziale Vergleiche bei Familienfeiern Stress erzeugen
    • Warum Selbstkritik soziale Angst verstärkt
    • Drei Strategien für schwierige Fragen
    • Atemübungen für akute soziale Anspannung
    • Selbstmitgefühl als Schlüssel zu innerer Sicherheit

    Quiz: Wenn Familie zur Bühne wird – Wie erlebst du soziale Angst?1. Wenn du an eine Familienfeier denkst, fühlst du dich meist:A) entspannt und offen
    B) leicht angespannt, aber neugierig
    C) innerlich unter Druck oder unsicher

    2. Eine typische Frage wie „Und, wie läuft es bei dir?“ wirkt auf dich eher wie:A) Interesse
    B) eine neutrale Frage mit leichtem Druck
    C) eine versteckte Bewertung oder Prüfung

    3. Während Gesprächen richtet sich deine Aufmerksamkeit vor allem auf:A) andere Menschen und das Gespräch
    B) teils nach außen, teils auf dich selbst
    C) stark auf dich selbst (Gedanken, Wirkung, Verhalten)

    4. Wie häufig erlebst du körperliche Stressreaktionen (z. B. Herzklopfen)?A) selten
    B) gelegentlich
    C) häufig und deutlich

    5. Kennst du das Gefühl, „auf einer Bühne“ zu stehen?A) kaum
    B) manchmal
    C) sehr oft

    6. Wenn du dich mit anderen Familienmitgliedern vergleichst, denkst du:A) jeder hat seinen eigenen Weg
    B) manchmal vergleiche ich mich
    C) ich fühle mich oft „hinterher“ oder nicht gut genug

    7. Wie gehst du mit kritischen Fragen (Job, Beziehung, Zukunft) um?A) ruhig und ehrlich
    B) etwas angespannt, aber ich finde Antworten
    C) ich fühle mich stark unter Druck oder blockiert

    8. Welche Rolle spielt dein innerer Kritiker?A) eher leise
    B) manchmal präsent
    C) sehr laut und bewertend

    9. Nach der Feier passiert häufig:A) ich lasse den Abend los
    B) ich denke über einzelne Situationen nach
    C) ich analysiere viele Momente und kritisiere mich

    10. Wenn du unsicher bist, denkst du eher:A) „Das ist menschlich.“
    B) „Ich hätte es besser machen können.“
    C) „Das war peinlich / nicht gut genug.“

    11. Wie interpretierst du das Verhalten anderer?A) meist neutral oder wohlwollend
    B) manchmal kritisch
    C) oft negativ (z. B. „Sie beurteilen mich.“)

    12. Welche Aussage passt am besten zu dir?A) „Ich darf unperfekt sein.“
    B) „Ich möchte einen guten Eindruck machen.“
    C) „Ich muss überzeugen und darf keine Fehler machen.“
    📊 Auswertung

    🌿 Mehrheit A – Innere StabilitätDu erlebst Familienfeiern überwiegend als soziale Begegnung, nicht als Bewertungssituation.
    Dein inneres System bleibt relativ ruhig.👉 Stärke: Vertrauen & Gelassenheit
    👉 Impuls: Bewahre dir diese innere Freiheit

    🌱 Mehrheit B – Sensibel & reflektiertDu nimmst soziale Dynamiken sehr fein wahr.
    Manchmal entsteht Druck – aber du hast bereits Zugang zu Balance.👉 Stärke: Bewusstsein & Empathie
    👉 Impuls:
    • Fokus bewusst nach außen lenken
    • Selbstmitgefühl aktiv stärken
    🔥 Mehrheit C – Hoher innerer DruckDu erlebst Familienfeiern oft als Bühne voller Erwartungen.
    Dein Nervensystem reagiert stark, und dein innerer Kritiker ist sehr aktiv.👉 Wichtig zu verstehen:
     Das ist kein Zeichen von Schwäche – sondern ein sensibles Schutzsystem.👉 Zentrale Ansatzpunkte aus dem Podcast:
    • Gedanken hinterfragen („Fakt oder Interpretation?“)
    • Spotlight-Effekt erkennen („Nicht alle schauen auf mich“)
    • Atem als Anker nutzen
    • Selbstmitgefühl statt Selbstkritik
    Wichtiger Hinweis Dieser Quiz und dient ausschließlich der Selbstreflexion und persönlichen Orientierung.
    Er soll dir dabei helfen, deine Gedanken, Gefühle und Verhaltensmuster in sozialen Situationen – insbesondere bei Familienfeiern – besser wahrzunehmen und zu verstehen.👉 Wichtig:
    Es handelt sich nicht um einen klinisch-psychologischen Test, keine Diagnose und keine wissenschaftlich standardisierte Messung.Die Ergebnisse sind als Impuls zur Selbsterkenntnis gedacht – nicht als Bewertung deiner Person oder deines psychischen Zustands.Wenn du merkst, dass dich soziale Angst stark belastet oder deinen Alltag einschränkt, kann es sinnvoll sein, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen (z. B. durch Psycholog:innen oder Therapeut:innen).🌱 Gedanke zum Mitnehmen:
    Selbstreflexion ist kein Urteil – sondern ein erster Schritt in Richtung Verständnis, Veränderung und mehr innerer Freiheit.
    Dieser Podcast dient der Information und Selbstreflexion. Er ersetzt keine psychotherapeutische oder medizinische Behandlung. Wenn soziale Angst dein Leben stark belastet, kann professionelle Unterstützung durch psychologische Beratung oder Psychotherapie sehr hilfreich sein.

    LiteraturauswahlDavid M. Clark & Adrian Wells (1995).
    A Cognitive Model of Social Phobia.
    In: R. Heimberg et al. (Hrsg.), Social Phobia: Diagnosis, Assessment and Treatment.
    New York: Guilford Press. S. 69–93.Stefan G. Hofmann (2014).
    An Introduction to Modern CBT.
    Chichester: Wiley-Blackwell. S. 147–175.Mark R. Leary & Robin M. Kowalski (1995).
    Social Anxiety.
    New York: Guilford Press. S. 25–62.Ellen Hendriksen (2018).
    How to Be Yourself: Quiet Your Inner Critic and Rise Above Social Anxiety.
    New York: St. Martin’s Press. S. 41–89.Brené Brown (2012).
    Daring Greatly.
    New York: Gotham Books. S. 113–146.Kristin Neff (2011).
    Self-Compassion: The Proven Power of Being Kind to Yourself.
    New York: William Morrow. S. 67–108.
    52 min
  • „High Performance? Ich hab schon Angst!“
    🌟 Highlights „High Performance? Ich hab schon Angst!“

    1️⃣ „Leistung ≠ Wert“
    Du bist wertvoll, auch wenn du mal nicht funktionierst. Dein Selbstwert hängt nicht an To-do-Listen.2️⃣ „Perfektionismus = Angst in Business Outfit“
    Jeder "Tick" will nur Sicherheit. Angst versteckt sich als Ehrgeiz.3️⃣ „Ich bin kein Livestream. Ich bin ein Mensch.“
    Stoppe den Dauer-Vergleich – sei präsent, nicht permanent bewertet.4️⃣ „Vergleich ist Software unserer Zeit – aber dein Selbstwert ist kein Dashboard.“
    Follower, Likes, Kalorien, KPIs – das Gehirn denkt „mehr = besser“. Angst wird chronisch.5️⃣ „Kleine Pausen retten dein Nervensystem“
    15 Sekunden bewusst atmen, Körper spüren – mehr Fokus als jedes Time-Management-Tool.6️⃣ „Selbstmitgefühl ist radikal“
    Rede mit dir, wie mit einem guten Freund. Dein Nervensystem liebt das.7️⃣ „Meine Spur. Mein Tempo.“
    Finde deinen eigenen Rhythmus, statt im Wettbewerb zu leben. Jeder Schritt zählt.
    Podcast-Quiz: „High Performance? Ich hab schon Angst!“
    Teste dein Wissen und reflektiere gleichzeitig deine eigenen Erfahrungen mit unserem kurzen Quiz. Bist du bereit, deine Angstkultur zu durchschauen?

    1️⃣ Wie wird soziale Angst in der Leistungsgesellschaft am häufigsten ausgelöst?
    a) Durch zu wenig Schlaf
    b) Durch Vergleich und Wettbewerb
    c) Durch schlechte Ernährung
    d) Durch fehlende Bewegung

    2️⃣ Welche neurobiologische Reaktion tritt auf, wenn dein Gehirn soziale Bewertung als Gefahr interpretiert?
    a) Dopamin sinkt
    b) Adrenalin steigt
    c) Serotonin steigt sofort
    d) Die Amygdala wird ruhig

    3️⃣ Was ist laut Podcast der Kernunterschied zwischen Ehrgeiz und sozialer Angst?
    a) Ehrgeiz ist immer gut, Angst immer schlecht
    b) Ehrgeiz ist Motivation, Angst ist Schutz vor Ablehnung
    c) Ehrgeiz ist körperlich, Angst nur mental
    d) Es gibt keinen Unterschied

    4️⃣ Welche Übung hilft, das Nervensystem vom „Performance Modus“ in den „Seins Modus“ zu bringen?
    a) 10 Liegestütze
    b) Kurze Affirmation: „Ich bin kein Livestream, ich bin ein Mensch“
    c) Instagram scrollen
    d) Dauerhafte To-do-Listenplanung

    5️⃣ Welcher Modus gehört nicht zu den drei Gangarten der Angst im Körper?
    a) Kampf
    b) Flucht
    c) Freeze
    d) Flow

    6️⃣ Warum ist Perfektionismus laut Podcast problematisch?
    a) Weil er keine Motivation erzeugt
    b) Weil er Ausdruck von Angst und Kontrolle ist, nicht von Selbstwert
    c) Weil er zu viel Dopamin freisetzt
    d) Weil er immer zu Konflikten führt

    7️⃣ Welche der folgenden Strategien hilft, die Angst durch Wettbewerb zu reduzieren?
    a) Alles messen, tracken und vergleichen
    b) Kleine Dinge ohne Bewertung tun („Nicht Messen Experiment“)
    c) Immer schneller werden
    d) Andere ignorieren

    8️⃣ Was kann helfen, soziale Angst in Alltagssituationen abzumildern?
    a) Humorvolle Umdeutung („Marathon in Flip Flops“)
    b) Dauerhafte Analyse aller Gedanken
    c) Sich permanent mit anderen vergleichen
    d) Arbeit unterbrechen, aber ohne Reflexion

    9️⃣ Reflexionsfrage:
    Welche deiner Leistungen würdest du tun, selbst wenn niemand sie je sehen oder bewerten würde?
    (Notiere deine Antwort – das zeigt deine intrinsische Motivation.)

    10️⃣ Mini-Übung:
    Wenn du dich im Funktionsmodus erwischst, sag innerlich laut:
    „Ich bin trotzdem wertvoll.“
    Was passiert mit deinem Körpergefühl nach drei Atemzügen?

    Hinweis für Hörer*innenDieser Podcast ersetzt keine Psychotherapie oder medizinische Beratung. Er dient der psychoedukativen Information, Selbstreflexion und mentalen Stärkung. Wenn du merkst, dass Angst, Druck oder Perfektionismus dich stark einschränken, such dir bitte professionelle Unterstützung – zum Beispiel über eine psychologische Beratung, Psychotherapeut*in oder entsprechende Fach‑Hotlines.
    Literatur
    Allgemeine Psychologie & Soziale Vergleichstheorie
    - Festinger, L. (1954). Socialcomparisonprocesses. Human Relations, 7(2), 117–140.
    - Baumeister, R. F., & Leary, M. R. (1995). Theneedtobelong:Desireforinterpersonalattachments as a fundamental human motivation. Psychological Bulletin, 117(3), 497–529.Leistungsdruck & Angstkultur
     - Ehrenberg, A. (2010). Das erschöpfte Selbst. Depression und Gesellschaft in der Gegenwart. Suhrkamp.
    - Rosa, H. (2016). Resonanz.EineSoziologiederWeltbeziehung. Suhrkamp.
    - Han, B.‑C. (2017). Psychopolitik.Neoliberalismus und die neuen Machttechniken. Fischer.Soziale Angst & klinische Psychologie
     - American Psychiatric Association (2022). Diagnostisches und Statistisches Manual psychischer Störungen(DSM‑5‑TR). APA Publishing.
    - Clark, D. M., & Wells, A. (1995). A cognitive model of social phobia. In R. G. Heimberg et al. (Eds.), SocialPhobia:Diagnosis, Assessment, and Treatment (pp. 69–93). Guilford Press.
    - Hofmann, S. G. et al. (2019). Cognitive behavioral therapy for social anxiety disorder: Evidence and practice. J. Anxiety Disorders, 68, 102149.Selbstmitgefühl & Achtsamkeit
     - Neff, K. D. (2011). Selbstmitgefühl.Wiewirunsmitunsselbstversöhnenkönnen. Klett‑Cotta.
    - Germer, C. K. (2013). TheMindfulPathtoSelf‑Compassion. Guilford Press.Arbeitspsychologie & Resilienz
     - Siegrist, J. (2017). ArbeitsweltundStress. Springer VS.
    - Luthans, F. et al. (2007). Psychological Capital. Oxford University Press.Humor & Therapie
     - Hampes, W. P. (2016). The Relation between Sense of Humor and Psychological Well‑Being. North American Journal of Psychology, 18(2), 239–250.
    54 min
  • Soziale Angst im Beruf - "Augen hoch!" - Teil III: Vermeidung von Blickkontakt mit Vorgesetzten oder Kolleg*innen
    Highlights
    • Humorvolle Story über soziale Angst im Arbeitskontext
    • Psychologische Erklärung von Scham und Selbstkritik
    • Praktische Mini-Übungen für Blickkontakt und Selbstmitgefühl
    • Therapeutische Reflexion in Storytelling-Form
    QuizManche Menschen schauen ihrem Chef selbstbewusst in die Augen und andere… entwickeln plötzlich eine tiefe emotionale Verbindung zum Boden. Wenn du dich irgendwo dazwischen wiederfindest: Dieser Quiz ist für dich.Er hilft dir herauszufinden:
     👉 Wie stark beeinflusst soziale Angst deinen Blickkontakt im Alltag?
     👉 Welche Gedanken laufen dabei automatisch ab?
     👉 Und wo kannst du – ganz im Sinne von Markus – kleine, mutige Schritte machen?Wichtig:
    Dieser Quiz ist kein Test, den du „bestehen“ musst, sondern eher wie ein Spiegel… nur ohne Kaffeeautomat. Es handelt sich nicht um einen klinisch-psychologischen Test, keine Diagnose und keine wissenschaftlich standardisierte Messung.Die Ergebnisse sind als Impuls zur Selbsterkenntnis gedacht – nicht als Bewertung deiner Person oder deines psychischen Zustands.Wenn du merkst, dass dich soziale Angst stark belastet oder deinen Alltag einschränkt, kann es sinnvoll sein, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen (z. B. durch Psycholog:innen oder Therapeut:innen).
    🌱 Gedanke zum Mitnehmen:
    Selbstreflexion ist kein Urteil – sondern ein erster Schritt in Richtung Verständnis, Veränderung und mehr innerer Freiheit.
    🎧 Quiz: „Augen hoch!“ – Wie gehst du mit Blickkontakt um?
    1. Wenn du deinem Chef oder einer Autoritätsperson begegnest, machst du meist:A) entspannten Blickkontakt
    B) kurzen Blickkontakt, dann schnell weg
    C) intensives Interesse am Boden
    2. Wenn du jemanden anschaust, denkst du eher:A) „Ganz normaler Kontakt.“
    B) „Ich hoffe, ich wirke okay.“
    C) „Die Person sieht jetzt alles an mir.“
    3. Wie fühlt sich Blickkontakt für dich körperlich an?A) neutral
    B) leicht angespannt
    C) sehr unangenehm (Nervosität, Herzklopfen)
    4. Wie lange kannst du Blickkontakt halten?A) problemlos mehrere Sekunden
    B) kurz (1–2 Sekunden)
    C) möglichst gar nicht
    5. Kennst du Gedanken wie „Ich wirke komisch“ während Blickkontakt?A) selten
    B) manchmal
    C) sehr häufig
    6. In Gesprächen richtest du deine Aufmerksamkeit eher auf:A) dein Gegenüber
    B) teilweise auf dich selbst
    C) stark auf dich selbst („Wie wirke ich?“)
    7. Wie reagierst du nach einem Gespräch?A) ich denke kaum darüber nach
    B) ich reflektiere kurz
    C) ich analysiere mich stark („Das war komisch…“)
    8. Wie oft vermeidest du bewusst Blickkontakt?A) selten
    B) manchmal
    C) häufig
    9. Welche Aussage passt am besten zu dir?A) „Blickkontakt ist normal.“
    B) „Blickkontakt ist manchmal unangenehm.“
    C) „Blickkontakt fühlt sich wie eine Prüfung an.“
    10. Wenn du dich wie Markus fühlen würdest, wärst du eher:A) gelegentlich im „Bodenmodus“
    B) ein Teilzeit-Bodenarchäologe
    C) Professor für Bodenwissenschaften
    11. Wie gehst du mit kleinen Fortschritten um (z. B. 2 Sekunden Blickkontakt)?A) ich nehme sie positiv wahr
    B) ich finde sie okay, aber unspektakulär
    C) ich werte sie ab („War trotzdem komisch“)
    12. Was passiert in deinem Kopf während Blickkontakt?A) wenig innere Kommentare
    B) gemischte Gedanken
    C) ein sehr aktiver innerer Kritiker („Du wirkst seltsam!“)
    Auswertung🌿 Mehrheit A – „Augen hoch“-ProfiDu gehst relativ entspannt mit Blickkontakt um. Für dich ist er ein normaler Teil sozialer Interaktion.👉 Stärke: Natürlichkeit und Sicherheit
    👉 Impuls: Bleib dabei – du bist für andere oft ein angenehmer Gesprächspartner
    🌱 Mehrheit B – Der vorsichtige BeobachterDu erlebst Blickkontakt manchmal als herausfordernd, kannst ihn aber halten. Dein System ist sensibel, aber lernfähig.👉 Stärke: Bewusstsein und Anpassungsfähigkeit
    👉 Impuls:
    • Kleine Expositionsschritte (2–3 Sekunden)
    • Fokus nach außen lenken
    • Gedanken nicht zu ernst nehmen
    🔥 Mehrheit C – Der „Bodenarchäologe“Du vermeidest Blickkontakt häufig, und dein innerer Druck ist hoch. Dein Nervensystem reagiert stark auf soziale Bewertung.👉 Wichtig: Das ist ein Schutzmechanismus – kein Fehler👉 Ansätze aus dem Podcast:
    • Mini-Exposition (2–3 Sekunden Blickkontakt)
    • Humor nutzen („Ich bin kein Laserstrahl“)
    • Gedanken hinterfragen („Gedankenlesen ohne Lizenz“)
    • Selbstmitgefühl statt Selbstkritik
    🧘 Mini-Übung (direkt aus dem Podcast)👉 Heute ausprobieren:
    1. Schau jemandem 2–3 Sekunden in die Augen
    2. Denk: „Ich bin kein Laserstrahl“
    3. Schau wieder weg (ganz normal!)
    4. Gib dir innerlich einen Punkt 🎯
    🌱 AbschlussgedankeVielleicht ist Blickkontakt kein Verhör sondern nur ein kurzer Moment von Verbindung.Und vielleicht…ist der Boden gar nicht so interessant, wie dein Gehirn denkt.
    Quelle/Inspiration
    • Clark, D. M., & Wells, A. (1995). A cognitive model of social phobia.
    • Heimberg, R. G., et al. (2014). Social Anxiety Disorder: Clinical, Developmental, and Social Perspectives.
    • Gilbert, P. (2010). Compassion Focused Therapy.
    • Hayes, S. C., et al. (2012). Acceptance and Commitment Therapy.
    HinweisDiese Folge ersetzt keine psychologische oder medizinische Beratung sowie Psychotherapie. Bei anhaltender Belastung wende dich bitte an eine Fachperson.
    6 min
  • Soziale Angst im Beruf - "Augen hoch!" - Teil II: Vermeidung von Blickkontakt mit Vorgesetzten oder Kolleg*innen
    Highlights der Folge
    • Der Vorstandstisch als Fluchtstrategie: Humorvolle Metapher für Vermeidung bei sozialer Angst
    • Freeze–Flight–Fight–Floor-Gaze: Neurobiologische Erklärung sozialer Stressreaktionen
    • Katastrophenphantasien vs. Realität: Kognitive Verzerrungen entlarvt
    • Blickkontakt-Sandwich: Praktische Expositionsübung für den Alltag
    • Psychologischer Humor & innerer Talkshow-Moderator: Distanzierung durch Humor
    • Mini-Meditation „Augen-hoch“: Regulation des Nervensystems
    • Selbstmitgefühl & innerer Kritiker: Warum freundliche Selbstansprache therapeutisch wirksam ist
    • Integration im Alltag: Kleine soziale Erfolge und neurobiologische Umlernprozesse
    🎧 Podcast-Quiz: „Augen hoch!“ – Teste dein soziales Ninja-Gehirn 🥷👀
    Frage 1:
    Markus im Vorstandstermin – wen oder was beobachtet er am meisten?
    A) Den Chef
    B) Den Tisch
    C) Den Stuhl
    D) Die Kaffeemaschine
    Frage 2:
    Dr. Sommer erklärt: Unser Nervensystem kennt vier Reaktionen – welche ist besonders bei Markus ausgeprägt?
    A) Lachen, Weinen, Schreien, Schlafen
    B) Fight, Flight, Freeze, Floor-Gaze
    C) Tanzen, Singen, Lesen, Schreiben
    D) Denken, Fühlen, Handeln, Schlafen
    Frage 3:
    Was passiert tatsächlich, als Markus Blickkontakt mit dem Chef hält?
    A) Er wird gefeuert
    B) Der Chef lobt seinen Input
    C) HR wird alarmiert
    D) Markus rennt weg
    Frage 4:
    Die „Blickkontakt-Sandwich“-Übung soll helfen bei:
    A) Längeren Meetings
    B) Dosierter Exposition gegenüber sozialem Kontakt
    C) Hypnose von Kolleg*innen
    D) PowerPoint-Folien besser lesen
    Frage 5:
    Der soziale Ninja rät Markus beim Blickkontakt:
    A) Immer starren, nie wegschauen
    B) Blinzeln erlaubt, wegschauen sozial normal
    C) Laserblick einsetzen
    D) Den Boden nie verlassen
    Frage 6:
    Wie beschreibt Markus den Boden nach seinem Training im Blickkontakt?
    A) Neuer bester Freund
    B) Nicht mehr als besten Freund nötig
    C) Feind
    D) Chef
    ✅ Antworten (erst ansehen, nachdem du geraten hast 😉)1️⃣ B – Den Tisch
    2️⃣ B – Fight, Flight, Freeze, Floor-Gaze
    3️⃣ B – Der Chef lobt seinen Input
    4️⃣ B – Dosierte Exposition
    5️⃣ B – Blinzeln erlaubt, wegschauen normal
    6️⃣ B – Nicht mehr als besten Freund nötig
    Hinweis für Hörer*innenDiese Folge ersetzt keine Psychotherapie. Wenn soziale Angst, Vermeidung oder Panik deinen Alltag stark beeinträchtigen, wende dich an eine psychologische oder psychotherapeutische Fachperson oder Beratungsstelle. Humor kann heilsam sein – professionelle Unterstützung ebenso.

    Quelle/InspirationSoziale Angst, Kognition & Exposition
    • Clark, D. M., & Wells, A. (1995). A cognitive model of social phobia. In R. G. Heimberg et al. (Eds.), Social phobia: Diagnosis, assessment, and treatment (pp. 69–93). Guilford Press.
    • Hofmann, S. G., Asnaani, A., Vonk, I. J. J., Sawyer, A. T., & Fang, A. (2012). The efficacy of cognitive behavioral therapy: A review of meta-analyses. Cognitive Therapy and Research, 36(5), 427–440.
    Neurobiologie von Stress & sozialem Verhalten
    • Porges, S. W. (2011). The polyvagal theory: Neurophysiological foundations of emotions, attachment, communication, and self-regulation. W. W. Norton.
    • LeDoux, J. (2015). Anxious: Using the brain to understand and treat fear and anxiety. Viking.
    Selbstmitgefühl & Emotionsregulation
    • Neff, K. D. (2003). Self-compassion: An alternative conceptualization of a healthy attitude toward oneself. Self and Identity, 2(2), 85–101.
    • Gilbert, P. (2010). Compassion focused therapy: Distinctive features. Routledge.
    Humor in Therapie und Psychologie
    • Martin, R. A. (2007). The psychology of humor: An integrative approach. Elsevier Academic Press.
    10 min
  • Soziale Angst im Beruf - "Augen hoch!" - Teil I: Vermeidung von Blickkontakt mit Vorgesetzten oder Kolleg*innen
    Highlights
    • Humorvoller Einstieg: Blickkontakt vs. Bodenliebe
    • Markus’ erste Therapiesitzung und die Entdeckung der „Blickkontakt-Angst“
    • Psychoedukation zu Nervensystem und sozialen Signalen
    • Praktische Übungen: Mini-Exposition, Blickkontakt-Bingo, freundliche Augen-Übung
    • Umgang mit Rückfällen und Selbstmitgefühl
    • Emotionales, humorvolles Fazit: „Ich sehe dich. Du siehst mich.“
    Hinweis für Hörer*innenSoziale Angst ist weit verbreitet und kein Zeichen von Schwäche. Wenn du merkst, dass Angst deinen Alltag stark einschränkt, kann professionelle psychologische Unterstützung helfen. Die vorgestellten Übungen ersetzen keine Therapie, können aber eine erste, spielerische Annäherung sein.
    Quelle/Inspiration
    • American Psychiatric Association. (2022). Diagnostic and statistical manual of mental disorders (5th ed., text rev.). Washington, DC: Author.
    • Clark, D. M., & Wells, A. (1995). A cognitive model of social phobia. In R. G. Heimberg, M. R. Liebowitz, D. A. Hope, & F. R. Schneier (Eds.), Social phobia: Diagnosis, assessment, and treatment (pp. 69–93). New York, NY: Guilford Press.
    • Hofmann, S. G., & Otto, M. W. (2017). Cognitive behavioral therapy for social anxiety disorder: Evidence-based and disorder-specific treatment techniques. Routledge.
    • Leary, M. R., & Kowalski, R. M. (1995). Social anxiety. Guilford Press.
    • Rapee, R. M., & Heimberg, R. G. (1997). A cognitive-behavioral model of anxiety in social phobia. Behaviour Research and Therapy, 35(8), 741–756. https://doi.org/10.1016/S0005-7967(97)00022-3
    • Weeks, J. W., Heimberg, R. G., Rodebaugh, T. L., & Norton, P. J. (2008). Exploring the relationship between fear of positive evaluation and social anxiety. Journal of Anxiety Disorders, 22(3), 386–400. https://doi.org/10.1016/j.janxdis.2007.04.001
    8 min
  • "Der stille Mitarbeiter – Warum leise Menschen im Beruf oft übersehen werden“
    🧭 Kapitelübersicht
     | Abschnitt | Thema | Kernfokus | Einleitung | Humorvoller Einstieg in den Alltag leiser Menschen | Verständnis, Warm‑up, erste Atemübung
    | Teil1 | Die Welt der Lauten | Extraversion‑Bias, Beobachtung statt Bewertung
    | Teil2 | Der Mythos der Stillen | Missverständnisse, Selbstwahrnehmung, Innere Dialoge
    | Teil3 | Die stille Stärke | Tiefe Wahrnehmung, Ressourcen, Sichtbarkeit ohne Lautstärke
    | Teil4 | Small Talk & Selbstschutz | Soziale Angst verstehen & regulieren
    | Teil5 | Die Kultur der Stille | Wandel, Führung, Inklusion, Wertearbeit
    | Abschluss | Meditation & Selbstakzeptanz | Integration, Selbstwert, Ruheübungen
    Übungsübersicht
     | Nr. | Name | Ziel | 1 | Das stille Check‑in | Selbstwahrnehmung & Gegenwärtigkeit stärken
    | 2 | Die stille Beobachtung | Kommunikationsmuster erkennen
    | 3 | Laute Gedanken–leise Worte | Reflexion unausgesprochener Impulse
    | 4 | Die stille Superkraft | Positiv auf Stärken fokussieren
    | 5 | Sichtbar ohne laut | Körperhaltung & Präsenz trainieren
    | 6 | 30Sekunden Selbstmitgefühl | Nervensystem beruhigen
    | 7 | Das neugierige Gehirn | Verbindung statt Bewertung
    | 8 | Atmen statt Anpassen | Parasympathische Aktivierung
    | 9 | Die stille Revolution | Persönlichen Entwicklungsplan erstellen
    | 10 | Der Klang der Stille | Achtsame Abschlussmeditation

    Hinweis:
    Dieser Podcast ersetzt keine psychologische Beratung oder Therapie.
    Die Inhalte basieren auf aktuellen psychologischen und neurowissenschaftlichen Erkenntnissen sowie auf Erfahrungen aus der Beratungspraxis.
    Ziel ist es, Wissen, Selbstreflexion und Achtsamkeit zu fördern – nicht, eine klinische Diagnose zu stellen oder Behandlung zu ersetzen.
    Wenn du den Eindruck hast, dass soziale Angst oder Stress dich stark beeinträchtigen, wende dich bitte an qualifizierte psychologische oder psychotherapeutische Fachpersonen.
    Literatur

    (Die Seitenzahlen verweisen auf zentrale Kapitel bzw. Seitenbereiche, in denen die genannten Themen behandelt werden.)
    1. Cain, S. (2012). Quiet: The Power of Introverts in a World That Can’t Stop Talking. New York: Crown Publishing.
      → Kapitel 3–5, S. 65–142: Extraversion‑Bias in Unternehmen und gesellschaftliche Bevorzugung lauten Verhaltens.
    2. Leary, M. R. & Kowalski, R. M. (1995). Social Anxiety. New York: Guilford Press.
      → Kap. 2 (S. 23–46) und Kap. 6 (S. 121–150): Definition, Mechanismen und kognitive Modelle sozialer Angst.
    3. Mattick, R. P. & Clark, J. C. (1998). “Development and validation of measures of social phobia scrutiny fear and social interaction anxiety.” Behaviour Research and Therapy, 36(4), 455–470.
      → S. 462–466: Empirische Messung sozialer Angst; Unterschiede zwischen Interaktions‑ und Bewertungsangst.
    4. Hofmann, S. G. & Bögels, S. M. (2006). “Recent advances in the understanding and treatment of social anxiety disorder.” European Archives of Psychiatry and Clinical Neuroscience, 256, [Suppl 1], i3–i13.
      → S. i6–i9: Neurowissenschaftliche Grundlagen und Therapieansätze.
    5. Grant, A. (2013). Give and Take: Why Helping Others Drives Our Success. New York: Viking.
      → Kap. 6, S. 184–211: Untersuchungen zur stillen Führungsstärke, Introversion und Empathie in Teams.
    6. Lane, C. (2007). Shyness: How Normal Behavior Became a Sickness. New Haven: Yale University Press.
      → S. 95–122: Historische und gesellschaftliche Pathologisierung leiser Verhaltensweisen.
    7. Kabat‑Zinn, J. (2013). Full Catastrophe Living: Using the Wisdom of Your Body and Mind to Face Stress, Pain, and Illness (Rev. Ed.). New York: Bantam.
      → Kap. 9 und 17 (S. 221–234; S. 397–414): Achtsamkeit und Atemübungen zur Emotionsregulation.
    8. Eysenck, H. J. (1967). The Biological Basis of Personality. Springfield, IL: Thomas.
      → Kap. 4 (S. 85–112): Physiologische Grundlagen von Introversion und Extraversion.
    9. American Psychological Association (2023). APA Dictionary of Psychology (3rd Ed.). Washington, DC: APA.
      → Einträge „Social Anxiety“, „Introversion“, „Extraversion Bias“ (S. 1327–1328; S. 1764).
    10. Brown, B. (2012). Daring Greatly: How the Courage to Be Vulnerable Transforms the Way We Live, Love, Parent, and Lead. New York: Gotham Books.
      → Kap. 4 (S. 127–157): Scham, Verwundbarkeit und der Umgang mit Selbstkritik im Beruf.
    35 min
  • Moderne Dating-Ängste. Ghosting – wenn Angst auf Ablehnung trifft“
    Highlights (Kernideen & prägnante Gedanken)
    1. Ghosting = Angst in Tarnfarbe:
       Kein banaler Machtakt, sondern eine stressgesteuerte Fluchtreaktion zwischen Scham und Kontrollbedürfnis.
    2. Digitaler Rückzug als moderner Selbstschutz:
       Smartphones ermöglichen Distanz auf Knopfdruck – und damit die Illusion konfliktfreier Autonomie.
    3. Der blaue Haken als Symbol sozialer Panik:
       „Gesehen“ ohne Antwort wird zum emotionalen Mikro‑Trauma der permanent erreichbaren Gesellschaft.
    4. Das doppelte Nein der Angst:
       Bleiben=Verletzlichkeit, Gehen=Schuld – Ghosting entsteht aus diesem Dilemma.
    5. Rückzug als Sprache:
       Schweigen kann bedeuten „Ich kann gerade nicht mit dir, weil ich mit mir kämpfe.“
    6. Selbstmitgefühl als Gegenmittel:
       Wer sich selbst mit Freundlichkeit begegnet, löst sich aus der Deutungsschleife der Ablehnung.
    7. Heilung durch Humor:
       Lachen über Dating‑Irrsinn entgiftet das Nervensystem besser als Selbstvorwürfe.
    8. Reframing:
       Ghosting als unfreiwilliger Kurs in emotionaler Eigenständigkeit – ein Training in Grenzen, Geduld und Selbstachtung.
    Literaturliste (Auswahl & Theoriebezüge)(Die Titel spiegeln Schlüsselwerke zu sozialer Angst, digitaler Kommunikation, Bindungstheorie und Rückzugsverhalten wider.)
    1. Baumeister, R. F. & Leary, M. R. (1995). The Need to Belong: Desire for Interpersonal Attachments as a Fundamental Human Motivation. Psychological Bulletin,117(3), 497‑529.
    2. Brennan, K. A., Clark, C. L., & Shaver, P. R. (1998). Self‑Report Measurement of Adult Attachment. In J. A. Simpson & W. S. Rholes (Eds.), Attachment Theory and Close Relationships. Guilford Press.
    3. Goffman, E. (1959). The Presentation of Self in Everyday Life. Doubleday.
    4. Leary, M. R. (2015). Emotional Regulation in Social Anxiety: The Role of Self‑Presentation. Social and Personality Psychology Compass,9(4), 178‑189.
    5. Turkle, S. (2015). Reclaiming Conversation: The Power of Talk in a Digital Age. Penguin Press.
    6. Flett, G. L. & Hewitt, P. L. (2020). Perfectionism, Stress, and Self‑Compassion. Springer.
    7. Bartholomew, K., & Horowitz, L. M. (1991). Attachment Styles Among Young Adults: A Test of a Four‑Category Model. Journal of Personality and Social Psychology,61(2), 226‑244.
    8. Derks, D., Fischer, A. H., & Bos, A. E. R. (2008). The Role of Emotion in Computer‑Mediated Communication: A Review. Computers in Human Behavior, 24(3), 766‑785.
    9. Brown, B. (2012). Daring Greatly: How the Courage to Be Vulnerable Transforms the Way We Live, Love, Parent, and Lead. Gotham Books.
    10. Spitzberg, B. H., & Cupach, W. R. (2014). The Dark Side of Relationship Pursuit: From Attraction to Obsession and Stalking. Routledge.
    11. Kross, E., Verduyn, P., et al. (2013). Facebook Use Predicts Declines in Subjective Well‑Being in Young Adults. PLoSONE,8(8): e69841.
    12. Tangney, J. P., & Dearing, R. L. (2002). Shame and Guilt. Guilford Press.
    ✅ Essenz:
     Ghosting ist kein kaltes Wegdrücken von Menschen, sondern heißgelaufene Angst in kühler Verpackung.
     Der Podcast lädt dazu ein, Rückzug als psychologisches Symptom zu verstehen, Humor als Heilmittel einzusetzen – und Mitgefühl als echte Antwort auf die digitale Sprachlosigkeit unserer Zeit.
    44 min
  • Hochfunktionale soziale Angst bei jungen Führungskräften – Neurobiologie, Gruppendynamik und narrative Interventionen
    HinweisDie in dieser Folge vorgestellten Inhalte, Übungen und Interventionen dienen der psychoedukativen Information und Selbstreflexion.
    Sie stellen keine psychotherapeutische Behandlung oder Diagnostik dar und ersetzen keine individuelle Beratung durch qualifizierte Fachpersonen.
    Bei anhaltenden oder schweren psychischen Belastungen wende Dich bitte an eine Psychotherapeut:in, Psycholog:in oder Ärzt:in.
    Highlights der Folge
    • Fallvignette einer jungen Führungskraft mit „hochfunktionaler sozialer Angst“
    • Neurobiologische Grundlagen: Amygdala, Insula, präfrontaler Cortex & Polyvagal-System
    • Gruppendynamik und Hierarchie als Verstärker sozialer Angst
    • Narrative Externalisierung: Die Angst als „Der strenge Aufseher“
    • Exposition im Führungsalltag trotz Angst
    • Selbstmitgefühl als Führungsressource
    • Geführte narrativ-therapeutische Übung zur Selbstregulation
    • Reflexionsfragen zur Integration von Angst, Körper und Handlungsspielraum
    HinweisDie in dieser Folge vorgestellten Inhalte, Übungen und Interventionen dienen der psychoedukativen Information und Selbstreflexion.
    Sie stellen keine psychotherapeutische Behandlung oder Diagnostik dar und ersetzen keine individuelle Beratung durch qualifizierte Fachpersonen.
    Bei anhaltenden oder schweren psychischen Belastungen wende Dich bitte an eine Psychotherapeut:in, Psycholog:in oder Ärzt:in.

    Quelle/Inspiration
    Clark, D. M., & Wells, A. (1995).
    A cognitive model of social phobia. In R. G. Heimberg et al. (Eds.), Social phobia: Diagnosis, assessment, and treatment (pp. 69–93). Guilford Press.Rapee, R. M., & Heimberg, R. G. (1997).
    A cognitive-behavioral model of anxiety in social phobia. Behaviour Research and Therapy, 35(8), 741–756.Hofmann, S. G., & Otto, M. W. (2008).
    Cognitive behavioral therapy of social anxiety disorder: Evidence-based and disorder-specific treatment techniques. Routledge. (pp. 45–112)Porges, S. W. (2011).
    The polyvagal theory: Neurophysiological foundations of emotions, attachment, communication, and self-regulation. W. W. Norton. (pp. 123–205)Young, J. E., Klosko, J. S., & Weishaar, M. E. (2003).
    Schema therapy: A practitioner’s guide. Guilford Press. (pp. 17–85; 245–310)White, M., & Epston, D. (1990).
    Narrative means to therapeutic ends. W. W. Norton. (pp. 35–110)Schore, A. N. (2012).
    The science of the art of psychotherapy. W. W. Norton. (pp. 55–140)Tangney, J. P., & Dearing, R. L. (2002).
    Shame and guilt. Guilford Press. (pp. 75–150)
    7 min

About Angst im Blick - Der Podcast über soziale Angst, Selbstzweifel und den Mut, du selbst zu sein.

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Was, wenn deine Angst dir Geschichten erzählt, die gar nicht stimmen?Dieser Psychologie-Podcast dreht sich um soziale Angst, Selbstzweifel, Grübeln und die Ängste des Alltags.Mit kurzen Geschichten, psychologischem Wissen und praktischen Übungen erfährst du, warum dein Kopf manchmal zum schlimmsten Kritiker wird – und wie du ihm nicht mehr alles glauben musst.🎙️ Weniger Kopfkino. Mehr Leben.