Antje Heimsoeth Podcast

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Antje Heimsoeth Podcast episodes

  • Tipps, wie du sicherer im Sattel wirst I Mentaltraining im Pferdesport

    In dieser Podcastepisode gebe ich dir Tipps, wie man sicherer im Sattel wird. Ich stelle verschiedene Techniken aus dem Mental Coaching vor, wie Timeline-Arbeit, Akzeptanz der eigenen Tagesform, das Setzen kleiner Erfolgsziele und den Umgang mit Ängsten.

    Zeitlinien-Technik: Eine Coaching-Technik ist die Bodenarbeit mit einer Zeitlinie, die auf dem Boden ausgelegt wird. Man skaliert die aktuelle Sicherheit im Sattel von 0 bis 10 und definiert ein Ziel für die Zukunft. Dann visualisiert man das Ziel, läuft daran vorbei und schaut aus der Zukunft zurück, um zu erkennen, welche Schritte hilfreich waren. Dies hilft, die nächsten kleinen Schritte zu identifizieren.

    Akzeptanz der Tagesform: Es ist wichtig zu akzeptieren, dass man jeden Tag unterschiedlich drauf ist und nicht immer dasselbe möglich ist. Man kann ein 'Launometer' nutzen, um die eigene Energie und Stimmung von 0 bis 10 zu skalieren. An schlechten Tagen sollte man keine schwierigen Lektionen üben, sondern nur das Beste geben, was an diesem Tag möglich ist. Nach dem Reiten sollte man reflektieren, was gut gelungen ist, um kleine Erfolgserlebnisse sicherzustellen.

    Kleine Erfolgserlebnisse: Statt großer Mutproben sollte man sich überlegen, wie man kleine Erfolgserlebnisse beim Reiten sicherstellen kann. Man testet die Belastungsgrenze aus, ohne die Angst zu triggern. Es geht darum, die eigenen Grenzen zu kennen und zu respektieren.

    Verzicht auf Ausreden: Wenn man sich unsicher fühlt, neigt man dazu, Ausreden zu suchen, um sich nicht der Herausforderung zu stellen. Stattdessen sollte man sich fragen, welche inneren und äußeren Ressourcen man braucht, um den nächsten Entwicklungsschritt zu machen. Wenn man sich heute gegen etwas entscheidet, sollte man das nicht als Versagen bewerten, sondern überlegen, was man für das nächste Mal braucht.

    Fehleranalyse und Stärken: Bei der Trainingsanalyse sollte man nicht nur Fehler analysieren, sondern auch das, was gelungen ist. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, welche Stärken, Fähigkeiten und Talente beigetragen haben. Dies stärkt das Selbstvertrauen und das positive Selbstbild als Reiter.

    Affirmationen nutzen: Affirmationen sind positive Selbstgespräche. Man kann sich überlegen, was einem ein Freund sagen würde, oder eine Botschaft an das eigene neunjährige Ich formulieren. Diese Affirmationen sollten schriftlich festgehalten und mit Erinnerungshilfen wie Zetteln oder Gesten verknüpft werden, um sie in unsicheren Momenten abrufen zu können.

    Sicherheit durch Wiederholung: Sicherheit entsteht durch Wiederholung. Man sollte schwierige Situationen in kleine Schritte zerlegen und diese immer wieder üben. Zum Beispiel kann man den Stuhl in der Reithalle bewusst platzieren und sich langsam annähern, oder beim ersten Mal absteigen und das Pferd führen. Dies hilft, die Angst zu überwinden und Vertrauen aufzubauen.

    Vergleichsfalle vermeiden: Der Vergleich mit anderen ist der Tod der Freude, da man nur einen Ausschnitt sieht und nicht die Umstände kennt. Es ist in Ordnung, sich Ritte anderer anzuschauen, aber immer unter dem Gesichtspunkt, was man lernen kann. Man sollte den Blick auf die eigene Entwicklung richten, statt in die Vergleichsfalle zu geraten.

    ► Weiterlesen in meinem Buch „Sportmentaltraining. Erfolg beginnt im Kopf", 3. Auflage, oder „Mentaltraining für Reiter", 5. stark überarbeitete Auflage.

    https://angebot.antje-heimsoeth.de/online-kurs-reiten-im-kopf-mentaltraining-fuer-reiter-trainer/ >>

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    13 min
  • Warum KI im Sportmentaltraining an ihre Grenzen kommt – und Mental Coaching den Unterschied macht

    In dieser Podcast-Episode spreche ich über die Grenzen von KI bei der Lösung persönlicher Probleme im Sport. Ich erkläre, warum verallgemeinerte Lösungen nicht zur Einzigartigkeit des Menschen passen und wie Vertrauen, Geduld und persönliche Begleitung den Unterschied machen. Zudem gibt sie Hinweise, woran man einen guten Mentalcoach erkennt.

    Key Takeaways

    • Grenzen der KI: KI und YouTube liefern verallgemeinerte Lösungen, die nicht auf die individuelle Situation des Sportlers zugeschnitten sind. Sie können den Menschen und seine non-verbalen Antworten nicht beobachten und kennen nur den eingegebenen Hintergrund, wodurch „blinde Flecken" entstehen.
    • Individuelle Lösungen: Es gibt keine Patentrezepte im Mentalcoaching. Zum Beispiel wirken verschiedene Ansätze wie Klopftechniken, wingwave oder Atemtechniken gegen Angst je nach Person unterschiedlich. Der Mental Coach muss gemeinsam mit dem Sportler herausfinden, was zu ihm als Sportler passt, und verschiedene mentalen Tools und Strategien ausprobieren. Dafür sind Vertrauen und Geduld unerlässlich.
    • Rolle des Coaches: Ein Mental Coach hört zu, versteht und hilft, Lösungen zu finden, die zu den Rahmenbedingungen und der Einzigartigkeit des Sportlers passen. Er gibt keine Universallösungen, sondern begleitet den Sportler auf seinem Weg. Die Haltung 'Intention vor Content' betont die individuelle Anpassung des Mental Coachings statt standardisierter Inhalte.
    • Erfahrung und Persönlichkeit: Nach 25 Jahren Coaching-Erfahrung hebe ich mich durch meine Persönlichkeit und meinen sehr großen Erfahrungsschatz ab. Jede Mental Coaching-Sitzung verläuft anders. Mein Ziel ist es, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, nicht als „Krücke" zu dienen.
    • Erkennungsmerkmale eines guten Coaches: Ein guter Mentalcoach stellt tiefgehende Fragen und gibt nur selten Tipps, die er dann zur Reflexion anregt. Er versucht, den Klienten wirklich zu verstehen, statt allgemeine Lösungen anzuwenden. Die Antworten sind individuell auf Basis von Beobachtung und Nachfragen, nicht standardisiert.

    ► Sport Mental Coaching buchen: https://www.heimsoeth-academy.com/mental/sportcoaching/

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    15 min
  • Mentaltraining im Traineralltag

    In dieser Podcast-Episode spreche ich über die Integration von Mentaltraining in den Traineralltag. Sie adressiert die Herausforderungen, denen Trainer und Trainerinnen heute gegenüberstehen, wie gesellschaftlichen Pessimismus, familiäre Veränderungen und den Umgang mit Handys, und betont, dass Mentaltraining ein fester Bestandteil des sportlichen Trainings sein sollte, nicht nur ein optionales Zusatzangebot. Ich stelle meine Sport-Mental-Trainer-Ausbildung vor und ermutige Trainer, diese als präventive Maßnahme zu nutzen.

    Mentaltraining als Trainer ins Training integrieren statt zusätzlich organisieren

    • Herausforderungen für Trainer: Trainer sehen sich mit einer negativen Gesellschaft, Jugendlichen aus Patchwork-Familien und dem allgegenwärtigen Handy-Gebrauch konfrontiert. Diese Faktoren erschweren die Arbeit und führen oft zu Überforderung, da Mentaltraining im vollen Terminkalender kaum Platz findet. Viele Trainer leisten bereits mentale Arbeit, aber oft auf ineffiziente oder destruktive Weise.
    • Mentaltraining als fester Bestandteil: Mentaltraining sollte nicht getrennt vom regulären Training betrachtet werden, sondern als integraler Bestandteil, um Selbstvertrauen, Selbstwert und Identität der Sportler zu stärken. Es ersetzt nicht das sportliche Training, sondern ergänzt es, insbesondere im Wettkampf, wo mentale Stärke oft entscheidend ist. Trainer können es durch offene Fragen und angemessene Reaktionen auf Emotionen einfließen lassen.
    • Beispiel Lampenfieber: Ein Landestrainer gab zu, selbst unter Lampenfieber zu leiden, was bei seinen Schülern Erleichterung auslöste, da sie sich verstanden fühlten. Solche Offenheit ist selten, aber wichtig, um mentale Themen zu enttabuisieren. Floskeln wie 'bleib positiv' helfen nicht weiter, sondern konkrete mentale Techniken sind gefragt.
    • Präventive Arbeit statt Reaktion: Ich wünsche mir mehr vorausschauende, präventive mentale Arbeit, anstatt erst bei Problemen zu reagieren. Trainer sollten mentale Aspekte in Gespräche nach Wettkämpfen, Fehlern oder Verletzungen einfließen lassen. So können Abwärtsspiralen durch negative Gedanken vermieden werden, die sonst zum Ausstieg aus dem Sport führen könnten.
    • Ausbildung zum Sport-Mental-Trainer: Die Sport-Mental-Trainer-Ausbildung an der Heimsoeth Academy umfasst acht Tage und vermittelt Handwerkszeug für die Integration von Mentaltraining in den Traineralltag. Themen sind unter anderem Selbstvertrauen, Selbstwert, Umgang mit Druck und Lampenfieber, Konzentration und Emotionsregulation. Die Ausbildung findet mehrmals jährlich online oder in Präsenz statt und zeigt auch auf, wie man als Sportmentaltrainer oder Mental Coach Geld verdienen kann.

    ► Informationen und weitere Details zur Sportmentaltrainer Ausbildung: https://www.heimsoeth-academy.com/mental/ausbildung-sport-mentaltrainer/

    16 min
  • Was macht mental starke Menschen aus? I Mentale Stärke

    In dieser Podcast-Episode spreche ich darüber, was mentale Stärke wirklich bedeutet und wie man sie trainieren kann. Mentale Stärke bedeutet nicht das Fehlen von Angst oder Zweifeln, sondern die Fähigkeit, trotzdem handlungsfähig zu bleiben. Ich gebe praktische Tipps und Einblicke aus meiner Erfahrung als Mental Coach.

    Key Takeaways

    • Mentale Stärke: Mentale Stärke bedeutet nicht, keine Angst zu haben, keine Zweifel zu kennen oder nie nervös zu sein. Es geht darum, trotz negativer Gedanken und Emotionen handlungsfähig zu bleiben und Entscheidungen zu treffen.
    • Gedanken sind keine Fakten: Eine zentrale Erkenntnis ist, dass Gedanken keine Fakten sind. Hilfreich ist die Frage, ob man mit 100%iger Sicherheit sagen kann, dass ein negativer Gedanke wahr ist (Byron Katie). Diese Frage schafft Abstand und verändert die Sicht auf die Situation.
    • Verantwortung übernehmen: Mental starke Menschen übernehmen Verantwortung für ihr Mindset, ihre Emotionen und Handlungen.
    • Umgang mit der Vergangenheit: Es ist wichtig, nicht in der Vergangenheit hängen zu bleiben. Die Vergangenheit kann man nicht ändern. Fehler sind passiert, aber man entscheidet, was man jetzt daraus macht. Man sollte die Opferrolle verlassen und der Gestalter des eigenen Lebens sein.
    • Fazit: Mentale Stärke heißt nicht, immer stark zu sein, sondern auch Schwäche zeigen und Hilfe holen zu dürfen. Es geht darum, mit Ambivalenzen umzugehen und sich schnell aus den Tälern des Lebens herauszubewegen.

    E-Book „Mental Hacks: Mentale Stärke aufbauen" jetzt herunterladen: https://www.heimsoeth-academy.com/ebook-mentale-staerke/

    Wem die Folge gefallen hat – mein Podcast und ich freuen sich über eine ⭐⭐⭐⭐⭐-Bewertung, Abos und/oder eine Rezension auf Apple Podcasts bzw. Spotify. Danke!

    12 min
  • Wege, deine Emotionen zu regulieren – negative Emotionen und Impulse in Schach halten

    Gutes Selbstmanagement schont deine Nerven! Selbst in Phasen, in denen du üblicherweise von unliebsamen Emotionen mitgerissen wirst, kannst du mit ein paar wenigen Tricks Chef über dich selbst bleiben und entscheiden, wann du wie viele Gefühle erleben und zeigen willst.

    1 Schaffe Distanz Wenn du mit unangenehmen Situationen bzw. einer schwierigen Aufgabe konfrontiert bist, solltest du möglichst rasch Abstand gewinnen. Mache dich zum unbeteiligten Zuschauer, der unbehindert von starken Gefühlen beobachtet und analysiert. Atme tief durch, und tu so, als ob du einen Film im Fernsehen anschauen würdest.

    2 Nimm das »Happy End« vorwegErlebe innerlich das Problem im Rückblick, indem du eine Geschichte daraus machst, die sich vor etlichen Jahren zugetragen hat. Stell dir vor, dass du Bekannten davon erzählst – einschließlich der Lösung des damals so gewichtigen Problems. Durch dieses Manöver werden deine mit der Sache verbundenen Gefühle auf eine angemessene Temperatur »heruntergekühlt« – so wie man sich beim Gedanken an seine erste Liebe zwar noch an das damalige Herzklopfen erinnert, aber es nicht mehr fühlt.

    3 wingwave®

    Mit der wingwave®-Technik, die ich wegen der guten Resultate gezielt bei Sport-Coachings einsetze, durfte ich erfahren, dass durch eine Nachbearbeitung negativer bzw. angstauslösender Erlebnisse mit schnellen Augenbewegungen die emotionale Erinnerung verblasst, sich Unsicherheiten und Stress auflösen und die Einflüsse negativer Gedanken auf die Muskulatur verschwinden. Wingwave® dient der Stressregulation, stärkt und stabilisiert die eigenen Ressourcen und die innere Balance. Unter anderem basiert die Methode auf Erkenntnissen der Gehirnforschung. Die Methode vereint drei Verfahren: die Stimulation beider Gehirnhälften durch wache REM-Phasen, d.h. schnelle Augenbewegungen, auch auditive oder taktile Links-rechts-Impulse durch Berühren, Neurolinguistisches Programmieren sowie den Myostatiktest.

    4 Bewege dich

    Training, ein Spaziergang oder ein paar Dehnübungen: Bewegung kann helfen, die Intensität von Emotionen schnell zu reduzieren.

    Gerade wenn Anspannung, Frust oder Nervosität hoch sind, kann körperliche Aktivität dabei unterstützen, wieder in einen regulierteren Zustand zu kommen.

    Begib dich in die Natur. Bei sehr emotionalen Themen gehe ich mit meinen Klienten durchaus raus an den Fluss oder in den Wald. Die Bewegung in der Natur hilft. Sie beruhigt uns, lenkt den Fokus weg von der negativen Emotion. Wer in die Landschaft schaut, sorgt für langsamere Hirnstromschwingungen. Stattdessen steigen die Stimmungshormone. Halte einen Moment inne, betrachte den Himmel oder das Spiel der Blätter in einem Baum und atme dabei lang und tief.

    5 Verlangsame deine Atmung

    Deine Atmung steht in engem Zusammenhang mit deinen Emotionen. Je nachdem, ob du gerade nervös, gestresst, aufgeregt oder frustriert bist, verändert sich dein Atem.

    Indem du deine Atmung bewusst beeinflusst, kannst du auch Einfluss auf deinen emotionalen Zustand nehmen.

    Reguliere deine Atmung – und du unterstützt damit deine Emotionsregulation.

    6 Sprich mit jemandem

    Emotionen in Worte zu fassen, kann helfen, sie besser zu verarbeiten.

    Sprich mit jemandem darüber, was dich beschäftigt. Erzähle, was gerade in dir vorgeht, oder lass deinem Ärger und deiner Frustration einmal Raum.

    Allein der Versuch, deine Emotion zu beschreiben, zwingt dich dazu, genauer wahrzunehmen und zu verstehen, was gerade in dir passiert.

    7 Schreibe deine Gedanken auf

    Schreiben hilft dabei, Gedanken zu sortieren, anstatt sie im Kopf immer weiter kreisen und sich hochschaukeln zu lassen.

    Notiere, was passiert ist, was du denkst, was du fühlst und was du jetzt brauchst.

    8 Bewerte die Situation neu

    Frage dich: „Gibt es noch eine andere Möglichkeit, diese Situation zu betrachten?"

    Vielleicht gibt es eine andere Erklärung, eine andere Perspektive oder einen hilfreicheren Blick auf das Geschehen.

    9 Innere Verhandlung Halte eine innere Verhandlung ab. Alle Gefühle haben eine Existenzberechtigung, jedes Gefühl hat eine Stimme und eine Botschaft für dich. Würge diese Stimmen nicht einfach ab, sondern schenke ihnen Redezeit während der »inneren Konferenz«. Ziel der Verhandlung am inneren Konferenztisch ist eine Entscheidung. Wie im Außen, sollte auch gegenüber deinem inneren Team keine Diktatur herrschen.

    10 Akzeptanz der Emotion

    Das ist häufig die anspruchsvollste Variante.

    Wenn unangenehme Emotionen auftauchen, besteht unser natürlicher Impuls häufig darin, sie loswerden zu wollen: Wir verdrängen sie, lenken uns ab, kämpfen gegen sie an oder versuchen, ihnen auszuweichen.

    Die Emotion muss nicht sofort verschwinden. Entscheidend ist, dass sie nicht automatisch dein nächstes Verhalten bestimmt.

    Weiterlesen: https://www.heimsoeth-academy.com/kontrollieren-sie-ihre-emotionen-oder-kontrollieren-sie-sie-emotionsregulation-im-sport-sportmentaltraining/

    ► Weiterlesen in meinem Buch „Sportmentaltraining. Erfolg beginnt im Kopf", 3. Auflage, oder „Mentaltraining für Reiter", 5. stark überarbeitete Auflage.

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    14 min
  • Turniernervosität im Griff: Mental stark in die Prüfung I Mentaltraining im Pferdesport

    In dieser Podcast-Episode geht es um den Umgang mit Nervosität und Lampenfieber bei Turnierprüfungen. Ich erkläre, warum Nervosität normal ist und wie man sie akzeptieren kann, statt dagegen anzukämpfen. Ich stelle verschiedene Techniken vor, wie Atemübungen, Fokussierung auf den gegenwärtigen Moment und das Simulieren von Drucksituationen im Training.

    Key Takeaways

    • Nervosität akzeptieren: Nervosität ist normal und kein Hindernis für einen guten Ritt. Der Versuch, sie zu verdrängen, kann die Situation verschlimmern. Akzeptiere die Nervosität als Zeichen, dass dir die Prüfung wichtig ist, und konzentriere dich darauf, deine Leistung unabhängig von deinem Gefühl abzurufen.
    • Atemtechniken anwenden: Atemtechniken helfen, das Aktivierungsniveau zu regulieren. Atme vier Sekunden durch die Nase ein und doppelt so lange durch den Mund aus, am besten mit Zählen oder einem hörbaren 'Pfff'. Lege beim Einatmen die Zunge an den oberen Gaumen, um Kieferanspannung zu lösen. Nutze diese Techniken auch vor dem Turnier, z.B. im Auto.
    • Im gegenwärtigen Moment bleiben: Vermeide Gedanken an die Zukunft oder Vergangenheit.
    • Nicht mehr anstrengen: Versuche nicht, dich mehr anzustrengen, da dies zu Vorsicht und Veränderung der Kommunikation mit dem Pferd führt. Reite entschlossen. Die Aufgabe bleibt dieselbe, also bleib bei deinem gewohnten Ablauf.
    • Drucksituationen simulieren: Simuliere Wettkampfbedingungen im Training, z.B. durch weiße Reithose, Aufbau des Vierecks oder Reiten an unbekannten Orten. Führe deine Routine dabei genauso durch wie auf dem Turnier. Lege Konsequenzen fest, wie z.B. eine Spende an einen guten Zweck, um zusätzlichen Druck zu erzeugen und Selbstvertrauen aufzubauen.

    ► Weiterlesen in meinem Buch „Sportmentaltraining. Erfolg beginnt im Kopf", 3. Auflage, oder „Mentaltraining für Reiter", 5. stark überarbeitete Auflage.

    https://angebot.antje-heimsoeth.de/online-kurs-reiten-im-kopf-mentaltraining-fuer-reiter-trainer/ >>

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    14 min
  • Dein Gehirn ist beeinflussbarer, als du denkst: 6 Erkenntnisse

    In dieser Podcast-Folge teile ich sechs Erkenntnisse, die das Denken, Fühlen und Handeln verändern können.

    Key Takeaways

    • Erfolge bewusst wahrnehmen: Die Übung, mindestens zehn Erfolge der letzten Zeit aufzuschreiben, fördert Selbstwert und Selbstvertrauen. Es zählen nicht nur große Erfolge, sondern auch kleine Fortschritte wie schwierige Anrufe oder Training trotz fehlender Motivation. Die Forschung zur Selbstaffirmation zeigt, dass die bewusste Beschäftigung mit positiven Aspekten des Selbst Gehirnregionen aktiviert, die mit Belohnung verbunden sind.
    • Bewusstheit als Grundlage: Ein Großteil des Denkens und Handelns läuft automatisiert ab. Gedanken tauchen auf. Bewertungen entstehen. Emotionen folgen. Reaktionen werden ausgelöst. Der entscheidende Moment entsteht dort, wo du ein Muster bemerkst. Bewusstheit verändert nicht automatisch das Verhalten, aber sie schafft die Voraussetzung, anders reagieren zu können.
    • Geben steigert Wohlbefinden: Geld für andere auszugeben oder etwas zu schenken, kann das eigene Wohlbefinden steigern. Studien zum prosozialen Ausgeben zeigen, dass Menschen unter bestimmten Bedingungen glücklicher sind, wenn sie Geld für andere verwenden. Der Mechanismus liegt im Geben selbst, in Verbundenheit, Bedeutung und dem Erleben, etwas Positives getan zu haben.
    • Nervosität umdeuten: Körperliche Aktivierung wie Herzrasen oder schwitzende Hände wird oft als Nervosität interpretiert, aber sie bedeutet nicht automatisch, dass etwas schief geht. Studien zeigen, dass es hilfreich sein kann, Nervosität als Aufregung oder Energie umzudeuten. Die Art, wie man einen Zustand benennt, beeinflusst den Umgang damit.
    • Wiederholung und Glaubwürdigkeit: Wiederholte Gedanken hinterlassen Spuren im Gehirn, aber nicht alles, was man oft genug denkt, wird automatisch wahr. Der Illusory Truth Effect zeigt, dass Aussagen, die man mehrfach hört, glaubwürdiger erscheinen. Deshalb sollte man sich auf realistische und handlungsfähige Gedanken konzentrieren, statt sich mit negativen Selbstgesprächen zu blockieren.
    • Innere Bilder als Training: Sportlerinnen und Sportler nutzen Visualisierung. Ein Golfer stellt sich seinen Schlag vor. Eine Skifahrerin fährt die Strecke mental ab. Ein Fußballer sieht eine Spielsituation wie einen Elfmeter vor seinem inneren Auge. Eine Reiterin geht ihren Parcours gedanklich durch. Vorstellung und tatsächliche Bewegung nutzen teilweise ähnliche neuronale Prozesse. Und genau deshalb kann mentales Vorstellungstraining wertvoll sein. Aktuelle Forschung zeigt, dass Imagery Practice die (sportliche) Leistung verbessern kann.

    E-Book „Mental Hacks: Mentale Stärke aufbauen" jetzt herunterladen: https://www.heimsoeth-academy.com/ebook-mentale-staerke/

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    15 min
  • Mentale Stärke beginnt im Training: 5 Wege, wie du sie gezielt aufbaust

    Mentale Stärke muss bereits im Training aufgebaut werden – dafür gibt es in dieser Podcastepisode konkrete Handlungsempfehlungen.

    Key Takeaways

    • Realistische Erwartungen: Setze dir realistische, positive Trainingsziele. Unrealistisch hohe Erwartungen führen zu Frust und vermitteln das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Beginne das Training mit machbaren Schritten, um Erfolgserlebnisse zu schaffen, die Selbstvertrauen und Stimmung stärken.
    • Aktiv Feedback suchen: Gehe aktiv auf Trainer, Teamkollegen oder andere Beobachter zu und bitte um Feedback, statt zu warten, dass es von außen von selbst kommt. Feedback ist eine Informationsquelle, die Außenperspektive bietet und versteckte Wahrheiten enthüllt. Entscheide selbst, was du vom Feedback annimmst, für deine Weiterentwicklung nutzt und umsetzt, aber suche aktiv nach Informationen, um deinen Fortschritt zu beurteilen.
    • Bewusst Herausforderungen suchen: Vermeide die immer selben Abläufe im Training. Baue in jede Trainingseinheit eine Herausforderung, die aus der Komfortzone führt, ein. Diese Herausforderung sollte fordern, aber nicht überfordern, damit du wachsen kannst. Notiere dir, wie du dich forderst, und nutze Feedback, um dies zu überprüfen.
    • Stärken gezielt ausspielen: Arbeite nicht nur an Schwächen, sondern festige und fördere deine Stärken, denn sie sind die Grundlage für Top-Leistungen und einen eigenen Stil. Nimm dir Zeit, dir vor dem Training bewusst zu machen, was du besonders gut kannst, um diese Fähigkeiten zu stärken. Stärken gezielt nutzen, um Wettkämpfe zu gewinnen.
    • Mentalen Plan erstellen: Erstelle einen schriftlichen mentalen Plan, der vorgeht, mit welchem Mindset und Haltung du trainieren willst. Über frage, ob du fleißig, resilient oder neugierig sein möchtest et cetera. Lege dieses Mindset vor dem Training fest, um es bewusst zu steuern. So verbindest du dein Tun mit deiner mentalen Einstellung.

    ► Weiterlesen in meinem Buch „Sportmentaltraining. Erfolg beginnt im Kopf", 3. Auflage, oder „Golf mental: Mentale Stärke auf und neben dem Platz", 3. stark überarbeitete Auflage.

    https://angebot.antje-heimsoeth.de/online-kurs-golf-mental-erfolg-durch-selbstmanagement/ >>► Facebook Gruppe „Sportmentaltraining I Mentaltraining im Pferdesport I Golf Mental": https://www.facebook.com/groups/199427366750028

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    12 min
  • Statt Hotelzimmer: gemeinsam wohnen. Gemeinsam erleben. Gemeinsam wachsen.

    In diesem Podcast-Impuls teile ich die Idee ihres Kollegen, der sein Handballteam bei einem Turnier in Mexiko bewusst in einem Airbnb statt in einem Hotel untergebracht hatte. Ich verbinde dies mit Beispielen aus dem Spitzensport und meinen eigenen Erfahrungen als Seminarleiterin, um zu zeigen, wie gemeinsame Unterkünfte und informelle Begegnungen den Teamgeist stärken.

    Key Takeaways

    · Airbnb statt Hotel: Ein Kollege hat sein Handballteam bei den nordamerikanischen Meisterschaften in Mexiko in einem Airbnb untergebracht, statt in einem Hotel. Im Hotel ziehen sich Teammitglieder nach dem Training schnell in ihre Zimmer zurück, während in einer gemeinsamen Wohnung Begegnungen entstehen, die das Teamgefühl stärken.

    · Beispiel DFB 2014: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft lebte 2014 im Campo Bahia in Brasilien in kleineren Wohngruppen, nicht in abgeschotteten Hotelzimmern. Der DFB schrieb, dass diese Form des Zusammenlebens ein Miteinander erforderte und einen besonderen Teamgeist förderte, inklusive gemeinsamer Schafkopf- und Skatrunden am Abend.

    · Teamkultur entsteht nebenbei: Teamkultur entsteht nicht nur auf dem Trainingsplatz, sondern beim gemeinsamen Essen, Gesprächen am Abend, Spielen und Lachen – in Momenten ohne Traineransprache und Leistungsdruck. Diese scheinbar nebensächlichen Situationen stärken Beziehungen und lassen Vertrauen entstehen, wodurch aus einzelnen Sportlern – und auch Mitarbeitenden in Unternehmen - ein Team wird.

    · Abgelegene Fortbildung: Eine Fortbildung in einem abgelegenen Schloss im hohen Norden führte dazu, dass die Teilnehmer abends zusammen saßen und Gespräche abseits des Seminarthemas führten. Im Gegensatz dazu verschwinden bei Seminaren in Städten wie Zürich oder München viele Teilnehmer direkt nach dem Seminar, sodass nur wenig bis kein Austausch unter den Teilnehmenden stattfindet.

    · Bewusste Umfeldgestaltung: Veranstalter sollten auf die bewusste Gestaltung des Umfelds achten, da ein Umfeld Nähe ermöglichen oder verhindern kann. Es gibt spezialisierte Seminarhotels, die auf solche Aspekte achten, und es ist wichtig, dass sich nicht alle nach dem offiziellen Programm sofort zurückziehen.

    · Führungsteams stärken: Führungsteams brauchen mehr als Aufgabenverteilung, Ziele und Meetings – sie brauchen Gelegenheiten, sich als Menschen kennenzulernen und Vertrauen aufzubauen. Bei Führungskräftetagungen, Kick-Offs oder Teamreisen lohnt sich der Blick über das klassische Tagungshotel hinaus, denn wichtige Teamentwicklung entsteht oft beim gemeinsamen Frühstück.

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    13 min
  • 7 Anzeichen dafür, dass du mental stark bist.

    In dieser Podcastfolge spreche ich über Anzeichen mentaler Stärke.

    Key Takeaways

    • Unangenehme Emotionen aushalten: Mentale Stärke zeigt sich darin, unangenehme Gefühle wie Angst oder Panik auszuhalten, ohne sofort flüchten oder sich ablenken zu wollen.
    • Versprechen einhalten: Ein weiteres Zeichen ist, dass man Versprechen, die man sich selbst gibt, auch dann einhält, wenn niemand davon weiß. Wenn keine äußere Kontrolle besteht, neigt man schnell dazu, Ausreden zu finden. Mentale Stärke bedeutet, diszipliniert zu handeln, auch wenn es niemand beobachtet.
    • Schlechte Momente begrenzen: Mentale Stärke beinhaltet, dass ein schlechter Moment oder ein schlechter Vormittag nicht den gesamten Tag ruiniert. Ich betone dies im Kontext des Spitzensports, wo es wichtig ist, sich nach Rückschlägen schnell wieder zu fokussieren. Man sollte eine Strategie haben, um aus einer negativen Stimmung herauszukommen.
    • Mit Ablehnung umgehen: Man kann damit umgehen, dass andere einen nicht mögen, ohne sich zu verändern. Ablehnung kann auch daher rühren, dass andere etwas in uns sehen, das sie selbst anstreben, aber noch nicht erreicht haben.
    • Handeln trotz fehlender Lust: Mentale Stärke bedeutet, das zu tun, was wichtig ist, auch wenn man keine Lust hat. Spitzensportler müssen oft trainieren, wenn sie keine Motivation haben. Kurz gesagt: Motivation ist optional, Handeln sollte selbstverständlich sein.
    • Drehtür-Metapher: Die Drehtür-Metapher veranschaulicht, dass man manchmal einen Schritt zurücktreten muss, bevor man reagiert oder Entscheidungen trifft. Wenn man gegen die Drehtür drückt, stoppt sie; erst wenn man einen Schritt zurücktritt, läuft sie wieder.
    • Gedanken nicht glauben: Man muss nicht auf jeden Gedanken reagieren, der durch den Kopf geht. Gedanken wie 'Ich schaffe das nicht' sind keine Fakten. Die Frage von Byron Katie hilft: 'Kann ich mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, dass der Gedanke wahr ist?' Oft ist die Antwort nein, was zeigt, dass man Gedanken nicht überbewerten sollte.

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    14 min

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Der Podcast von Antje Heimsoeth begleitet Menschen dabei, mehr Erfolg (was immer das für den Einzelnen ist), Lebensfreude, Zufriedenheit, Selbstvertrauen, Selbstwert, Glück, mentale und emotionale Stärke in ihrem Leben, ob Beruf, Alltag oder im Sport, zu verwirklichen.