Antje Heimsoeth beantwortet die Frage, wann es Zeit sein kann, mit einem Sport Mental Coach zu arbeiten. Sie spricht über verschiedene Probleme im Sport, in denen mentale Unterstützung hilfreich sein kann, und gibt Einblicke in ihre Arbeit mit Sportlern unterschiedlicher Disziplinen. Dabei geht sie auf Themen wie Leistungsdruck, Verletzungen, Selbstvertrauen und Wettkampfangst ein.
Key Takeaways
· Druck und Emotionen im Wettkampf: Steigender Druck und starke Emotionen im Wettkampf können die Leistung beeinträchtigen. Wenn Sportler dazu neigen, zu emotional zu reagieren oder sogar Ausrüstung zu beschädigen, kann Mentalcoaching helfen, einen konstruktiveren Umgang mit diesen Herausforderungen zu entwickeln und die Selbstkontrolle zu verbessern.
· Trainingsweltmeister im Wettkampf: Sportler, die im Training konstant Höchstleistungen erbringen, diese aber im Wettkampf nicht abrufen können, profitieren von Mentalcoaching. Es hilft, die im Training gezeigten Fähigkeiten auch unter Wettkampfbedingungen abzurufen und mentale Blockaden abzubauen, die die Leistungsfähigkeit einschränken.
· Wiederholte Verletzungen als Signal: Häufige Verletzungen, besonders zu Saisonbeginn, können auf unbewusste mentale Blockaden hinweisen. Diese Blockaden können Ausdruck von Ängsten oder Konflikten sein, die sich körperlich manifestieren. Durch Mentalcoaching können die zugrunde liegenden Ursachen aufgedeckt und bearbeitet werden, um die Verletzungsanfälligkeit zu reduzieren.
· Umgang mit Bewegungsblockaden: Wenn sich Bewegungen trotz intensiven Trainings nicht verbessern lassen, setzt Sportmentalcoaching auf Techniken wie die Drehbuchtechnik, um innere Filme zu verändern. Durch Visualisierung können Bewegungsabläufe im Gehirn neu programmiert und die tatsächliche Bewegung verbessert werden.
· Ängste als Projektionsfläche: Ängste, die nicht nur im Sport, sondern auch in anderen Lebensbereichen präsent sind, können sich im Sport verstärken. In solchen Fällen dient der Sport als Projektionsfläche für tieferliegende Ängste. Mentalcoaching hilft, diese Ängste zu erkennen, zu bewältigen und so die sportliche Leistung zu verbessern.
· Selbstvertrauen stärken: Mangelndes Selbstvertrauen, oft durch überfürsorgliche Erziehung verstärkt, kann die sportliche Leistung beeinträchtigen. Mentaltraining kann helfen, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken und Lösungsfindungskompetenzen zu entwickeln. Regelmäßige "Einzahlungen" auf das Selbstvertrauenskonto sind wichtig, da Selbstvertrauen nicht dauerhaft garantiert ist.
· Wettkampfangst als Thema: Viele Sportler suchen aufgrund von Lampenfieber oder Wettkampfangst Hilfe. Ziel ist nicht, die Angst vollständig zu beseitigen, sondern sie in einen gesunden "Bammel" umzuwandeln.
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