Transfer, zum Beispiel im Fußball, sind komplexe Übergänge im Leben eines Sportlers. Ein Vereinswechsel ist ein kritischer, aber auch entwicklungsfördernder Übergang. Es stellt die physischen, taktischen und psychologischen Ressourcen eines Spielers auf die Probe. Erfolg hängt davon ab, ob Athleten genügend Ressourcen (Skills, Unterstützung) haben, um mit den Anforderungen (neue Kultur, Erwartungen, Konkurrenz) umzugehen. Ein Mismatch kann zu Stress und Krisen führen, während ein gutes Ressourcen-Management den Wechsel erleichtert.
Nathalie B. Stambulova ist eine bekannte Sportpsychologin, die sich viel mit Transitionsmodellen im Sport befasst hat – also mit Übergängen und Anpassungsprozessen, die Athleten durchlaufen, z. B. beim Wechsel des Vereins, beim Übergang ins Profi- oder Amateurlevel oder beim Karriereende. Wenn ein Spieler von einem Verein in einen anderen wechselt, empfiehlt Stambulova vor allem:
Ressourcen aufbauen
- Persönliche Ressourcen: Selbstvertrauen, Anpassungsfähigkeit, Kommunikationsfähigkeiten. - Soziale Ressourcen: Unterstützung von Familie, Freunden, Beratern und Trainern aktiv nutzen. - Sportliche Ressourcen: Stärken und Schwächen analysieren und gezielt weiterentwickeln.
Coping-Strategien entwickeln
- Mit Unsicherheit, Leistungsdruck oder sozialer Integration umgehen lernen. - Praktiken wie Zielsetzung, mentale Routinen und Reflexion anwenden.
Balance zwischen Sport und Leben halten - Neue Umgebung nicht nur sportlich, sondern auch sozial und privat erschließen (Wohnsituation, Freundeskreis, Kultur).
Professionelle Unterstützung nutzen - Bei Bedarf Hilfe von Sportpsychologen, Sport Mental Coach oder Buddy in Anspruch nehmen. - Übergänge aktiv gestalten, nicht nur passiv erleben.
Proaktive Integration ins Team Kontakt zu Mitspielern und Trainern suchen.
Übergänge wie Spielertransfers sind viel mehr als nur die Frage, ob ein Spieler "gut genug" ist. Es ist ein kontinuierlicher Prozess.
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