Am Montag rückt Apples KI-Offensive in den Fokus. Im Gespräch steht vor allem ein deutlich aufgewertetes Siri – mit tiefer Systemintegration und eher wenig neuer Hardware.
Siri im Fokus: tiefere Integration und Google als Partner?
– Aktuell können die systemweiten Schreibwerkzeuge Texte umformulieren, aber nicht eigenständig generieren. Das klappt nur mit eingebundenem ChatGPT.
– Der Bild-Spielplatz wirkt stark reglementiert und blieb im Vergleich zu gängigen Bildgeneratoren blass.
– Für die WWDC kursieren Berichte über eine eigene Siri-Chatbot-App und ein Eingabefeld oberhalb der Dynamischen Insel. Entscheidend ist die Tiefe der Integration in Kalender, Kontakte, Fotos und Orte.
– Apple setzt weiterhin auf Private Cloud Compute, lagert bei Bedarf also in die eigene Cloud aus. Im Gespräch war zudem, dass Teile davon auf Google-Infrastruktur laufen könnten. Gleichzeitig soll vieles lokal auf iPhone, iPad und Mac passieren.
– Offene Punkte: mögliche Auswirkungen auf die Batterielaufzeit und die Frage, wie Apple Kontrolle und Leitplanken umsetzt.
– Erwartet wird eine Beta-Kennzeichnung zum Start, mit möglicher Warteliste. Eine kostenpflichtige Pro-Stufe wurde diskutiert, ist aber unklar. Zuvor war Apple‑Intelligenz in der EU zeitweise nicht verfügbar.
iOS, iPadOS und macOS: Feinschliff statt großer Sprünge
– Für das nächste iOS zeichnet sich eher ein Stabilitäts-Release ab. Genannt wurden eine vereinfachte Fotos‑App und feinere Stellschrauben für das Design „Liquid Glass“.
– Denkbar sind kontextuelle Homescreen‑Bereiche, etwa Widgets mit meistgenutzten Apps. In iMessage besteht Bedarf bei der Thread‑Darstellung.
– Praxisärgernisse: Die Kamera‑App zeigt nicht verlässlich, ob ein externes Mikrofon aktiv ist. Gewünscht sind klare Hinweise, auch für drahtlose Mikrofone.
– Die Diktatqualität schwankt laut Erfahrungsberichten; ChatGPT lieferte teils bessere Erkennung.
– iPadOS brachte Fensterverwaltung, wirkt auf älteren Geräten jedoch träge. Das einfache Spiegeln auf externe Monitore gelang im Test nicht zuverlässig.
– Bei macOS tauchten in Betacode Namen wie Redwood oder Big Bear auf. Diskutiert wurden ein Siri‑Chatbot auf dem Mac, ein zentraleres Spotlight und lokale Modelle, die vom größeren RAM profitieren.
– Apple beendet mit macOS 26 die Unterstützung für Intel‑Macs; Rosetta 2 läuft nur befristet weiter.
Vision OS, watchOS und Home: Ausblick und offene Fragen
– Vision OS wird weiterentwickelt. Berichte deuten an, dass die Hardware Apple Vision Pro pausieren könnte, mit mehr Fokus auf smarte Brillen. Inhalte für die Brille erscheinen bislang nur in großen Abständen.
– Für watchOS kursieren Hinweise auf Fortschritte bei Blutzuckerfunktionen und Trainingspläne, die sich an Schlaf und Puls anpassen. Health‑Coach‑Funktionen sind teils nur in den USA verfügbar.
– Im Smart‑Home‑Kontext stand der Wunsch nach lernenden Routinen und einer einfachen Kurzbefehle‑Erstellung per KI im Raum.
Verfügbarkeit: Entwickler:innen können die Betas voraussichtlich am Montagabend laden. Empfohlen wird, keine Betas auf Produktivgeräten zu installieren. Ein Entwicklerkonto ist kostenlos anlegbar; Gebühren fallen erst bei Veröffentlichungen an.